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Veröffentlicht am 25.06.2022

Ein tolle Fortsetzung, wenn auch nicht so stark wie Band 1

Signs of Magic 2 – Die Suche nach Tzunath
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Meinung:

Es ist noch nicht so lange her, dass ich den ersten Teil rund um Matilda und Albert gelesen habe und nun habe ich auch schon den zweiten von drei Teilen ganz flott durch. Der erste Teil hat mir ...

Meinung:

Es ist noch nicht so lange her, dass ich den ersten Teil rund um Matilda und Albert gelesen habe und nun habe ich auch schon den zweiten von drei Teilen ganz flott durch. Der erste Teil hat mir mit den zwei unterschiedlichen Protagonisten, einer Fantasygeschichte, die mal nicht komplex aufgebaut ist, dabei aber trotzdem in allen Punkten überzeugen kann, und Szenen, die sich zwischen Humor und Spannung abwechseln, gefallen. Das gleiche habe ich mir auch für den zweiten Teil erhofft.

Während der erste Band in sich so gut wie abgeschlossen ist, rollt sich in dem zweiten Band etwas neues auf, dass zwar schon im ersten Teil ein Stück weit seinen Anfang nimmt, aber dann doch ganz gut alleine steht. Durch ein Portal reisen Matilda und Albert in die Marschlande, die so ganz anders sind als die Welt die sie selber kennen. Dort machen die beiden sich auf die Suche nach Matildas Eltern, doch das wird nicht die einzige Aufgabe für die beiden sein und so sehen sie sich der Gefahr von Tzunath entgegen, ein furchteinflößendes Monster...

Bei dem Einstieg finden sich leichte Parallelen zum ersten Band, was mir aber sehr gut gefallen hat. Nachdem ich den ersten Band beendet habe, habe ich mich gefragt was aus den beiden den nur weiter geworden ist und mit den ersten Seiten bekommt man tolle Einblick. Mir hat die Idee gleich gut gefallen, dass die beiden sich über das Portal im Keller von Matildas Heim in die Marschlande begeben und war gespannt, was mich dort erwartet. Spannend und interessant wurde es dann alle male und der Autor versteht es, eine neue Landschaft bildhaft und ausreichend darzustellen. In vielen kleinen Details finden sich unterschiede aber auch Parallelen zu der Welt wie wir sie kennen. Beim Entdecken ist mir dabei nie langweilig geworden und an wirklich jeder Ecke hat etwas neues gelauert.

Der Verlauf der Geschichte ist genauso gut gewählt wie das Setting. Die Geschichte nimmt verschiedene eher unerwartete Abzweigungen, weswegen die nächsten Kapitel immer nur schwer zu erahnen sind, was sich positiv auf die Spannung auswirkt. Dennoch hatte ich zum Schluss das Gefühl, dass immer wieder auf die gleiche Grundgeschichte zurück gegriffen wurde und dann doch im Kern das Gleiche passiert. Trotzdem wurde das Lesen nie langweilig, aber ich denke an der ein oder anderen Stelle hätte man vielleicht noch etwas mehr herauskitzeln können.

Mir sind Matilda und Albert schon im ersten Teil sehr sympathisch geworden und ich möchte ihre gegensätzliche Art auf Anhieb. Auch die kleinen humorvollen Szenen haben der Geschichte nochmal das besondere etwas verliehen. Obwohl ich die beiden auch im zweiten Teil wieder gerne verfolgt habe und beide für die ein oder andere Überraschung gut waren, haben mir die humorvollen Szenen doch etwas gefehlt. Die beiden bekommen schon mit dem Vorgänger einiges an Tiefe, dafür bleibt da eine Entwicklung im zweiten Teil auf der Strecke. Trotzdem haben mir die beiden wieder gut gefallen und die Geschichte kommt auch mit der Tiefe aus dem ersten Teil gut aus.

Für mich war es alles in allem eine würdige Fortsetzung, die mich im Gesamtpaket aber nicht ganz so überzeugen konnte wie der erste Teil. Wer Band 1 gerne gelesen hat, wird auch mit dem zweiten Teil eine spannende Fortsetzung finden, die sich zu lesen lohnt!

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Veröffentlicht am 24.06.2022

Gelungener Krimi mitten in Westfalen

Mord auf Westfälisch
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Meinung:

Mit "Mord auf Westfälisch" ist der fünfte Fall rund um den Ermittler Jan Oldinghaus erschienen. Ich habe von dem Autor noch kein Buch gelesen, aber nachdem ich entdeckt habe, dass der Krimi in ...

Meinung:

Mit "Mord auf Westfälisch" ist der fünfte Fall rund um den Ermittler Jan Oldinghaus erschienen. Ich habe von dem Autor noch kein Buch gelesen, aber nachdem ich entdeckt habe, dass der Krimi in meiner Umgebung spielt habe ich nicht mehr lange überlegt.

Zwei Morde in Ostwestfalen bringen den Stein ins Rollen und Jan Oldinghaus fängt an zu ermitteln. Seine Ermittlungen bringen in auf den sogenannten Wurstbaron, der zwischen den beiden nicht nur das Bindeglied zu sein schein, sondern auch noch der neue Teilinhaber von Jans elterlichen Hof. Plötzlich gibt es auch einen Anschlag auf den Wurstbaron, der noch mehr Fragen aufwirft...

Der Einstieg verläuft ohne große Überraschungen kommt aber sehr schnell auf den Punkt. Mit kurzen Kapiteln und Perspektivwechseln habe ich mich schnell in der Geschichte wieder gefunden und die ersten Seiten waren flott gelesen. Wie schon erwähnt war es für mich das erste Buch aus der Reihe und auch wenn man diesen Teil unabhängig lesen kann, habe ich doch festgestellt, dass es vom Vorteil ist auch die Vorgänger zu kennen. So schnell wie es zu den beiden Morden kommt, so schnell wird auch das Privatleben von Jan präsent und spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Mir wurde Jan zwar schnell sympathisch und ich habe ihn bei seinen Ermittlungen gerne verfolgt, aber es hat dann doch der Funke gefehlt um wirklich warm mit ihm zu werden. Der Schreibstil ist gleich von der ersten Seite flott und flüssig zu lesen und die Gestaltung schmückt die Geschichte auf die richtige Weise aus.

Während mir die Gestaltung, der Schreibstil und der Einstige der Geschichte gut gefallen haben, hat die Spannung für mich zunehmender Seitenzahl ein wenig abgenommen. Der Klappentext nimmt den Einstieg zwar vorweg, aber trotzdem wurde es nie langweilig mit dem Lesen. Mit dem Verlauf der Geschichte war es dann nicht mehr so. Ich wusste was mich noch wichtiges erwartet und ich habe viele Seiten auf die Szene gewartet und sie kam dann doch recht spät in der Geschichte. Für 240 Seiten hat sich für mich die Geschichte an der ein oder anderen Stelle doch sehr gestreckt. Ansonsten sind die Ermittlungen spannend und werden nicht so schnell langweilig, weil es nur schwer ist, dass Ende vorauszuahnen. Mit verschiedenen Ermittlungssträngen wird man auch als Leser zu Spekulationen hingerissen, was mir gut gefallen hat. Die Auflösung ist gelungen und gut durchdacht und kann die Geschichte sehr gut abschließen.

Fazit:

Mit diesem Buch findet sich ein lesenswerte Krimi, der rundum gelungen ist und gerade wenn man alle Teile der Reihe lesen möchte, finden sich sicher tolle Protagonisten über mehrere Teile hinweg, die mit spannenden Ermittlungen überzeugen können. Auch wenn mir die Gestaltung und die Auflösung gefallen hat und es nie langweilig geworden ist, fand ich die Ermittlungen über die 240 Seiten doch etwas gestreckt. Also: Mit dem Krimi macht man nur schwer etwas falsch!

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Veröffentlicht am 22.06.2022

Tolle leichte Liebesgeschichte

Because you touch my heart
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Macht euch zusammen mit Madison und Taylor gemeinsam auf zu einem Urlaub in einer Blockhütte.

Nachdem Tod ihrer Tante macht Madison zusammen mit ihrer Freundin Urlaub in einer Blockhütte am Lake Horner. ...

Macht euch zusammen mit Madison und Taylor gemeinsam auf zu einem Urlaub in einer Blockhütte.

Nachdem Tod ihrer Tante macht Madison zusammen mit ihrer Freundin Urlaub in einer Blockhütte am Lake Horner. Zur gleichen Zeit hat sich das auch Taylor vorgenommen und fährt ebenfalls mit zwei seiner Freunden in die Blockhütte. So treffen sich die beiden unerwartet und schnell entwickeln sich Gefühle zwischen den beiden. Doch während Madison mit ihren Gefühlen beschäftigt ist, wird Taylor von seiner Vergangenheit eingeholt...

Die Geschichte startet mit kurzen Einblicken in die Vergangenheit von Madison und ihre letzten Begegnungen mit ihrer Tante. Danach wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Madison und Taylor erzählt. Auch wenn ich wusste, dass die beiden sich irgendwann treffen werden, habe ich die Szenen sehr entgegengefiebert und mir hat das erste Treffen der beiden dann auch sehr schön gefallen. Auf den ersten Seiten lernt man die beiden auch schon sehr schön kennen und sie waren mir schnell sympathisch. Auch ihre Freunde, die in der Geschichte doch recht präsent sind, haben mir gut gefallen, sind dabei aber nicht so sehr im Vordergrund, als dass Madison und Taylor überschattet werden. Der lockere Schreibstil, der genügend Bildhaft gestaltet ist, lädt dazu ein gemeinsam mit den Protagonisten auf die Reise zu gehen. Obwohl die Settings sich an einer Hand abzählen lassen, wurde es nie langweilig und die Autorin schafft es abwechslungsreiche Szenen aufzubauen.

Obwohl die Geschichte sehr schön zu lesen und eine locker leichte Liebesgeschichte ist, hätte ich mir bei den Gefühlen zwischen den beiden an der ein oder anderen Stelle etwas mehr tiefe gewünscht. Im Nachhinein haben mir auch ein paar ernstere Gespräche zwischen den beiden gefehlt, aber beim Lesen ist es mir nicht sonderlich negativ aufgefallen. Zum Ende hin wird die Geschichte etwas flotter und auch nach einer wichtigen Szene im Buch ist mir alles etwas überstürzt passiert und ich konnte das ganze Gefühlstechnisch nicht so gut verfolgen. Da wären vielleicht noch zwei, drei weitere Kapitel sehr gut gewesen.

Die Liebesgeschichte ist aber alles in allem sehr gelungen und lädt zum Träumen ein. Der Schreibstil ist bis zum Schluss gelungen und bei den sympathischen Protagonisten habe ich mich beim Lesen sehr gut aufgehoben gefühlt.

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Veröffentlicht am 22.06.2022

Die ein oder andere Kritik, konnte mich aber gerade noch so überzeugen

Cinderella ist tot
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Meinung:

Obwohl ich mit Märchen nicht ganz so viel am Hut habe, greife ich doch immer wieder gerne zu Märchenadaptionen und habe schon die ein oder andere gelesen. Nachdem "Cinderella ist tot" auf Englisch ...

Meinung:

Obwohl ich mit Märchen nicht ganz so viel am Hut habe, greife ich doch immer wieder gerne zu Märchenadaptionen und habe schon die ein oder andere gelesen. Nachdem "Cinderella ist tot" auf Englisch schon zu einiger Beliebtheit gelangt ist, habe ich der Übersetzung entgegen gefiebert.

Am Anfang möchte ich ein kleines Manko aussprechen, was den gedruckten Klappentext hinter auf dem Buch betrifft, den dieser ist in einem kleinen Punkt falsch. Um jemanden nicht unbeabsichtigt zu Spoilern gehe ich nicht näher darauf ein, aber mich hat der Fehler am Anfang irritiert und ich finde ihn einfach ärgerlich. Die Zusammenfassung im Internet ist eine andere und deswegen findet sich der Fehler dort nicht. Vielleicht wird es bei der nächsten Auflage verbessert.

Aber nun zu der eigentlichen Geschichte. Wie der Titel sehr einfach erraten lässt geht es um das Märchen "Cinderella", doch in dieser Geschichte ist Cinderella schon seit 200 Jahren verstorben, hatte dabei aber große Auswirkungen auf ihr Königreich. Frauen werden von den Männern unterdrückt und ohne ihr Einverständnis mit den Männern vermählt. Dafür gibt es jedes Jahr einen Auswahlball, der für alle Mädchen Pflicht ist. Findet ein Mädchen jedoch beim dritten mal keinen Mann gilt sie als ausgestoßene. Sophia möchte auf keinen fall einen Mann, denn sie ist ihn ihre Freundin Erin verliebt...

Der Leser findet sich direkt in einer spannenden Szene, wodurch ich sehr schnell in die Geschichte gefunden habe. Mit den ersten Seiten baut die Autorin die Welt sehr gut auf und sie bringt dabei das Wichtigste aus der Geschichte schnell auf den Punkt. Gerade am Anfang sind die Entwicklungen zwar keine Überraschung und dennoch gelingt eine gute Mischung zwischen interessant erzählten Szenen und den erschreckenden Gesetzten, die dafür sorgen, dass es am Anfang nicht langweilig wird. Zwischen drin gibt es immer wieder Szenen, die mich ein Stück weit sprachlos zurück gelassen haben. Auch wenn für uns ein solches krasses Szenario unvorstellbar mag, hatte ich nie dass Gefühl, dass die Autorin mit ihrer Erzählung übertreibt.

Irgendwann kommt die Geschichte an einen Punkt, bei dem man die kommenden Szenen durch den Klappentext nicht mehr erwarten kann. Auch hier ist ein spannender Verlauf gewählt der mir zwar gut gefallen hat, aber sich von anderen Fantasybüchern nur wenig abheben kann. Obwohl man ab einem gewissen Punkt nicht mehr unbedingt weiß, was einen als nächstes erwartet, plätschert die Geschichte vor sich hin und dreht sich dabei etwas im Kreis. Die Gedanken von Sophia sind dabei immer die gleich, so dass sie sich auch weder irgendwie entwickeln, noch wirklich spannend sind. Das Ende war mir dabei wieder vorhersehbarer und auch wenn die Autorin sich noch die ein oder anderen Überraschung für den Schluss behält, konnten die mich nicht wirklich vom Hocker reißen.

Mit den Protagonisten bin ich bis zum Schluss nicht ganz warm geworden. Sophia hat es sehr schwer damit, dass sie sich in ihre beste Freundin verliebt hat. Auch sonst kann sie sich nicht mit dem Gedanken anfreunden einen Mann zu heiraten. Das führt dazu, dass sie allen Männern gegenüber unfreundlich begegnet, was ich an einer Stelle recht unfair fand. Sophia hat einen starken Willen und steht für ihre Gefühle und Wünsche ein. Das führt jedoch dazu, dass sie sich zu unüberlegten Kommentaren hinreißen lässt, die zu keinem Zeitpunkt hilfreich sein könnten und sie eher immer in Schwierigkeiten bringt. Das kommt zwar der Spannung im Buch zu gut, weil es so nie langweilig wird, aber manchmal war mir ihr verhalten dann doch zu viel. Auch mit Constance hatte ich meine Schwierigkeiten. Im Verlauf der Geschichte kommt noch eine weitere wichtige Figur hinzu, mit der sich Constance nicht sonderlich gut versteht. So finden sich viele Szenen in denen sich die beiden gegenseitig Sticheln. Auch das fand ich eher nervig als humorvoll und lustig.

Obwohl ich doch recht viel an dem Buch zu kritisieren habe, fand ich die Geschichte nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Die Geschichte ist gut durchdacht und spannend aufgebaut, wobei es eine gelungene Mischung zwischen einem bekannten Märchen, dass eigentlich Glück und Harmonie sprüht, und der radikalen Unterdrückung von Frauen gibt. Der Schreibstil lädt dazu ein sich zu verlieren und über die Seiten zu fliegen. Und auch wenn ich mit den Protagonisten vielleicht nicht warm geworden bin, passen sie recht gut in die Geschichte. Ich habe mir etwas mehr von dem Buch erhofft, aber ich kann es trotzdem allen empfehlen, die sich vom Buch angesprochen fühlen.

3.5 ⭐

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Veröffentlicht am 18.06.2022

Die Geschichte lässt nur wenig Spielraum, wurde aber gelungen umgesetzt

Der Klang des Bösen
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Meinung:

Über ein Jahr mussten wir Leser auf die Fortsetzung der interessanten "Auris" Reihe warten und mit "Der Klang des Bösen" ist nun der vierte Teil der Reihe erschienen. Auch wenn die Fälle, die ...

Meinung:

Über ein Jahr mussten wir Leser auf die Fortsetzung der interessanten "Auris" Reihe warten und mit "Der Klang des Bösen" ist nun der vierte Teil der Reihe erschienen. Auch wenn die Fälle, die im Fokus stehen, mit jedem Band in sich abgeschlossen sind, kann ich es nur empfehlen, mit dem ersten Band anzufangen. Dennoch bleibt meine Rezension zu dem vierten Teil spoilerfrei gegenüber den Vorgängern.

Matthias Hegel wird hellhörig als der panische 15-jährige Silvan Berg davon berichtet, dass er gesehen hat, wie seine Mutter aus dem Fenster des dritten Stocks gestürzt ist und ist sich sicher seinen Vater im Hintergrund gesehen zu haben. Niemand nimmt den Jugendlichen ernst, außer Matthias Hegel, der den Fall nicht so schnell abgehakt sieht. Zusammen mit Jula Ansorge geht er der Sache nach und dabei geht es nicht nur um die Wahrheit, sondern auch schnell um sein Leben...

Ohne umschweifen kommt es in dem Thriller inhaltlich gleich zur Sache, wodurch schon auf den ersten Seiten eine hohe Spannung zu finden ist. Dabei hat mir der Einstieg und die gewählten Szenen sehr gut gefallen, denn diese werfen schnell Fragen auf und haben dazu geführt, dass ich schnell weiterlesen wollte. Auch in diesem Teil wird die Geschichte wieder aus der Perspektive verschiedener Protagonisten erzählt. Darunter gehören aber nicht nur Matthias Hegel und Jula Ansorge, sondern auch andere wichtige Figuren. Mir haben die Wechsel prinzipiell sehr gut gefallen, weil es dadurch einige Abwechslung gibt und die Geschichte nicht so schnell einseitig wird. Dennoch fand ich aber, dass gerade am Anfang ein Protagonist zu sehr im Vordergrund stand, weswegen ich mir zwischen drin immer mal gewünscht habe, dass sich die Perspektive wieder wechselt. Das hat sich aber nach hinten raus aufjedenfall gebessert. Mit einem gewohnt flüssig zu lesenden Schreibstil hat mir der Einstieg also alles in allem sehr gut gefallen.

Der Klappentext verrät schon einiges von der Geschichte und dennoch warten an vielen Ecken kleine Überraschungen auf den Leser. Allen voran sind es aber wohl die Protagonisten, die die Geschichte ein Stück weit auszeichnen. Ich habe schnell gemerkt, dass der Autor sich eine Geschichte überlegt hat, die nur wenig Spielraum für Spekulationen lässt, umso mehr stechen die Protagonisten an dieser Stelle positiv heraus, ansonsten wäre es durchaus recht langweilig geworden. Dennoch können die Protagonisten nicht gänzlich alles abfangen, wodurch ich gerade zur Mitte hin etwas skeptisch beim Lesen wurde. Es gibt ein paar Szenen die sich ähneln und manchmal treten die Protagonisten etwas auf der Stelle. Trotzdem kam ich nie auf die Idee, dass Buch abzubrechen.

Nach einem starken Start und einer etwas ruhigeren Mitte habe ich meine Hoffnungen auf das Ende gesetzt. Mit kurzen Kapiteln findet sich schon ein recht hohes Tempo beim Lesen, aber zum Ende hin hat das nochmal angezogen und ich bin über die letzten Seiten förmlich geflogen. Wie schon erwähnt, lässt die Geschichte nur wenig Raum für Spekulationen und trotzdem gab es am Ende eine andere Auflösung als ich erwartet hätte. Eine allzu große Überraschung war es für mich aber auch wieder nicht, was aber nicht heißt, dass ich mit dem Ende nicht zufrieden war, denn das bin ich durchaus. Der Verlauf der Geschichte ist bis zum Schluss nachvollziehbar gestaltet, verrät aber an keiner Stelle zu viel.

Positiv ist mir auch aufgefallen, dass es wieder interessante Informationen aus der Phonetik gibt, die ich bei den letzten beiden Teilen etwas vermisst habe. Auch der Einbau ist an diesen Stellen sehr gut gelungen und ich habe gerne darüber gelesen.

Für mich war der vierte Teil der "Auris" Reihe wieder ein gelungener Thriller, der an der ein oder anderen Stelle mal besser und mal etwas schlechter war, aber trotzdem nie langweilig wurde und von mir 4.5 ⭐ bekommt. Für Fans der Reihe ein Muss, aber auch für alle die es noch werden wollen! Nach der letzten Seite hoffe ich sehr, dass wir nicht wieder so lange auf den nächsten Teil warten müssen...

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