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Veröffentlicht am 07.12.2022

Salz oder Schokolade

Salz und Schokolade (Die Halloren-Saga 1)
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Inhalt übernommen:

Halle an der Saale, 1950: Als Tochter des Schokoladenfabrikanten Friedrich Mendel wuchs Irene mit dem Duft von Schokolade auf und es gab für sie nichts Schöneres, als ihren Vater zu ...

Inhalt übernommen:

Halle an der Saale, 1950: Als Tochter des Schokoladenfabrikanten Friedrich Mendel wuchs Irene mit dem Duft von Schokolade auf und es gab für sie nichts Schöneres, als ihren Vater zu beobachten, wie er Pralinen anfertigt. Doch seit dem Krieg ist alles anders. Irenes Bruder ist in russischer Kriegsgefangenschaft und ihre Mutter hat sich in ihre eigene Welt zurückgezogen.

Salz und Schokolade: Gibt es ein verführerisches Zusammenspiel?

Irene verliebt sich in den jungen Salzwirker Paul, einen waschechten Halloren. Doch ihre Eltern sehen die Verbindung kritisch und tun alles, um die jungen Leute auseinanderzubringen. Mit der Machtübernahme der SED gerät das Familienunternehmen in Gefahr und Irene wird vor eine unmögliche Wahl gestellt: Schokolade oder Liebe?

Meine Meinung:

Die Autorin zeichnet ein Bild der Stadt Halle ,die in den 1950 er Jahren,um einen Wiederaufbau nach dem Krieg kämpft.Zwei der wichtigsten Arbeitgeber, die Salzsaline und die Schokoladenmanufaktur stehen dabei im Mittelpunkt. Irene, die ihrem Vater in der Manufaktur zur Seite steht und mit ihm gemeinsam gegen die Verstaatlichung des Unternehmens kämpft ,soll eigentlich,zum Wohl der Firma ,einen reichen und angesehenen Mann heiraten,ihr Herz gehört jedoch einem Anderen.

Diese Liebesgeschichte ist eingebettet in die Ereignisse, welche damals in der DDR den Menschen das Leben erschwerten. Die Willkür der Behörden und die damit ein hergehende Angst der Menschen, sowie die zunehmende Unterdrückung und Bespitzelung,waren gut herausgearbeitet. Die einzelnen Protagonisten wurden sehr authentisch präsentiert, ich hatte klare Bilder im Kopf.

Sowohl die Schwierigkeiten, mit denen die Menschen in ihrem Alltag zu kämpfen hatten (Lebensmittelknappheit, fehlende Materialien sind nur einige Punkte) als auch der ungebrochene Lebenswille und der Wunsch,nach den langen Kriegsjahren wieder etwas zu erleben wurden anschaulich dargestellt.

Als Liebhaberin historischer Romane, hat mich dieses Buch über einige Stunden gut unterhalten.

Veröffentlicht am 05.12.2022

Der vierte Fall für Kate Linville

Einsame Nacht
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Inhalt übernommen:

Mitten in den einsamen North York Moors fährt eine junge Frau allein in ihrem Wagen durch eine kalte Dezembernacht. Am nächsten Morgen findet man sie ermordet auf, in ihrem Auto, das ...

Inhalt übernommen:

Mitten in den einsamen North York Moors fährt eine junge Frau allein in ihrem Wagen durch eine kalte Dezembernacht. Am nächsten Morgen findet man sie ermordet auf, in ihrem Auto, das fast zugeschneit auf einem Feldweg steht. Es gibt eine Zeugin, die beobachtet hat, dass ein Mann unterwegs bei ihr einstieg.
Ihr Freund? Ein Fremder? Ihr Mörder?

Kate Linville beginnt mit ihren Ermittlungen und ist schnell auf einer Spur, die in die Vergangenheit führt, zu einem Cold Case, in dem Caleb Hale damals ermittelt hat und der nie gelöst werden konnte …

Meine Meinung:

Im nunmehr vierten Teil der Reihe wird die sympathische Ermittlerin vor sehr große Probleme gestellt. Die Teile bauen aufeinander auf insofern empfiehlt es sich, die vorhergehenden Bücher auch zu lesen.

Wie man es von der Autorin gewohnt ist, herrscht von Anfang an Spannung, die kontinuierlich gesteigert wird. Kate und ihre neue Chefin Pamela haben es mit einem brutalen Mörder zu tun und müssen schnell erkennen,dass sie in die Vergangenheit eintauchen müssen, um zu einer Lösung des Falls zu kommen. Die beiden Ermittlerinnen haben sehr viel private Probleme, ebenso wie ihr früherer Kollege Caleb Hale ,der immer wieder gegen seine Alkoholsucht kämpft.Auch die Personen in ihrer Umgebung sind problembehaftet und so werden Leser unter anderem mit den Themen Fettsucht,Depression ,Gewalttätigkeit und einigem mehr konfrontiert. erneut habe ich während des Lesens mit gerätselt, bin aber erst ganz zum Schluss auf ein Ergebnis gekommen.
Obwohl es auch etwas Blutvergießen gab, lag der Schwerpunkt erneut beim psychologischen Aspekt ,den die Autorin hervorragend beherrscht.Für Liebhaber dieses Genres ein echter Lesegenuß.

Veröffentlicht am 05.12.2022

Spannung a‘la Agatha Christie

Die Dreitagemordgesellschaft
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Auf Mallowan Hall hat sich eine illustre Festgesellschaft eingefunden,was für die Vielzahl an Angestellten erhebliche Mehrarbeit bedeutet.Das trifft besonders auf die Haushälterin Mrs Phyllida Bright ...

Auf Mallowan Hall hat sich eine illustre Festgesellschaft eingefunden,was für die Vielzahl an Angestellten erhebliche Mehrarbeit bedeutet.Das trifft besonders auf die Haushälterin Mrs Phyllida Bright zu,ist sie es doch,die alle Fäden in der Hand hält.Da passt es überhaupt nicht, dass diese am Morgen in der Bibliothek eine Leiche findet, die mit einem Füllfederhalter ermordet wurde. Eine Riesensauerei und so macht sich Phyllida zuerst einmal Gedanken über die Reinigung des Teppichs,um dann unverzüglich die Polizei zu verständigen.Es stellt sich schnell heraus, dass sich der Tote unter einer falschen Identität eingeschlichen hat, was für weitere Spekulationen sorgt. Kurz darauf gibt es eine weitere Leiche und die Polizei legt sich nicht so ins Zeug ,wie Phyllida es erhofft.Da ihre Chefin mit dem Schreiben eines neuen Romans beschäftigt ist ,muß die resolute Haushälterin selbst aktiv werden,was sich bei der Vielzahl der Verdächtigen,als schwierig erweist.

Die Autorin nimmt sich viel Zeit ,um ihre Geschichte zu erzählen,was der Spannung jedoch keinen Abbruch tut. Geschickt legt sie immer wieder falsche Fährten, um ihre Leser*innen beim Miträtseln zu verwirren.Neben der eigentlichen Krimi Handlung gibt es auch viel über die Geschehnisse vor Ort zu erfahren. Die einzelnen Gäste, sowie das Personal, werden ausführlich durchleuchtet, Downton Abbey lässt grüßen. besonders gefallen haben mir die kleinen Wort Scharmützel zwischen Phyllida und dem neuen Chauffeur Mister Bradford.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen,was sowohl an den authentischen Protagonisten,als am immer wieder einfließenden englischen Humor lag. Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 04.12.2022

Weihnachten - wenig besinnlich

Unheimlich weihnachtlich! Böse Geschichten aus Leipzig
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Schon das Cover mit dem Weihnachtsmann, der ein blutiges Messer in der Hand hält, deutet an, was einen in diesem Buch erwartet. Der Autor präsentiert gekonnt kurze, knappe Weihnachtsgeschichten der etwas ...

Schon das Cover mit dem Weihnachtsmann, der ein blutiges Messer in der Hand hält, deutet an, was einen in diesem Buch erwartet. Der Autor präsentiert gekonnt kurze, knappe Weihnachtsgeschichten der etwas anderen Art. Es wechselt zwischen purem Grauen,aber teilweise auch großer Nachdenklichkeit.Einiges kommt einem zum Teil bekannt vor, denn das Fest der Liebe artet ja oft ins pure Gegenteil aus.Anderes ist so abstrus, dass man es sich kaum vorstellen kann. Bei manchen Geschichten musste ich jedoch auch ein bisschen schmunzeln. Insofern auf wenigen Seiten, viel gute Unterhaltung, ein gelungenes Buch, dass mich nachdenklich zurücklässt

Veröffentlicht am 04.12.2022

Guter Start eines neuen Teams

Der Nordseeritzer
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Kriminalkommissar Jan Graf geht mit seinem Hund spazieren,als er einen Mann sieht,der sich am Roten Kliff auf Sylt von der Klippe stürzen will,trotz seiner Bemühungen kann er es nicht verhindern.Schnell ...

Kriminalkommissar Jan Graf geht mit seinem Hund spazieren,als er einen Mann sieht,der sich am Roten Kliff auf Sylt von der Klippe stürzen will,trotz seiner Bemühungen kann er es nicht verhindern.Schnell ist ihm und seiner Kollegin Stefanie Teufel klar, dass dies nicht freiwillig geschah, sondern dass er in den Tod getrieben wurde.Als es weitere Tote gibt, deutet vieles darauf hin, dass die Spuren weit in die Vergangenheit reichen.Im Zentrum der Verdächtigen steht der so genannte „Nordseeritzer“, der sich nach langer Haft gerade wieder auf freiem Fuß befindet.

Mir hat das neue Team sehr gut gefallen. Sowohl die beiden Kommissare als auch der Computerspezialist Peeke arbeiteten erfolgreich zusammen.

Als Leserin musste man sich sehr konzentrieren um der verwicklungsreichen Handlung folgen zu können. Es herrschte durchgehend hohe Spannung, viele falsche Spuren tauchten auf und zum Schluss wartete die Autorin mit einer Überraschung auf. Ich habe mich für mehrere Stunden gut unterhalten gefühlt und empfehle das Buch gerne weiter.