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Veröffentlicht am 01.06.2025

Heimlichkeiten

Liebe im Anzug – Band 7
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!!!Spoilerwarnung!!!

Jetzt ist die Katze aus dem Sack und die Beziehung zwischen Tsubaki und ihrem Butler verändert sich schlagartig, was diesem wohl noch einen Herzkasper bescheren wird, so, wie sich ...

!!!Spoilerwarnung!!!

Jetzt ist die Katze aus dem Sack und die Beziehung zwischen Tsubaki und ihrem Butler verändert sich schlagartig, was diesem wohl noch einen Herzkasper bescheren wird, so, wie sich die kleine Rotzgöre verhält. Anstatt alles zu verheimlichen und sich nicht auffällig zu verhalten, reizt Tsubaki die Entdeckung durch ihren Vater geradezu heraus. Aber dieser ist bereits misstrauisch, nachdem er Yoshitsune dabei erwischte, wie seine Hand etwas zu vertrauensselig am Kinn seiner Tochter ruhte. Kurzerhand wird der Butler in den Urlaub geschickt, was diesen erst recht nicht glücklich macht, genau wie Tsubaki.

Meine Meinung:
Nach den letzten Ereignissen in Band sechs war ich sehr gespannt darauf, wie sich diese absolut verrückte und manchmal übertriebene Geschichte rund um Tsubaki und Yoshitsune alias Toshizo weiter entwickeln würde. Nachdem die Katze nun aus dem Sack war und es im Grunde keine Geheimnisse mehr zwischen den beiden gab, fragte ich mich schon, ob die naive Tsubaki versehentlich ganz schnell auffliegen lassen würde oder ob sie ihr Verhältnis mit dem Butler geheim halten könnte. Der siebte Band hatte seine gewissen Längen und nach der großen Enthüllung flachte es etwas ab, aber dennoch wurde ich sehr gut unterhalten.

Die Geschichte machte trotz der Längen viel Spaß und es war einfach zu herrlich, wie die beiden sich verrenkten, um nicht aufzufallen, bzw. eher Yoshitsune alles dafür tat, während Tsubaki im siebten Himmel schwebte und noch verträumter durch die Gegend lief als sonst. Und das blieb auch ihrem Vater nicht verborgen, der so langsam, aber sicher misstrauisch wurde, vor allem, nachdem er die beiden in einer recht intimen Situation vorfindet, aus der sie sich gerade noch so herauswinden können. Durch das Auftauchen von Yoshitunes Bruder Kaoru gab es eine neue interessante Figur und die kleinen Hinweise auf das Verhätnis der Brüder und ihre Vergangenheit war interessant. Aber der hatte auch ein Geheimnis, das Tsubaki mit involvierte und das für manches Chaos und Missverständnisse sorgte, die einfach zu herrlich waren. Mein Highlight bleibt aber immer noch ihr Vater, der insgeheim doch auf seinen Butler stehen muss, denn eine spezielle Szene war einfach zu wild ! Und der kleine Machtkampf zwischen Chef und seinem Angestellten war auch zu gut und sorgte für einige Lacher.

Die Charaktere entwickelten sich ein klein wenig weiter, blieben aber dennoch sie selbst und vor allem Tsubaki zeigt dies recht deutlich. Ihre Naivität passte hier sogar recht gut rein und brachte irgendwie Spaß, weil so einige recht brenzlige Situationen entstanden, an denen der arme Yoshitsune beinahe verzweifelte. Aber der machte auch kleine Wandlung durch und trotz einem gewissen Verhalten, das leicht an der Grenze war, wirkte er irgendwie ruhiger und ließ auch mal Emotionen zu, die nichts mit Wut oder Gereizheit zu tun hatten.

Den Zeichenstil mochte ich gerne und fühlte mich damit wohl. Klar, es wurde an manchen Stellen etwas einfach gehalten, aber das störte mich nicht, weil die Emotionen und Gedanken der Charaktere gut erkennbar waren und zu der jeweiligen Situation passten.

Fazit:
Nach der großen Enthüllung flachte es ein wenig ab, brachte aber dennoch viel Spaß, was vor allem an dem leicht perversen Vater von Tsubaki, dem fetten Kater und Yoshitsunes Verzweiflung über die mangelnden Fähigkeiten seiner Freundin lag, die einfach nicht subtil sein konnte. Es hatte ein paar Längen, aber die brenzligen Situationen und die neue Figur aus der Vergangenheit des Butlers waren klasse. Von mir gibt es:

4 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2025

Toshizo oder Yoshitsune ?

Liebe im Anzug – Band 6
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!!Spoilerwarnung!!

Nach dem großzügigen Geschenk von Yoshitsune ist Tsubaki mehr als verwirrt. Warum weckt der Butler auf einmal Gefühle in ihr, zumal sie doch eigentlich ihren Freund Toshizo liebt ? ...

!!Spoilerwarnung!!

Nach dem großzügigen Geschenk von Yoshitsune ist Tsubaki mehr als verwirrt. Warum weckt der Butler auf einmal Gefühle in ihr, zumal sie doch eigentlich ihren Freund Toshizo liebt ? Dass beide Männer ein und dieselbe Person sind, ahnt sie nicht und stürzt in ein totales Gefühlschaos, dass er auch noch bewusst schürt. Fliegt der Butler nun auf, oder geht die Scharade weiter ?

Meine Meinung:
Dieser Band ist einer meiner absoluten Lieblinge der Reihe, auch wenn das Gefühlschaos, das Yoshitsune absichtlich bei der armen Tsubaki herführte, gar nicht nett war. Aber dieses hin und her, das auf und ab der Gefühle war super spannend und vor allem emotional und ich fieberte mit ihnen von Anfang bis Ende mit und war mit der Entwicklung der Geschichte sehr zufrieden, weil die Wendungen neue Impulse setzen und alles wieder ein wenig auflockerten.

Nach dem Geschenk und dem schönen Nachmittag war Tsubaki mehr als verwirrt und das Gefühlschaos, dass in ihr herrschte wurde gut umgesetzt. Ich konnte mit ihr mitfühlen und sie tat mir schon Leid, auch wenn ich es nicht fassen konnte, dass sie immer noch nicht verstand, dass ihr Freund und ihr Butler ein und derselbe Mann sind. Dennoch machte dieses hin und her zwischen den beiden weiterhin viel Spaß und ich fand es zu herrlich, wie Yoshitsune sich bei seinem großen Plan selber so verzettelte und eigentlich das Gegenteil erreichte, anstatt Tsubaki vollends zu verwirren. Gerade danach wurde es sehr spannend und ich mochte die emotionale Tiefe, wo beide Seiten tief in ihre Emotionen blicken ließen. Meine Highlights waren auf jeden Fall der arme Kater, der plötzlich zwischen den Seiten stand und eine Szene fand ich zu herrlich, sowie die Shorts, die immer wieder ein wenig auflockerten und Tsubakis Vater, der sich irgendwie immer an seinen Butler ranmachte, wenn er betrunken war. Ein paar Kleinigkeiten fand ich nicht ganz okay und gerade das Verhalten von Yoshitsune war manchmal hart an der Grenze, auch wenn ich seine Panik durchaus verstehen konnte. Dennoch muss ich auch sagen, dass er nie zu weit ging und auf ihre Grenzen achtete, was ich mochte.

Die Entwicklungen, die die Charaktere hier durchmachten, passten gut in das Geschehen und irgendwie bewunderte ich Tsubakis Willenskraft, auch wenn man weiterhin noch merkte, wie unreif sie sein konnte. Aber ich muss auch sagen, dass sie mir sympathischer als zu Beginn war und auch mal über sich und ihre Aktionen nachdenken konnte. Der Butler blieb ganz der alte und das passte auch sehr gut. Zwar veränderte sich Yoshitsune und wurde auch mal etwas weicher, besaß weiterhin aber einen recht kurzen Geduldsfaden und geriet leicht aus der Fassung.

Den Zeichenstil mochte ich gerne und fühlte mich damit wohl. Klar, es wurde an manchen Stellen etwas einfach gehalten, aber das störte mich nicht, weil die Emotionen und Gedanken der Charaktere gut erkennbar waren und zu der jeweiligen Situation passten.

Fazit:
Der sechste Band der Reihe hat seine gewissen Längen und wirkte leicht chaotisch, war aber durch einige Geheimnisse, Wendungen und die Shorts super unterhaltsam, spannend und interessant. Die Charaktere veränderten sich nur wenig, was für mich gut passte und ich fand die Entwicklungen super. Von mir gibt es:

5 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2025

Süß, aber auch etwas eingefahren

Mein Buchcafé in einer anderen Welt 04
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Nach Tsukinas Abfuhr droht auch Yotas Traum zu zerbrechen. Eigentlich kam er nach Othel, um die Menschen zu beschützen, aber stattdessen wird nur der Erschaffer des Bannkreises als Held gefeiert. Er beginnt ...

Nach Tsukinas Abfuhr droht auch Yotas Traum zu zerbrechen. Eigentlich kam er nach Othel, um die Menschen zu beschützen, aber stattdessen wird nur der Erschaffer des Bannkreises als Held gefeiert. Er beginnt noch mehr als zuvor zu lernen und lässt auch bei Tsukinas nichts unversucht, die ihn immer wieder abblitzen lässt. Der Stress und die Ablehnung beginnen schließlich ihren Tribut zu fordern und er begeht einen folgenschweren Fehler.

Meine Meinung:
Diese Reihe mag ich eigentlich sehr gerne, aber so langsam beginnt meine Begeisterung dafür abzuflauen. Zwar unterhielt mich auch der vierte und vorletzte Band recht gut und es gab spannende und tolle Momente, nur ist für mich die Luft raus. Viele interessante Ideen wurden recht schnell abgehakt und durften sich kaum entfalten, was ich schade fand, da es Potenzial für mehr bot als ich erhielt. Mittlerweile schlich sich ebenfalls eine gewisse Langeweile ein, weil sich die Geschichte kaum weiter entwickelte und es trotz des Handlungsstrangs rund um Yota nicht voran kam. Recht enttäuschend fand ich das Ende, da es einfach nicht stimmig wirkte und wie auch bei den Bänden zuvor ein sehr interessanter Faden einfach gekappt wurde.

Dennoch mochte ich die cozy Atmosphäre sehr gerne und ich habe die Szenen in ihrem Buchcafé geliebt. Jedes Mal aufs Neue verliebe ich mich darin und ich war sehr neidisch darauf, denn so ein Café hätte ich auch so gerne. Die gemeinsame Buchliebe von Tsukina und Il war sehr süß und die Chemie zwischen ihnen stimmte absolut. Leider entwickelte sich ihre Beziehung dennoch kaum weiter und es packte mich leider nicht mehr wie zu Beginn.

Der Zeichenstil gefiel mir sehr gut und gerade die Umgebung der aktuellen Szene wurde stets sehr detailliert gezeichnet. Die Mimik der Charaktere ließ immer gut erkennen, was sie fühlten und dachten, wurden aber nie zu genau, was ich super fand.

Fazit:
Bei diesem Band bin ich sehr hin- und hergerissen. Zwar liebte ich den Zeichenstil und vor allem die entsprechenden Szenen im Buchcafé, aber leider entwickelte sich die Geschichte und die Beziehung zwischen Il und Tsukina kaum weiter, zumal erneut tolle Handlungsstränge einfach gekappt wurden und viel Potenzial verloren ging. Dennoch hatte es auch das gewisse Extra und ich habe es trotz meiner Kritik sehr gerne gelesen. Den fünften und finalen Band leihe ich mir dann lieber wieder aus, aber ich bin durchaus gespannt, wie alles enden wird. Von mir gibt es knappe:

3,5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Eifersucht ?

Liebe im Anzug – Band 5
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Damit hatte Swan nicht gerechnet. Eigentlich wollte er sich mit Tsubaki verloben, aber auch nach der Abfuhr lässt er sich nicht unterkriegen und so lädt er sie kurzerhand in den Vergnügungspark ein. Jetzt ...

Damit hatte Swan nicht gerechnet. Eigentlich wollte er sich mit Tsubaki verloben, aber auch nach der Abfuhr lässt er sich nicht unterkriegen und so lädt er sie kurzerhand in den Vergnügungspark ein. Jetzt heißt es Operation "aus Freundschaft wird Liebe". Das ist dem Butler aber auch nicht recht und fährt ihnen hinterher. Er ahnt nichts Gutes und soll recht behalten, denn Swan wird im Geisterhaus ohnmächtig und so muss er Tsubaki "retten".

Meine Meinung:
Das war einfach nur wild und dieser Band gefiel mir besser als der Vorgänger. Vor allem Swan brachte mich viel zum Lachen; dieser Rotzlöffel redete gerne, aber es war nicht viel dahinter. Das wusste natürlich auch Yoshitsune und der Butler lag mit seiner Intuition genau richtig. Nur, dass Swan in Ohnmacht fallen würde und nicht Tsubaki, damit rechnete er nicht. Dennoch versuchte er es weiter bei seiner Angebeteten, die in ihm nur einen Freund sah.

Die Geschichte war absolut schräg und ich liebte es. Manchmal war es so drüber, dass es mich fertig machte, aber das passte hier irgendwie auch gut rein und machte Spaß. Die Szenen im Vergnügungsprak waren zu herrlich und der Butler schien doch eifersüchtiger zu sein, als er sich eingesteht. Aber auch danach wurde es nicht ruhiger und eigentlich passten bei den Gesprächen, die Tsubaki und Swan miteinander führten, die beiden doch ganz gut zusammen. Alleine die Themen brachtem mich so zum Lachen und ihre Butler taten mir schon Leid. Es drehte sich viel um Sex, was durchaus ein wenig nervte, aber es hielt sich in Grenzen und die vielen Wendungen unterhielten mich sehr gut. Leider fällt auch hier trotz immenser Hinweise nicht der Groschen bei der Göre, was ein wenig die Spannung erhöht. Aber mal im Ernst, dass sie es immer noch nicht versteht, kann ich langsam nicht mehr verstehen. Dennoch entwickelte sich die Geschichte in eine sehr interessante Richtung und ich bin sehr gespannt, wie es sich in der Hinsicht weiter geht.

Die Charaktere mochte ich ganz gerne und fand es interessant, dass Tsubaki auch mal etwas Entschlossenheit zeigen konnte und nicht nur immer die verwöhnte Prinzessin spielte. Zwar war sie weiterhin nicht die Hellste, aber sie konnte auch sehr gerissen sein und war definitiv nicht auf den Kopf gefallen. Swan war neben den Kater mein kleines Highlight und irgendwie tat mir der Junge auch ein wenig Leid. Aber es war zu herrlich, wie er Tsubaki immer zu hinterher rannte und jedes Mal wieder abgekanzelt wurde. Yoshitsune machte auch kleine Veränderungen durch und verspürte sogar mal Eifersucht, was nicht nur für den Butler neu war.

Den Zeichenstil mochte ich gerne und fühlte mich damit wohl. Klar, es wurde an manchen Stellen etwas einfach gehalten, aber das störte mich nicht, weil die Emotionen und Gedanken der Charaktere gut erkennbar waren und zu der jeweiligen Situation passten.

Fazit:
Ein Band, der mich wieder mehr begeistern konnte und so herrlich drüber war. Es wirkte alles ein wenig übertrieben und passte deswegen auch so gut. Das hin und her zwischen den Figuren unterhielt mich sehr gut und mir gefielen die Entwicklungen. Die Geschichte sprang recht viel und her, wirkte aber geordneter als der Vorgänger und man hatte die Hoffnung, dass Tsubaki endlich mal hinter das Geheimnis ihres Freundes kommen würde. So aber wurde die Spannung erhöht und durch die letzten Entwicklungen freue ich mich auf den nächsten Band. Von mir gibt es:

5 von 5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.05.2025

Das hatte mehr Potenzial

Eiskalte Berührung
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Für den Vampirkrieger Murdoch ist es Anziehung auf den ersten Blick, bei der Eisfeyde Daniela sieht es etwas anders aus. Da sie halb Walküre, halb Eisfeyde ist, kann sie nur von ihnen Berührungen ohne ...

Für den Vampirkrieger Murdoch ist es Anziehung auf den ersten Blick, bei der Eisfeyde Daniela sieht es etwas anders aus. Da sie halb Walküre, halb Eisfeyde ist, kann sie nur von ihnen Berührungen ohne Schmerzen empfinden. Nur sind diese seit Jahrhunderten hinter ihr her, weshalb sie sich jegliche Nähe oder Gefühle versagt; bis sie Murdoch trifft.

Meine Meinung:
Der siebte Band der Immortals After Dark beinhaltet zwei Geschichten. Zum einen die Hauptgeschichte mit Daniela und Murdoch und als Bonus gibt es noch eine Vorgeschichte zu Nikolai und Myst. Ich muss ehrlich sagen, dass mich beide nicht sonderlich begeistern konnten und das Potenzial, dass sie hatten, kaum genutzt wurde. Anstatt zwei interessante Erzählungen zu den Worth-Brüdern und ihren Gefährtinnen, bekam ich viel Erotik, toxisches Verhalten und wenig Handlung, was ich schade fand und irgendwo auch nicht in dieser Art von Cole gewohnt bin. Dieses Buch ist wieder ein re-read und ehrlich gesagt konnte ich mich davor an absolut nichts mehr davon erinnern; vielleicht gab es ja einen Grund dafür. Ich wusste nur noch, dass es nicht zu meinen Favoriten gehört.

Die erste Geschichte mit Daniela und Murdoch startete eigentlich noch sehr interessant. Die Eisfeyde, die zur Hälfte auch eine Walküre war, wurden von den Eisfeyden gejagt und traf bei ihrer Flucht auf Murdoch, der in ihr seine Braut erkannte. Es gab Kämpfe, den typischen Wortwitz und ich fand auch diese ganze Rahmenhandlung durchaus interessant, aber mich störte es, dass es sich beinahe nur um Sex, Streit und Machtkämpfe zwischen dem Paar drehte, das durchaus eine gute Chemie hatte, die ich mochte. Ich fand nur sein toxisches Verhalten irgendwann sehr nervig. Zwar kam dieses auch in den Vorgängern vor, aber da wurde es nicht so stark mit eingebunden wie hier und es war auch das erste Mal, dass ich mir wünschte, dass ein Paar nicht zusammenkommt. Weder fieberte ich mit ihnen mit oder wurde emotional berührt, meist nervten sie mich sogar, weil es sich nur im Kreis drehte und die eigentlich interessante Handlung rund um die Eisfeyden, Danielas Anspruch auf den Thron und das Mordkomplott völlig in den Hintergrund geriet. Stattdessen zofften die beiden sich, versöhnten sich wieder und dann ging das ganze von vorne los, ohne die Handlung wirklich vorran zu bringen. Erst im letzten Viertel kam endlich mal etwas Schwung rein und auch wenn ich es schade fand, wie schnell es sich auflöste, mochte ich den Schluss ganz gerne, weil da endlich mal das Potenzial dieser Geschichte gezeigt wurde.

Die zweite Geschichte mit Nikolai und Myst bewerte ich ähnlich und im Grunde könnte ich auch das selbe darüber schreiben, weil es kaum wirkliche Handlung gab und sich viel zu sehr auf die Machtkämpfe zwischen dem Paar und die Erotik konzentrierte. Allerdings gefiel sie mir etwas besser und ich fand die Charaktere ein klein wenig interessanter, was vor allem an Van Hall und Mysts Vergangenheit lag, die gut mit eingearbeitet wurde. Es wirkte auch ein wenig strukturierter und sprang nicht zu viel hin und her, zumal ich den ausgebauten Ursprung der Walküren und die Verknüpfung zu Myst und ihrer Familie spannend fand. Die Geschichte wirkte ruhiger und ließ sich mehr Zeit, obwohl es weniger Seiten als die erste hatte, aber dennoch unterhielt sie mich mehr und ich fand das Ende durchaus niedlich.

Man könnte sagen, kennst du ein Buch von Cole, kennst du alle und im Grunde stimmt das auch. Da hätten wie zwei recht gegensätzliche Wesen, deren Arten meist miteinander nicht unebdingt bestens auskam und die sich zunächst nicht konnten, bzw. er will etwas von ihr und sie nichts von ihm. Sie geraten in eine Situation, in der sie zusammenarbeiten müssen und zack verlieben sie sich. Während sie die taffe Kämpferin ist, verhält er sich meist wie ein Macho, aber beide verändern sich und die Frau lässt mehr Gefühle zu und der Mann erkennt, wie falsch sein Verhalten war. Am Ende sind sie zusammen und alles ist super.

Eigentlich stört mich das auch nicht, weil das drumherum bei ihren Büchern immer sehr unterhaltsam, spannend und interessant geschrieben ist. Ich liebe diese ganzen Wesen, die hier auftauchen, diese trashige Note und die Erotik, die auch immer gleich abläuft. Für mich haben sie einfach das Herz auf den rechten Fleck. Dementsprechend ist es echt in Ordnung, wenn es gefühlt immer gleich abläuft, aber bei diesem Band war es nicht meins, weil sich wenig auf eine vernünftige Rahmenhandlung konzentriert wurde und es kaum Spaß machte. Vieles wirkte zu gehetzt oder es kamen zu viele Längen auf, die auch der Humor, der nur vereinzelt auftauchte, nicht retten konnte. Gerade das Potenzial mit den Eisfeyden und dem Thronräuber hätte sie so gut ausbauen können, aber dies tauchte nur kurz am Ende auf und wurde so brachial runtergebrochen, dass es mich nervte. Es war sehr schade, dass die Spannung beinahe komplett auf der Strecke blieb und sich zu sehr auf dieses nervige hin und her zwischem Murdoch und Daniela konzentriert wurde, das oft auch recht toxisch wirkte. In den Vorgängern war das Verhalten der Männer auch toxisch, aber dort wurde es besser mit in die jeweilige Geschichte integriert, um es mal so auszudrücken. Die Wandlungen waren nicht so sprunghaft und es wurde nicht zu sehr übers Knie gebrochen wie hier, zumal ich bei Eiskalte Berührung das Gefühl hatte, dass man unbedingt einen drauf setzen wollte, was einfach nicht rein passte.

Fazit:
Es ist definitiv der bisher schwächste Band der Reihe und es ist schade, dass sich zu sehr auf diese Machtkämpfe konzentriert wurde und viele Situationen unangenehm wirkten. Eigentlich kann Cole es weitaus besser und ja, die anderen Geschichten unterscheiden sich nicht viel vom Aufbau, hatten aber eine wesentlich bessere Hintergrundgeschichte und wirkten insgesamt, trotz des chauvinistischen Verhaltens der männlichen Protagonisten, runder. Diese zwei Geschichten konnten mich leider kaum begeistern. Ich denke aber, wenn sie mehr Seiten und mehr Inhalt erhalten hätten, würden sie besser funktionieren. Von mir gibt es:

3,5 von 5 Sterne

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