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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2019

Eine zähe Lebensgeschichte

Das weiße Gold der Hanse
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Nach einem Unglück ist der Junge Bertram augenscheinlich Waise und gerät durch Zufall mit tatkräftiger Unterstützung einer jungen Frau nach Lübeck. Dort trifft er auf eine Kaufmannstochter, die sich in ...

Nach einem Unglück ist der Junge Bertram augenscheinlich Waise und gerät durch Zufall mit tatkräftiger Unterstützung einer jungen Frau nach Lübeck. Dort trifft er auf eine Kaufmannstochter, die sich in ihn verguckt und er macht eine Ausbildung bei dessen Vater. Als junger Mann fährt Bertram jedoch mit dem Hanseschiff in ferne Städte und erlebt viele Abenteuer. Nach einigen gefährlichen Situationen schwört er, dass er einen Ort der Barmherzigkeit erschaffen wird.
Das Cover ist sehr schön gestaltet, passt jedoch, auch in Kombination mit dem Titel, eher weniger zum Inhalt. Es wird stetig versucht einen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, jedoch zieht sich die Geschichte häufig in die Länge, was den Lesespaß reduziert. Zum Ende hin geschehen die Ereignisse jedoch Schlag auf Schlag und die Geschichte endet meiner Meinung nach nicht ausführlich genug. Jedoch möchte ich anmerken, dass das Konzept dieses Buches sehr stimmig ist. An den Schreibstil und die gewählten Überschriften muss man sich zunächst gewöhnen.
Die Hauptcharaktere lernt man sehr gut kennen und man errät schnell deren Geheimnisse. Jedoch verhielten sich einige Figuren zeitweilig sehr unspektakulär. Der Glaube der Figuren spielt eine große Rolle, woran man sich auch erst einmal gewöhnen muss. Außerdem hätte ich mir mehr Schauplätze in Lübeck gewünscht.
Insgesamt hat mir das Buch nicht sonderlich gefallen. Einige Passagen waren sehr langweilig, wobei es an anderen Stellen an mehr Inhalt gefehlt hat. Unter dem Titel hatte ich mir etwas anderes vorgestellt.

Veröffentlicht am 11.10.2019

Die Krone kann nur einer Königin gehören

Der rubinrote Thron
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Matilda und Judith sind Cousinen, die zusammen in Flandern aufgewachsen sind. Als es Zeit wird zu heiraten entzweien die beiden sich jedoch, da Matilda mit dem Bastard William, den Herzog der Normandie, ...

Matilda und Judith sind Cousinen, die zusammen in Flandern aufgewachsen sind. Als es Zeit wird zu heiraten entzweien die beiden sich jedoch, da Matilda mit dem Bastard William, den Herzog der Normandie, und mit Judith dem englischen Grafen Torr vermählt wird. Auf diese Weise stehen die beiden plötzlich auf gegnerischen Seiten bei dem Kampf um die englische Krone…
Eine schöne Geschichte, bei welcher der Leser manchmal nicht weiß, in welche Richtung diese gehen wird. Es gibt immer wieder ein Hin und Her, wer der Favorit für die Krone ist, wobei die Handlung manchmal etwas dünn ist. Die Charaktere sind authentisch dargestellt. Besonders bei William zeigt sich, dass er zwei Seiten hat. Außerdem ist der Schreibstil angenehm.
Ich empfehle dieses Buch an Leser von historischen Romanen weiter, die eine Lektüre für zwischendurch suchen, die keine besondere Originalität hat und auch nicht nachhaltig zum Nachdenken anregt. Gefesselt hat mich das Buch nicht, jedoch fand ich die Geschichte trotzdem unterhaltsam.

Veröffentlicht am 11.10.2019

Ein fesselnder Schauplatz und eine verbotene Liebe

Die Festung am Rhein
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1822 in Coblenz entsteht die Feste Ehrenbreitstein, welche von den Preußen erbaut wird. Plötzlich verschwinden wichtige Baupläne, wobei Franziskas Bruder angeklagt wird diese nach Frankreich verkauft zu ...

1822 in Coblenz entsteht die Feste Ehrenbreitstein, welche von den Preußen erbaut wird. Plötzlich verschwinden wichtige Baupläne, wobei Franziskas Bruder angeklagt wird diese nach Frankreich verkauft zu haben. Alle Beweise sprechen gegen ihn und seine einzige Rettung könnte Franziska sein. Jedoch muss diese sich dafür auf den strengen Leutnant Rudolph Harten verlassen, weshalb die beiden sich jedoch verbotenerweise immer näher kommen…
Das Cover und der Titel sind sehr gut mit dem Inhalt abgestimmt. Meiner Meinung nach wurde ein Spannungsbogen stetig aufrechterhalten und eine wunderbare Geschichte konstruiert. Die Figuren sind sehr authentisch und besonders mit den Hauptfiguren konnte ich mich sehr gut identifizieren und ich habe mit ihnen mitgefiebert. Ich finde es sehr originell eine Handlung rund um die Entstehung eines Bauwerkes zu verfassen, welches heute noch besichtigt werden kann. Außerdem ist der Schreibstil sehr angenehm.
Ich empfehle diesen Roman weiter, da es einfach Spaß gemacht hat, diese Geschichte zu lesen. Für Fans von historischen Liebesromanen, welche jedoch auch ein wenig Spannung haben, ist dieses Buch perfekt.

Veröffentlicht am 10.10.2019

Eine spannende Geschichte mit starken Charakteren

Das geheime Turmzimmer
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Carragh liebt Bücher und erhält den Auftrag, die Bibliothek einer alten irischen Burg zu katalogisieren. Die perfekte Ablenkung nach dem Tod ihrer Großmutter und dem Pech in der Liebe. Auf Deeprath Castle ...

Carragh liebt Bücher und erhält den Auftrag, die Bibliothek einer alten irischen Burg zu katalogisieren. Die perfekte Ablenkung nach dem Tod ihrer Großmutter und dem Pech in der Liebe. Auf Deeprath Castle angekommen läuft sie schnell dem jungen Lord Aidan Gallagher über den Weg. Außerdem passieren laufend mysteriöse Dinge und Carragh findet ein altes Tagebuch, welches Erstaunliches offenbart.
Die Charaktere sind authentisch und gut beschrieben. Mit Carragh konnte ich mich direkt identifizieren. Außerdem wurde ein Spannungsbogen stetig aufrechterhalten und ich habe mich zwischenzeitlich ordentlich gegruselt. Das Cover und der Titel passen wunderbar zum Gesamtpaket. Es wird eine schöne, verwobene Geschichte erzählt, die sehr originell ist. Es hat mir sehr gefallen, dass der Leser immer wieder von den Ereignissen überrascht wurde und miträtseln konnte, welcher Charakter böse Absichten hat und welcher wirklich ehrlich ist. Auch der gute Schreibstil trägt dazu bei, dass der Roman gut lesbar ist.
Ich empfehle diesen Roman Lesern, die gerne spannende Bücher lesen und den Zauber der Vergangenheit gerne spüren wollen. Die vielen interessanten Charaktere und die schöne Geschichte tragen zum Lesespaß bei.

Veröffentlicht am 07.10.2019

Die Fortsetzung von „Der Winterpalast“, die man sich auch sparen kann

Die Zarin der Nacht
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Der zweite Band der Reihe beschäftigt sich mit der Zeit von Katharinas Höhepunkt ihrer Macht bis deren Tod. Diesmal erlebt man die Geschichte aus der Perspektive der Zarin und ihre engste Vertraute Varvara ...

Der zweite Band der Reihe beschäftigt sich mit der Zeit von Katharinas Höhepunkt ihrer Macht bis deren Tod. Diesmal erlebt man die Geschichte aus der Perspektive der Zarin und ihre engste Vertraute Varvara tritt stark in den Hintergrund.
Diese Fortsetzung kann meiner Meinung nach nicht an ihren Vorgänger anknüpfen. Der Schreibstil ist sehr anstrengend und verwirrend. Es ist eine einzige Aneinanderreihung von Ereignissen, die von Katharina erzählt werden und es entsteht kein Spannungsbogen. Dieser Roman ist nicht lesenswert. Jedoch finde ich das Cover und den Titel erneut sehr gut gewählt. Dem Klappentext und dem Vorgänger zufolge habe ich jedoch deutlich mehr vom Inhalt, den Charakteren und dem Schreibstil erwartet. Ich hatte keinen Spaß beim Lesen und die Umsetzung des Buches ist für mich nicht gut.