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Veröffentlicht am 24.03.2019

Ein düsterer und spannender Jugendthriller

The Hurting
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Inhalt:
Die 15-jährige Nell hat es nicht leicht. Sie kommt aus einer konfliktbeladenen Familie. Außerdem glaubt sie nicht an Liebe auf den ersten Blick, bis sie Lukas begegnet. Mit ihm ändert sich alles. ...

Inhalt:
Die 15-jährige Nell hat es nicht leicht. Sie kommt aus einer konfliktbeladenen Familie. Außerdem glaubt sie nicht an Liebe auf den ersten Blick, bis sie Lukas begegnet. Mit ihm ändert sich alles.
Mit Lukas wird ihr Leben wieder schöner und erst spät realisiert sie, was für einen finsteren Plan Lukas verfolgt. Doch als sie das begreift, befindet sie sich schon mitten im Nirgendwo und für Nell beginnt ein Überlebenskampf...


Meine Meinung:
The Hurting verspricht eine spannende und action-geladene Handlung, die den Leser an die Seiten fesselt!

Nell kommt aus einer zerrütten Familie, in der es von Ungerechtigkeiten nur so wimmelt: Ihre Mutter hat die Familie schon vor Jahre verlassen, der Vater ist dem Alkohol verfallen und ihre Schwester hat Krebs und gibt Nell die Schuld daran. Doch als sie aus Lukas trifft, ändert sich für Nell alles und sie wird endlich wieder fröhlicher. Bis sie entdeckt, was Lukas tatsächlich im Schilde führt...

Klappentext und Inhaltsangabe lassen eine interessante Geschichte vermuten, vor allem der Aspekt mit dem "Kind entführt", machte mich neugierig. Denn wie kommen jugendliche dazu ein Kind zu entführen?

Bereits nach den ersten Seiten wurde mich schnell klar, dass es sich bei dieser Geschichte um etwas besonderes handelt. Hierbei handelt es sich nämlich nicht um gewöhnliche Kirmi- bzw. Thrillergeschichte, vielmehr liegt hier eine Mischung aus Drama und Spannung vor.

Die Charaktere zeichnen sich vor allem durch eine Eigenschaft aus: Egoismus und Ignoranz. Kaum zu glauben, dass Nell das so lange ausgehalten hat. Ich muss zugeben, mir ist es nicht von Anfang an gelungen, mit ihr mitzufühlen, trotz der Tatsache dass sie mir Leid tat.

Die Handlung wird abwechselnd aus ihrer sowie aus Lukas Perspektive erzählt, sodass eine gewisse Spannung erzeugt wird. Auch das Setting war einzigartig, besonders da es der Autorin gelingt, mit ausdrucksstarker Sprache realistische und düstere Bilder vor meinen Augen zu erzeugen.

Da passt sich die Geschichte mit ihren düsteren, mysteriösen und dunklen Seiten sehr gut an, es ist erschreckend, wie weit blinde Liebe führen kann. Bespickt mit brandaktuellen Themen und unerwarteten Wendungen bietet das Buch ein spannendes Leseabenteuer!


Fazit:
The Hurting erzählt eine düstere und spannungsgeladene Geschichte die sprachlich und inhaltlich nicht zu toppen ist, einzig bei den Charakteren gab es kleine Schwächen. Trotz alledem ist es ein Buch voller Spannung un Gefül, das ich gerne weiter empfehle!

Geeignet ab etwa 14 Jahren.

Veröffentlicht am 22.03.2019

Spannender Jugendthriller!

Fanatisch
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Inhalt:
Am Tag ihrer Zeugnisausgabe verschwinden sechs Mädchen, spurlos. Sechs Tage später tauchen sie unerwartet wieder auf und sprechen seitdem kein Wort.

Nara ist eine von ihnen und schweigt wie die ...

Inhalt:
Am Tag ihrer Zeugnisausgabe verschwinden sechs Mädchen, spurlos. Sechs Tage später tauchen sie unerwartet wieder auf und sprechen seitdem kein Wort.

Nara ist eine von ihnen und schweigt wie die anderen beharrlich. Niemandem verrät sie, dass sie und die anderen Mädchen von einem religiösen Fanatiker grausamen Ritualen unterzogen wurden und dass ihr Bruder sterben wird, wenn sie auch nur ein Wort sagt. Nara ist verzweifelt, warum nur ist sie ins Visier des Fanatikers geraten und wie kann man ihm ein Ende bereiten?
Meine Meinung:
Ein packender und abenteuerlicher Jugendthriller zu einem brisanten Thema!

Schon allein das Cover macht einiges her und verrät sofort worum es hier geht. Es fängt die düstere und geheimnisvolle Spannung perfekt ein und bildet somit eine runde Einheit mit Klappentext und Titel.

Die Geschichte selbst beginnt mit einem Zeitungsartikel über die verschwundenen Mädchen, der damit einen guten Einstieg in die Handlung liefert und die Spannung anheizt, noch bevor es überhaupt richtig losgegangen ist.

Anschließend daran beginnt die eigentliche Handlung, die aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Nara erzählt wird. Durch diese Art des Schreibens kann man sich als Leser gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen, der Schreibstil liefert echte Gänsehaut-Momente und ist daher nicht zu unterschätzen!

Schnell nimmt die Handlung fahrt auf, angefangen damit, dass Nara mysteriöse Nachrichten erhält, bis hin zu ihrer Gefangenschaft, in der sie grausame Erfahrungen macht. Und damit nicht genug, denn auch um den Täter wurde ein spannendes "Verwirrspiel" gemacht, der bis zum Ende nicht erahnen lässt, wer tatsächlich hinter den Taten steckt.

Besonders gelungen ist neben der schockierenden Geschichte, in der man nicht nur viel über Religion und Fanatismus lernt, auch der Schreibstil, der sehr flüssig ist und dem Leser einige Schauer über den Rücken jagen lässt.


Fazit:
Fanatisch ist ein absolut gelungener und spannender Jugendthriller, den man aber nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte! Deshalb empfehle ich das Buch, wie angegeben ab 14 Jahren und der nötigen Stabilität, sich mit so einem schockierenden Thema auseinanderzusetzen.

Veröffentlicht am 21.03.2019

Eine wichtige Geschichte über das Leben!

Das Jahr, in dem ich lügen lernte
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Inhalt:
Amerika 1943: Die 11-jährige Annabelle lebt mit ihrer großen Familie in einem kleinen Dorf.
Doch als Betty, Annabelles neue Klassenkameradin, in das Dorf zieht, bringt sie schnell die Einwohner ...

Inhalt:
Amerika 1943: Die 11-jährige Annabelle lebt mit ihrer großen Familie in einem kleinen Dorf.
Doch als Betty, Annabelles neue Klassenkameradin, in das Dorf zieht, bringt sie schnell die Einwohner gegen den Kriegsveteran Toby auf. Nur Annabelle durchschaut ihre Lügen. Als Betty plötzlich verschwindet und alle Toby verdächtigen, nimmt Annabelle ihren Mut zusammen und versucht seine Unschuld zu beweisen.


Meine Meinung:
Das Jahr in dem ich lügen lernte - eine wichtige Botschaft an alle!

Annabelles ruhiges und idyllisches Leben ist mit einem Schlag vorbei, als ein neues Mädchen ins Dorf zieht - Betty. Sie beginnt Annabelle aufzulauern, ihr zu drohen und sie zu schlagen. Die Schuld für Verletzungen, die Annabelles Freundin Ruth erleidet, schiebt Betty Toby zu, der später auch ins Visier der Polizei gerät. Annabelle ist fest entschlossen Tobys Unschuld zu beweisen. Doch das stellt sich als schwieriger heraus als zunächst gedacht...

Das junge Mädchen Annabelle ist eine wirklich wunderbare Protagonistin, die für ihr Alter schon sehr reif und klug ist. Ich hatte keine Probleme, mich in sie hineinzuversetzen und konnte die Handlung aus ihrer Sichtweise auch emotional gut mitverfolgen.

Die anderen Charaktere waren ebenfalls besondere Figuren, insbesondere Betty sticht durch ihre Härte heraus. Auch Toby wird ausdrucksstark dargestellt, schade allerdings finde ich, dass viele weitere Charaktere eher blass im Hintergrund bleiben.

In die Geschichte selbst hineinzukommen, gestaltete sich zunächst etwas zäh, teilweise ziehen sich einzelne Situationen durch ausladende Beschreibungen, die es an der Stelle nicht gebraucht hätte. Glücklicherweise nimmt der Lesefluss immer mehr Gestalt und Spannung ein, sodass es dann auch einfacher wurde der Geschichte zu folgen.

Diese hat es echt in sich: schonungslos offen wird von den menschlichen Schwächen geschrieben, wie grausam und verletzend wir sein können. Teilweise war das ganz schön schockierend, aber auch umso eindringlicher - eine Mischung die zum nachdenken anregt. Weitere wichtige behandelte Aspekte sind Freundschaft, Gerechtigkeit und Zivilcourage.

Gegen Ende hin gestaltete sich die Handlung leider wieder zäher und ausladender und auch vom Schluss selbst war ich etwas enttäuscht, obwohl er trotzdem passend war.


Fazit:
Das Buch erzählt eine wichtige Geschichte über Freundschaft und Lügen - eine Geschichte aus der sich sicher jeder etwas mitnehmen kann. Trotz der starken Protagonistin haben mich einige Punkte nicht ganz überzeugen können.

Geeignet für Leser ab etwa 14 Jahren.

Veröffentlicht am 19.03.2019

Ein Muss für Liebesgeschichten-Liebhaber!

Unter den drei Monden (Die Monde-Saga 1)
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Inhalt:
Die 19-jährige Kadlin, die einzige und unverheiratete Tochter des Stammeshäuptlings der Smar, hat es nicht leicht. Ihr Vater hat für sie einen Mann ausgesucht, den Stammessohn der herrschsüchtigen ...

Inhalt:
Die 19-jährige Kadlin, die einzige und unverheiratete Tochter des Stammeshäuptlings der Smar, hat es nicht leicht. Ihr Vater hat für sie einen Mann ausgesucht, den Stammessohn der herrschsüchtigen Ikol.
Davon ist Kadlin alles andere als begeistert, weshalb sie wie alle anderen Mädchen zum Sommerfest geht, um dort noch einen Mann zu finden, der sie vor diesem Schicksal bewahren kann. Dort läuft alles ganz anders als erwartet, sodass Kadlin sich schließlich als Junge verkleidet, um flüchten zu können. Doch dabei gerät sie geradewegs in Brams Trainingslager, wo junge Männer auf ihre Mannesprüfung vorbereitet werden...


Meine Meinung:
Sowohl Cover, als auch Titel haben mich sofort in ihren Bann ziehen können und auch der Klappentext verspricht eine interessante, so noch nicht gelesene Geschichte.

Kadlin ist als Protagonistin eine sehr starke Persönlichkeit. Klug, unabhängig und nicht auf den Mund gefallen ist sie eine Figur, die gewagte Ideen hat und sich auch nicht scheut, diese umzusetzen. In Interaktion mit den anderen Figuren entstehen dadurch lustige und teilweise auch konfliktgeladene Situationen, die den Leser nicht nur zum schmunzeln, sondern auch an den Rand des Wahnsinns treiben lassen.

Auch die anderen Figuren zeichnen sich durch ihre Eigenheiten aus und führen insgesamt zu einer interessanten Konstellation. Insbesondere die Anziehung zwischen Kadlin und Bram war von Anfang an zu spüren, die Entwicklung ihrer Beziehung damit auch vorhersehbar. Trotzdem wirkte es realistisch, wie die Gefühle nach und nach kamen und die beiden ihre Höhen und Tiefen erlebten.

Die Gestaltung der fiktiven Welt hat mich sehr fasziniert, hier haben drei Monde eine besondere, spirituelle Bedeutung. Wichtig und zentrales Thema der Geschichte, sind die Angst und Schrecken verbreitenden Clans. Doch als Tochter des Stammeshäuptlings hat Kadlin gelernt, sich ihren Ängsten zu stellen und als starke junge Frau aufzutreten.

Der Schreibstil zeichnet sich durch die besonders bildhaften Beschreibungen aus, die vor meinem inneren Auge eine fantastische Welt haben entstehen lassen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass sie teilweise etwas ausuferten und zu sehr in Details bzw. Wiederholungen abdrifteten, die den sonstigen Lesefluss etwas störten.

Nichtsdestotrotz hat die Handlung mich mit ihren unerwarteten Wendungen, kleinen Dramas und unterhaltsamen Dialogen mitreißen können. Darüber hinaus hat man als Leser auch noch einiges über verschiedene Stämme und Riten gelernt.


Fazit:
Unter den drei Monden ist ein spannender und dramatischer Auftakt zu einer vielversprechenden Reihe. Besonders überzeugen konnten mich die vielseitig gestalteten Charaktere sowie ihre Gefühle - für echte Liebesgeschichten-Liebhaber ist diese Geschichte also ein absolutes Muss!

Veröffentlicht am 18.03.2019

Sorgt für spannende Lesestunden

Wild Horse Valley
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Inhalt:
Abby ist alles andere als begeistert, als sie erfährt, dass ihre Mutter einen neuen Freund - ein waschechter Lord - hat und sie ihre Ferien auf seinem Schloss verbringen wird. Dort fühlt sie sich ...

Inhalt:
Abby ist alles andere als begeistert, als sie erfährt, dass ihre Mutter einen neuen Freund - ein waschechter Lord - hat und sie ihre Ferien auf seinem Schloss verbringen wird. Dort fühlt sie sich gar nicht wohl, aber immerhin kann Abby dort reiten, denn zu dem Anwesen gehört ein bekanntes Gestüt. Als sie kurz darauf ein verletztes Pony findet und einige Pferde des Gestüts erkranken, wird Abby verdächtigt etwas damit zu tun zu haben. Ausgerechnet Greyson, der unnahbare Sohn des Lords, setzt sich für sie ein. Doch dafür soll Abby ihm helfen, ein düsteres Verbrechen aufzuklären...


Meine Meinung:
Das recht dunkel gehaltene Cover wirkt mit der Großaufnahme des Mädchens auf einem Pferd und des gold-glänzenden Titels sehr düster und geheimnisvoll. Es spiegelt die teilweise mystische Stimmung auf jeden Fall gut wieder und ergibt mit dem Klappentext, eine gelungene Einheit.

Abby, die in der Stadt aufgewachsen ist, und eigentlich gar keine Lust auf Ferien auf einem Schloss in einem ländlichen Gebiet hat, reist nur ihrer Mutter zuliebe mit. Wie erwartet, fühlt sie sich dort überhaupt nicht wohl, allein der Pferdestall hat es ihr angetan.
Als sie eines Tages mit einem verletzten Pony aus dem Wald auf das Anwesen zurückkehrt und kurz darauf einige Pferde erkranken, wird Abby beschuldigt. Nur Greyson, der bisher distanzierte Sohn des Lords, nimmt sie in Schutz. Doch dafür verlangt er auch eine Gegenleistung: Abby soll ihm helfen, den rätselhaften Tod seiner Mutter aufzuklären.

Abby war mir als Protagonistin von Anfang an sympathisch. Sie wirkt sehr selbstsicher und stark, trotzdem steckt in ihr ein weicher Kern, der sie mir hat umso authentischer wirken lassen. Dadurch dass die Handlung aus ihrer Perspektive erzählt wird, kann man sich gut in sie hineinversetzen und ihr Abenteuer hautnah miterleben.

Auch die anderen Figuren sind sehr glaubhaft gestaltet. Insbesondere von Ambrose, dem Lord, hat man zu Beginn vielleicht eine etwas klischeehafte Vorstellung, doch er entpuppt sich ganz anders als erwartet. Greyson ist anfangs sehr distanziert und scheint fast etwas unnatürlich zu sein, doch als er endlich auftaut, entdeckt man auch in ihm einen interessanten Charakter.

Die Grundidee des Buches gefällt mir sehr gut, besonders toll finde ich, dass das große Thema Pferde mit weiteren, zahlreichen Themen - wie zum Beispiel Freundschaft, Liebe, Familie und Geheimnisse - verknüpft worden ist, die die Geschichte abwechslungsreich machen. Besonders der mysteriöse Tod von Greysons Mutter birgt viele Überraschungen, die die Handlung spannend gestalten.

Auch der flüssige und lockere Schreibstil, passend zu Abby, konnte mich überzeugen und schnell an die Seiten fesseln. Mit bildhaften Beschreibungen stellt die Autorin die Situation jeweils übersichtlich und nicht zu detailliert dar - genau richtig, um sich auf die Handlung konzentrieren zu können.


Fazit:
Wild Horse Valley ist ein gelungenes und abenteuerreiches Jugendbuch, das viele Facetten aufweist und spannende Lesestunden verspricht. Mich konnte dieses Buch einfach nur überzeugen und ich kann es wirklich nur empfehlen, selbst denjenigen, die mit Pferden vielleicht nicht so viel am Hut haben.

Geeignet ab etwa 12 Jahren.