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Veröffentlicht am 04.06.2020

Ein guter, zweiter Band! Schöner Abschluss!

All of You
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Obwohl mich der erste Band nicht vom Hocker gehauen hat, wollte ich dann doch wissen, wie es mit Shaw und Willow weitergeht und was alles noch passieren kann.

Für Shaw und Willow sollte alles rein geschäftlich ...

Obwohl mich der erste Band nicht vom Hocker gehauen hat, wollte ich dann doch wissen, wie es mit Shaw und Willow weitergeht und was alles noch passieren kann.

Für Shaw und Willow sollte alles rein geschäftlich sein, aber dann wurde es mehr. Doch dann taucht ein Geheimnis auf, welches das neu entbrannte Glück zerstören könnte…

Als ich den Prolog gelesen habe, habe ich mal echt lachen müssen, denn ich würde sagen, dass er sogleich K.O. gegangen ist mit seiner Aussage. Dann ging es gleich weiter, wo man im letzten Band aufgehört hatte. Shaw ist zutiefst bestürzt, wir haben etwas erfahren, dass alles ädern könnte. Er macht sich entschlossen auf den Weg, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Er hält es geheim, damit er niemanden damit verletzt. Doch die Zeit tickt. Denn Reid, der eifersüchtige Egoist, wartet auf den richtigen Moment, und der könnte jederzeit sein.

Wie oben schon gesagt, hat mich der erste Band nicht so richtig begeistern können, doch der Zweite war besser als der Erste. Man merkte Shaw an, dass er Willow mit jeder Faser seines Herzens liebt und alles für sie tun würde. Doch er möchte auch seiner Familie helfen. Man sieht diesen Zwiespalt, wie sehr es ihm zu schaffen macht. Er kämpft mit sich, um Willow. Man sieht endlich öfter seine weiche, nette, liebevolle Seite, was ich im ersten Band vermisst hatte. Es kommen zwar noch immer sehr viele Erotik Szenen vor, doch sie dominieren nicht mehr das Buch und wurden besser integriert. Fand ich gut so.

Willow weiß, dass sie Shaw liebt, doch als der es dann auch aussprechen will, bekommt sie Panik. Sie ist noch nicht so weit. Man sieht auch, dass sie Reid zwar noch mag, aber mehr auch nicht. Sie hatte mit ihm nie das, was sie mit Shaw verbindet. Diese innige Verbundenheit, als würde sie zu ihm gehören. Es kommt etwas auf sie zu, was sie in ein tiefes Loch stürzt, aber auch Hoffnung, trotz der trostlosen Aussicht, bringt. Ich kann das alles nachvollziehen, finde es aber auch sehr gut, wie sie sich weiterentwickelt, wie sie erkennt, dass Vergebung tröstlich sein kann. Ich habe sie echt gerne, muss aber auch sagen, dass mir hier Shaw besser gefällt, trotz der Dinge, wie er sich im ersten Band verhalten hat.

Sierra und Noah sind wie immer für alle Beteiligten da, und haben mir wieder furchtbar gut gefallen. Sierra ist eine Löwenmama, die sich um Willow kümmert, welche ihr aber auch hilft über den Tellerrand zu blicken. Noah war mir schon immer sympathisch und man erfährt, dass er Willow zwar auch faszinierend gefunden hat, er aber sofort wusste, dass sie für Shaw bestimmt ist. Wie süß und toll von ihm. Annabelle lernt man auch besser kennen, ihre Beweggründe, ihre Vergangenheit. Dadurch mochte ich sie schon mehr, sie war auch ein wenig erwachsener als in „All for Me“, was ihr definitiv guttat.

Die Geschichte selbst wurde ein wenig aufregender. Man versuchte zu ergründen, was damals geschehen ist. Man wartet die ganze Zeit darauf, dass Reid damit herausplatzen wird, dass Willow dahinterkommt, dass es schlimmer oder besser wird. Es war einfach spannender und besser zu lesen als der erste Band. Man bekommt Antworten, ein paar Überraschungen stehen auch noch bereit. Ein guter und schöner Abschlussband, welcher mir eindeutig besser gefallen hat. Ich bin froh den zweiten Roman gelesen zu haben, so habe ich einen tollen Abschluss erhalten.

Hiermit möchte ich mich recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 04.06.2020

Flame hat Ruhe gefunden... absolut genial!

Hades' Hangmen - Flame & Maddie
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Mein Flame. Was passiert hier nur? Noch ein Buch? Gott, da dachte man, die beiden hätten es geschafft, da haut uns Tillie Cole noch etwas auf den Tisch und bringt uns wieder dazu, unseren Flame vor allem ...

Mein Flame. Was passiert hier nur? Noch ein Buch? Gott, da dachte man, die beiden hätten es geschafft, da haut uns Tillie Cole noch etwas auf den Tisch und bringt uns wieder dazu, unseren Flame vor allem Möglichen beschützen zu wollen.

Flame und Maddie haben einander gefunden, doch dieses Glück scheint vergänglich, denn Maddie scheint krank zu sein. Flame kann ohne sie nicht leben, die Flammen lodern wieder hoch. Er weiß auch nicht, wie er zu seinem Bruder Lil Ash vordringen kann, es wird ihm alles zu viel. Da erfährt er etwas, was ihn erneut in die Vergangenheit stürzt und er vielleicht niemals wieder daraus hervorkommt…

Oh Mann, mein Liebling Flame hat es so gar nicht leicht. Hatte man gedacht, sie haben nun endlich alles hinter sich, kommt ein neues „Problem“, welches eigentlich ein absoluter Grund zur Freude ist, erneut auf sie zu. Maddie gibt alles, um Flame im Hier und Jetzt zu behalten und seine Dämonen für immer zu vertreiben. Was gar nicht so einfach ist. Denn mal ehrlich, wenn man so etwas immer, und immer wieder zu hören bekommt, glaubt man es auch irgendwann und kommt davon nicht mehr los.

Ich finde es wie immer absolut grandios, was Maddie alles gibt, damit Flame zurechtkommt. Sich selbst vergibt, erkennt, für was er gar nichts kann, erkennt, dass er nicht so ist, wie sein ekelerregender Vater ihm eingetrichtert hat. Den Kerl möchte ich noch immer gerne Verhauen, aber das ist eine andere Sache. Maddie ist so unheimlich stark nach Außen hin, doch sie ist auch ein wenig verzweifelt und traurig, weiß sie nicht so genau, ob dies alles hilft, was sie alles macht. Aber sie gibt auch nicht auf, sie ist so ein liebevoller, gütiger, aufopferungsvoller Mensch, welcher sich selbst nicht so sieht. Sie sieht in Flame ihren Retter, und ohne ihn könnte sie nicht leben, denn er behält sie bei Verstand.

Diese Geschichte hat es wieder mal ganz in sich. Es passiert etwas, dass alles vorantreibt. Auch Lil Ash hat mit sich zu kämpfen. Er hat den Tod um Slash nicht verwinden können und treibt immer mehr ab in die Dunkelheit. Er fängt auch an, die Flammen in sich zu spüren und sie kriechen in sein Herz. Was ihn noch davon abhalten könnte, vollends ins Dunkel zu treiben, ist Saffie. Doch er denkt, er verdient sie nicht… Es wird mir schwer ums Herz, wenn ich seine Geschichte verfolge, ich hoffe es wird bald alles besser werden, aber bis jetzt sieht es wohl nicht so aus.

Was rund um das Clubhaus passiert, da geschehen ein paar verrückte Sachen und auch etwas ziemlich Schlechtes, ich möchte nicht zu viel verraten, aber sie müssen wohl etwas vorsichtiger und wachsamer werden. Zurück zu Flame und Maddie. Ich finde diesen Weg zur Heilung einfach wunderbar aufgezeigt. Was Maddie alles macht, wie sehr sie sich reinsteigert um ihren Flame zu helfen. Einfach großartig. Ich finde es absolut klasse und tiefgründig, emotional, traurig.

Das Buch war wieder einmal der absolute Hammer, es greift wieder tief in unser Herz und lässt uns leiden, trauern, bangen, doch auch hoffen und freuen. Denn das Ende hat mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Unser Flame hat endlich Ruhe gefunden: einfach großartig! Er hat es verdient, unser Liebling.

Hiermit möchte ich mich wieder einmal recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde!

Veröffentlicht am 04.06.2020

Absolut herzzerreißend, emotional, tiefgründig! Ein Schatz!

All Your Kisses
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Tillie Coles neues Buch „All Your Kisses“ ist eine Neuauflage des bereits 2016 erschienen Buches „A Thousand Boy Kisses“. Bereits damals wollte ich mir den Roman besorgen, habe es aber immer vor mich hergeschoben. ...

Tillie Coles neues Buch „All Your Kisses“ ist eine Neuauflage des bereits 2016 erschienen Buches „A Thousand Boy Kisses“. Bereits damals wollte ich mir den Roman besorgen, habe es aber immer vor mich hergeschoben. Nun bin ich wirklich froh, dieses Buch mein Eigen zu nennen. Es hat mich zu Tränen gerührt und ist ein Schatz, den man lange im Gedächtnis behalten wird. Das Cover finde ich wunderschön, sagt es aber nicht wirklich etwas aus, bis auf die Farbe, welche man mit Kirschblüten in Verbindung bringen kann. Der Schreibstil war wunderbar zu lesen, leicht, trotz der Schwere des Buches und toll. Der Roman wird aus der Sicht von Poppy und Rune erzählt.

Rune hat nur eines im Sinn, als er wieder nach Blossom Grove zurückkehrt. Herausfinden was mit seiner Poppy passiert ist. Warum sie sich vor zwei Jahren abgewandt hat, obwohl sie ein Teil seiner Seele ist, welche ihm versprochen hat, auf Ewig auf ihn zu warten. Ohne ein Wort hat sie ihn aus dem Leben verbannt und Runes Herz wird jeden Tag aufs Neue gebrochen. Als er sie nach all der langen Zeit endlich wiedersieht, weiß er, dass ihnen der schlimmste Schmerz erst noch bevorsteht…

Oh Mann, dieses Buch… Es ließ mein Herz zerspringen. Wirklich und wahrhaftig. Es war dermaßen emotional aufgeladen, so tiefgründig, ich heulte wirklich das halbe Buch lang durch. Also haltet Taschenbücher bereit! Das Buch startet damit, wie man erfährt, wie sich Poppy und Rune kennenlernen. Es kommt zu kleinen Zeitraffern, in dem man kleine Momente der beiden sieht, was sie füreinander sind. Es fängt mit fünf Jahren an. Und ich muss sagen, beide kleinen Fratzen sind ultra niedlich, jeder auf seine eigene Weise. Poppy merkt man schon an, dass sie ein aufgewecktes Mädchen ist, immer Lust auf Abenteuer hat. Rune möchte nur nach Hause nach Oslo, er ist jetzt schon griesgrämig. Wie süß.

Mit der Zeit sehen wir mehr von ihrem Leben und wie sich die beiden immer näherkommen. Man merkt schon, dass die beiden ein Herz und eine Seele sind und niemand sie trennen könnte. Bis etwas dazwischenkommt. Und ab diesen Moment braucht man Taschentücher. Oh mein Gott, was hat uns Tillie Cole da nur angetan? Es war rührend, traurig, unfair, und absolut herzzerreißend.

Poppy ist eine unglaublich starke Person, welche nur das Beste für ihre Familie, Freunde und Liebsten möchte. Sie ist so ein liebevoller, abenteuerlustiger, offener, herzlicher Mensch, welcher eine wunderbare Seele hat. Wie sie mit dem ganzen umgeht, wow, einfach nur wow. Sie ist der Hammer und unheimlich mutig und tapfer. Hut ab vor dieser Courage!

Rune ist eher ein ruhiger Mensch, in sich gekehrt und hat seine Seelenverwandte gefunden. Er braucht niemanden sonst. Als er sie „verliert“, zerreißt es ihn fast und er wird noch verschlossener, mit Wut im Bauch. Er wird schwierig, er rebelliert und lässt niemanden mehr an sich heran. Trotzdem behält er immer sein Versprechen im Auge, welches er Poppy gegeben hat. Der Junge von damals ist also noch vorhanden. Und als er endlich den Grund erfährt, man, der arme Rune. Er ist so unglaublich liebevoll und beschützerisch. Er ist einfach toll und immer für Poppy da. Es ist eine sehr schwere Zeit für ihn, doch wird er sich nicht davor drücken und macht Poppys Leben schöner als sie es alleine je könnte. Sein Bruder Alton ist auch ein unglaublich süßer kleiner Mann, er ist einfach zu goldig und toll.

Das Buch hat einen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen und hat mich innerlich echt leiden lassen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt musste ich dann fast überall heulen und musste tief durchatmen. Dieser Roman ist einfach ein wunderbarer Schatz, welcher mich zutiefst berührt hat. Diese Stärke, dieser Mut, dieses Hinnehmen und zu wissen, dass man „Heim kommt“. Oh Mann, ich könnte schon wieder weinen, nur in dem ich an dieses Buch denke. Es ist so wundervoll, zutiefst traurig, aber trotzdem schön und dann dieses Ende. Bei „normalen“ Büchern wäre es wohl etwas übertrieben, doch ich finde es einfach schön gemacht und hat mich echt schwermütig lächeln lassen. Aber nur um es kurz mit Worten, welche eine große Bedeutung für das Buch haben, zusammenzufassen: Mein Herz wollte fast zerspringen…

Hiermit möchte ich mich wirklich recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 03.06.2020

Hat mich leider sehr enttäuscht...

Never Let Me Down
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„Never Let Me Down“ ist ein neuer Roman der Autorin Sarina Bowen und ich war schon recht gespannt darauf, was mich denn erwarten würde. Das Cover finde ich einfach unglaublich schön, mit den Blättern und ...

„Never Let Me Down“ ist ein neuer Roman der Autorin Sarina Bowen und ich war schon recht gespannt darauf, was mich denn erwarten würde. Das Cover finde ich einfach unglaublich schön, mit den Blättern und den Farben, Gefällt mir sehr. Der Schreibstil war wie zu erwarten klasse, modern und schnell zu lesen. Was mich hier jedoch ein wenig störte, waren die abrupten Wechsel, was die Zeit anbelangt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Rachel erzählt.

Nach dem Tod ihrer Mutter lernt Rachel das erste Mal ihren leiblichen Vater kennen. Den Rockstar Freddy Ricks. Mit ihm betritt sie eine neue Welt aus Reichtum und Freiheit. Ihr größter Traum, am Claiborne College zu studieren, wird ihr erfüllt. Dort verliebt sie sich in ihren Tutor Jake. Doch je näher sie sich kommen, desto mehr spürt Rachel, dass sie nur nach vorne blicken kann, wenn sie sich den Fragen Ihrer Vergangenheit stellt, welche nur ihr Vater beantworten kann.

Ich war richtig traurig gestimmt, als ich den Anfang des Buches gelesen habe. Es hat mich sehr berührt, was Rachel da durchmachen muss. Doch sie erhält eine neue „Perspektive“ in ihrem Leben. Mir hat es sehr gut gefallen, wie sich Rachel und Freddy kennenlernten und sich die Beziehung langsam entwickelte. Das wurde sehr gut gezeigt. Nebenbei wurde Jake eingeführt, welcher sich als Tutor bei ihr meldete und beide in E-Mail-Kontakt traten und sich immer mailten. Diese Mails waren echt traumhaft niedlich und witzig und ich freute mich schon darauf, dass sich die beiden endlich kennenlernen würden.

Als Rachel dann endlich soweit war, zu Freddy zu ziehen, ging es leider ein wenig bergab. Wo ich anfangs Rachels zurückhaltende und schüchterne Art mochte, und sie sich mit Freddy erst zurechtfinden musste, wurde es langsam aber stetig zu einem Hindernis, welches mir nicht gefiel. Es wurde nervig. Das ganze Buch hindurch „reden“ die beiden nicht wirklich miteinander. Sie leben nur umeinander her. Außerdem nimmt die Geschichte dann immer wieder zeitlich an Fahrt auf. Man war kaum in Freddys Zuhause, ging es auch schon weiter ans College, danach gab es immer wieder Zeitsprünge. So wurden die Beziehungen und Charaktere leider zu blass dargestellt und haben keinen Tiefgang erreicht.

Jake zum Beispiel habe ich mit seinen süßen, witzigen E-Mails in Herz geschlossen. Er ist der sexy „selbst ernannte“ Nerd, welcher mir außerordentlich gut gefallen hat. Danach bekommt man von Jake nicht mehr so viel mit. Leider wird deren Liebesbeziehung sehr in den Hintergrund gestellt. Man merkt anfangs eine nette, liebe Freundschaft zwischen Rachel und Jake, welche langsam zu mehr wird. Doch so wirklich mitbekommen tut man das nicht. Denn es steht im Schatten der Vater-Tochter Beziehung.

Was diese anbelangt, habe ich auch so meine Zweifel. Denn beide wollen einfach keine Gespräche führen. Es ist einfach nervtötend. Wie sollen sich die beiden bitte näherkommen, wenn sie nicht miteinander reden?!? Rachel selbst ist eine ruhige, in sich gekehrte Persönlichkeit, welche nie welche Konflikte eingeht. Sie zieht sich immer zurück. Es würde ihr mal guttun, wenn sie mal alles rausschreien würde, was sie so quält. Aber nein, sie frisst alles in sich rein und geht dem aus dem Weg. Bei ihr sah ich so fast keine Entwicklung, sie hatte immer Angst und tat nichts dagegen.

Freddy ist ein ähnlicher Kerl, nur dass er eben ein selbstbewusster Kerl ist. Da denkt man doch eigentlich, dass er mal auf Rachel zugehen würde und sie in ein „richtiges“, tiefgründiges Gespräch verwickeln würde. Aber nein, er macht es gleich wie sie und geht dem allen aus dem Weg. Hinzu kommen da noch seine Probleme mit seiner Mutter, welche meist einfach beiseitegeschoben werden. Er sich saublöd aufführt deswegen. Es ist ihm aber auch hoch anzurechnen, dass er in die Nähe seiner Tochter ziehen will, und auch für sie da sein will, denn das macht mal wirklich nicht jeder.

Die Beziehung von Rachel zu ihrem besten Freund Haze ist mir ehrlich auch ein wenig suspekt. Er war von Anfang an ein toller Freund, war für sie da, als ihre Mutter starb. Ist aber ehrlich auch sehr egoistisch. Ich will nicht wirklich sagen ausnutzen, doch es kommt irgendwie hin, dass er Rachels Kummer ein wenig zu leichtnimmt, und sich ihr mehr als freundschaftlich annähert. Rachel ist da sehr zwiegespalten, lässt es zu, was während des Buches auch zu einer sehr heiklen und schrecklichen Situation führt. Einerseits kann ich Haze ein klitzekleines bisschen verstehen, denn Rachel sendet echt doofe Signale aus, aber ich muss auch sagen, dass ich da meine Freundschaft mit Haze sofort beendet hätte. Der hat sie ja nicht mehr alle, das so auszunutzen und so aufzuführen.

Die Geschichte selbst war mir leider zu wenig tiefgründig. Es hätte ein wirklich toller Roman werden können. Doch die Protagonisten blieben mir fast alle zu blass, die Beziehungen zueinander waren nicht sehr bedeutungsvoll. Die meiste Zeit ging es eher um die Ängste von Rachel, welche sich nicht durchringen kann, diese zu überwinden, mit jemandem darüber zu reden, sich zu öffnen. Was dann zum Ende hin die Erklärung dafür war, dass sich ihre Eltern trennten, war ja auch mehr als schwammig und hat mich nicht zufriedengestellt.

Der Schluss war aber echt schön gemacht, dass man die Musik, welche Freddy und Rachel so sehr lieben, dazu genutzt habe, zu zeigen, dass Freddy sie liebt. Der Anfang war echt bittersüß, traurig, danach konnte mich eigentlich nichts mehr so richtig fesseln. Es war schön und gut geschrieben, doch es erreichte mich nicht. Es war mir zu wenig tiefgründig, zu wenig Interaktion. Schade, denn mir haben die „True North“ und „The Ivy Years“ Reihe echt klasse gefallen, dass ich mir das hier auch gewünscht hätte. Doch dem war leider nicht so.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 03.06.2020

Hat mich leider ein wenig enttäuscht...

Lessons from a One-Night-Stand (Baileys-Serie 1)
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„Lessons from a One-Night-Stand” ist der Auftaktband der “Baileys” Reihe des mir sehr gut bekannten Autorenduos Piper Rayne. Bisher haben mir doch alle Bücher von ihnen recht gut gefallen, waren voller ...

„Lessons from a One-Night-Stand” ist der Auftaktband der “Baileys” Reihe des mir sehr gut bekannten Autorenduos Piper Rayne. Bisher haben mir doch alle Bücher von ihnen recht gut gefallen, waren voller Humor. Bei diesem hier muss ich leider sagen, dass ich ein wenig enttäuscht bin. Ich hatte mir etwas anderes erwartet und außerdem passierte nicht wirklich so viel. Man hätte mehr daraus machen können. Das Cover ist wieder einmal schön gemacht, sieht sexy aus, der Schreibstil wie zu erwarten locker, leicht und schnell zu lesen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Holly und Austin erzählt.

Holly ist neu in der Stadt und hätte nicht erwartet, dass ihr One-Night-Stand solch hohe Wellen schlagen würde. Aber ihr kleines Techtelmechtel mit dem Highschool Coach Austin ist das Stadtgespräch. Sie dachte, sie würde ihn nie wieder begegnen, doch als neue Schulleiterin ist sie seine Chefin. Blöd ist auch, dass ihr Herz jedes Mal höherschlägt, wenn er in der Nähe ist…

Ich muss sagen, dass ich nicht mehr als eine unterhaltsame und liebevolle Geschichte erwartet habe, aber hier hat mir dann doch etwas gefehlt. Holly ist nicht nur in die Stadt gezogen wegen der Stelle, sondern es hatte auch noch einen anderen Grund. Holly ist eine liebe Direktorin, obwohl wir nicht allzu viel davon zu sehen bekommen. Wenn sie mal gestresst ist, „restauriert“ sie Möbel. Ehrlich gesagt, kann ich nicht allzu viel über sie sagen. Sie bleibt etwas in ihrem Selbstmitleid hängen, wegen der einen Sache, welche sie machen will, und das ist ein klein wenig nervig. Ansonsten ist sie eine nette, herzliche Person.

Austin ist ein sehr aufopferungsvoller Mensch. Er hat alles für seine Familie zurückstecken müssen. Er hat es dennoch gerne getan, doch nun will er endlich etwas für sich selbst, seinen Traum wahrmachen. Ich konnte ihn da wirklich gut verstehen. Er ist ein liebevoller Kerl, der immer für andere da ist, den Kumpel für seine Schüler spielt, wenn sie ihn mal brauchen, kann aber auch durchgreifen. Ich habe ihn sehr gern gemocht.

Seine Familie ist ja mal weit verzweigt. Um ganze sieben Kinder musste er sich kümmern, und seine andere ältere Schwester Savannah übernahm das Familiengeschäft. Und ehrlich gesagt: ich konnte sie überhaupt nicht leiden! Diese war immer so griesgrämig und wirkte angezickt, hatte meist schlechte Laune. Auch Phoenix war nicht wirklich ein Sonnenschein, sondern musste sich immer gegen andere auflehnen und gemein sein. Großmutter Dori hingegen war einfach klasse, sie ist eine Wucht! Hat mir sehr gut gefallen. Wer noch ganz toll war, ist Hollys Freundin Dana! Sie ist eindeutig nicht auf den Mund gefallen und eine offene Persönlichkeit. Was dies am Ende aber zu bedeuten hatte, weiß ich aber nicht und hat mich etwas verwirrt, aber ansonsten war sie echt cool.

Die Geschichte selbst war nicht sehr aufregend. Der Anfang hat ja noch ganz witzig und toll angefangen, aber dann ist es eher abgeflaut. Beide gehen eine „geheime“ Affäre ein, von dem jeder weiß, und Holly geht ihrer anderen Sache nach, welche dann auch noch in das kleine Familiendrama hineinfließt. Ich hätte auch furchtbar gerne mehr deren Familiendynamik gesehen. Aber dafür waren es einfach zu viele und zu wenig Platz vorhanden. Die Liebesgeschichte von Holly und Austin war für mich auch ein wenig zu blass dargestellt, ich habe nicht wirklich mitbekommen, wie sich die beiden verliebten.

Es war ganz gut zu lesen, flüssig und leicht. An manchen Stellen musste ich schmunzeln und fand es süß, aber es passierte leider nicht so viel. Es war mir nicht tiefgründig genug. Es mag ja eine süße, witzige und nette Geschichte sein, doch für mich einfach leider zu wenig.

Hiermit möchte ich mich recht herzlich bei Forever und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.