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Veröffentlicht am 10.08.2017

Kopf aus, Herz an

Kopf aus, Herz an
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Zum Inhalt:
Lilly wurde von ihrem Freund verlassen - nicht persönlich, sondern erfährt dies am Hochzeitstag von einem Postit, den ihr (Ex-)Freund Michael schnell vor seiner Flucht hingekritzelt hatte. ...

Zum Inhalt:
Lilly wurde von ihrem Freund verlassen - nicht persönlich, sondern erfährt dies am Hochzeitstag von einem Postit, den ihr (Ex-)Freund Michael schnell vor seiner Flucht hingekritzelt hatte. Spontan beschließt sie die Hochzeitsreise nach Thailand alleine anzutreten und begegnet auf ihrem Weg Damien, der auf den ersten Blick so gar nicht in ihre Welt hineinpassen mag.

Gestaltung des Covers:
Mir gefällt das Cover sehr gut, es ist sehr spielerisch und offen gestaltet. Die vom Liebespaar aufgehenden Punkte, die sich langsam in die Wolken wandeln passen für mich wunderbar zum Titel „Kopf aus - Herz an“. Sie wirken wie Gedankenblasen, die man einfach mal loslassen muss.

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Autorin schafft es wunderbar den direkten Dialog mit der Handlung zu verbinden. Das Setting wird sehr bildlich beschrieben und man kann sich gut in das Geschehen hineinversetzen, da man vor seinem inneren Auge ein tolles Bild beschrieben bekommt. Was ich etwas störend fand waren einige logische Passagen zum Beispiel „steigt Lilly aus dem Badewasser“ und man fragt sich, wann ist das passiert? Auch die neuen Kapitel fangen zum Teil mit einer Rückblende oder einem Erlebnis an, was mich etwas aus dem Lesefluss gebracht hat.
Ansonsten ist die Story sehr humorvoll und sorgt auch für ein paar Lacher, besonders wegen Lilly. Sie fällt durch ihre sehr kopflastige Art auf und auch die negative Denkweise über andere Personen, die sie selbst als „besser“ gegenüber sich selbst ansieht. Dies liegt an ihrem doch geringen Selbstbewusstsein. Dadurch erhält der Leser aber einen sehr vertieften Einblick in ihre Gefühlswelt. Zudem zeichnet sie sich durch ihre Tollpatschigkeit und prüde Art auf, was zu allerlei Komik führt. Bisher war ihr Leben sehr durchgeplant, dies ändert sich aber, als sie Damien kennenlernt und auch selbst beginnt sich zu verändern.
Damien zeichnet sich durch seine Sorgenlosigkeit und Spontanität aus. Er ist sehr fürsorglich, auch wenn sein äußerliches Erscheinungsbild dies zunächst nicht vermuten lässt, wie Lilly feststellt. Damien nimmt Lilly wie sie ist und macht sich oftmals lustig über ihre prüde und kopflastige Art. Er schafft es aber Lilly zu animieren und unternimmt Dinge, die sie niemals gemacht hätte (z.B. in einen Stripclub zu gehen) und beginnt langsam sich zu verändern.
Etwas kritischer sehe ich hier, die oftmals sehr überzogene und übertriebene Art das Geschehene darzustellen. Auch Lillys Denkweise nervt an manchen Stellen und man wünscht sich, dass sie einfach mal die Dinge nimmt, wie sie sind. Zum Ende hin konnte mich das Buch nicht mehr ganz überzeugen, weil ich Lillys Person nicht fassen konnte und die gefühlte Veränderung am Ende nicht mehr deutlich wurde.

Persönliches Fazit:
Wer Liebesgeschichten und Slapstick Humor mag, wird hier an diesem Roman seinen Spaß haben. Damien ist ein sehr lockerer Typ und wer Lillys manchmal sehr anstrengende Art nachvollziehen kann, wird diesen Roman mögen.

Veröffentlicht am 17.06.2017

Die Sturmtänzerin - geheimnisvolle Geschichte über ein zeitloses Mädchen

Die Sturmtänzerin - Gefangene der Zeit
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Zum Inhalt:
Dorfbewohner werden von Stürmen um ihr Hab und Gut gebracht, die Legende eines Mädchens, was nicht bluten kann, geht umher. Grade ihr wird die Schuld an all dem Elend gegeben. Tahina so heißt ...

Zum Inhalt:
Dorfbewohner werden von Stürmen um ihr Hab und Gut gebracht, die Legende eines Mädchens, was nicht bluten kann, geht umher. Grade ihr wird die Schuld an all dem Elend gegeben. Tahina so heißt das Mädchen ist aber anders, als es den Anschein hat.

Meine Meinung:
Zu Anfang muss ich sagen, dass die Perspektive erst in der Ich-Perspektive startet und später in die personale Erzählperspektive von Tahina wechselt. Dies fand ich nicht so gut, da die ersten Kapitel nicht viel mit der eigentlichen Handlung zu tun haben und eher einem Prolog dienen. Dafür liest sich die Geschichte sehr flüssig. Die Sprache ist sehr lebendig und lässt einen immer die Gedanken und Gefühle des Protagonisten miterleben. Die Handlung wird sehr schnell erzählt und an vielen Stellen hätte ich mir mehr gewünscht, mehr über die Geschehnisse oder Orte zu erfahren. Neugierig macht es einen in jedem Fall. Als Kurzgeschichte funktioniert sie aber dennoch sehr gut. Wie ich gelesen habe, soll eine Fortsetzung erscheinen, wo ich hoffe, dass die Geschichte sich mehr Zeit für die Entwicklung der Charaktere nimmt und die Orte beschreibt.

Gestaltung:
Das Cover finde ich Ordnung, es wirkt geheimnisvoll und die Farben passen zum Roman. Ich für meinen Geschmack hätte ein Mädchen in den Sturm gemalt.

Persönliches Fazit:
Ich empfehle jedem den Roman, der ein Fantasy Fan ist und gerne selbst über das Leben philosophiert. Als Kurzgeschichte liest es sich sehr flüssig und angenehm, wen es nicht stört, dass die Perspektive im Buch wechselt.