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Veröffentlicht am 03.02.2020

Bildgewaltig

Edward Hopper
1

Bildbände zu beurteilen finde ich immer schwer. Denn Kunst in Büchern ist oft nicht so gut zu erfassen, als würde man die Bilder in echt sehen. Doch der Vorteil ist - man kann sie sich ganz in Ruhe zu ...

Bildbände zu beurteilen finde ich immer schwer. Denn Kunst in Büchern ist oft nicht so gut zu erfassen, als würde man die Bilder in echt sehen. Doch der Vorteil ist - man kann sie sich ganz in Ruhe zu Hause ansehen. Ohne sich mit anderen Menschen in einem Museum davor drängeln zu müssen und es gar nicht richtig wirken lassen zu können. Und das kann ich hier mit diesem Bildband sehr gut. Die Bilder sind sehr schön dargestellt. Neben den Bildern und Zeichnungen gibt es zudem Informationen zu Hopper selbst und zu den Bildern. Man kann sie sich ganz in Ruhe ansehen und die Texte dazu lesen.

“Hoppers weltberühmte Gemälde sind Ausdruck eines einzigartigen Blicks auf das moderne Leben.” Dem kann ich nur zustimmen. Beim ansehen habe ich mich oft in den Bildern verloren und mir meine ganz eigenen Gedanken und Geschichten dazu ausgemalt. Ich werde mir auf jeden Fall noch mehr von ihm ansehen und den Bildband in Ehren halten.

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Veröffentlicht am 03.02.2020

Informativ

Edward Hopper: A–Z
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Der Autor Ulf Küster untersucht in diesem Buch, ja eigentlich Lexikon zu Edward Hopper, dessen Leben. Zu jedem Buchstaben kann er einen Ort, ein Bild oder Einfluss benennen und so Hoppers Leben, seine ...

Der Autor Ulf Küster untersucht in diesem Buch, ja eigentlich Lexikon zu Edward Hopper, dessen Leben. Zu jedem Buchstaben kann er einen Ort, ein Bild oder Einfluss benennen und so Hoppers Leben, seine Werke und seine Inspirationen verständlich erläutern.

Ich selbst - das muss ich zugeben - kannte Edward Hopper vorher nicht. Doch dieses Buch war für mich eine ganz tolle Einführung an ihn. Ich habe den Menschen und seine Werke kennen lernen können. Die Aufmachung als lexikon fand ich eine ganz tolle Idee, denn so las es sich nicht wie eine typische Biografie und man konnte zudem auch immer mal etwas auslassen, später lesen oder miteinander vergleichen was bei einer fortlaufenden Biografie oft nicht so gegeben ist.

Ich vermute wahre Fans des Malers werden all das schon gewusst haben, doch ist es für mich als Neuling war es ein ganz informatives Buch das mich dazu gebracht hat noch mehr über Hopper erfahren zu wollen.

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Veröffentlicht am 30.01.2020

Familie

Die Bagage
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Grete ist die Tochter von Maria und die Mutter der Autorin. Doch ist sie auch die Tochter von Josef? Josef und Maria Moosbrugger leben mit ihren Kindern am Rand eines Bergdorfes. Sie sind die Abseitigen, ...

Grete ist die Tochter von Maria und die Mutter der Autorin. Doch ist sie auch die Tochter von Josef? Josef und Maria Moosbrugger leben mit ihren Kindern am Rand eines Bergdorfes. Sie sind die Abseitigen, die Armen, die Bagage. Es ist die Zeit des ersten Weltkriegs und Josef wird zur Armee eingezogen. Die Zeit, in der Maria und die Kinder allein zurückbleiben und abhängig werden vom Schutz des Bürgermeisters. Die Zeit, in der Georg aus Hannover in die Gegend kommt, der nicht nur hochdeutsch spricht und wunderschön ist, sondern eines Tages auch an die Tür der Bagage klopft. Und es ist die Zeit, in der Maria schwanger wird mit Grete, dem Kind der Familie, mit dem Josef nie ein Wort sprechen wird.

Rezension:

Ich habe das Buch, auch aufgrund der Länge, recht schnell ausgelesen. Auf gut 160 Seiten erzählt die Autorin Monika Helfer die Geschichte ihrer Mutter.
Neben dem Schauplatz in der Vergangenheit werden immer mal Erinnerungen und Gespräche anderer Verwandter eingefügt. Da es leider keine Kapitel gibt, war es für mich manchmal kurzzeitig schwer gedanklich direkt in dem richtigem Zeitstrang zu landen.
Sie beschreibt die Geschichte recht kühl und in kurzen Sätzen. Manchmal habe ich gedacht, der Vater (so wie er beschrieben wird) hat diesen Roman verfasst.
Alles in allem ein interessanter und kurzweiliger Roman, wobei ich mich frage wie er geworden wäre, wenn man ihm noch mehr Raum gegeben hätte.

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Veröffentlicht am 30.01.2020

Kleine Rituale

ministeps: Wenn kleine Kinder müde sind
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Das Buch zeigt auf vielen Seiten kleine Rituale, wie verschiedene Kinder einschlafen (können).
Begleitet von kleinen Reimen, die zum jeweiligen Bild passen, kann man so dem eigenen Kind eine Geschichte ...

Das Buch zeigt auf vielen Seiten kleine Rituale, wie verschiedene Kinder einschlafen (können).
Begleitet von kleinen Reimen, die zum jeweiligen Bild passen, kann man so dem eigenen Kind eine Geschichte vortragen. Doch leider sind es genau die Reime, die mich ein bisschen stören. Sie sind für mich etwas lieblos geschrieben.

Die Bilder jedoch sind sehr schön illustriert und bieten daher jederzeit die Möglichkeit eigene Geschichten dazu zu erzählen, sodass man nicht auf die Reime angewiesen ist. Auch das Cover finde ich sehr schön. Es ist gestanzt und mit ein paar Effekten versehen.

Alles in allem möchte ich das Buch empfehlen. Für den Preis hat es sehr viele Seiten zum lesen und entdecken.

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Veröffentlicht am 22.01.2020

Bedrückend

Rückkehr nach Birkenau
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Inhalt:


Carolin Emcke Im März 1944 wird Ginette Kolinka zusammen mit ihrem Vater, ihrem Bruder und ihrem Neffen von Avignon nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Ginette ist die Einzige, die Monate später ...

Inhalt:


Carolin Emcke Im März 1944 wird Ginette Kolinka zusammen mit ihrem Vater, ihrem Bruder und ihrem Neffen von Avignon nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Ginette ist die Einzige, die Monate später nach Paris zurückkehrt.

Ginette Kolinka hat lange geschwiegen und ihre Geschichte zum ersten Mal erzählt, als Steven Spielberg Zeitzeugen für "Schindlers Liste" suchte. Ihr außergewöhnlicher Lagerbericht wurde in Frankreich umgehend zum Bestseller. Heute führt sie regelmäßig Schulklassen durch Auschwitz. Sie ist 94 Jahre alt und lebt in Paris.



Rezension:


Auch wenn das Buch nicht lang ist, reicht es aus um das Gefühl des Leides zu bekommen. Natürlich - und das würde ich mir nie anmaßen - kann das Niemand nachvollziehen, der nicht selbst dabei war. Doch Ginette schildert ihre Erfahrungen so, dass man jedesmal schreien möchte und sich auch heute noch fragt, fragen muss, wie es zu so viel Leid kommen konnte. Wenn ich derartige Erfahrungen lese, kann ich nicht verstehen, dass es Menschen gibt die all das leugnen wollen und sogar solch einen Zustand zurück wollen. Gerade die müssten solche Bücher lesen um zu verstehen, wie es war und wie viel Leid dadurch zustande kam.

Ich kann es nur empfehlen. Lest es, vergesst nie was geschah und wir alle müssen dafür sorgen das solch ein Zustand nie wieder vorkommen wird.

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