Typischer „Mittelband“ einer Trilogie
Children of Virtue and VengeanceDer 2. Band der Legacy of Orïsha-Reihe, knüpft direkt an die Ereignisse des ersten Buches an. Zélie und Amari haben die Magie nach Orïsha zurückgebracht, doch das hat unerwartete Konsequenzen: Nicht nur ...
Der 2. Band der Legacy of Orïsha-Reihe, knüpft direkt an die Ereignisse des ersten Buches an. Zélie und Amari haben die Magie nach Orïsha zurückgebracht, doch das hat unerwartete Konsequenzen: Nicht nur die Maji haben nun Kräfte, sondern auch die Adligen, was zu einem noch brutaleren Machtkampf führt.
Der Schreibstil bleibt weiterhin stark und atmosphärisch.
Die emotionalen Konflikte der Figuren sind z. T. nachvollziehbar.
Das Tempo ist rasant, es gibt viele Wendungen und actionreiche Szenen, die die Spannung hochhalten.
Allerdings die Charakterentwicklung leidet unter der schnellen Handlung. Besonders Amari trifft einige fragwürdige Entscheidungen, die nicht immer logisch wirken und Zélie kommt gut die erste Hälfte des Buches sehr unsympathisch rüber.
Die Dynamik zwischen den Hauptfiguren fühlt sich oft wiederholend an – Konflikte eskalieren schnell und werden selten wirklich aufgelöst.
Das Ende ist abrupt und hinterlässt mehr Fragen als Antworten, was es eher wie einen Mittelband als ein eigenständiges Werk wirken lässt.
Insgesamt ist es ein spannender, zweiter Teil mit Cliffhanger. Während die Welt und die Magie weiterhin faszinieren, fehlt es an einer ausgewogenen Charakterentwicklung und einem befriedigenden Handlungsverlauf. Band 3 kommt auf jeden Fall in mein Regal, den am Ende hatte es mich doch wieder gecatcht.