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Veröffentlicht am 28.10.2019

"Erinnerungen entstehen, wenn wir Reisende, Entdecker, Abenteurer sind"

Die Kunst der guten Erinnerung
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Die Kunst der guten Erinnerung
und wie sie uns dauerhaft glücklicher macht

Gestaltung

Das Buch an sich ist eher schlicht, klassisch gehalten. Die Farben sind fast schon vintage, erinnern ...

Die Kunst der guten Erinnerung
und wie sie uns dauerhaft glücklicher macht

Gestaltung

Das Buch an sich ist eher schlicht, klassisch gehalten. Die Farben sind fast schon vintage, erinnern mich an die Pril Blumen, die es vermutlich in jedem Haushalt gegeben hat. Sehr passend wenn man daran denkt, dass der Autor genau darauf hinaus möchte, auf Erinnerungen.
Das erste in die Hand nehmen des Buches war ein Genuss. Es riecht einfach toll und verzichtet komplett auf einen künstlichen Einband. Auch die Seiten sind auf Papier gedruckt welches natürlich, gelblich und nicht künstlich weiß ist.
Die Seiten im gebundenen betrachtet zeigen viel Farbe – man ahnt also gleich, dass man viele Bilder erwarten darf. Schwer zu beschreiben – eine Einkerbung ( der gesamten Seiten, die Kanten also nach innen abgerundet – geben zusätzlich den Eindruck, dass dieses Buch sehr hochwertig hergestellt wurde.

Autor

Meik Wiking – vor dem lesen dieses Buches mir noch nicht bekannt – gibt sehr viel von sich preis. Er lässt den Leser an seiner persönlichen Geschichte teil haben und gibt gleichzeitig sein Fachwissen als Glücksforscher (eine tolle Bezeichnung eines Berufes) und Forschungsergebnisse in auch für den Laien verständlicher Ausdrucksweise weiter. Auch eine vielzahl an Geschichten anderer Menschen wurden gehört und analysiert.
Im gesamten Buch habe ich die Art und Weise wie der Autor den Leser anspricht, an vorhergehende Kapitel und Inhalte erinnert (wie er z.B. immer wieder an die Ananas erinnert) als sehr fesselnd und zum schmunzeln anregend empfunden. Man wird persönlich angesprochen und findet im Kontext Abschnitte in denen man sich selbst wieder findet, oder zumindest sehr gut nachvollziehen kann, was gemeint ist.

Klappentext

Der Autor stellt gezielte Fragen, die natürlich zum direkten schwelgen in Erinnerungen anregen. Er sagt dem Leser, das er etwas besonderes ist – ohne ihn zu kennen – wenn man sich erinnern kann, Momente schafft, die uns prägen und ausmachen. Diese Momente sollen uns dann dauerhaft glücklicher machen.

Inhalt

Das Buch mit einem Aufmacher einzuleiten, der sicherlich jedem schon begegnet ist – dem eigenen Alter – ist sehr geschickt gewählt und ermuntert direkt zum lauten lachen. Promt hat der Autor eine Erinnerung geschaffen, die verbindet und der Leser ist direkt mitten im Geschehen der Thematik.
Das Lesen kann chronologisch erfolgen, man könnte jedoch auch die Kapittel lesen und hin und her springen. Es könnte hierbei aber passieren, dass man eine Anekdote aus einem Kapittel (wie z.B. eine Bühne mit einer Ananas zu betreten, um in Erinnerung zu bleiben) noch nicht gelesen hat, diese in einem anderen Kapitel dann erwähnt wird – als running gag – und man nicht mitlachen kann.
Der gesamte Aufbau des Buches ist abwechslungsreich, leicht zu lesen, mit vielen Ilustrationen versehen, sowohl Fotos als auch gedruckte Bilder, die wie gestempelt wirken.
Das Wechseln von Informationen, Fakten, eigenen Erlebnissen und Fragen, die beantwortet werden läst das Buch nicht langweilig werden und macht es lebendig als Lektüre. Ideen werden dem Leser immer wieder gegeben, oft welche, die bereits bekannt sind, vielleicht einfach nur nicht genutzt werden.
Leider finde ich in vielen Romanen, die ich verschlinge Fehler. Das ärgert mich immer sehr, da diese Bücher doch sicherlich darauf geprüft werden. In diesem Buch ist es mir lediglich auf den Seiten 8 (Orts – Ortes), 90 (Beschreib – Beschreibe) ein Bedürfnis gewesen über die Formulierungen nachzudenken, ohne das dies Fehler in der Rechtschreibung sind. Es sind lediglich umgangssprachlich gewählte Worte des Autors.

meine Meinung

Ganz ehrlich, dass ist der erste Ratgeber, den ich tatsächlich fertig gelesen habe. Das nicht nur aus der Pflicht heraus. Das Buch ist eine kleine Ideenkiste, um selbst in Erinnerungen zu schwelgen, sich mit seiner eigenen Geschichte beschäftigen zu können und zudem Tipps und neue Informationen zu sammeln. Kurzum, gelungen im Versprechen, dass man sich als Mensch als besonders ansehen kann, mit allen Erinnerungen, die man mitbringt. Denn wir müssen uns und die Welt nicht neu erfinden. Jeder muss einfach seine Geschichte schreiben, prägen und auch für andere in Erinnerung bleiben. Mir gefällt der Schreibstil, die Abwechslung und das preis geben der Persönlichkeit des Autors sehr. Er nimmt den Leser mit in die eigene Welt, spannt dazu den Bogen zur Forschung und den Lebensumständen der Lesenden. Für mich stehen nun die beiden anderen Bücher auf der Leseliste für die nächste Zeit. Ich bin gespannt, was wir noch von dem sympatischen Glücksforscher hören und lesen dürfen.