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Veröffentlicht am 26.02.2021

Zu viel Privatleben von der Ermittlerin und ein Fall der nur auf der Stelle tritt

Cold Case – Das gezeichnete Opfer
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Meinung:

Es ist noch gar nicht so lange her das ich Band 1 der Cold Case Reihe gelesen habe. Band 1 hat mir recht gut gefallen und deswegen habe ich mich schon auf Band 2 gefreut. Leider hat mich Band ...

Meinung:

Es ist noch gar nicht so lange her das ich Band 1 der Cold Case Reihe gelesen habe. Band 1 hat mir recht gut gefallen und deswegen habe ich mich schon auf Band 2 gefreut. Leider hat mich Band 2 dann aber viel weniger angesprochen als erhofft.

An einem Leuchtturm wird die Leiche einer Künstlerin entdeckt, die durch ein spezielles Kunstwerk zu Aufmerksamkeit gelangt ist. Spuren einer einzigartigen Sorte Lehm werden an ihrer Leiche gefunden und dadurch findet sich eine Verbindung zu einem unerklärlichen Todesfall von vor 15 Jahren. Der junge Pianist Max Lund wurde brutal ermordet, aber die Wahrheit um seinen Todesfall konnte nie aufgedeckt werden.

Das Buch startet mit ein Blicken in die Vergangenheit und kommt auch gleich zu dem ungeklärten Todesfall von Max Lund. Auch im Laufe der Geschichte gibt es weiterhin Szenen aus der Vergangenheit, die jedoch keine Antworten bieten. Dazu gibt es auch Szenen mit der Überschrift "Die Ehefrau". Welche Verbindung diese Szenen mit dem Mordfall zutun haben, war für mich schnell klar, aber dadurch wird dennoch nichts verraten. Ich habe beim lesen immer versucht Hinweise auf den Täter zu finden, was sich aber als äußerst schwierig erwiesen hat. Die Gestaltung ist der Autorin sehr gut gelungen und das hat die Geschichte abwechslungsreicher und spannender gemacht.

Das wiedersehen mit Tess Hjalmarsson fand ich zunächst sehr gut, jedoch wurde es sehr schnell sehr persönlich und somit komme ich auch schon zu meinem ersten und größten Manko an dem Buch. Tess ist lesbisch, was ich an sich sehr gut finde, aber die persönlichen Schwierigkeiten, mit denen Tess zu kämpfen hat, nehmen doch einen sehr großen Teil in dem Buch ein. So ist es der Kinderwunsch mit dem sie sich auseinander setzt, ihre Ex-Freundin und das Näher kommen mit einer neuen Partnerin. Alle Aspekte sind für sich sehr wichtig um der Ermittlerin näher zu kommen, aber vom Gefühl würde ich sagen, dass es fast die Hälfte von dem Buch ausgemacht hat und das fand ich einfach unpassend und störend. Dadurch wurde die Aufklärung der Todesfälle in den Hintergrund gerückt und wurde für mich dadurch recht langweilig. Für mich dient das Privatleben der Ermittlerin in dem Band eher dazu um das Buch zu füllen und irgendwie Inhalt in einen doch recht langweilig Fall zu bringen, der viel auf der Stelle tritt.

Wie schon erwähnt ist der Fall um die Todesfälle recht langweilig und tritt sehr viel auf der Stelle. Das schwierige Vorankommen ist bei Cold Case fällen zwar nicht unüblich, aber mir hat hier deutlich das Gewisse etwas gefehlt. Es fehlten interessante Aspekte und die Ermittlungen waren für mich langweilig und zäh. Die erste Hälfte habe ich noch sehr gerne gelesen und bin auch schnell durch das Buch gekommen. Vor allem der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und hat seinen Teil beigetragen. Leider habe ich mich dann aber erwischt wie die Lust, nach dem Buch zu greifen und weiter zu lesen, immer weniger geworden ist und darum habe ich das Buch etwas bei 300 Seiten zur Seite gelegt und war für mich am überlegen ob ich das Buch noch beenden möchte oder nicht. Ich habe mich dann aber doch noch dafür entschieden und habe das Buch nach einer langen Zeit beendet. Das Ende konnte mich nochmal ein klein wenig überraschen und ich habe mit dem Ausgang zu keinem Zeitpunkt gerechnet. Trotzdem konnte es das Ende für mich nicht mehr herausreißen.

Fazit:

Ich habe Band 1 recht gerne gelesen und ich habe mich auf das Lesen des zweiten Bandes gefreut. Leider wurde ich von dem Buch enttäuscht. Die Gestaltung der Geschichte war von der Autorin gut gewählt. Die Vergangenheit von Max Lund findet neben Szenen mit der Überschrift "Die Ehefrau" seinen Platz in der Geschichte. Die Ermittlungen werden nur aus der Sicht von Tess Hjalmarsson beschrieben. Das Privatleben von Tess nimmt einen sehr großen Platz in dem Buch ein. Sie ist lesbisch und ich finde die Schwierigkeiten, denen sie sich Stellen muss, haben einen viel zu großen Teil in dem Buch ausgemacht. Das hat mich zu stark von dem Fall abgelenkt, der sowieso schon nicht sehr spannend und interessant war. Häufig ist es bei Cold Case Fällen so, dass die Ermittlungen recht auf der Stelle treten, sonst wären sie ja auch schon in der Vergangenheit aufgeklärt worden. So ist es auch in dem Fall, aber trotzdem erwarte ich eine gewisse Spannung, die mir hier gefehlt hat. Die Ermittlungen waren weder spannend, noch interessant. Auch wenn mir der Inhalt der Buches nicht zugesagt hat, hat mir der Schreibstil der Autorin umso mehr gefallen.

Für mich hat die Reihe hier leider höchstwahrscheinlich ihren Abschluss gefunden. Vielleicht werde ich aber mal in die gekürzte Hörbuch Fassung reinhören.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2021

Ich stand die ganze Zeit unter Strom und konnte das Buch nicht aus der Hand legen

Blutroter Schatten
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Meinung:

"Blutroter Schatten" ist der neue Roman von Patricia Walter. Für mich ist es das erste Buch der Autorin, aber ich habe vor dem Lesen schon von ihren Büchern gehört und nur viel gutes, umso gespannter ...

Meinung:

"Blutroter Schatten" ist der neue Roman von Patricia Walter. Für mich ist es das erste Buch der Autorin, aber ich habe vor dem Lesen schon von ihren Büchern gehört und nur viel gutes, umso gespannter war ich auf das Buch, bei dem schon der Klappentext sehr vielversprechend klingt. Vorweg kann ich schonmal so viel verraten, dass das Buch bei mir ein Platz bei meinen Lieblingsbüchern gefunden hat und ich das Buch nur jedem Thriller Fan sehr ans Herz legen kann.

Eine Mordserie hält München in Atem, aber damit nicht genug. Die neue Mordserie steht in einer klaren Verbindung zu einem Serienmörder, der seit Jahren im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie sitzt. Neben den Opfern wird eine Nachricht von dem Mörder gefunden: "Mit den besten Empfehlungen von Thomas Rohde". Es liegt Nahe, dass Rohde weiß wer hinter den Morden steckt, doch dieser möchte nur mit seiner Tochter Sam sprechen. Sie hat aber den Kontakt zu ihm abgebrochen und möchte nichts mit der Vergangenheit zutun haben, aber wie entscheidet man, wenn Menschenleben in Gefahr sind?

Eine vielversprechende Geschichte wie ich finde. Ich habe mir schon vor dem lesen ausgemalt, wie in etwa der Verlauf der Geschichte sein wird und ich war etwas skeptisch, ob man die 400 Seiten wirklich spannend und abwechslungsreich gestalten kann. Doch die Skepsis ist völlig unbegründet. Das Buch startet direkt mit der Geschichte und hat mich gleich eiskalt getroffen. Auch im weiteren Verlauf ging es für mich mit einer hohen Grundspannung weiter. Was mir am Anfang sehr positiv aufgefallen ist, ist die eingebaute Gestaltung rund um die Psychiatrie. Ich fand die vorkommenden Aspekte total interessant und konnte mit dem lesen nicht mehr aufhören. Neben der Gegenwart gibt es auch Einblicke in die Vergangenheit, die zunächst nur mehr Fragen aufweisen. Die Geschichte hat mir im allgemeinen schon sehr gut gefallen und es wurde genau der richtige Verlauf gewählt, aber nachdem nach und nach die Wahrheit ans Licht gekommen ist, kam ich aus dem Staunen einfach nicht mehr raus, denn mit einer solchen Geschichte habe ich zu keinem Zeitpunkt gerechnet.

Neben der wirklich spannenden Geschichte, trägt auch die Gestaltung und der Schreibstil der Autorin für das sehr gute Buch einen großen Teil bei. Die Szenen haben genau die richtige länge bekommen, ohne das es zu langweilig wurde oder etwas gefehlt hätte. Auch wenn sich im Nachhinein manche Szenen vielleicht ähneln, könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Der Schreibstil war für mich flüssig zu lesen und nachdem ich schnell in die Geschichte gefunden habe, bin ich förmlich über die Seiten geflogen. Ein leichter Schreibstil, der dennoch den richtigen Fokus auf die schockierenden Szenen setzt. Ich kam im allgemeinen gar nicht mehr aus dem Staunen raus und habe mich zum Ende hin dabei erwischt wie ich meine Augen beim lesen die ganze Zeit etwas aufgerissen habe. Das Buch hat mich so für sich gefesselt, dass ich die ganze Zeit unter Strom stand und mit dem lesen einfach nicht mehr aufhören konnte.

Sam ist ein starke Protagonistin, die eine sehr erschreckende Vergangenheit hat. Für niemanden wäre ihre Situation einfach und gerade deswegen ist ihr Verhalten umso erstaunlicher und zeigt einen starken Charaktere. Sie lässt sich von ihrem Vater nicht unterkriegen und setzt alles daran, der Polizei zu helfen den Serien Mörder zu schnappen. Natürlich stellt sie sich ihrem Vater, anders würde es ja auch nicht in die Geschichte passen, aber der Autorin ist es gelungen, die Protagonistin sehr authentisch rüber zu bringen und ich fand es zu keinem Zeitpunkt künstlich oder aufgesetzt. Was ich sehr positiv finde ist, dass Sam eben mal keine Polizistin ist, die sich ihrer Vergangenheit stellen muss, sondern einfach nur eine junge Frau. Ich hoffe man versteht meinen Gedanken hinter den Aspekt.

Fazit:

"Blutroter Schatten" gehört eindeutig zu meinen Lieblingsbüchern. Ich musste das Buch nur sehr wenig zur Hand nehmen und schon hatte ich es durch. Die letzten 200 Seiten habe ich an einem Stück gelesen. Ich kam beim lesen aus dem Staunen nicht mehr raus und stand die ganze Zeit unter Strom. Das Buch bietet eine spannende Geschichte, mit interessanten Aspekten aus dem Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie, einer tolle Hauptprotagonistin.
Die Gestaltung der Geschichte wurde genau auf den Punkt getroffen. Die Kapitel hatten genau die richtige länge und auch wenn sich manche Szene ähneln liegt der Fokus immer auf etwas anderes. In dem Buch geht es um zwei Serienmörder und das ist definitiv nichts für schwache Nerven. Ich habe zu keine Zeitpunkt mit einer solchen Geschichte gerechnet, die hinter "Blutroter Schatten" steckt und wurde mehr als einmal positiv überrascht. Egal wie lange ich Nachdenke, ich finde einfach keinen negativen Aspekt an dem Buch. Es stimmt einfach von vorne bis hinten alles. Wer zu dem Buch greift, läuft Gefahr es nicht mehr aus der Hand legen zu können.

Ich habe das Buch an zwei Tagen durchgelesen und kann jetzt schon das nächste Buch von Patricia Walter nicht mehr abwarten! Von mir eine absolute Leseempfehlung für alle Thriller Fans!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2021

Band 2 hat mir nochmal deutlich besser gefallen als Band 1

Blutnebel
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Meinung:

Es ist noch gar nicht solange her, dass ich "Blutzahl" von dem Autorenteam gelesen habe und da mir Band 1 recht gut gefallen hat, habe ich natürlich sehr gerne zu dem zweiten Band gegriffen. ...

Meinung:

Es ist noch gar nicht solange her, dass ich "Blutzahl" von dem Autorenteam gelesen habe und da mir Band 1 recht gut gefallen hat, habe ich natürlich sehr gerne zu dem zweiten Band gegriffen. Der Klappentext verspricht einen spannenden Fall, der die Stadt in Atem hält, aber auch eine Verbindung in die Vergangenheit hat, zu einem ungelösten Vermissten Fall.

Ich habe schnell in das Buch gefunden und habe mich gefreut auf Emma Ramm und Alexander Blix zu treffen. Die Folgen aus dem ersten Band sind noch zu spüren und Emma hat mit den ein oder anderen Schatten zu kämpfen, doch Zeit zum verschnaufen bleibt ihr nicht. Die Geschichte hält sich nicht lange mit Nebensächlichkeiten auf und kommt direkt zur Sache. Es ist spannend und schockierend, doch es steckt mehr dahinter. Das wieder sehen mit Blix und Emma hat mir sehr gefallen, aber ein bisschen traurig war ich über die Distanz der beiden zueinander, welche auch im laufe des Buches nicht so recht weniger wurde. Das hindert die beiden aber nicht daran spannende Ermittlungsarbeit zu leisten in einem wie es scheint Aussichtlosenfall. Das vorgehen von Blix als Ermittler, aber auch das von Emma als Reporterin waren gut durchdacht und spannend. Auch im allgemeinen haben mir die Protagonisten gut gefallen.

Zu keinem Zeitpunkt habe ich mit diesem Ausgang der Geschichte gerechnet, dass sich das Autoren Team ausgedacht hat. Ich wurde sehr positiv Überrascht, aber auch nicht nur vom Ende. Das Buch braucht ein paar Seiten damit es Fahrt aufnimmt und ich wurde nicht direkt von der Geschichte gefesselt. Das heißt aber nicht das der Anfang schlecht oder langweilig ist, aber ab der Mitte nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und mit jeder Seite wird es spannender und temporeicher. Durch recht kurze Kapitel ist das Buch aber auch allgemein recht temporreich und man kommt schnell an das Ende. Ich habe die letzten 100 Seite am Stück gelesen und auch wenn ich dachte, dass ich schon genug überrascht wurde, kam immer nur noch etwas dazu und ich wurde eines besseren belehrt.

Zu Band 1 finde ich hat "Blutnebel" eine deutliche Steigerung erfahren, was ich beim lesen schnell festgestellt habe und mich sehr gefreut hat. Ich wüsste an dem Buch an keiner Stelle etwas was ich bemängeln könnte. Die Gestaltung der Geschichte war sehr gut durchgeführt und der Schreibstil lässt sich, wie im ersten Band, sehr flüssig lesen. Die Mischung zwischen Ermittlung und Privatleben von Emma und Blix ist sehr gelungen. Es wurde an keiner Stelle langweilig und trotzdem hat mir beim lesen nichts gefehlt und die beiden werden mir immer sympathischer. Ein kleines Manko habe ich beim lesen jedoch bei den Namen gefunden. Ich hatte manchmal mit den vielen Norwegischen Namen und vor allem mit den vielen zweit Namen manchmal meine Probleme mitzuhalten. Das ist aber eher eine kleine persönliche Schwäche und das Stelle ich dem Buch aufkeinefall in Rechnung.

Fazit:

Band 1 hat mir recht gut gefallen, aber Band 2 ist bis jetzt deutlich mein Favorit. Ich fand die Geschichte sehr spannend und ich wurde auch an manchen Stellen unerwartet überrascht. Das Zusammenspiel zwischen Emma und Blix ist spannend, interessant und mal etwas neues. Der Fall rund um die verschwundene Patricia war sehr gut durchdacht und der Verlauf der Geschichte wurde sehr gut Gestaltet, so dass ich bis zum Schluss nicht wusste, was genau dahinter steckt.

Ich fand Band zwei sehr gut und nochmal deutlich besserer als Band 1. Das Ende in "Blutnebel" ist sehr fies und ich freue mich schon sehr darauf Emma und Blix schon im Herbst diesen Jahres wieder zu begegnen. Die Reihe hat deutliches Potenzial zu einer meiner Lieblingsreihen und ich kann die Reihe bis jetzt nur Empfehlen. Ich hoffe es folgen noch viele Bücher!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2021

Solider Auftakt einer Krimireihe mit deutlichem Potenzial

Die Tote im Steinbruch
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Meinung:

Das Buch hat ein Cover das auf sich aufmerksam macht und der Klappentext verspricht viele Geheimnisse. Hauptkommissarin Hanna Blum ermittelt in einem Mordfall einer jungen Frau, die tot im Steinbruch ...

Meinung:

Das Buch hat ein Cover das auf sich aufmerksam macht und der Klappentext verspricht viele Geheimnisse. Hauptkommissarin Hanna Blum ermittelt in einem Mordfall einer jungen Frau, die tot im Steinbruch gefunden wird. Schell gibt es erste Verdächtige, doch Hanna verfolgt weiterhin eine andere Spur und stößt nach und nach auf ein altes Familien Geheimnis und in welchen Zusammenhang steht die junge Frau die getötet wurde?

Ich war zunächst etwas verwirrt von dem Einstieg des Buches, der sich doch eher von anderen Krimis unterscheidet. Der Leser begleitet Hanna direkt bei der ersten Befragung was ich etwas abrupt fand. Nach und nach kristallisieren sich die ein oder anderen Verdächtigen raus. Zentral ermittelt Hanna Roth alleine, doch ihre Ermittlungen führen sie zu Benedek Roth. Ich brauchte einige Zeit bis ich mit Hanna warm geworden bin und das ist mir auch bis zum Schluss nicht so ganz gelungen. Sie bleibt zu jedem Zeitpunkt bei der Sache und versucht in alle Richtungen zu ermitteln, auch wenn sie sich schnell an eine festbeißt. Ihre Gedanken und Handlungen als Ermittlerin haben mir zwar auf der einen Seite gefallen, aber ich hatte oft das Gefühl das sie sich eher mit Gedanken aufhält und nicht zur Tat schreitet. Oft hat sie nur Spekulationen im Kopf, die sie eigentlich ganz schnell überprüfen könnte, es aber nicht macht. Dennoch haben mir ihre Gedankengänge gefallen und sie wurden auch recht schlüssig gestaltet.

Die Spannung der Buches findet einen recht sanften Anstieg. Die Ermittlungen führen dazu, dass es sehr viele verschiedene Richtungen der Wahrheit gibt und nicht nur Hanna Blum fängt mit dem spekulieren an, sondern auch der Leser. Die Spekulationen schlagen dadurch schnell in eine Art Rätseln um. Das Buch kommt ohne große Aktion aus, denn der Fokus liegt doch eher auf dem rätseln nach der Lösung. Dennoch gibt es am Ende die ein oder andere Szene mit mehr Aktion. Mit dem Schreibstil hatte ich zu keinem Zeitpunkt Probleme, jedoch habe ich mich manchmal dabei erwischt wie meine Gedanken nicht mehr bei der Geschichte waren und ich manche Szenen somit nicht ganz folgen konnte. Die vielen Spekulationen von Hanna Blum können schnell dazu führen, dass die Geschichte an manchen Stellen langweilig ist, vor allem wenn man sich für das Thema, dass das Buch doch recht Zentral behandelt, nicht so ganz interessiert. Auch wenn die Richtung da war, fand ich die Geschichte trotzdem nicht langweilig.

Mir hat die Gestaltung des Autors sehr gut gefallen. Die vielen Verschiedenen Richtungen, die die Geschichte geht, mit den vielen Spekulationen. Ich war viel damit beschäftigt, die ganzen Gedanken richtig zu ordnen und dadurch wurde es nie langweilig. Der Autor hat es geschafft mehrere glaubwürdige Wege zu beschreiben, in der die Lösung liegen kann ohne das es komisch oder zu aufgesetzt wurde. Bis zum Schluss war es für mich schwierig die richtigen Antworten zu finden.

Eine Anmerkung habe ich zu der Geschichte noch, die mir beim lesen doch häufiger aufgefallen ist. "Die Tote im Steinbruch" ist das erste Buch einer Reihe und trotzdem hatte ich an manchen Stellen das Gefühl etwas verpasst zu haben. Es werden Dinge aus der Vergangenheit angesprochen, die für Hanna irgendwie eine Bedeutung haben, aber dennoch nie zu hundert Prozent ausgeführt werden. Ich hoffe für die Folge Bände, dass für manche Sachen noch Licht ins Dunkle gebracht wird.

Fazit:

"Die Tote im Steinbruch" ist in solider Auftakt einer Krimireihe mit deutlichem Potenzial. Das Buch verfolgt eine spannende Idee mit einer sehr ausführlichen Umsetzung, mit vielen Verschiedenen Wegen, bei dem es vielleicht nicht immer leicht ist der Überblick zu behalten.
Auch wenn es nicht der erste Fall für Hanna Blum ist, fand ich ihr Verhalten an manchen Stellen doch etwas zu unbedacht und naiv. Sie verliert sich schnell in Spekulationen, obwohl es das ein oder andere mal leicht ist der Wahrheit auf den Grund zu gehen.
Das Buch kommt gut ohne viel Action aus und ist dennoch bis zu einem gewissen Maße spannend. Auch wenn mich das Ende nicht ganz überraschen konnte, hat mir das Buch im Allgemeinen recht gut gefallen. Es gibt an manchen Stellen deutliche Schwächen, aber das Buch ist ein solider Krimi und ich bin gespannt wie es um Hanna Blum weitergeht.

  • Cover
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Veröffentlicht am 14.02.2021

Eine berührende Geschichte mit zwei starken Charakteren

Between Your Words
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Meinung:

Ich habe erst vor kurzem das Buch "Never Doubt" von Emma Scott gelesen und das hat mir mit seiner Tiefgründigkeit so gut gefalle, dass es für mich Außerfrage Stand noch weiter Bücher von ihr ...

Meinung:

Ich habe erst vor kurzem das Buch "Never Doubt" von Emma Scott gelesen und das hat mir mit seiner Tiefgründigkeit so gut gefalle, dass es für mich Außerfrage Stand noch weiter Bücher von ihr zu lesen. Der Klappentext von "Between your Words" hat mich gleich angesprochen und ich war sehr auf die Umsetzung der Autorin gespannt.

In dem Buch geht es um Thea, die ihr Kurzzeitgedächtnis verloren hat. Ihr bleiben fünf Minuten, bis ihre Erinnerungen aus den vergangenen Minuten wieder gelöscht werden. Niemand hat Hoffnung auf eine Heilung. Jim trifft auf Thea und beschäftigt sich jede freie Minute mit ihr. Er erkennt etwas, was niemand zuvor wirklich wahrgenommen hat. Thea hat für sich eine Möglichkeit gefunden über die fünf Minuten hinaus unbewusst einen Hilferuf auszuführen. Eröffnet sich dadurch vielleicht eine Heilung?

Ich habe in die ersten Seiten rein gelesen und war sofort hin und weg von der Geschichte. Der Schreibstil passt perfekt zu der Geschichte und lenkt nicht von dem Inhalt ab. Dadurch habe ich mich gleich in der Geschichte wieder gefunden und konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Das Buch beginnt gleich sehr schockierend, aber auch nachdem ich kurz zu Atme gekommen bin, ging es mit den Gefühlen auch direkt weiter. Ich habe Emma Scott jede Szene mit den Handlungen der Protagonisten, aber auch den Gefühlen auf jeder Seite geglaubt. Sie waren erschreckend, ehrlich und authentisch.

Jim ist mir als Protagonist sehr schnell ans Herz gewachsen und für sein sanftmütiges Verhalten Thea gegenüber kann man ihn einfach nur lieben. Er lässt sich nicht unterkriegen und stellt sich gegen alle Behauptungen, Thea wäre ein Hoffnungsloser Fall.
Theas Schicksal dürfte nur sehr wenige Leser kalt lassen. Emma Scott zeigt alle Seiten der Amnesie auf und schafft es diese, genau an den richtigen Stellen in die Geschichte einzubauen. Thea ist eine starke Protagonistin und auch wenn ich ihr ungestüme Art an manchen Stellen vielleicht nicht zu hundert Prozent mochte, ist sie mir auch sehr ans Herz gewachsen.

Der Verlauf der Geschichte ist auf der einen Seite unerwartet, aber auf der anderen Seite auch zu einem Gewissenmaße vorhersehbar. Das Buch ist in drei Teile unterteilt und mein Lieblingsteil ist ganz klar der erste Teil. Danach hat die Geschichte für mich leider einen eher negativeren Verlauf genommen und Emma Scott konnte leider nicht ganz meinen Erwartungen treffen. Ohne zu Spoilern kann ich da leider nicht mehr viel zusagen. Obwohl Emma Scott aber meinen Erwartungen nicht ganz entsprochen hat konnte mich die Geschichte dennoch berühren und ich habe das Buch trotzdem gerne und auch schnell durch gelesen.

Fazit:

"Betwenn your Words" ist wieder ein sehr gefühlvolles Buch von Emma Scott, mit tollen und starken Protagonisten und einer starken Geschichte. Emma Scott hat es wieder geschafft, dass ich ihr jede Szenen und die Gefühle der Protagonisten auf jeder Seite geglaubt habe. Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen und habe das Buch nur selten weggelegt. Auch wenn mir der Verlauf der Geschichte nicht ganz angesprochen hat und ich mir etwas anderes erhofft habe, hat mir das Buch rundum sehr gut gefallen.

Ich kann das Buch jedem Fan von Emma Scott empfehlen, denn Emma Scott enttäuscht auch mit diesem Buch wieder nicht!

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