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Veröffentlicht am 05.10.2020

Agatha Raisin - Detektei mit Stolpersteinen

Agatha Raisin und der tote Auftragskiller
4

Agatha Raisin startet voller Stolz ihre Karriere als Inhaberin einer Detektei, doch muss schnell lernen, dass nur das bloße Schild an der Tür noch keinen Geschäftserfolg beschert. Immer schon hat sie hobbymäßig ...

Agatha Raisin startet voller Stolz ihre Karriere als Inhaberin einer Detektei, doch muss schnell lernen, dass nur das bloße Schild an der Tür noch keinen Geschäftserfolg beschert. Immer schon hat sie hobbymäßig ihre Nase in Fälle gesteckt & diese bestenfalls auch gelöst, doch nun, wo das ganze einer Grundordnung unterliegt, braucht sie professionelle Hilfe.

Das Finden von Katzen, Hunden & Teenagern überlässt sie dabei gern ihren Angestellten, sind diese Fälle ihr doch viel zu langweilig. Trotzdem erstaunen diese sie mit ihren Fertigkeiten, denn Abhörfunktionen, Beschattungen etc. waren bisher nicht ihr Metier.

Besonders schwer hat sie es mit Emma, ihrer neuen Nachbarin, die sich als Schreibkraft in die Detektei drängt & sich dabei Agatha´s Unmut zuzieht, den diese jedoch zugunsten der Außenwirkung im Dorf beiseite schiebt, um kein schlechtes Licht auf sich fallen zu lassen. Bei der Arbeit selbst muss sie erkennen, dass sie Emma ganz schön unterschätzte, denn souverän meistert diese die Aufgaben, wird von der örtlichen Presse ins Rampenlicht geschoben & von den Kunden verehrt, deren Fälle sie schnell mal im Alleingang löst.

Der Unmut schlägt in Bewunderung um & Agatha setzt ein klares Zeichen für ihre Anerkennung. Doch im Laufe der Geschichte rollen allerlei Turbulenzen auf Agatha & die Protagonisten zu, die letztlich nochmal ein ganz anderes Bild ergeben, von dem ich als Leser vorab gar nicht erwartete, dass es sich so gestaltet.

Die Story kann ich in jedem Fall all jenen empfehlen, die kurzweilig unterhalten werden möchten & für die ein Krimi aus der dörflichen Idylle Englands genau das Richtige ist. An Miss Marple reicht die gute Agatha nicht ran, aber das ist kein Manko, stammt sie doch aus einer anderen Zeit & geht selbstbewusst & authentisch ihren Weg.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2020

Rezension Gut Falkensee

Die Frauen von Gut Falkensee
0

Westpreußen 1904 - Gut Falkensee
Schon das Cover stimmt einen auf einen Jahrhundertsprung ein in eine längst vergangene Zeit. Gemeinsam mit der Protagonistin Charlotte von Bargelow erleben wir die Geschichte ...

Westpreußen 1904 - Gut Falkensee
Schon das Cover stimmt einen auf einen Jahrhundertsprung ein in eine längst vergangene Zeit. Gemeinsam mit der Protagonistin Charlotte von Bargelow erleben wir die Geschichte einer jungen, stolzen Frau, die den sehr viel älteren Witwer Baldur ehelicht, um das Gut ihrer Familie zu retten. Ein großes Opfer gar, damals eben eine Erwartungshaltung, die durchaus gesellschaftsfähig war. Und so erfahren wir als Leser, wie sie sich mit ihrem Gatten annähert, einen Konsenz findet, der beiden ermöglicht, würdevoll in dieser Konstellation zu leben, bis ihr eines Tages der Pole Karol begegnet, in den sie sich innigst verliebt und machtlos ist gegen die Leidenschaft. Auch wenn sie ihre Pflichten ernst nimmt, so kann sie sich dennoch nicht gänzlich gegen ihre Gefühle stellen.
Die Geschichte nimmt den Leser unmittelbar gefangen, weil die verschiedenen Erzählstränge durch Luisa von Kamecke so gut miteinander verwoben wurden und immer aus den unterschiedlichen Perspektiven der diversen Protagonisten erzählt wird. Das nahm mich als Leser schnell gefangen, so dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen mochte. Ein interessanter Ausflug in das Frauenbild und die Geschichte vor 100 Jahren, unterhaltsam und kurzweilig aufbereitet, so dass ich mich sehr auf Band 2 freue.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Thema
Veröffentlicht am 15.08.2020

Das Leben & die Liebe

Schicksalssterne
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Die Geschichte von Mia & Julius begann romantisch, doch in einer Zeit, in der sie nicht frei entscheiden konnten, wie sie ihren Lebensweg gestalten wollten. Der Erste Weltkrieg stand bevor, Juden wurden ...

Die Geschichte von Mia & Julius begann romantisch, doch in einer Zeit, in der sie nicht frei entscheiden konnten, wie sie ihren Lebensweg gestalten wollten. Der Erste Weltkrieg stand bevor, Juden wurden schon damals verfolgt & so war Mia nicht länger sicher in Deutschland trotz des Mannes an ihrer Seite.

Neuseeland versprach damals schon ein Abenteuer & so entschieden die beiden, ihr Glück fern der Heimat zu suchen & sich dort ein neues Zuhause aufzubauen. In Deutschland hatten sie beide sehr viel mit Pferden & ihrer Ausbildung zu tun - ein Potential, dass sie sich im fernen Land zunutze machen wollten. Und so setzten sie denn über & ihre Geschichte, die nicht nur die einer Auswanderung ist, die einer erfolgreichen Pferdezucht, sondern auch die ihrer Liebe & Verbundenheit, nahm ihren Lauf. Unvorhersehbar für den Leser, interessant aber allemal.

Der Leser erfährt viel über Pferdezucht, vor allem aber über Charaktere, über Gelegenheiten, die dem Leben plötzlich eine ganz andere Wendung geben & natürlich über die Gegebenheiten dieser Zeiten, sozusagen ein Stück Geschichtsunterricht in der Romanfiktion.

Mir hat das Buch recht gut gefallen - es war leicht, in die Geschichte einzutauchen, der Schreibstil von Sarah Lark verlangt dem Leser kein Höchstmaß an Konzentration ab, ist aber sehr kurzweilig & lässt die Bilder vor dem inneren Auge auferstehen.

Für mich war es ein schönes Sommerbuch, das mich mit auf eine Reise genommen hat, die ich nicht unbedingt hätte machen müssen, die aber trotzdem schön & auch interessant war. Das Cover ist eigentlich die perfekte Einstimmung auf die Geschichte, die den Leser erwartet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre