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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2019

Brutal und hochintelligent

Tribunal
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Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich dieses Buch tatsächlich lesen möchte, da bereits viele Rezensenten geschrieben haben, dass dieses Buch sehr brutal sei. Dennoch wollte ich dem Debütroman von André ...

Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich dieses Buch tatsächlich lesen möchte, da bereits viele Rezensenten geschrieben haben, dass dieses Buch sehr brutal sei. Dennoch wollte ich dem Debütroman von André Georgi eine Chance geben und habe mich auf das Buch eingelassen. Ein Lieblingsbuch wird es von mir sicherlich nicht und sicherlich werde ich dieses Buch auch kein zweites Mal mehr lesen, dennoch muss ich aber sagen, dass es mir tatsächlich gefallen hat - wenn man dies denn bei einer derartigen Thematik sagen kann.

Die Geschichte wird spannend, hochintelligent und schonungslos erzählt und obwohl ich es zunächst nicht glauben wollte, konnte ich das Buch tatsächlich nur selten aus den Händen legen. Hierbei geht es hauptsächlich um die Kriegsverbrechen, die im ehemaligen Jugoslawien stattgefunden haben. Der Kriegsverbrecher Kovac soll dabei vor Gericht gebracht werden, jedoch wird der Kronzeuge ermordet, sodass der gesamte Prozess gefährdet ist. Hierbei werden sämtliche Taten ausführlich und brutal beschrieben, was sicherlich nicht jedermanns Sache ist.

Die Charaktere werden ebenfalls allesamt ausführlich beschrieben, sodass man diese gut kennen lernt. Wirklich sympathisch war mir hierbei niemand, allerdings habe ich dies auch gar nicht erwartet, denn bei dieser Thematik achte ich eher auf andere Dinge, als auf reine Sympathie. Die Kriegsverbrechen und das ehemalige Jugoslawien sind dabei vom Autor sehr gut recherchiert, sodass man sich hier nicht beschweren kann.

Insgesamt ist &

34;Tribunal&

34; ein fesselndes und schockierendes Werk, worauf man sich sicherlich einlassen muss, aber dann positiv überrascht wird. Wer Thriller mag und sich dazu noch für Kriegsverbrechen und Gerichtsverfahren interessiert, ist hier genau an der richtigen Adresse.

Veröffentlicht am 30.11.2019

Nett für zwischendurch

Code Black
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Ich muss gestehen, dass ich &34;Code Black&34; wohl ohne seine wunderschöne Aufmachung nie entdeckt hätte. Die Optik hat mich so dermaßen angesprochen, dass ich der Kurzbeschreibung und somit auch dem ...

Ich muss gestehen, dass ich &

34;Code Black&

34; wohl ohne seine wunderschöne Aufmachung nie entdeckt hätte. Die Optik hat mich so dermaßen angesprochen, dass ich der Kurzbeschreibung und somit auch dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte. Für mich war das Buch am Ende zwar nicht unbedingt der spannendste Thriller aller Zeiten, aber dennoch wurde ich gut unterhalten.

Der Schreibstil hat mir zum Großteil gut gefallen. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, stellenweise recht spannend, aber auch manchmal nicht ganz authentisch. Die Dialoge sind oftmals recht nett, jedoch konnte ich mit dem Humor und den Gedanken von Kari nicht immer was anfangen, da mir dies zu aufgesetzt erschien. Dennoch mochte ich die Figuren zum Großteil, auch wenn ich zugeben, dass nicht eine einzige Figuren dabei war, die ich ins Herz schließen konnte, aber dies muss ja auch nicht bei jedem Buch der Fall sein. Was mich jedoch ein wenig gestört hat, ist die Tatsache, dass dieses Buch, obwohl es ein Thriller ist, nicht unbedingt mit seiner Spannung überzeugen konnte, was ich mehr als schade finde, denn die Geschichte hat riesengroßes Potential.

Dies merkt man schon allein an den Figuren, die vielseitig sind und mich meistens von sich überzeugen konnten. Die Geschichte dreht sich um die 16-jährige Kari und ihrem Bruder Charlie, die von ihren Eltern eine SMS erhalten haben, die auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich klingt, jedoch einen Code enthält, die beide zur Flucht treiben. Ihre Eltern arbeiten als Agenten bei der CIA und sind somit nie so ganz in Sicherheit, was sich somit auch auf Kari und Charlie überträgt. Diese gehen dabei jedoch mit den meisten Situationen erstaunlich locker um, was ich stellenweise sehr verwunderlich fand, denn von anfänglicher Sorge oder gar Angst um die Eltern, um sich oder andere Personen, war in diesem Buch nicht unbedingt viel zu spüren. Jedoch muss ich zugeben, dass sich dieses Verhalten im Laufe der Geschichte verbessert hat und ich mich dann doch in Kari hineinversetzen konnte. Auch Charlie ist ein recht erstaunliches Kind. Obwohl er deutlich jünger als seine Schwester ist, sieht er das verschwinden seiner Eltern als recht locker an und verwendet oftmals Wörter, die ein Kind in seinem Alter eigentlich noch gar nicht kennen sollte. Hierbei geht es aber nicht unbedingt um Flüche oder eine zu saloppe Aussprache, sondern vielmehr darum, dass er für sein Alter unglaublich altklug daherkommt, was der Geschichte nicht unbedingt einen Pluspunkt beschert. Auch die anderen Figuren, wie z.B. Luke oder auch Evan, sind von der Autorin nett durchdacht und konnten mich zum Großteil überzeugen.

Auch sonst verlief die Geschichte meiner Meinung nach nicht unbedingt rund. Ein roter Faden ist zwar erkennbar und auch die Geschichte selbst konnte mich unterhalten, aber dennoch fehlte mir die Besonderheit. Die Figuren sind zwar teilweise um ihre Eltern besorgt und müssen sich an eine neue Umgebungen und Gefahren gewöhnen, dennoch gibt es komischerweise immer Dinge, die wichtiger sind, z.B. Luke, für den Kari schon längere Zeit schwärmt. Gleichzeitig hat es mich ein wenig gestört, dass die Rollenverteilung bei dieser Geschichte schon recht früh zu erkennen war. Wären nicht schon von Beginn an viel zu viele kleine Hinweise in die Richtung gestreut worden, wäre die Suche nach ihren Eltern und somit auch die Suche nach der Wahrheit mit Sicherheit weniger vorhersehbar und somit spannender gewesen.

Allein die Aufmachung des Buches ist jedoch wunderschön. Der Buchschnitt ist pink und somit ein richtig schöner Hingucker. Hierbei sollte man sich jedoch nicht unbedingt von der Farbe verleiten lassen, denn dieses Buch ist garantiert nicht nur für Mädchen/Frauen gedacht. Das Cover ist schlicht und schwarz, passt aber dennoch gut zur restlichen Aufmachung. Auch die Kurzbeschreibung hat mich überzeugt, sodass ich dieses Buch unbedingt lesen musste.

Insgesamt ist &

34;Code Black&

34; ein interessantes und stellenweise auch spannendes Buch, welches mich unterhalten, aber nicht unbedingt fesseln konnte. Der Plot und die Figuren sind interessant und vielseitig, jedoch hat mir in gewisser Hinsicht das Besondere gefehlt. Dennoch: Wer Jugendbücher mit Thrillerelemente mag, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben.

Veröffentlicht am 30.11.2019

Spannend

Klammroth
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"Klammroth" stand zunächst gar nicht unbedingt auf der Liste der Bücher, die ich unbedingt lesen wollte. Durch eine Aktion des Verlages bin ich jedoch sehr schnell auf das Buch aufmerksam geworden und ...

"Klammroth" stand zunächst gar nicht unbedingt auf der Liste der Bücher, die ich unbedingt lesen wollte. Durch eine Aktion des Verlages bin ich jedoch sehr schnell auf das Buch aufmerksam geworden und fand den Inhalt so interessant, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Obwohl ich mich sehr über das Buch gefreut habe, waren meinen Erwartungen trotzdem nicht allzu hoch, dennoch hat mir die Geschichte gut gefallen, sodass ich vollauf zufrieden bin.

Isa Grimm hat bei ihrem Debütroman einen sehr angenehmen und packenden Schreibstil gewählt, der mich begeistert und gleichermaßen beeindruckt hat. Hierbei hat mir die Mischung aus Horror und Mysterythriller sehr gut gefallen. Stellenweise habe ich mir das Buch immer wieder als eine Verfilmung vorgestellt, da die Figuren, die Tunnel und die weitere Umgebung sehr detailliert beschrieben wurden, sodass ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Einzig und allein die Dialoge fand ich ein wenig enttäuschend, da sie oftmals nicht wirklich flüssig waren. So wirken manche Gespräche untereinander wie auswendig gelernt, sodass mir hierbei die Lockerheit gefehlt hat. Besonders auffällig war dies bei Anais und ihrer Tochter Lily, die so manches Problem miteinander haben.

Mit Anais lernt man eine Protagonistin kennen, die ich nicht nur sympathisch, sondern auch gleichermaßen interessant fand. Als vor 16 Jahren die fiktive Stadt Klammroth von einer Katastrophe erschüttert wurde, gehörte sie zu den wenigen Opfern, die überlebt haben. In den Tunneln der Stadt gab es Unglücke, bei denen viele Kinder und Jugendliche getötet und verletzt wurden. Auch jetzt hat sich die Stadt immer noch nicht von dem Unglück erholt und immer mehr Einwohner wenden sich von der Stadt ab. So ging es auch Anais, jedoch musste sie nach Klammroth zurückkehren, um sich um ihren Vater zu kümmern, nachdem ihre Stiefmutter ums Leben gekommen ist. Auch nach ihrer Rückkehr spürt sie, dass in den mittlerweile stillgelegten Tunneln etwas nicht stimmt und möchte unbedingt erfahren, was wirklich in den Tunneln geschehen ist. Ihre Gedanken und ihre Ängste werden dabei nachvollziehbar und authentisch beschrieben, sodass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte. Auch die anderen Figuren wie z.B. Anais' ehemalige Klassenkameraden, ihre Tochter Lily oder auch ihr Vater sind allesamt gelungen. Lily empfand ich zwar stellenweise als recht anstrengend, allerdings gehört ihr manchmal recht stures Verhalten einfach zu ihrem Alter zu.

So gut und vor allem spannend die Geschichte auch war, das Ende konnte leider mit dem Rest des Buches nicht mithalten. Ich möchte nun nicht sagen, dass ich vom Ende enttäuscht bin, jedoch habe ich mir eine andere Auflösung gewünscht, die mich mehr mitgenommen hätte, zumal diese nicht unbedingt zur bisherigen Stimmung gepasst hat. Dennoch finde ich die Idee rund um die Tunnel mehr als gelungen. Das Ende ist dagegen wohl reine Geschmacksache.

Das Cover ist sehr gelungen. Die Farbgestaltung, der Eingang zum Tunnel, sowie die Haltung ist so perfekt dargestellt, dass es zur düsteren Atmosphäre der Geschichte passt. Die Kurzbeschreibung hat mir ebenfalls spontan zugesagt, sodass ich die Geschichte unbedingt lesen wollte.

Insgesamt konnte mich "Klammroth" mit einem spannenden und packenden Schreibstil, sowie interessanten Figuren begeistern, sodass ich dieses Buch nur selten aus den Händen legen konnte. Wer gut gemachte Thriller mit Mystery- und Horrorelementen zu schätzen weiß, sollte von daher unbedingt einen Blick auf dieses Buch werfen. Ich kann es nur empfehlen.

Veröffentlicht am 30.11.2019

Nett für zwischendurch

Ghostdater
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"Ghostdater"; ist der neueste Roman von Sebastian Schnoy. Hierbei geht es um David und Matthias, die bereits seit Jahren die besten Freunde sind und sich eine gemeinsame Wohnung teilen. Obwohl die beiden ...

"Ghostdater"; ist der neueste Roman von Sebastian Schnoy. Hierbei geht es um David und Matthias, die bereits seit Jahren die besten Freunde sind und sich eine gemeinsame Wohnung teilen. Obwohl die beiden Männer relativ unterschiedlich sind, haben sie jedoch eine Gemeinsamkeit: Sie sind Single und nicht unbedingt beliebt bei den Frauen.

Um diesen Umstand zu ändern, meldet sich Matthias bei einer Partnerbörse an und veröffentlicht dort ein Foto von einem anderen Mann, um bessere Chancen zu haben. Dies funktioniert auch und somit bekommt er einige Nachrichten, um die sich jedoch David kümmern soll. Dieser soll die Frauen kennen lernen und ggfls. aussortieren. Dabei bleibt er jedoch an Lisa hängen, die ihm spontan gefällt. Sie schreiben und lernen sich besser kennen - jedoch immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass Lisa sich eigentlich für Matthias, bzw. den Surfer auf dem Foto interessiert...

Die Geschichte wird lockerflockig erzählt, manchmal recht witzig, manchmal eine Spur drüber, aber dies ja wie immer Geschmacksache. Ich mochte die lockere Art von Sebastian Schnoy und auch die Art, wie er die Figuren gestaltet hat. Diese sind vielseitig, manchmal etwas skurril, aber dennoch liebenswürdig. Dennoch war "Ghostdater" für mich eher ein Zweitbuch, welches ich ganz nett fand, mich jedoch nie ganz für sich gewinnen konnte, sodass ich das Buch mehrfach aus den Händen gelegt habe.

Es ist nett, es ist unterhaltsam, aber mehr auch nicht. Dennoch: Wer den Humor von Sebastian Schnoy mag, sollte auch dieses Buch lesen.

Veröffentlicht am 30.11.2019

Geht so.

Bis wir uns wiedersehen
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Da mich die Kurzbeschreibung und das wunderschöne Cover direkt angesprochen haben, waren meine Erwartungen an das Buch sehr hoch, doch leider wollte der Funke insgesamt bei mir leider nicht übergehen. ...

Da mich die Kurzbeschreibung und das wunderschöne Cover direkt angesprochen haben, waren meine Erwartungen an das Buch sehr hoch, doch leider wollte der Funke insgesamt bei mir leider nicht übergehen. Die Geschichte ist wirklich nett, aber nett reichte in diesem Fall für mich leider nicht aus. Die Geschichte hat jede Menge Potential, die Figuren sind interessant und stellenweise auch sympathisch, aber leider hat mir am Ende dann doch das gewisse Etwas gefehlt.

Besonders frustrierend war für mich der Schreibstil, der für mich leider so gar nicht funktionieren wollte. Normalerweise mag ich Geschichten, die aus der Ich-Perspektive erzählt werden sehr, doch hier hat es für mich nicht funktioniert. Die Gedanken und Gefühle wurden für mich zu ausführlich beschrieben, sodass die Geschichte stellenweise wirklich anstrengend zu lesen war. Die Thematik ist wie gesagt recht interessant, aber ich hatte immer wieder das Gefühl, als könnte ich mich nicht auf die Geschichte einlassen, was ich dann doch sehr schade finde.

Von daher ist die Geschichte zwar nett, aber mehr auch nicht. Schade!