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Veröffentlicht am 05.11.2024

Weihnachtszeit - aufregende Zeit

Morden ohne Sorgen - Tannenmord im Weihnachtswald
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Weihnachten steht vor der Tür, auch in Potsdam. Also muss eine große Tanne auf den Platz und auch der jährliche Empfang der Lokalzeitung auf dem Christbaumhof steht an. Doch dann wird dort die Leiche des ...

Weihnachten steht vor der Tür, auch in Potsdam. Also muss eine große Tanne auf den Platz und auch der jährliche Empfang der Lokalzeitung auf dem Christbaumhof steht an. Doch dann wird dort die Leiche des größten Konkurrenten gefunden und dessen Sohn ist nicht auffindbar. Zu allem Überfluss übernimmt ein ehemaliger Ermittler im Ruhestand den Fall, denn Edda ist über Umwege befangen. Für diesen steht der Verdächtige schnell fest. Ein weiterer Toter taucht auf, verschiedene Hinweise werden dem Lokalreporter Frederik und seinem Team zugespielt. All dies ist angereichert mit den verschiedensten Missgeschicken, Zufällen, Notlügen und Dackel Wilhelm.

Es ist mein erstes Buch aus dieser Reihe, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass ich die anderen Bände kennen müsste, um diese Geschichte zu verstehen. Es lässt sich somit unabhängig voneinander lesen. Eventuell ist nur schön, wieder auf „alte Bekannte“ zu treffen. Es ist eine enorm humorvolle Geschichte mit derart überzogenen Charakteren und Nebenhandlungen, dass man wirklich schmunzeln muss. Frederik tat mir manchmal schon leid. Persönlich war es mir aber fast zu viel drumherum, denn es waren für mein Empfinden wirklich sehr viele Nebenhandlungen. Aber vermutlich ist dies im Genre begründet. In Summe ein vorweihnachtliches, sehr kurzweiliges Lesevergnügen und wahrscheinlich Pflicht für Fans der Reihe und für Cosy Crime Liebhaber.

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Veröffentlicht am 29.10.2024

Gelungene Fortsetzung

Böhmische Schicksalstage
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„Böhmische Schicksalstage“ von Karin Lindberg ist Teil 2 der Lemberg-Saga, in welchem in der Familie Lemberg auch wieder viel passiert. Die Weberei kann sich gerade noch so über Wasser halten, ein neuer ...

„Böhmische Schicksalstage“ von Karin Lindberg ist Teil 2 der Lemberg-Saga, in welchem in der Familie Lemberg auch wieder viel passiert. Die Weberei kann sich gerade noch so über Wasser halten, ein neuer Auftrag hilft. Doch ohne die finanzielle Unterstützung der Schwiegermutter, von der Emilie, die Dame des Hauses nichts weiß, würde es schlecht aussehen. Während Charlotte, die jüngere Schwester, im Internat weiterhin nach etwas mehr Aufregung sucht und damit alles riskiert, wünscht sich Alba noch immer nichts sehnlicher, als in der Weberei mit zu arbeiten. Die heimliche Beziehung zum tschechischen Mitarbeiter Miroslav wird intensiver. Doch Emilie drängt auf eine Verlobung und unmöglich kann Alba Miroslav als Kandidaten präsentieren. Daher verabredet sie sich mit Paul und wird überrascht. Miroslav, als einzigem Tschechen in der Firma, weht ein starker Wind entgegen, die Stimmung im Land gegenüber Tschechen ist aufgeheizt. Als in der Weberei Sabotage-Fälle auftauchen, ist daher schnell ein Schuldiger gefunden. Aber auch alle anderen Familienmitglieder haben ihre Geheimnisse, die nach und nach in der Geschichte ans Licht kommen.

Mein Eindruck:
Die Lemberg-Saga trifft genau meinen Geschmack. Die Familienmitglieder sind so unterschiedlich und wunderbar differenziert dargestellt. An ihnen kann man sich reiben oder sie bewundern. Alba verkörpert für mich die mutige junge Frau, die mit der Zeit geht und ihre Meinung behauptet. Sie handelt überlegt, ist verantwortungsbewusst, aber bei weitem nicht das perfekte Mädchen ohne Fehler. Auch sie hat ihre Geheimnisse. Das Buch ist wunderbar zu lesen und gegen Ende jagt ein Highlight das andere, so dass es richtiggehend spannend wird. Ich hoffe, es gibt einen nächsten Teil, denn ich möchte unbedingt erfahren, wie es weitergeht. Für alle Fans von historischen Romanen ist dieses Buch sicherlich passend. Und obwohl es verhältnismäßig kurz ist, taucht man doch richtig tief in die Geschichte ein. Ich habe nichts vermisst und mich sehr gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 25.10.2024

Anders als erwartet

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
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Ich glaube, über diesem Buch wurden in den letzten Tagen ausreichend Worte gewidmet. Daher möchte ich den Inhalt nun nicht nochmals wiederholen, sondern nur meinen Eindruck wiedergeben.
Der Roman ‚Hey ...

Ich glaube, über diesem Buch wurden in den letzten Tagen ausreichend Worte gewidmet. Daher möchte ich den Inhalt nun nicht nochmals wiederholen, sondern nur meinen Eindruck wiedergeben.
Der Roman ‚Hey guten Morgen, wie geht es Dir?“ hat frisch den Deutschen Buchpreis 2024 gewonnen. Es ist definitiv ein Buch, welches heraus sticht und einen nach dem Lesen mit vielen Gedanken zurück lässt. Die Geschichte greift ein Thema auf, zu welchem ich bisher keinerlei Bezug hatte – „Love Scamming“. Und sofort drängen sich mir ganz viele Fragen in den Kopf. Was bringt einen Menschen dazu, mit Frauen Kontakt aufzunehmen, bis Gefühle im Spiel sind, um dann irgendwann nur das Geld dieser Frauen zu wollen? Und wie einsam müssen Frauen sein, die über diesen Weg glauben, eine wahre Liebe gefunden zu haben? Es passiert immer wieder und sicher öfter als man sich vorstellen kann. Und wie bei jedem Betrug glaubt man sicher bis zum Schluss, selbst standhaft zu bleiben, nicht darauf reinzufallen und plötzlich ist es zu spät. Juno, die Protagonistin, spielt dieses Spiel mit – aber sie selbst spielt mit den Männern, die sich online an sie heranmachen. Ihr Mann ist pflegebedürftig seit Jahren. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie sich ihr Leben anders vorgestellt hat. Die Szene mit dem spontanen Zahnarztbesuch ist mir dabei besonders hängen geblieben. Sie zeigt sehr anschaulich, was es heißt, diese Verantwortung zu tragen, so abhängig zu sein. Und so sucht sich Juno in ihren nächtlichen Chats die Ablenkung, die sie tagsüber nicht hat. Da kann sie sein, wer sie ist. Bis sie auf Benu trifft, der nicht wie die anderen sofort den Kontakt abbricht, sondern sie schreiben lange Zeit, telefonieren, warten gegenseitig auf Nachrichten, nehmen mehr und mehr Teil am Alltag des anderen, sprechen offen über Love Scamming. „Ist halt die Frage, ob man sich beim Lügen nicht zuallerserst selbst belügt.“ Dieser Satz ist so trivial wie tiefgründig. Wo fängt Lügen an? Warum lügen Menschen? Bei Juno war es Flucht, bei Benu Mittel zum Zweck. Und doch haben sie sich eine zeitlang Halt gegeben. Ich habe dieses Buch weder als leicht empfunden, noch als „Komödie“ – im Gegenteil, ich habe es als bedrückend empfunden, voller Einsamkeit, gefangen in einem Leben, welches alles andere als frei, spontan und erfüllt zu sein scheint. Ich konnte nicht nachvollziehen, warum sich Juno in diese Online-Welt flüchtet, um auszubrechen. Auf mich wirkte es, als hätte sie alles stumpf ertragen. Ich hätte mir mehr echte Gefühle gewünscht, Wut, Traurigkeit, Verzweiflung, aber auch einmal pure Freude.
Dies ist meine persönliche Meinung. Jeder wird sicherlich beim Lesen anders empfinden, auch basierend auf den persönlichen Erfahrungen und dem individuellen Lesegeschmack. Es ist ein Buch, welches hängen bleibt, das ist richtig. Aber es wird nicht mein Jahres-Highlight.

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Veröffentlicht am 23.10.2024

Eine gefühlvolle Geschichte voller Schoko-Magie

Winterträume in der kleinen Schokoladenmanufaktur
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Rosie arbeitet in London im Marketing einer Firma, die Fitness-Riegel herstellt. Ihre eigentliche Leidenschaft gehört aber der Schokolade und sie arbeitet auf den Traum hin, die kleine Schokoladenmanufaktur ...

Rosie arbeitet in London im Marketing einer Firma, die Fitness-Riegel herstellt. Ihre eigentliche Leidenschaft gehört aber der Schokolade und sie arbeitet auf den Traum hin, die kleine Schokoladenmanufaktur ihrer Oma wieder zum Leben zu erwecken. Bei ihrer Mutter stößt sie damit auf taube Ohren. Aber ihrer Leidenschaft, der Schokolade, kann sie nicht entkommen. Und so platzt sie mit ihren Ideen mitten in einer Konferenz mit dem CEO der Firma heraus – sehr zum Missfallen ihrer Kollegin, dagegen umso mehr zum Interesse des jungen CEOs. Jack ist fasziniert von Rosies tiefer Liebe zur Schokolade und mehr und mehr auch von Rosie selbst. Doch während er in New York lebt, rückt Rosie ihrem Traum ein Stück näher und so wird alles nur komplizierter. Kann das funktionieren?

Mein Eindruck:
Eine wunderbare Liebesgeschichte – die Liebe zur Schokolade (die ich im Übrigen teile 😉 ) und die Liebe zu einem jungen, gutaussehenden Chef. Beim Lesen habe ich fast davon geträumt, dass es mehr Jacks auf dieser Welt geben sollte. Die Geschichte ist wunderbar geschrieben und geht runter wie warmer Kakao mit Sahne an einem kalten Wintertag. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und wollte einfach immer weiter lesen. Großartig für die kuschelige Jahreszeit.

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Veröffentlicht am 22.10.2024

Ein Fall, der die Ermittler an ihre Grenzen bringt

Vor der Stille
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„Vor der Stille“ von Anna Johannsen ist der neue Fall für die beiden Ermittler Hanna Will und Jan de Bruyn. Als im Emsland die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, gibt das Obduktionsergebnis Rätsel ...

„Vor der Stille“ von Anna Johannsen ist der neue Fall für die beiden Ermittler Hanna Will und Jan de Bruyn. Als im Emsland die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, gibt das Obduktionsergebnis Rätsel auf, denn obwohl in einem Kanal geborgen, ertrank sie an Leitungswasser. Nachdem wertvolle Tage verstrichen, an denen die Soko nicht voran kam, wird das Ermittlerduo hinzu geholt, was jedoch nicht bei jedem auf Begeisterung stößt, zumal Hanna und Jan gern allein unterwegs sind. Zudem brodelt die Gerüchteküche über den Beziehungsstatus der beiden. Mehrfach denken beide daran, den Fall abzubrechen, doch ein kleiner Hoffnungsschimmer bzgl. der Beweislage lässt sie daran festhalten.

Mein Eindruck:
Ich lese die Bücher der Autorin sehr gern und kenne auch die vorausgehenden Bände mit Hanna und Jan. Um ehrlich zu sein, sind die beiden mir nicht die sympathischsten Ermittler. Jan kämpft mit privaten Problemen und Hanna ist sehr eigen, grenzwertig zu kompliziert, vor allem was auch das Private angeht. Nichtsdestotrotz ergänzen sich beide super, weswegen ich die Bücher auch sehr gern mag. Während Jan den psychologischen Part übernimmt und teilweise sehr feine Details erkennt, beweist Hanna Rückgrat hinsichtlich der Arbeitsweise. Sie ist eine starke Frau, die sich in der doch eher männlich dominierten Welt durchzusetzen weiß. „Vor der Stille“ ist erneut ein spannendes Leseerlebnis bei dem man selbst überlegt, wer der Täter ist und die Spannung bis zum Ende bleibt.

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