Ein charmant-geheimnisvoller Küstenkrimi mit Herz und Seele
Stralsund ermittelt - Tote Dichter schreiben nichtNele Silber, die vor ca. einem Jahr der Liebe wegen dem Großstadttrubel New Yorks entfloh, um im beschaulichen Stralsund ein neues Zuhause zu finden, hat nicht nur die Ostsee als täglichen Begleiter gewonnen, ...
Nele Silber, die vor ca. einem Jahr der Liebe wegen dem Großstadttrubel New Yorks entfloh, um im beschaulichen Stralsund ein neues Zuhause zu finden, hat nicht nur die Ostsee als täglichen Begleiter gewonnen, sondern auch ein Leben voller unerwarteter Wendungen. Auch wenn sich ihr damaliger Partner, der Grund ihres Umzuges, inzwischen in einen Mann verliebt hat, hat sie sich recht schnell mit der neuen Situation arrangiert und genießt die neuen Gewohnheiten, vor allem das alltägliche morgendliche Schwimmen in der Ostsee.
Nele hat sich in ihrer Villa, welche kurzzeitig auch als Drehort für eine Krimiserie genutzt wurde, inzwischen eine eigene Praxis eingerichtet. Sie ist Psychotherapeutin mit der besonderen Fähigkeit die kleinsten Veränderungen in der Körpersprache ihrer Mitmenschen wahrzunehmen. Dies hilft ihr auch bei ihren Ermittlungen, wenn sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Fanny und ihrem Gärtner Hektor, unter dem Decknamen „Team Weingold“ ermittelt. So wie auch im Fall in diesem Buch, der vom geheimnisvollen Club der toten Dichter handelt.
Mit „Stralsund ermittelt- Tote Dichter schreiben nicht“ von Annabel Raven erschien nun der zweite Teil der humorvollen Ostseekrimireihe. Für mich ist „Stralsund ermittelt- Tote Dichter schreiben nicht“ der erste Roman dieser Autorin. Auch wenn ich mir nach dem Lesen sicher bin, dass ich mir unbedingt auch den ersten Teil zeitnah zum Lesen vornehmen werde.
Das Buch „Stralsund ermittelt- Tote Dichter schreiben nicht“ gibt in den ersten Kapiteln Einblick in das neue Leben von Nele Silber. Neben der Handlung spannen auch die wiederkehrenden Kontakte von Nele zu ihrer etwas geheimnisvollen und extravagant gekleideten Nachbarin Birdie eine Art roten Faden durch das Buch.
Statt blutiger Details überzeugen hier die sympathischen Charaktere, ihre kleinen Macken und die authentischen „Beziehungsproblemchen“, die jedem bekannt vorkommen. Die Dialoge sind mir manchmal etwas zu kurz, doch das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die mitunter zu sprunghaften Szenenwechsel halten die Spannung aufrecht und sorgen dafür, dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann.
„Stralsund ermittelt – Tote Dichter schreiben nicht“ ist ein wunderbarer Mix aus Charme, Spannung und lokalem Flair. Wer humorvolle, sympathische Protagonisten und eine Handlung mag, die mehr Wert auf Psychologie als auf Action legt, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Ich bin begeistert – und freue mich schon jetzt auf den nächsten Fall von Team Weingold!
Fazit: Ein Krimi, der Lust auf mehr macht!