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Sabrina05

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Veröffentlicht am 22.12.2023

Drogen - Kommt der Mensch jemals von ihnen weg?

Die Wahrheit über unsere Drogen
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Ich war sehr gespannt auf das Buch. Bereits das Cover hat mich total angesprochen. Die Farbauswahl entfand ich in Bezug auf das Thema Drogen sehr passend. Das bunte Design schreit nach Party, Exzesse und ...

Ich war sehr gespannt auf das Buch. Bereits das Cover hat mich total angesprochen. Die Farbauswahl entfand ich in Bezug auf das Thema Drogen sehr passend. Das bunte Design schreit nach Party, Exzesse und Substanzen.

Das Buch ist in verschiedenen Kapiteln aufgeteilt. Pro Kapitel wird sich einer Droge gewidmet. Dabei werden die Herstellung und Wirkungsweise sowie Symptome bei Einnahme, Gefahren der Abhängigkeit und Fallbeispiele dargestellt. Als Einstieg in die jeweilige Droge fungiert jeweils ein fiktiver Dialog zwischen den beiden Autoren und einem „Konsumenten“ oder Interessierten.

Die fiktiven Dialoge bzw. Situationen zum Einstieg dienen der „Auflockerung“, haben mir persönlich aber nicht sooooo sehr gefallen. Sie wirkten oft sehr überspitzt und klischeehaft. Ich hätte kein Problem gehabt, wenn man diese weggelassen hätte.
Der Teil zur Herstellung mit (all) den chemischen Aspekten fand ich von der Länge her ausreichend, da ich überhaupt kein chemisches Verständnis habe. 😅 Das hatte mir dann so als Erklärung gereicht, da ich so schon nicht alles verstanden habe. Das liegt aber an mir.
Die weiteren Ausführungen zu der Wirkungsweise, den Symptomen, dem Suchpotenzial usw. fand ich verständlich dargestellt, auch wenn nicht immer was Neues dabei war. Aber ich habe schnell gemerkt, dass ich mich nicht mit allen im Buch dargestellten Drogen auskenne und habe neben Bekanntem natürlich auch Neus gelernt. Ich habe das Buch zu den Drogen Alkohol und Cannabis z.B. im Unterricht eingesetzt, da das inhaltliche Niveau auch für meine SuS verständlich ist.

Ingesamt gesehen muss ich sagen, dass sich das Buch sehr gut lesen lest, weil es eben kein „langweiliges“ Sachbuch ist, sondern eins mit Pepp. Schockierend fand ich dann am Ende doch, mit wie vielen Drogen wir uns tagtäglich herumschlagen, ohne dass es einen groß interessiert. Man ist eben doch nicht soooo aufgeklärt, wie ,an es immer denkt.

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Veröffentlicht am 03.01.2023

Nur ein weiterer Durchschnittsmensch?

Weil morgen ein neuer Tag beginnt
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Das Buch „Weil morgen ein neuer Tag beginnt“ handelt von der 28jährigen Lehrerin Emily. Sie scheint etwas in ihrem Leben festzustecken, ohne Ziele, ohne Bestrebungen. Sie selbst bezeichnet ihren Zustand ...

Das Buch „Weil morgen ein neuer Tag beginnt“ handelt von der 28jährigen Lehrerin Emily. Sie scheint etwas in ihrem Leben festzustecken, ohne Ziele, ohne Bestrebungen. Sie selbst bezeichnet ihren Zustand als etwas Ähnliches wie eine „Midlifecrisis“. Als sie dann noch eine Dokumentation hört und feststellt, dass sie ihrer Auffassung nach ganz und gar gewöhnlich ist, entscheidet sie sich, etwas zu ändern. Die Geburtsstunde der Lebensliste…

Ich fand das Setting ganz gut und kann die Gefühle und die Krise der Protagonistin total nachempfinden. Wie oft stecken wir selbst im „öden“ Leben, in dem nichts Spannendes passiert und vieles gleich zu sein scheint, fest und hinterfragen unsere eigene Art des Lebens, Von daher konnte mich die Autorin mit dem Rahmen, in dem die Handlung eingebettet war, vollkommen abholen.

Leider haperte es etwas an der Umsetzung. Die Lebensliste war mir zu schwammig, ich hätte konkretere Ziele erwartet. Das Verhalten von Emily war weitestgehend unreif, plump und zum Fremdschämen. Außerdem hat sie mich mit ihrer Unsicherheit und „negativen“ Art oftmals genervt. Die Trauer um die Schwester empfand ich nach all den Jahren als zu extrem und die „Liebesgeschichte“ mit Josh war mir zu oberflächlich und kam für mich aus heiterem Himmel. Das sich-anbahnen irgendwelcher Gefühle fehlte mir komplett, allgemein hatte ich wenig Bezug zu den Figuren.
Der Schreibstil war gut, ich konnte die Geschichte ohne große Probleme herunterlesen, der ein oder andere Schmunzler war auch dabei.

Die Geschichte hat mich zwar inspiriert, mir eine eigene Jahresliste zu erstellen, allerdings hätte die Autorin aus diesem wunderbaren Setting inhaltlich viel mehr machen können.
Dennoch würde ich dem Buch 3/5 Sterne geben und würde sagen, dass man es ruhig lesen kann. :)

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