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Veröffentlicht am 26.03.2026

Wenig Katzen, dafür viel Tiefsinn

Katzen, die wir auf unserem Weg trafen
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"All diese Geschichten würden nicht weiterleben, dachte Aisha. Aber spielte das eine Rolle?
Hier, unter diesem Nachthimmel wanden sich all die Worte zu den Sternen empor, und die Sterne würden sie bewahren, ...

"All diese Geschichten würden nicht weiterleben, dachte Aisha. Aber spielte das eine Rolle?
Hier, unter diesem Nachthimmel wanden sich all die Worte zu den Sternen empor, und die Sterne würden sie bewahren, und die Sterne würden sie den Wellen erzählen, und die Wellen würden an Land spülen, sich zurückziehen und wiederkommen, auch wenn sie alle tot waren.
Und auch wenn das nichts bedeutete und diese Geschichten nicht fortlebten, so lebten sie doch jetzt.

Reichte das nicht? Es würde reichen müssen. Sie würden dafür sorgen, dass es reichte, wenn diese Geschichten jetzt lebten."



Der Jugendroman Katzen, die wir auf unserem Weg trafen beginnt mit einer ebenso schlichten wie erschütternden Ausgangslage. Die Welt wird enden. Ein Meteoroit wird die Erde treffen und alles Leben auslöschen.
Der Menschheit bleibt nur noch etwa ein Jahr.

Im Zentrum der Geschichte steht Aisha, die eigentlich gerade am Beginn eines neuen Lebensabschnitts steht. Nach ihren bestandenen Prüfungen träumt sie von Freiheit, Studium und neuen Erfahrungen.
Doch genau in diesem Moment wird ihr diese Zukunft genommen. Besonders eindrücklich ist die Szene, in der sie die Nachricht vom Weltuntergang erfährt.
Ein unbeschwerter, fast romantischer Augenblick, mit ihrem Freund, kippt abrupt ins Verderben.
Gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrem Freund Walter und dessen Eltern macht sie sich schließlich auf den Weg nach Kuching, dem Ort ihrer frühen Kindheit und zugleich dem Ort, an dem sie ihre verschwundene Schwester June vermuten.
Entgegen der Erwartungen entwickelt sich die Geschichte jedoch weniger als klassische Reiseerzählung, sondern verlagert ihren Fokus schnell auf das Ankommen. June wird vergleichsweise früh gefunden und der eigentliche Kern der Handlung liegt in der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und dem bewussten Erleben der verbleibenden Zeit.

Aisha ist eine emotional vielschichtige Protagonistin. Sie schwankt zwischen Hoffnung und Resignation, zwischen dem Wunsch nach Nähe und dem Versuch, sich vor weiterem Schmerz zu schützen.
Ihre Angst vor Bindungen wirkt nachvollziehbar und macht sie greifbar. Walter hingegen bleibt über weite Strecken sehr konstant.
Er ist ruhig, unterstützend und optimistisch.
Das macht ihn zwar sympathisch, aber auch etwas eindimensional.
Am Ende zeigt sich jedoch auch, dass Walter mehr Tiefe besitzt, als zunächst den Anschein hat, da er mit seinen eigenen Gefühlen deutlich reflektierter und reifer umgeht, diese jedoch bewusst nicht nach außen trägt.

Thematisch konzentriert sich der Roman stark auf das Innenleben seiner Figuren. Der Weltuntergang bleibt eher Hintergrund als treibende Kraft der Handlung. Stattdessen geht es um Familie, Verlust, Versöhnung und die Frage, wie man mit begrenzter Zeit umgeht.
Eine besonders eindrückliche Ergänzung ist die Darstellung einer hypothetischen Zukunft, also eines Lebens, das Aisha hätte führen können, das ihr jedoch verwehrt bleibt.
Die zentrale Botschaft ist klar.
Im Hier und Jetzt leben, Bindungen zulassen und die gemeinsame Zeit wertschätzen, auch und gerade weil sie endlich ist.
Hoffnung zeigt sich hier weniger in der Möglichkeit zu überleben als im bewussten Miteinander.

Das Ende bleibt offen. Ob die Welt tatsächlich untergeht, wird nicht eindeutig beantwortet. Dennoch fühlt sich die Geschichte abgeschlossen an.
Die Familie ist vereint, Konflikte sind zumindest teilweise verarbeitet und Aisha hat eine spürbare Entwicklung durchlaufen.

Insgesamt ist der Roman ein ruhiges, nachdenkliches Jugendbuch, das weniger durch Spannung als durch seine emotionalen und thematischen Schwerpunkte überzeugt. Auch wenn ich es nicht unbedingt aktiv weiterempfehlen würde, hat es mir insgesamt gut gefallen, insbesondere wegen seiner Botschaften über das Leben, die Zeit und den Wert von Beziehungen.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Naja

Fall into Dreams
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Fall into Dreams ist ein netter, kurzweiliger Romance-Roman für zwischendurch, der sich angenehm lesen lässt, mich insgesamt aber nicht vollständig überzeugen konnte.

Gerade die ersten Seiten zogen sich ...

Fall into Dreams ist ein netter, kurzweiliger Romance-Roman für zwischendurch, der sich angenehm lesen lässt, mich insgesamt aber nicht vollständig überzeugen konnte.

Gerade die ersten Seiten zogen sich für mich etwas, da die Geschichte nur langsam in Gang kommt. Der Roman folgt dabei vielen klassischen Romance-Mustern und bleibt insgesamt recht klischeehaft und vorhersehbar. Die Liebesgeschichte ist zwar süß erzählt, große Spannungsmomente oder intensives Knistern zwischen den Charakteren bleiben jedoch eher aus.

Ein persönlicher Punkt, der mein Leseerlebnis beeinflusst hat: Die Figuren sind alle Mitte 30, eine Protagonistin hat sogar bereits eine fast volljährige Tochter. Als Leserin Anfang 20 fiel es mir dadurch schwer, mich wirklich in die Lebensrealität und Gedankenwelt der Charaktere hineinzuversetzen. Für Leser:innen, die sich eher in dieser Lebensphase befinden, dürfte die Geschichte vermutlich besser funktionieren.

Die Handlung basiert stark auf einer gemeinsamen Vergangenheit der beiden Hauptfiguren, allerdings fehlen Rückblenden oder tiefere Einblicke in diese Zeit. Dadurch blieb die emotionale Verbindung für mich etwas abstrakt und schwer nachfühlbar.

Die letzten 60–70 Seiten wurden zwar deutlich spannender und haben das Tempo angezogen, dennoch blieb das Ende für mich enttäuschend, da es weder besonders überraschend noch emotional wirklich mitreißend war, ich hatte mir hier einfach mehr erhofft.

Insgesamt ein solides Buch für zwischendurch: leicht zu lesen, romantisch und angenehm, aber kein Titel, den ich unbedingt weiterempfehlen oder erneut lesen .

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Thea Magica

Thea Magica, Band 1 - Das Geheimnis von Port Mint
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Der Einstieg in die Geschichte hat mich sofort begeistert! Ich war direkt mittendrin und konnte dem Geschehen mühelos folgen. Besonders Robin Fluff hat es mir angetan: Ihre Gefühle sind nachvollziehbar ...



Der Einstieg in die Geschichte hat mich sofort begeistert! Ich war direkt mittendrin und konnte dem Geschehen mühelos folgen. Besonders Robin Fluff hat es mir angetan: Ihre Gefühle sind nachvollziehbar beschrieben, sie wirkt nahbar und sympathisch. Auch die Nebenfiguren, allen voran Mailin und Cornelius, sind interessant und gut charakterisiert.

Der Weltenbau und das Magiesystem sind originell: Tee als Auslöser magischer Fähigkeiten ist eine charmante Idee, liebevoll umgesetzt und stimmig in die Geschichte integriert.

Ab dem zweiten Abschnitt nimmt die Handlung deutlich an Spannung zu, man erfährt mehr über die Teemagie und die Hintergründe der Figuren. Das Ende ist allerdings sehr temporeich, wirft spannende Fragen auf und macht Lust auf den nächsten Band. Besonders gespannt bin ich auf Grey, seine Vergangenheit und den geheimnisvollen Schatz.

Insgesamt ist das Buch locker, spannend und unterhaltsam. Also ein sehr gelungener Auftakt mit sympathischen Figuren, origineller Magie und einer Welt, die neugierig auf mehr macht. Ich werde den zweiten Band auf jeden Fall lesen!

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Wunderschön

Animox Origins 1. Der verlorene Schatz der Delfine
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„Ihr findet mich dort, wo die Dämmerung aufs Meer trifft und wir beide unsere Menschlichkeit gewinnen und verlieren.“
Schon dieser Satz zeigt, wie schön und magisch das Buch geschrieben ist, genau die ...

„Ihr findet mich dort, wo die Dämmerung aufs Meer trifft und wir beide unsere Menschlichkeit gewinnen und verlieren.“
Schon dieser Satz zeigt, wie schön und magisch das Buch geschrieben ist, genau die richtige Mischung aus Spannung (für Kinder) und niedlichkeit.

Mir hat "Der verlorene Schatz der Delfine richtig gut gefallen"! Es ist ein wunderbar leichtes Kinderbuch, das sich super für zwischendurch eignet. Durch die große Schrift und die wenigen Seiten liest es sich total angenehm und flüssig.

Wer die Hauptreihe kennt, entdeckt ein paar bekannte Figuren wieder. Aber auch, wenn man Animox noch gar nicht gelesen hat, versteht man alles problemlos. Besonders gerne mochte ich den kleinen Beau, eine Schildkröte, die zu Jams bestem Freund wird. Super süß! 🐢💙😍

Die Schatzsuche fand ich richtig spannend, vor allem wegen der Rätsel. Die waren zwar teilweise etwas schwierig, weil sie auf Wissen der Figuren beruhen, das man selbst gar nicht haben kann. So konnte man leider nicht wirklich mitraten, sie waren trotzdem unterhaltsam und sprachlich schön gestaltet!

Am Anfang war ich bei Jams sieben Schwestern noch etwas unsicher, so viele auf einmal!!! 😅 Aber nach und nach sind sie mir echt ans Herz gewachsen. Besonders schön fand ich den Moment am Ende zwischen Jam und seiner ältesten Schwester, in dem ihre Spannungen und Unklarheiten gelöst wurden.

Gelungen fand ich auch, dass man beim Lesen ganz nebenbei etwas lernt, nicht übermäßig viel, aber ein paar nette Fakten sind für Kinder dabei: über Meerestiere, zum Beispiel, wo Schildkröten ihre Eier legen oder was Haie besonders macht.

„Ohne das Geschenk des Friedens ist Ruhm nichts als Eitelkeit.“

„Die Bande der Freundschaft können Frieden bringen, selbst wenn das Wasser blutig ist.“

Diese beiden Zitate fassen die Botschaft des Buches wunderbar zusammen. Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt und darum, dass man gemeinsam alles schaffen kann. Jam muss sich nicht verwandeln können, um genauso, wenn nicht sogar stärker zu sein als seine Schwestern. Zusammen sind sie unbesiegbar.

Ein schönes, warmes Kinderbuch mit Herz, Witz und spannenden Momenten. Einfach perfekt, um für ein paar Stunden in eine andere Welt, die Meereswelt, einzutauchen 💙

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Veröffentlicht am 12.10.2025

-Abgebrochen-

Heart of Night and Fire
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Ich hatte das Glück, ein Rezensionsexemplar von Heart of Night and Fire zu erhalten und war sehr gespannt auf die Geschichte. Leider konnte mich das Buch nicht fesseln, und ich habe mich entschieden, es ...

Ich hatte das Glück, ein Rezensionsexemplar von Heart of Night and Fire zu erhalten und war sehr gespannt auf die Geschichte. Leider konnte mich das Buch nicht fesseln, und ich habe mich entschieden, es abzubrechen.

Die Geschichte dreht sich um Zarya, die Hauptfigur, die mit verbotener Magie und einer komplizierten Vergangenheit kämpft. Auf dem Papier klang das spannend, doch beim Lesen fiel es mir extrem schwer, eine Verbindung zu ihr oder den anderen Charakteren aufzubauen. Der Schreibstil in der dritten Person hält auf Distanz, und oft habe ich die Charaktere verwechselt. Außerdem war die indische Mythologie, die der Geschichte Tiefe verleihen soll, für mich kaum greifbar. Ich musste viele Sätze mehrfach lesen, weil meine Gedanken abschweiften, und selbst nach 100 Seiten war für mich unklar, was eigentlich passiert ist.

Das Buch wirkte dadurch eher zäh und frustrierend. Ich konnte mich weder in Zarya hineinversetzen noch in die Handlung eintauchen, obwohl die Idee und die kulturellen Elemente eigentlich vielversprechend sind. Vielleicht war einfach der Moment nicht passend, um mich voll auf die Geschichte einzulassen.

Für Leserinnen und Leser, die sich für Fantasy mit indischer Mythologie interessieren, mag das Buch durchaus faszinierend sein. Persönlich konnte ich jedoch keinen Zugang finden und habe es daher erst einmal zur Seite gelegt. Vielleicht erhält es in der Zukunft noch eine zweite Chance, wenn die Umstände besser passen.

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