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Veröffentlicht am 19.03.2025

Typischer „Mittelband“ einer Trilogie

Children of Virtue and Vengeance
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Der 2. Band der Legacy of Orïsha-Reihe, knüpft direkt an die Ereignisse des ersten Buches an. Zélie und Amari haben die Magie nach Orïsha zurückgebracht, doch das hat unerwartete Konsequenzen: Nicht nur ...

Der 2. Band der Legacy of Orïsha-Reihe, knüpft direkt an die Ereignisse des ersten Buches an. Zélie und Amari haben die Magie nach Orïsha zurückgebracht, doch das hat unerwartete Konsequenzen: Nicht nur die Maji haben nun Kräfte, sondern auch die Adligen, was zu einem noch brutaleren Machtkampf führt.

Der Schreibstil bleibt weiterhin stark und atmosphärisch.
Die emotionalen Konflikte der Figuren sind z. T. nachvollziehbar.
Das Tempo ist rasant, es gibt viele Wendungen und actionreiche Szenen, die die Spannung hochhalten.

Allerdings die Charakterentwicklung leidet unter der schnellen Handlung. Besonders Amari trifft einige fragwürdige Entscheidungen, die nicht immer logisch wirken und Zélie kommt gut die erste Hälfte des Buches sehr unsympathisch rüber.
Die Dynamik zwischen den Hauptfiguren fühlt sich oft wiederholend an – Konflikte eskalieren schnell und werden selten wirklich aufgelöst.
Das Ende ist abrupt und hinterlässt mehr Fragen als Antworten, was es eher wie einen Mittelband als ein eigenständiges Werk wirken lässt.

Insgesamt ist es ein spannender, zweiter Teil mit Cliffhanger. Während die Welt und die Magie weiterhin faszinieren, fehlt es an einer ausgewogenen Charakterentwicklung und einem befriedigenden Handlungsverlauf. Band 3 kommt auf jeden Fall in mein Regal, den am Ende hatte es mich doch wieder gecatcht.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Erweiterung des Witcher-Universums

The Witcher
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Als Fan des Witcher Universums in all seinen Facetten - Roman, Game und Serie (zumindest Staffel 1) - waren die Comics ein muss für mich.

Wir erleben neue Abenteuer von Geralt und seinen Mitstreitern ...

Als Fan des Witcher Universums in all seinen Facetten - Roman, Game und Serie (zumindest Staffel 1) - waren die Comics ein muss für mich.

Wir erleben neue Abenteuer von Geralt und seinen Mitstreitern Yennifer und Ciri (auch wenn die beiden Letzeren erst in Band 3 auftauchen).
Die Geschichten sind kurzweilig, treffen aber den typischen Witcherstil in Story, Stimmung und auch den oft etwas raueren Bildern.

Eine schöne Erweiterung des Franchises.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Fiebertraum mit Humor

Scissor Sisters 01
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Momokos großer Traum ist es Frisöse zu werden. Allerdings ist sie unter Druck nervös und tollpatschig und fliegt zum 15x durch die Prüfung.
Traurig wandert sie umher und trifft auf den Frisörsalon der ...

Momokos großer Traum ist es Frisöse zu werden. Allerdings ist sie unter Druck nervös und tollpatschig und fliegt zum 15x durch die Prüfung.
Traurig wandert sie umher und trifft auf den Frisörsalon der fünf Kamimori Schwestern.
Es stellt sich heraus, dass sie neben dem Salon für eine geheime Abteilung der Regierung arbeiten und gegen die „Haarausfall-Aliens“ kämpfen.
Diese fressen Haare und klauen den Menschen zusätzlich wichtige Erinnerungen. Momokos Haare stellen sich als absoluter Delikatesse heraus und in der mittleren, ebenfalls sehr tollpatschigen Schwester Miko findet sie eine gute Freundin.

Der Plot liest sich nach einer „an den Haaren herbeigezogenen“ Grundidee oder einen Fiebertraum: Haarausfall-Aliens, Frisörinnen die gegen das Böse kämpfen …

Im Grunde ein klassischer Magical Girl Manga mit sogar zwei Usagis/Bunnys, wenn man den Vergleich zu Sailor Moon herstellt. Es liest sich nett und ist humorvoll, die Bilder sind klar und passen zu diesem Genre. Man wird schon unterhalten, darf aber keine ernste Handlung erwarten.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Klassiker der Kinderbücher

Der kleine Wassermann: Der kleine Wassermann
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„Der kleine Wassermann“ ist ein zeitloses Kinderbuch, das seit Generationen junge Leser*innen begeistert. Mit seiner warmherzigen Geschichte, den lebendigen Charakteren und den wunderschönen Illustrationen ...

„Der kleine Wassermann“ ist ein zeitloses Kinderbuch, das seit Generationen junge Leser*innen begeistert. Mit seiner warmherzigen Geschichte, den lebendigen Charakteren und den wunderschönen Illustrationen entführt es in eine märchenhafte Unterwasserwelt voller Abenteuer.

Die Geschichte dreht sich um den kleinen Wassermann, der mit seinen Eltern in einem Mühlenweiher lebt. Neugierig erkundet er seine Umgebung, lernt verschiedene Teichbewohner kennen und erlebt aufregende Abenteuer. Preußler schildert diese Welt mit liebevollen Details und schafft es, eine zauberhafte Atmosphäre zu erzeugen.

Besonders beeindruckend ist die kindgerechte Sprache. Die Geschichte vermittelt Werte wie Neugier, Freundschaft und den respektvollen Umgang mit der Natur – ohne dabei belehrend zu wirken. Dieses Buch ist ein ideales Vorlesebuch für jüngere Kinder und eignet sich ebenso gut für Erstleser. Es ist ein Klassiker, der auch heute nichts von seinem Charme verloren hat und auch mit immer wieder Freude bereitet. Ein wundervolles Buch für kleine und große Abenteurer!

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Verdienter Gewinner des Deutschen Buchpreises 2024

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
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Ich hab mir dieses Buch auf meine Wunschliste gesetzt, seit ich von dem Eklat um den Deutschen Buchpreis 2024 gehört hatte. Der ganze negative Frust des Verlierers war in aller Munde und auf Threads wurden ...

Ich hab mir dieses Buch auf meine Wunschliste gesetzt, seit ich von dem Eklat um den Deutschen Buchpreis 2024 gehört hatte. Der ganze negative Frust des Verlierers war in aller Munde und auf Threads wurden viele Stimmen laut um die Autorin und Gewinnerin des Preises Martina Hefter dabei nicht untergehen zu lassen.

Es ist ein außergewöhnlicher und kurzweiliger Roman, der auf berührende Weise Themen wie Pflege, Liebe und digitale Einsamkeit miteinander verknüpft. Die Hauptfigur Juno steckt in einem herausfordernden Alltag: Sie pflegt ihren schwerkranken Ehemann Jupiter, während sie sich nachts in Online-Chats mit Love-Scammern verliert – eine skurrile, aber tief bewegende Flucht aus ihrer Realität.

Martina Hefters Sprache ist klar und zu Teil von Chats der Protagonistin mit ihren Scammern durchzogen. Der Roman bewegt sich zwischen Beobachtung und Momenten, in denen das Digitale und Mythische verschwimmt.
Besonders spannend fand ich die Beziehung zwischen Juno und Benu, einem nigerianischen Scammer, die eine neue Dimension von Intimität und Täuschung erforscht.

Dieses Buch ist keine einfache Lektüre, aber eine lohnende. Es stellt Fragen über menschliche Nähe, Abhängigkeit und globale Ungleichheiten – und bleibt dabei stets poetisch und humorvoll. Ein kraftvolles, nachdenklich stimmendes Werk, das lange nachhallt.

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