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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2021

Mit Schwächen in der Umsetzung, dennoch lesenswert.

Der Zopf
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In diesem Buch geht es um drei grundverschiedene Frauen, deren Leben unterschiedlicher nicht hätten sein können. Sie sind zudem gewissermaßen miteinander verbunden, ohne es zu wissen.

Smitas Geschichte ...

In diesem Buch geht es um drei grundverschiedene Frauen, deren Leben unterschiedlicher nicht hätten sein können. Sie sind zudem gewissermaßen miteinander verbunden, ohne es zu wissen.

Smitas Geschichte wurde gut ausgearbeitet und hat mich sehr berührt. Ihre Stärke ist bewundernswert. Sie kämpft um die Zukunft ihrer Tochter, für ihre Bildung und ihr Ansehen und das, obwohl Smita das Wenigste besitzt und zeitgleich das Meiste zu verlieren hat.
Sarahs Geschichte hingegen war mir zu klischeehaft und vorhersehbar. Und schlussendlich ist Giulia das nötige Bindeglied zwischen den beiden anderen Frauen.

Die Idee gefällt mir gut.
Das Cover ist wirklich schön. Es ist dezent und doch sticht es heraus.

Leider ist es inhaltlich auch keine Überraschung gewesen. Trotzdem ist es lesenswert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2021

Es war durch die Kürze des Buches oft oberflächlich und nicht tiefgründig genug für diese wichtige Thematik.

Das Haus der Frauen
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Das Cover passt gut zu der Geschichte und ist im gleichen Stil wie sein Vorgänger (“Der Zopf“) gestaltet worden.

Inhaltlich begleiten wir zwei Frauen, die durch ein Frauenhaus miteinander verbunden sind, ...

Das Cover passt gut zu der Geschichte und ist im gleichen Stil wie sein Vorgänger (“Der Zopf“) gestaltet worden.

Inhaltlich begleiten wir zwei Frauen, die durch ein Frauenhaus miteinander verbunden sind, obwohl 100 Jahre zwischen ihnen liegen.

Dieses Buch hat mich nicht allzu sehr berührt, was bei dieser Thematik sehr schade ist. Es war mir nicht tiefgründig genug, man hätte so viel mehr einbringen können.

Die Charaktere haben mich auch nicht ganz überzeugt. Blanche jedoch eher als Soléne. Letztere war mir für eine gebildete Juristin zu weltfremd / naiv. Sie entwickelt sich zwar im Laufe der Geschichte, aber die Authentizität hatte bereits gelitten. Blanches Kampfgeist hat mir gut gefallen.

Das Buch ist in Ordnung, jedoch habe ich mir viel mehr erhofft, weshalb ich nur eine neutrale Bewertung vergeben kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2021

Island, 1828 - 1830...

Das Seelenhaus
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Wir begeben uns mit diesem Roman, der auf eine wahre Begebenheit beruht, ins Jahr 1828 zurück. Es ist die Geschichte über Agnes Magnúsdóttir, einer Magd, die als letzte zum Tode verurteilte Frau Islands ...

Wir begeben uns mit diesem Roman, der auf eine wahre Begebenheit beruht, ins Jahr 1828 zurück. Es ist die Geschichte über Agnes Magnúsdóttir, einer Magd, die als letzte zum Tode verurteilte Frau Islands gilt. Die Enthauptung wurde auf den 12.01.1930 festgesetzt.

Die Strafsache richtete sich u.a. gegen Agnes Magnúsdóttir und Friðrik Sigurðsson, da sie die Bauern Natan Ketilsson von Illugastaðir und Pétur Jónsson von Geitaskarð ermordet haben sollen. Bis zur Urteilsvollstreckung lebte und arbeitete sie auf einem Hof, auf dem sie ihre Kindheit verbrachte. Die Besonderheit ist, dass es sich um den Haushalt einer isländischen Familie handelte.

Die Autorin hat sich auf Spurensuche begeben und einen Roman erschaffen, der sich zweier Erzählperspektiven bedient, was sich als gewinnbringend herausstellt, denn so kann der Leser in Agnes Gedankenwelt eintauchen. Nach und nach erfahren wir etwas über die Charaktere, den Tathergang, das Motiv und die recht einseitige Verhandlung. Alles wurde geschickt miteinander verwoben. Dennoch empfand ich den Schreibstil manchmal etwas zu hart und leicht sprunghaft, weniger flüssig.

Sowohl die landschaftlichen Beschreibungen als auch die des bäuerlichen Alltags im rauen Island haben mir gut gefallen. Es ist aufgrund seiner wahren Begebenheit ein Roman erschaffen worden, der, gepaart mit dem eisigen Klima Islands, nicht viel Zutun benötigte, um ihn düster wirken zu lassen.

Das Cover ist ganz gut geworden, den Titel finde ich weniger passend. Es wird zwar im Laufe der Geschichte erwähnt, was es mit dem „Seelenhaus“ auf sich hat, aber irgendwie auch nur „nebenbei“. Die Bedeutung des Titels bzw. die Verbindung zu diesem war mir nicht stark und bedeutend genug.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2021

Absolut lesenswert

Lügentochter
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Buchgestaltung:

Das gesamte Buch ist sehr liebevoll gestaltet worden. Das Cover ist wunderschön und es hat eine tolle Haptik. Die Aufmachung des Buchdeckels lässt vermuten, man hätte ein altes Notizbuch ...

Buchgestaltung:

Das gesamte Buch ist sehr liebevoll gestaltet worden. Das Cover ist wunderschön und es hat eine tolle Haptik. Die Aufmachung des Buchdeckels lässt vermuten, man hätte ein altes Notizbuch in Händen. Auch die Innenseiten sind mit einem passenden Muster bedruckt, zudem findet man einige Tintenkleckse darauf. Mit Liebe zum Detail ;)

Insgesamt ist es wunderschön, auf alt getrimmt, dennoch neu- so ähnlich wie Pipers Leben zu sein scheint.

Inhalt:

Denn Piper ist in einer Sekte aufgewachsen und aus ihrem alten Leben gerissen worden. Aus einem Leben, das ihr und ihren Geschwistern (grob zusammengefasst) viele Opfer abverlangte, aber durch das sie dennoch viel Liebe von ihren Geschwistern erfahren durfte.
Das Buch wurde aus Pipers Sicht in unterschiedlichen Zeitebenen geschrieben, den Kapiteln wurde mit „Davor“ und „Danach“ Struktur verliehen.

Es heißt laut der Buchbeschreibung: „Ab heute gibt es nur noch ein Davor und ein Danach. Davor: Piper stellt keine Fragen. Niemals. Denn ihr Vater ist ein Prophet- unfehlbar, auserwählt. Er hat immer recht. Bis er es eines Tages nicht mehr hat. Danach: Nun lebt Piper in der Außenwelt. Unter IHNEN. Bei einer wildfremden Frau, die sie angeblich beschützen soll. Doch Piper weiß es besser. Und sie wird entkommen.“

Sonstiges:

Es gibt zudem noch ein kurzes Nachwort der Autorin, die selbst während ihrer Jugend Erfahrungen in einer Sekte machen musste.

Nachhaltigkeit:

Der magellan Verlag hat nach eigenen Angaben das Buch auf FSC-Papier („Forest Stewardship Council“, eine internationale Zertifizierung für nachhaltigere Waldwirtschaft) gedruckt. Die Farben sind auf Pflanzenölbasis, der Drucklack auf Wasserbasis, der Klebstoff ist lösungsmittelfrei.

Fazit:

Ich kann das Buch empfehlen. Es ist ein Buch, das ich unbedingt langsam lesen wollte. Ich wollte zwar einerseits alles über Pipers Geschichte erfahren, es aber andererseits nicht zu schnell auslesen, weil es so interessant geschrieben wurde. Die Autorin verstand sich darauf, Cliffhanger einbauen und fesselnd zu schreiben. Es war relativ schwierig, das Buch nicht in einem Rutsch durchzulesen.

Die meisten Fragen, die ich mir während des Lesens stellte, wurden am Ende beantwortet. Aber nicht alle. Es sind Antworten, die ich wirklich gerne bekommen hätte. Aber so ist es nunmal. Ich habe anfangs überlegt, deshalb einen Stern abzuziehen, mich schlussendlich aber dagegen entschieden. Es ist und bleibt schließlich ein Jugendroman und er ist nicht aus auktorialer Perspektive geschrieben worden.

(...Ich persönlich würde mir eine Fortsetzung als Justizroman wünschen, damit meine unbeantworteten Fragen geklärt werden könnten!)

Aber es ist wie es ist. Das Buch war trotzdem unterhaltsam.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2021

Emotionslos...

Die Bagage
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Hier eine kurze Rezension zu meiner schlechten Bewertung:

Zu allererst muss ich sagen, dass ich das Cover furchtbar finde. Aufgrund dieses Covers habe ich mir noch nicht mal den Klappentext durchgelesen! ...

Hier eine kurze Rezension zu meiner schlechten Bewertung:

Zu allererst muss ich sagen, dass ich das Cover furchtbar finde. Aufgrund dieses Covers habe ich mir noch nicht mal den Klappentext durchgelesen! Ich habe dieses Buch nur zur Hand genommen, weil ich auf den Nachfolgeroman „Vati“ aufmerksam geworden bin.

Den Schreibstil fand ich glanzlos, weder poetisch noch gefühlvoll. Die eigene Familiengeschichte wurde meiner Meinung nach emotionslos, viel zu sachlich niedergeschrieben.
Den Ausdruck mochte ich gar nicht. Diese häufigen Wiederholungen von Worten in den Sätzen und Absätzen fand ich schrecklich und ich fühlte mich dadurch schnell gelangweilt.

Schlussendlich ist es so, dass mich „Die Bagage“ weder inhaltlich noch sprachlich überzeugen konnte und ich „Vati“ deshalb auch nicht lesen werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere