Eingeschlossen im pinken Haus
The Trap. Wie weit würdest du gehen, um deine Schwester zu retten?Über Monate/Jahre werden immer wieder Frauen vermisst. Vom Typ und Alter sind diese Frauen unterschiedlich. Auch auf das zeitliche und örtliche verschwinden lässt keine Gemeinsamkeit schließen. Bis auf ...
Über Monate/Jahre werden immer wieder Frauen vermisst. Vom Typ und Alter sind diese Frauen unterschiedlich. Auch auf das zeitliche und örtliche verschwinden lässt keine Gemeinsamkeit schließen. Bis auf die Angehörigen/Freunde scheint es niemanden wirklich zu interessieren.
Dann passiert dem Täter ein entscheidender Fehler, denn das nächste Opfer war noch minderjährig. Der Mediale Aufschrei war riesig groß. Bis zu ihrem verschwinden konnte das minderjährige Mädchen ein privilegierteres Leben als die anderen Frauen führen. Die Mutter hat sehr gute Kontakte zur Garda und diese nutzt sie auch. Schnell wird eine Taskforce gebildet und Ähnlichkeiten zu anderen vermissten Frauen gesucht. Doch nach Monaten der Ermittlungen scheinen sie noch keinen Schritt weiter zu sein. Wurde am Anfang geschlampt und hängen diese vermissten Fälle gar nicht zusammen?
Die Schwester eines anderes vermissten Opfers, bekommt durch einen sehr fragwürdigen Journalisten, die Möglichkeit bei einem TV-Sender zur besten Sendezeit ein Interview zu geben. Diese Schwester Lucy nutzt die Gelegenheit auch. Sie spricht den Täter direkt an und öffnet zugleich damit auch für alle anderen Psychopathen Tür und Tor. Fest steht dass Lucy nur ein paar Stunden nach dem Interview ebenfalls vermisst wird.
Es stellt sich die Frage: "Wer hat hier wem eine Falle gestellt?". Lucy dem Täter?, Der Täter, Lucy? oder kommt doch ein ganz anderer Psychopath dazwischen?
Das Cover fand ich sehr gut gewählt, aber erst währendem lesen wurde mir bewusst das es viel passender ist als zu Anfangs gedacht.
Die Idee zur Geschichte und die Handlungen fand ich Super. Abgesehen von der Haupthandlung gibt es viele Nebenhandlungen und auch viele Charaktere, die mindestens einen Schnittpunkt zur Haupthandlung haben. Ich mag so etwas sehr gerne, weil man nicht alles gleich offensichtlich weiß und man gut seinen Gedanken, Wünschen oder eben der Phantasie nachhängen kann. Und obwohl an der Haupthandlung nicht wirklich etwas weiter geht, man trotzdem nicht das Interesse verliert bzw. die Erzählung nicht langweilig wird.
Ich fand den Schreibstil und Erzählungsstil der Autorin spannend und interessant. Die Autorin kann Szenen sehr gut beschreiben so dass einem der Atem stockt, die Gänsehaut am Körper runterläuft. Einfach so treffend beschrieben, als wäre man selbst Vorort. Durch den guten Schreibstil kann man die Charaktere gut kennenlernen und deren Handlungen nachvollziehen. Auch wenn diese Handlungen nicht immer Sinnvoll erscheinen. Jedoch wären wir in deren Situation würden wir uns höchstwahrscheinlich auch an jedem Strohhalm bzw. Lichtschimmer klammern.
Interessant fand ich auch die Kapitel aus Tätersicht, auch wenn dies nicht mehr ganz so eine neue Idee ist. Hier kann man ganz gut erfahren wie die Autorin den Täter sieht und beschreibt. Dies mag aber nicht ein jeder und muss auch jeder für sich selbst entscheiden.
Bis hierhin würde ich dem Buch volle Punktezahl geben. Leider muss ich aber jetzt ein großes ABER hinzufügen.
Dies ist für mich ein wesentlicher Punkt, denn viele Menschen aber auch anders sehen. Wenn sie auf offene Enden stehen, dann kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.
Ich persönlich mag keine offenen Enden. Denn ich möchte von der Autorin ihre angefangene Geschichte auch zu Ende erzählt bekommen. Natürlich habe ich immer meine Gedanken und Phantasien, außer bei Fachliteratur nehme ich diese bei jedem Buch mit.
Leider wurden hier bei diesem Buch aber eigentlich alle Enden entweder schwammig angedeutet oder gänzlich offen gelassen.
Was ich sehr schade finde. Deshalb kann ich dem Buch im Endeffekt nur liebgemeinte 3 Sterne geben.