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Veröffentlicht am 22.01.2024

Robert the Bruce’s Kampf geht weiter- der zweite Teil der „Rose in The Storm“ Reihe krankt jedoch etwas, trotz guter und spannender Hintergrundstory, an den unsympathischen Charakteren

Eine Rose für den Highlander
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Alana hatte das Pech, dass ihre Mutter bei der Geburt starb und sie allein zurückließ. Denn Alanas Vater war nicht mit ihrer verstorbenen Mutter verheiratet, was sie zu einer Bastardtochter von Sir Alexander ...

Alana hatte das Pech, dass ihre Mutter bei der Geburt starb und sie allein zurückließ. Denn Alanas Vater war nicht mit ihrer verstorbenen Mutter verheiratet, was sie zu einer Bastardtochter von Sir Alexander Comyn machte. Zu allem Überfluss wurde auch noch die Burg, die Alanas Mutter als Mitgift besaß, nach ihrem Tod an einen anderen vergeben, so dass Alana von nun an unter der Mündelschaft eines entfernten Verwandten auf der Burg leben musste. Lediglich ihre (nicht leibliche) Großmutter beschützte und behütete Alana, bis sie zu einer schönen Frau heranwuchs. Doch nun sind gefährliche Zeiten angebrochen. Robert the Bruce will die Herrschaft an sich reißen und führt Krieg gegen schottische Anhänger des englischen Königs Edward. Also auch gegen Alanas Onkel und Vater, den Comyns.

Ausgerechnet der vertrauenswürdigste und kämpferische Ian, vierter Sohn einer Adelsfamilie, der sich durch seinen Kampfeinsatz für Robert the Bruce finanzielle Zuwendungen und Besitz erhofft, gerät eines Tages ins Visier Alanas, denn sie hat das zweite Gesicht. Sie wird seit ihrer Kindheit von Visionen heimgesucht, die sich nur wenig später bewahrheiten und die ihr das Leben schwer machen. So begreift sie schnell, als sie auf dem Weg zu ihren Verwandten unterwegs auf Kampfgetümmel stößt, dass es sich dabei um eine Situation handelt, die sie bereits gesehen hat. Demnach wird Ian von einem Verräter mit dem Dolch niedergestreckt. Alana eilt zu dessen Rettung herbei um ihn zu warnen, kann aber Ians Verwundung nicht mehr verhindern. Als Ian zu sich kommt, misstraut er der schönen jungen Frau zunächst; fürchtet er doch, dass sie ein Spitzel und Feind Roberts sei. Dennoch kann er sich ihrem Liebreiz nicht entziehen. So nähern sich beide, trotz einiger Dispute an. Alana verliebt sich Hals über Kopf in Ian, doch weiß sie genau, dass er sich von ihr abwenden wird, wenn er erfährt, wer sie wirklich ist und dass sie in ihrer Familie als Hexe verschrien und gefürchtet ist. Dazu verlangt Ian absolute Loyalität von ihr, doch wie soll sie ihm diese gewähren, wo sie sich doch auch ihrer Familie verpflichtet fühlt?

„Eine Rose für den Highlander“ gehört zwar zur „Rose in the Storm“ Reihe; doch kann man diesen Roman auch gut als „stand alone“ lesen, da die Akteure des Vorgängerbands (abgesehen von Alanas Onkel) hier nicht in Erscheinung treten. Beide Romane haben nur einen gemeinsamen Nenner. Es handelt sich in beiden Romanen um Frauen, die bezüglich ihrer Loyalität in Bezug auf Familie und Krone, zwischen zwei Stühlen sitzen; und das zur Eroberungs/Regierungszeit des schottischen Königs Robert the Bruce.
Während mir der Vorgängerband „Wilde Rose der Highlands“ sehr gut gefallen hat, hatte ich trotz des wieder einmaligen historischen Flairs, das die Geschichte verströmt, leider einige Probleme mit dem Heldenpaar, was zu einem Punktabzug sorgte.
Alana hat zwar einen interessanten familiären Hintergrund zu bieten, doch fand ich ihre Sturheit in manchen Situationen einfach etwas überzogen und naiv, was ihre Charakterisierung unglaubwürdig macht. Eigentlich ist sie ein liebes nettes Mädchen, das bislang im Leben zu kurz kam und sich nach Anerkennung seitens ihrer Familie sehnt, die sie bislang völlig ignorierte, was man bis zu einem gewissen Punkt auch verstehen kann, doch war mir die von ihr an den Tag gelegte blinde Loyalität ob ihres charakterschwachen Vaters dann doch etwas „too much“.

Auf der anderen Seite verliebt sie sich wahnsinnig schnell in einen Feind ihrer Familie, gibt sich ihm hin, obwohl er ihr keinerlei Eheversprechen geben kann. Und das, obwohl sie doch selbst auf schmerzvolle Art und Weise lernen musste, was einem möglichen Kind aus dieser Verbindung blühen kann. Wenn Ian jetzt zumindest sympathisch gewesen wäre, hätte ich Alanas frühe, blinde Liebe zu ihm zumindest im Kern nachvollziehen können, doch Ian ist leider ein typischer Brenda Joyce Held, dem man leider zu oft in ihren Romanen begegnet. Ein Alphamann wie er im Buche steht, sehr wortkarg der sich kaum über seine Gefühle ausspricht, unterkühlt ist, der Heldin stets misstraut und wirkt, als ob es ihm in Bezug auf seine Beziehung zu Alana nur um seine sexuelle Bedürfnisbefriedigung geht.

Zudem fand ich auch die Liebesszenen im Roman sehr merkwürdig beschrieben. Kurz und knapp gehalten, jedoch dabei unromantisch und fast klinisch wirkend. Fast so, als ob man diese womöglich etwas gekürzt hätte. Umarmungen, Wärme und Romantik kommen daher leider zu kurz.
Warum Alana trotzdem an Ian festhält, erschloss sich mir daher leider nicht. Abgesehen von der nicht so überzeugenden Liebesgeschichte und dem unsympathischen Heldenpaar fand ich aber die historische Hintergrundstory sehr spannend und unterhaltend, was vor allem dem wieder sehr anschaulichen Schreibstil der Autorin geschuldet ist. Trotz erwähnter Kritikpunkte möchte ich daher nicht weniger als 3.5 Punkte für den Roman vergeben.

Kurz gefasst: Robert the Bruce’s Kampf geht weiter- der zweite Teil der „Rose in The Storm“ Reihe krankt jedoch etwas, trotz guter und spannender Hintergrundstory, an den unsympathischen Charakteren.

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Veröffentlicht am 22.01.2024

Eher durchschnittlicher Historical

Schottisches Feuer
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Duncan Campbell ist der Bastardsohn eines Highlanderchiefs und ist als mutiger und ausdauernder Kämpfer bekannt. Besonderes sein Cousin, der Earl of Argyll, schätzt Duncan sehr und vertraut auf seine Fähigkeiten. ...

Duncan Campbell ist der Bastardsohn eines Highlanderchiefs und ist als mutiger und ausdauernder Kämpfer bekannt. Besonderes sein Cousin, der Earl of Argyll, schätzt Duncan sehr und vertraut auf seine Fähigkeiten. Duncan lernt die schöne Jeannie Grant auf einem Clantreffen kennen und beide verlieben sich Hals über Kopf ineinander, doch da Duncans Vater hofft, Jeannies Vater im Kampf gegen den Earl of Huntly auf seine, also Argylls Seite ziehen zu können, plant er stattdessen eine Ehe zwischen Colin, Duncans jüngerem Bruder und Jeannie. Beide sind zutiefst unglücklich darüber zumal sie sich auch bereits einander hingegeben und sich ewige Liebe geschworen haben.

Eines Tages belauscht Jeannie ein brisantes Gespräch zwischen ihrem Vater und einem anderen Schotten. Jeannie ist schockiert denn ihr Vater plant demnach bei der nächsten Schlacht einen Verrat an den Männern des Dukes of Argyll. Sie eilt zu Duncan um ihn davon abzuhalten in die Schlacht zu ziehen, doch den wahren Grund, nämlich den baldigen Verrat ihres Vaters verheimlicht sie ihm schweren Herzens, aus Loyalität ihres Vaters gegenüber. So wird der Kampf gegen Huntly am nächsten Tag zu einem Fiasko für Argyll und als auch noch kurze Zeit später Goldstücke in Duncans Satteltaschen gefunden werden, vermuten alle, Duncan wäre ein Verräter- zumal sein Interesse an Jeannie allen anderen bekannt war. Duncan muss fliehen- mit verhärteten Herzen, denn er glaubt, dass Jeannie, die plötzlich mit einem Verbündeten ihres Vaters verlobt ist, ein falsches Spiel mit ihm getrieben hat.

Die Jahre vergehen, doch dann kehrt Duncan eines Tages zurück. Jeannie ist mittlerweile verwitwet und hat Kinder. Als beide sich das erste Mal wieder begegnen, steht dieses Treffen unter keinem guten Stern- Jeannie schießt auf Duncan und verletzt ihn…

"Schottisches Feuer", ist der abschließende Teil der Campbell Trilogie der Autorin und bietet gewohnt gute und leichte Unterhaltung, wenn auch mit kleinen Abstrichen. Die Story die Monica McCarthy um das Heldenpaar webt, ist spannend inszeniert und auch das Heldenpaar ist sympathisch beschrieben.
Da wäre zum einen Duncan, der stets unter seiner illegitimen Herkunft litt und dennoch einen starken Familiensinn entwickelt hat und Jeannie, die ehrenhafte Tochter; deren Mutter vom Vater verstoßen wurde, weil diese ihn mit einem anderen Mann betrog und nun seitdem versucht, den Fehler ihrer Mutter gutzumachen, in dem sie ihrem Vater und der restlichen Familie jeden Wunsch erfüllt.

Zu den Stärken von Monica McCarthy gehört es, dass sie die geschichtlichen Hintergründe interessant und verständlich für ihre Leser aufbereitet und nicht nur als nebensächliches, schmückendes Beiwerk in die Story einbaut.

Diese historischen Hintergründe waren es auch, die mich die ersten 200 Seiten wie im Flug lesen ließen, denn wie es zu dem Zwist zwischen dem Heldenpaar überhaupt gekommen ist, ist eigentlich das unterhaltsamste an der Geschichte. Ab dem erneuten Zusammentreffen zwischen den beiden, blieb die Spannung meiner Meinung nach immer mehr auf der Strecke, da sich beide Akteure immer wieder in inneren Monologen ergehen warum sie keine Zukunft füreinander sehen, was irgendwann etwas eintönig wird.

Zwar ist die Liebesgeschichte an sich sehr romantisch, doch der richtige Funke wollte bei mir nicht überspringen. Natürlich baut die Autorin wie immer einige sehr prickelnde Liebeszenen in dem Roman mit ein, doch sie neigt auch dazu, sich immer wieder der gleichen typischen Liebesromanphrasen zu bedienen, die man schon aus unzähligen anderen Liebesromanen kennt, was ebenfalls für einen Punktabzug bei mir gesorgt hat.

Die Bücher der Autorin stehen für eine neue Generation historischer Liebesromane, da sie relativ modern verfasst wurden- dementsprechend werden manche LeserInnen, die eher den klassischen historischen Liebesroman bevorzugen ein wenig enttäuscht davon sein, doch wer sich einfach nur für ein paar Stunden unterhalten lassen und abschalten möchte, der sollte die Bücher der Autorin und selbstverständlich auch "Schottisches Feuer", gerne einmal selber ausprobieren.

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Veröffentlicht am 22.01.2024

Leichte Längen gegen Ende des Romans, aber dennoch lesensewert!

Mein geliebter Highlander
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Tormod MacLeod ist der gefürchtete Anführer seines Clans und gerade seine Kampfstärke und seine Intelligenz sind zwei Attribute, die sich Robert the Bruce im Kampf gegen den englischen König Edward gerne ...

Tormod MacLeod ist der gefürchtete Anführer seines Clans und gerade seine Kampfstärke und seine Intelligenz sind zwei Attribute, die sich Robert the Bruce im Kampf gegen den englischen König Edward gerne zu eigen machen würde. Ein Verbündeter Roberts heckt nach dem Tode William Wallace einen außergewöhnlichen Plan aus. Er schlägt vor eine Art Elitetruppe im Geheimen zusammen zu stellen, die später, nach ihrer Ausbildung im Auftrage des schottischen Königs, für Angst und Schrecken unter den Engländern sorgen soll.

Anführer dieser Truppe von Spezialisten soll Tormod MacLeod, genannt Tor, werden. Doch Tor hat sich bislang klugerweise aus allen Zwistigkeiten zwischen Schotten und Engländern heraushalten können und hat eigentlich auch nicht vor, seinen Entschluss zu ändern.

Doch das Schicksal spielt ihm übel mit und schickt ihm seine persönliche Geißel in Gestalt der schönen Christina Fraser- einer jungen Frau, deren Familie treue schottische Patrioten verkörpern. Tor soll Christina heiraten, doch trotz ihrer Attraktivität weigert er sich zunächst; selbst, als Christinas Vater sie durch eine bösartige List versucht miteinander zu verkuppeln, weist Tot Christina verärgert zurück. Ein weiteres Angebot kann er jedoch schlecht ablehnen, zumal es auch seinem Clan zugutekommt und so nimmt er Christina zur Braut.

Christina, die eine verträumte Natur besitzt, hofft seitdem sie von Tor in letzter Minute vor einer Vergewaltigung gerettet wurde, darauf, dass sich ihr Ehemann auch als eine Art Lancelot entpuppen wird, doch zunächst beginnt ihr Eheleben mehr als steinig…

„Mein geliebter Highlander“ ist der erste Teil einer neuen Schottlandreihe über eine Elitetruppe im Auftrage Robert the Bruce gegründet und auch wenn dieser Plot recht modern klingt, fand ich dennoch, dass es der Autorin gut gelungen ist, diese Romanidee überzeugend in vergangene Zeiten zu transportieren. Zunächst lässt sich dieser historische Liebesroman auch sehr gut und spannend an- die Mischung zwischen historischen Begebenheiten und Entwicklung der Liebesgeschichte des Heldenpaars ist wohl dosiert und auch abwechslungsreich genug- zumindest zu Beginn bis etwa zur Mitte des Romans hin.

Die Autorin hat mit Tor und Christina sehr unterschiedliche Romanfiguren geschaffen. Während Tor recht unnahbar und schroff gestrickt ist und recht klare Vorstellungen davon hat, was den Stellenwert seiner Frau angeht, sind Christinas Naivität, ihre Verträumtheit und ihr Gutdenken manches Mal ein wenig zu viel für mich gewesen und so konnte ich daher lediglich Verständnis für Tors Verhalten aufbringen.

Dennoch fand ich den Beginn der neuen Serie trotz mancher moderner Ausdrücke darin, durchaus unterhaltsam und auch die vielen prickelnden Liebeszenen sprechen für sich. Wer eine etwas höhere Toleranzgrenze besitzt, was TSTL Heldinnen angeht, sollte „Mein geliebter Highlander“ auf jeden Fall einmal versuchen, denn abgesehen von meiner Kritik ist es im Großen und Ganzen eine atmosphärisch dichte Historical Romance, selbst wenn sie ruhig auf etwas weniger Seitenzahlen hätte erzählt werden können.

Während ich den ersten 250 Seiten durchaus die volle Punktzahl geben würde, weil in der ersten Hälfte einfach mehr passiert, flacht der Spannungsbogen dann leider etwas ab, es kommt zu leichten Längen und da auch eigentlich schnell klar wird, wer der Spion im eigenen Lager wirklich ist, konnte mich dieser Handlungsstrang auch nicht mehr wirklich fesseln. So ist dieser Roman vor allem etwas für Leser, die in erster Linie an der Liebesgeschichte zwischen Tor und Christina interessiert sind.

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Veröffentlicht am 22.01.2024

Unterhaltender Teil der Reihe

Der Highlander, der mein Herz stahl
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Erik MacSorley ist einer von Robert Bruces Elitekämpfern, die Bruce im Kampf gegen den englischen König Edward unterstützen. Allerdings ist diese Elitetruppe eine Art Geheimwaffe von Bruce und es existieren ...

Erik MacSorley ist einer von Robert Bruces Elitekämpfern, die Bruce im Kampf gegen den englischen König Edward unterstützen. Allerdings ist diese Elitetruppe eine Art Geheimwaffe von Bruce und es existieren lediglich Vermutungen über ihre Existenz im Volk und bei den Engländern. Erik, genannt „Hawk“ bekommt von Bruce den Auftrag, irische Söldner anzuwerben und diese einige Zeit später zu ihm zu bringen, weil er die Iren und seine Mannen dann gegen Edward in die Schlacht ziehen lassen will. Doch es sieht nicht gut für ihre Sache aus. Edward hat bereits einige Familienmitglieder von Robert gefangen nehmen oder gar töten lassen und die Zeit wird knapp.

Erik, der nicht nur einen ziemlich Schlag bei Frauen, sondern auch stets das Glück auf seiner Seite hat, macht sich auf den Weg, doch als er den Anführer der Iren und dessen Mannen in einer Höhle trifft, werden sie von einem jungen Mädchen belauscht. Der Ire will das Mädchen sofort töten, doch Erik widerstrebt diese sinnlose Barbarei und so nimmt er sie mit auf sein Schiff. Nachdem er Ellie, so nennt sich die junge Frau die vorgibt ein Kindermädchen zu sein, beschwichtigen und ihr klar machen konnte, dass ihm von seiner Hand keine Gefahr droht und dass er sie lediglich so lange, bis seine Aufgabe erledigt ist gefangen halten will, beruhigt sich die junge Frau schnell wieder.

Doch trotz der Tatsache, dass Erik in Sachen Freundlichkeit, Humor und Verführungskünsten alle Register zieht, bleibt Ellie ihm gegenüber, die noch nicht einmal eine Schönheit ist, seltsamerweise völlig immun; mehr noch, sie macht ganz deutlich, dass sie gewiss nicht zu den Scharen von Frauen gehören wird, die sich für ein Lächeln von Erik zum Narren machen, was Erik in größte Verwirrung stürzt. Selbst nachdem Erik ihr einen Kuss raubt, bleibt Ellie, obwohl ihr seine Attraktivität und Männlichkeit das Herz insgeheim zum Klopfen bringt, nach außen hin ungerührt. Während Erik nun versucht das Mysterium Ellie zu ergründen, suchen bereits deren Verlobter und Vater nach ihr. Was Erik nicht ahnt: Ellie ist die Tochter des Earls of Ulster und keineswegs ein harmloses Kindermädchen- sie ist die Tochter eines seiner Feinde, die Edward im Kampf gegen Robert Bruce unterstützen…
Wird Erik seine Mission für Bruce erfolgreich beenden können und kann dennoch mehr zwischen Ellie und Erik entstehen als nur reine Sympathie und Anziehungskraft?

„Der Highlander, der mein Herz stahl“ ist bereits der zweite Band der „Highland Guard“ Serie um eine Gruppe von Elitekämpfern im Dienste von Robert the Bruce. Nachdem im ersten Teil Tor MacLeod die Frau fürs Leben fand, bringt die Autorin in diesem zweiten Teil ein ziemlich unterschiedliches Heldenpaar zusammen. Während Erik strahlend schön ist, zunächst nur als humorvoller Luftikus beschrieben wird, der mit unglaublichem Glück, Mut, Abenteuerlust und Kampfesstärke gesegnet ist, hat Ellie auf den ersten Blick nur ihren Titel bzw. ihre hohe adlige Stellung zu bieten. Im Gegensatz zu ihren attraktiven Geschwistern strahlt sie eher eine innere Schönheit aus, wirkt auf die meisten Männer recht unscheinbar und selbst ihr Verlobter interessiert sich insgeheim mehr für ihre schöne Schwester, als für Ellie.

Doch ausgerechnet die Tatsache, dass Ellie sich im Gegensatz zu allen anderen Frauen nicht von Erik umgarnen lässt, macht den Kämpfer sehr fuchsig und da er keiner Herausforderung aus dem Wege gehen kann, will er auch unbedingt Ellie erobern. Dieses Katz und Maus Spiel zwischen den beiden sorgt für viele amüsante (weil Ellie Erik sehr schnell durchschaut) und romantische Momente in diesem Roman. Allerdings nimmt sich die Autorin dafür auch sehr viel Zeit bzw. wird die Kennenlernphase zwischen Erik und Ellie in epischer Breite dargestellt, was für einige Längen innerhalb der Geschichte sorgte. Weil die Autorin aber einen eingängigen Schreibstil hat und sympathische Figuren erschuf, die mir schnell ans Herz wuchsen, haben mich diese Längen nicht allzu sehr gestört.

Zudem gefällt mir in Monica McCartys „Highland Guard“ Reihe die Tatsache, dass sich die Autorin um einen sehr interessanten geschichtlichen Hintergrund bemüht hat, der ein wenig mehr als nur schmückendes Beiwerk ist. Hier und da stößt man auf modernere Formulierungen, doch da sie sehr selten stark auffallen, hat auch dieser Punkt mein Lesevergnügen nicht beeinträchtigt. Auf 472 Seiten schuf die Autorin eine gelungene Mischung aus historischen Roman und warmherziger, humorvoller Liebesromance, die mit einem sympathischen Heldenpaar aufwartet und schon neugierig auf den nächsten Band der Serie macht, denn Robert the Bruces Kampf ist noch lange nicht vorbei.

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Veröffentlicht am 22.01.2024

Der bislang beste Teil der spannenden Highland Guard Reihe; eine Serie die süchtig macht!

Mein verführerischer Highlander
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Selbst nach dem Tode König Edwards des I., haben Robert The Bruce und seiner Anhänger immer noch alle Hände voll damit zu tun, sich ihre Gegner vom Leibe zu halten, die diesmal aus schottischen Reihen ...

Selbst nach dem Tode König Edwards des I., haben Robert The Bruce und seiner Anhänger immer noch alle Hände voll damit zu tun, sich ihre Gegner vom Leibe zu halten, die diesmal aus schottischen Reihen kommen. Ausgerechnet Arthur Campbell, einer von Bruces geheimen Elitekämpfern, soll sich nun im Haushalt des Clanoberhauptes der MacDougalls einschleichen um dessen Schritte zu überwachen, da Sir John of Lorne gemeinsame Sache mit den Engländern und dem Earl of Ross macht, die Robert the Bruce erbittert bekämpfen.

Arthur dessen geheimer Name „Ranger“ lautet, begibt sich zusammen mit zwei Brüdern in Lornes Burg, um an einer Versammlung teilzunehmen und Lorne die Treue zu schwören. Keiner ahnt, dass er, der vom englischen König zum Ritter geschlagen wurde, in Wirklichkeit ein Spion und Kämpfer von Robert the Bruce ist. Zudem hat Arthur noch viel persönlichere Gründe dem Oberhaupt der MacDougalls das Handwerk zu legen, denn als Junge beobachtete er, wie Sir John of Lorne, Arthurs Vater hinterrücks nach einem Zweikampf erstach und hegt seitdem starke Rachegefühle Lorne gegenüber.

Leider hat Sir John aber drei bezaubernde Töchter. Und ausgerechnet die Jüngste, Anna, bringt seine eiserne Entschlusskraft so manches Mal ins Wanken. Nachdem er ihr vor geraumer Zeit das Leben rettete; damals in Tarnung und unerkannt entkommen, folgt ihm die junge adelige Frau nun auf Schritt und Tritt; über ihre Motive ist sich Arthur jedoch lange Zeit im Unklaren. Sie bringt sein Blut ordentlich in Wallung und selbst trotz seiner Schroffheit mit der er sie in die Schranken weist, lässt sie sich nicht abwimmeln. Als er sie nach einem leidenschaftlichen Kuss erneut abweist, ist von nun an alles anders. Während Arthur sein Verhalten bereut, ignoriert ihn Anna völlig, was den tapferen Ritter völlig aus der Bahn wirft…

Nach „Mein geliebter Highlander“ und „Der Highlander, der mein Herz stahl“, erzählt Monica McCarty in „Mein verführerischer Highlander“ nun die Story um eine Gruppe von Elitekämpfern im Dienste Robert The Bruces, gegen Engländer und übrige Feinde nun weiter und um es vorweg zu nehmen- obwohl ich auch die beiden vorangegangenen Teile gut fand, ist mir dieser dritte Teil um Arthur und Anna der bisher liebste von allen.

Oft fehlt in Historical Romances eine ausgewogene Mischung von historischem Hintergrund und Romantik- entweder wird die Historie nur als schmückendes Beiwerk benutzt um eine Grundlage für heiße und prickelnde Liebeszenen bieten zu können und wird zudem auch noch mangelhaft oder ganz falsch wiedergegeben oder aber man wird von historischen Begebenheiten und Schlachten nur so „erschlagen“, wobei die Romanze zwischen Held und Heldin zu kurz kommt.
In Monica McCartys „Highland Guard“ Reihe ist das gottlob nicht so. Man spürt, dass die Autorin sich sehr viel Zeit für ihre Hintergrundrecherche genommen haben muss, denn die historischen Begebenheiten dieser Zeit werden realitätsnah wiedergegeben; höchstens in Momenten wo die Romanze zwischen Held und Heldin mit der Historie verknüpft wird, kann man mit gewissen Kompromissen der dichterischen Freiheit rechnen.

Man bekommt es hier also mit einen echten historischen Liebesroman zu tun, der zwar durchaus mit sehr prickelnde Liebeszenen glänzen kann, so manches Mal vielleicht auch mit etwas modernerem Gedankengut der Protagonisten aufwartet, dessen Background aber dennoch genug historisches Kolorit aufzuweisen hat, um auch Fans von historischen Romanen zufrieden stellen zu können.
Die Liebesgeschichte zwischen Arthur und Anna entwickelt sich zunächst etwas langsam; obwohl ich oftmals amüsiert war von Annas Versuchen Arthur zu umgarnen und seine Nähe zu suchen (was sie jedoch zunächst im Auftrage ihres Vaters macht, der sie darum gebeten hat, Arthur auszuspionieren) und Arthurs vergeblichen Bemühungen Anna in ihre Schranken zu weisen (sehr witzig geschrieben sind dabei vor allem seine Gedankengänge; also was er am liebsten mit Anna machen würde) , schlichen sich doch hier und da kleine Längen innerhalb des Romans ein, die für einen minimalen Punktabzug bei mir gesorgt haben.

Dennoch sowohl die Ausgangssituation, die Charakterisierung von Held und Heldin und sämtlicher Nebenfiguren, die süße Love Story und auch die Atmosphäre innerhalb des Romans lassen den Leser alles um sich herum vergessen. Zumindest mir erging es so und ich tauchte tief ins Geschehen hinein. Die Geschichte entwickelt sowohl Dramatik und Spannung, doch aufgelockert wird sie dabei immer wieder von humorvollen oder romantischen Passagen und was noch wichtiger ist, auch die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Arthur und Anna hat Hand und Fuß, wirkt glaubhaft und hat mir sehr gut gefallen.

Anna, die sehr aufgeschlossen, freundlich und mit ihrer Welt im Reinen ist, bildet einen interessanten Gegenpol zum verschlossenen, mürrischen und mit der Zeit hart gewordenen Elitekämpfer. Wie es ihr gelingt seinen äußeren Panzer zu durchbrechen und herauszufinden was sich hinter seiner äußeren Gleichgültigkeit verbirgt, hat die Autorin sehr spannend inszeniert, so dass ich diesen Roman völlig begeistert, praktisch in einem Rutsch ausgelesen habe.

Kurz gefasst: Der bislang beste Teil der spannenden Highland Guard Reihe; eine Serie die süchtig macht!

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