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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2021

Überraschende Wendungen im letzten Buch

Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten
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Seit dem Ende des zweiten Teiles und dem Untergang von Endura sind drei Jahre vergangen. Alle Welt glaubt das Rowan der Attentäter ist und die Insel zerstört sowie den Rat der Scythe umgebracht hat. Als ...

Seit dem Ende des zweiten Teiles und dem Untergang von Endura sind drei Jahre vergangen. Alle Welt glaubt das Rowan der Attentäter ist und die Insel zerstört sowie den Rat der Scythe umgebracht hat. Als Volksfeind gerät er niemals in Vergessenheit, auch wenn er bei diesem Anschlag als verstorben gilt.
Goddard hat sich währenddessen in die höchste Positiion befördert und erwähnt natürlich mit keinem Wort welche Entscheidung am Ende des zweiten Bandes getroffen wurden ist. So ändert er die Gesetzte und sorgt für Angst und Schrecken unter den Menschen, wo er Massennachlesen veranlasst.
Doch für Rowan und Citra soll es nicht vorbei sein. Denn der Tresor wird geborgen und die wahre Geschichte nach und nach ans Tageslicht gebracht. So erfahren wir auch, wo Goddard schon in der Vergangenheit schwerwiegend seine Finger drin hatte.
Neben den Veränderungen bei den Scythe gibt es noch die Veränderung für Greyson. Nach dem der Thunderhead seine Macht und seinen Unmut bewiesen hat, wird er durch die Geschehnisse zum neuen Toll und erschafft sich ein eigenes Machtinstrument. Denn nur noch zu ihm spricht der Thunderhead. Die allwissende, überall existierende KI verändert sich in seinem Dasein so wie alle menschlichen Charaktere und entwickelt die Fragen ob sein Handeln richtig ist oder nicht. Entwickelt sozusagen Gefühle.
Viele verschiedene Geschichtsstränge füllen den letzten Teil der Reihe und finden sich am Ende zusammen. Das Buch ist daher vom Anfang bis zum Mittelteil eher ruhig und arbeitet sich auf einen großen Showdown hin, in einer Welt wo der Glaube an eine Unsterblichkeit reine Fiktion ist.
Die Reihe ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden und vom ersten Buch wo es um die Ausbildung geht und der Weg der persönlichen Entwicklung bis hierhin zum Ende, ist alles mit dabei gewesen.

Veröffentlicht am 01.09.2021

Broken World von Jana Voosen

Broken World
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In einer Welt, wo Hilfe und Mitleid anbieten strengstens verboten sind, wächst die 18-Jährige Yma auf. Das junge Mädchen ist in zweitrangigen Verhältnissen mit ihrer Mutter aufgewachsen und dennoch hat ...

In einer Welt, wo Hilfe und Mitleid anbieten strengstens verboten sind, wächst die 18-Jährige Yma auf. Das junge Mädchen ist in zweitrangigen Verhältnissen mit ihrer Mutter aufgewachsen und dennoch hat es ihr an Liebe und Zuneigung und Zuspruch an ihre Person niemals gefehlt.

So ist sie eine Rose in einem Haufen von Abfall, denn in Vahvin ist Hilfe anbieten strengstens verboten. So ist es keine Besonderheit Menschen auf der Straße sterben zu sehen und diesen nicht zu helfen. Doch Yma kann nicht die Kälte zulassen, wie es die Welt um sie herum es tut.
Sie ist eine der besten in ihrer Klasse, hat ein Stipendium und ein Traum soll wahr werden, als sie ein Jobangebot erhält welches ihr Leben verbessern soll. Eine Wohnung in der Toplage der Stadt, sie bekommt alles bezahlt und nach der Schule eine Stelle im wichtigsten Unternehmen vor Ort.

Doch alles soll anders kommen als sie denkt. In der Untersuchung zur Volljährigkeit gibt es Probleme bei ihrer Freundin Kim, ihre Jugendliebe scheint nicht der Traumprinz zu sein der er scheint und umso näher Yma dem sicheren Lebensstandard ist, umso mehr sieht sie das Leid um sich herum. Doch sie kann es nicht sehen, denn sie empfindet verbotenerweise Mitleid.

Die Dystopie malt ein Bild eines Staates in dem es keinerlei medizinische Hilfe und keine finanziellen Auffanghilfen gibt. Jeder ist sich selbst der nächste und Hilfe wird mit bis hin zum Tod bestraft. Daher ist Yma ein sehr sympathisches Mädchen, welches für mich durch ihre naive Seite doch noch recht weit weg vom erwachsen sein ist. So erkennt der Leser direkt das Adrian nur ein Nutznießer ist und selbst keine Anstalten macht sich den Status zu erarbeiten den Yma hat. Er ist zwar auch gut in der Schule, kann aber nicht über ihre Erfolge hinauskommen. Schon sie als Frühaufsteherin und er als Abendmensch, dass passte für mich schon von Anfang an nicht. Anstatt das sie über die App jemanden passenderes sucht, ist sie direkt mit ihm zusammengezogen.

Weitere Charaktere wie Len bringen Würze in die Geschichte mit ein und sind in seiner Funktion als Mitglied der Untergrund-Organisation sehr wichtig. Die Liebesgeschichte die sich hier entwickelt, hat für mich aber null gepasst.

Auf den letzten 20% nimmt das Buch noch eine große Wendung, welche ich hier nicht genauer ansprechen werde, welche dem Buch aber eine Menge Veränderungen und Fahrt einbringt.

Alles in allem ist das Buch eine interessante Grundidee aber in seiner Umsetzung leider für mich etwas zu oberflächlich und zu offensichtlich wo es hinführt geworden.

Veröffentlicht am 20.08.2021

Was für ein spannender und abwechslungsreicher Thriller. Henri Faber - der neue Stern am Autorenhimmel

Ausweglos
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Ich habe vor wenigen Sekunden das Buch beendet und habe mich sofort an diese Rezension gemacht. Aus meinem Mund kam nur ein „Wow, wow, wow.“
Ich weiß nicht, ob es dem Ende des Buches verschuldet ist, ...

Ich habe vor wenigen Sekunden das Buch beendet und habe mich sofort an diese Rezension gemacht. Aus meinem Mund kam nur ein „Wow, wow, wow.“
Ich weiß nicht, ob es dem Ende des Buches verschuldet ist, welches mich nochmal so richtig umgehauen hat oder dem ganzen Buch. Ich weiß nur eines, in meiner mauen Leselust der letzten Monate, ist dies für mich eines der Highlights welches mir die Liebe zum Lesen gezeigt hat. Und ich liebe es so sehr. Es ist für mich einer der besten Thriller aus diesem Jahr. Und da gab es für mich bis jetzt lediglich zwei Stück, dieses miteingeschlossen, welche mich aus diesem Genre so sehr überzeugen konnten.
Der Autor hat mit dem Thriller sein Debüt in diesem Genre geschrieben und hat für mich große Namen wie Fitzek in den Schatten gestellt. Die Geschichte ist super durchdacht, die Charaktere alles andere als nur schwarz und weiß, die Wendungen kommen auf den Punkt genau.
Wer glaubt von Anfang an alles zu wissen, der täuscht. Viele Dinge sind erkennbar, aber das Gesamtbild ist so viel umfangreicher. Dieses Buch ist wie ein Kaleidoskop. Eine Seite weiter, ein Kapitel mehr und obwohl man nur minimal am Rad gedreht hat, verändert es schier alles.
Das Buch ist ein Kraftpacket an Überraschungen und Tiefgang. Man rätselt mit, man leidet mit, man hasst und befürwortet das Verhalten der Charaktere. Ist der Kinderwunsch von Linda so groß das sie schwangerschaftsfördernde Tabletten nehmen muss? Ist Noah so verständnisvoll und aufopfernd wie er tut? Hat die Polizei so wirklich keine Ahnung wer der Ringfingerkiller ist?
In vielen kurzen und daher schnell lesbaren Kapiteln stellt Faber unser und das Leben aller im Buch auf den Kopf.
Für mich ist es ein Schock das ich durch bin. Der Entzug tritt ein.

Veröffentlicht am 15.08.2021

Trifft ein Vampir auf ein Irrlicht

Das geheime Sanatorium
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In der vorliegenden Anthologie (Sammlung von Gedichten oder Texten verschiedener Autoren in einem Band oder in mehreren Bänden Wikipedia.de) haben mehrere Autoren gemeinsam eine Geschichte geschrieben, ...

In der vorliegenden Anthologie (Sammlung von Gedichten oder Texten verschiedener Autoren in einem Band oder in mehreren Bänden Wikipedia.de) haben mehrere Autoren gemeinsam eine Geschichte geschrieben, welche von Vielfalt und Abwechslung geradezu sprudelt.

Wer auf einen Vampir treffen will der sein Spiegelbild sehen will, eine Wunschfee die keine Wünsche mehr erfüllen kann und ein schizophrenes Irrlicht treffen will, ist hier genau richtig. Das Sanatorium versteckt vor aller Augen, gibt diesen Wesen und Monstern die Möglichkeit, sich ihrer besonderen und doch teilweise schon sehr bekannten psychischen Probleme zu stellen.

Wobei so manchen echt süß sind und für den Leser gar nicht als Problem ersichtlich sind, aber die Gesellschaft dieser Gattung das anders sieht.

Der Wechsel der Autoren ist schon spürbar. Dabei schreibt der eine doch etwas flüssiger und besser als die anderen. Gerade mit der ersten Autorin Nadine Muriel, welche die Herausgeberin ist, kam ich leider weniger zurecht. Zu schnell, zu viel, zu unübersichtlich. Es werden im ersten Kapitel viel zu viele Namen über einen hergeworfen, dass man sich kaum all diese merken kann. Erst ab dem zweiten wird es besser.

Alles in allem ist es eine interessante Geschichte mit viel Humor. Für die 250 Seiten finde ich den Preis vom Ebook wie auch vom Taschenbuch nur etwas zu hoch geraten.

Veröffentlicht am 07.08.2021

Eine tolle, fotostarke Geschichte

Was die Dohlen Hans Kja und Dora alles erleben
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Ein Buch mit tollen Bildern, welches die Geschichte von der Dole Hans Kja und seiner späteren Partnerin Dora erzählt. Der Jungvogel welcher aus dem Nest gefallen ist und von Jens und seinen Eltern die ...

Ein Buch mit tollen Bildern, welches die Geschichte von der Dole Hans Kja und seiner späteren Partnerin Dora erzählt. Der Jungvogel welcher aus dem Nest gefallen ist und von Jens und seinen Eltern die ersten Tage großgezogen wird. Wir erfahren die Geschichte des jungen Vogels, seiner Suche nach Essen, dem Finden einer Partnerin fürs Leben und wie stark der Zusammenhalt unter den Vögeln ist.

Aber auch die Bedrohungen der Dohlen, fehlender Schlafplätze und wie ihr Lebenszyklus verläuft. Das Buch ist wie ein Rad. Vom Jungvogel welches aus dem Nest gefallen ist, bis hin zum selbst Vater sein.

Die Bilder sind wunderschön ausgesucht und für die Situation sehr passend. Das Vorlesebuch und später auch zum selber lesen, ist für Kinder ab 6 Jahren und hierfür eine tolle Lektüre.