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Veröffentlicht am 13.10.2024

Humorvolle Unterhaltung über eine chaotische FamilieHumorvolle Unterhaltung über eine chaotische Familie

Der lange Schatten
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Imogens Mann Ivor, Dozent an einer Uni, ist vor kurzer Zeit bei einem Autounfall tödlich verunglückt, als er von einem Vortrag kam. Eigentlich hätte er erst am nächsten Tag aufbrechen wollen. In den Weihnachtsferien ...

Imogens Mann Ivor, Dozent an einer Uni, ist vor kurzer Zeit bei einem Autounfall tödlich verunglückt, als er von einem Vortrag kam. Eigentlich hätte er erst am nächsten Tag aufbrechen wollen. In den Weihnachtsferien kommt ihre ganze (Stief)Familie. Imogen ist nämlich Ivors dritte Frau. Nach und nach passieren ungewöhnliche Dinge, als spuke es in dem Haus und dann ist da noch ein Mann, der behauptet, Imogen habe Ivor umgebracht..



Eine süße Familiengeschichte, die aufgrund des Schreibstils eher zum Schmunzeln verleitet. Tatsächlich fand ich es auch spannend, was mich überraschte. Ein zwei Stellen hätten meiner Meinung nach zwar gekürzt werden können, ergaben aber auch so ein abgerundetes Bild einer talentierten Autorin. Kann man bei dem Herbstwetter zur Unterhaltung gut lesen.

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Veröffentlicht am 12.10.2024

Spannend

Nach Ibiza
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Julian Hessenthaler arbeitet als Sicherheitsberater und äußert sich nach der Veröffentlichung seines Skandal-Videos und sogar nach einer abgesessenen Haftstrafe dazu, wie das Video 2017 entstanden ist, ...

Julian Hessenthaler arbeitet als Sicherheitsberater und äußert sich nach der Veröffentlichung seines Skandal-Videos und sogar nach einer abgesessenen Haftstrafe dazu, wie das Video 2017 entstanden ist, was dabei passierte und was danach geschah.

Das Buch ist unterteilt in 'Vor Ibiza', 'Ibiza', 'Die Jagd nach mir', 'Russland und wir' und 'Nach Ibiza', aber auch Unterkapitel gibt es. Generell ist es sehr anschaulich und begreifbar geschrieben, so stellte H. sich selbst anfangs vor oder später auch alle wichtigen involvierten Personen.
Vom Schreibstil her ist es verständlich und ebenso strukturiert.
Es ist spannend und liest sich wie ein (true crime) Krimi.

Zugegebenermaßen, mag ich nicht alles glauben was dort niedergeschrieben wurde, aber dennoch kann ich diese Perspektive jedem empfehlen, der 2019 interessiert miterlebt hat, wie eine kurzes Urlaubsvideo eine Regierung zu Fall brachte.

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Veröffentlicht am 09.10.2024

Hammer pageturner, aber auch etwas lang gezogen

Ein letztes Geschenk
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Esther Ray ist Künstlerin und lebt mit ihrer Partnerin Jessica zurückgezogen in einer Hütte, in der sie ein Baby kriegen wollen. Nach einer Vernissage, bei der sie einen seltsamen, aber lukrativen Auftrag ...

Esther Ray ist Künstlerin und lebt mit ihrer Partnerin Jessica zurückgezogen in einer Hütte, in der sie ein Baby kriegen wollen. Nach einer Vernissage, bei der sie einen seltsamen, aber lukrativen Auftrag als Buchbinderin erhält, kommt sie nach Hause, um mit Jessica darüber zu reden. Doch Jessica ist gegangen. Und mit ihr die gemeinsamen Träume. Um das Hypothek für das Haus weiter zahlen zu können, nimmt Esther das Angebot an und der Strudel beginnt...



Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Man konnte sich die Szenen gut vorstellen und hat immer mitgebibbert "Nein Esther, tu es nicht!"

Außerdem hat man aesther sehr ausführlich kennengelernt und konnte somit vieles besser nachvollziehen und sie einschätzen.

Das Ende war natürlich genial und hat keine offenen Fragen mehr erübrigt, was ich ebenfalls sehr mochte. Lediglich die Länge war mir etwas zu viel, das hätte man abkürzen und auf das Essentielle reduzieren können, dann wäre es ein sehr schöner Krimi geworden. Kann man gut lesen, wenn man mal Zeit hat.

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Veröffentlicht am 05.10.2024

Was für ein gewaltiges Buch! Die mutige und herzzerreißende Geschichte eines Neunjährigen auf der Flucht nach "la usa"

Solito
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Javier ist noch ein kleiner Junge aus El Salvador, dessen Eltern vor einiger Zeit in "la USA" immigriert sind, als er 1999 auf die gefährliche Reise zu ihnen geschickt wird.

Bis zum ersten Stop wird ...

Javier ist noch ein kleiner Junge aus El Salvador, dessen Eltern vor einiger Zeit in "la USA" immigriert sind, als er 1999 auf die gefährliche Reise zu ihnen geschickt wird.

Bis zum ersten Stop wird er noch von Abuelito begleitet, danach ist er eine Zeit auf sich alleine gestellt und findet sich dann mit drei Weiteren als eine Art zweite Familie ein. Er beschreibt die gesamte Reise, ausgefüllt mit so vielen Details, Gedanken des Neunjährigen und Gefühlen, sodass man das Gefühl bekommt, die Erlebnisse wären erst gestern gewesen.

Es ist alleine von der wundervollen Schreibkunst mitreißend, visuell beschrieben und ergreifend, aber zu wissen, dass der Autor gut 20 Jahre später mit dem Werk alles wirklich Erlebte verarbeitet, macht es "noch schlimmer".

Ich bewundere, wie Javier so gut so kindlich schreiben kann, das wirkt so echt.



Ich bin nicht gefühllos, ich lese nur oft nicht die richtigen Bücher, so scheint mir. Solito ist der Beweis dafür. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 30.09.2024

Eher enttäuschend

So gehn wir denn hinab
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Annis ist die Tochter einer schwarzen Sklavin und deren weißer Sire, der sie vergewaltigt und misshandelt hatte. Die beiden werden verkauft und an unterschiedliche Orte verbracht. Auch Sali, die Geliebte ...

Annis ist die Tochter einer schwarzen Sklavin und deren weißer Sire, der sie vergewaltigt und misshandelt hatte. Die beiden werden verkauft und an unterschiedliche Orte verbracht. Auch Sali, die Geliebte von Anni muss mit, kann sich aber befreien. Etwa ab da beginnt die Protagonistin, mit Wahnvorstellungen, vllt. sogar einer Schizophrenie in Form von "Göttern des Wassers" usw.).

Diese Reise in Ketten ist lebensgefährlich. Annis wird an die Lady einer Zuckerrohrfarm verkauft und flieht am Ende.

Die Einbildungen geben ihr wahrscheinlich die nötige Kraft zum Überleben, diese werden mir aber im letzten Drittel zu viel. Stattdessen hätte ich mir lieber etwas mehr Historischeres gelesen. Anni ist quasi verrückt geworden, um sich vor der Realität zu schützen🤔

Der Schreibstil ist schön und bildhaft. Dennoch habe ich in den Buchcommunities usw. so viel Werbung gesehen, dass ich wohl darauf reingefallen bin, denn meine Erwartungen waren dadurch offenbar zu hoch 🫤

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