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Veröffentlicht am 06.05.2021

Tolles Vorlesebuch

Der Mönkel und der Trillfox im Moor
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„Der Mönkel und der Trillfox im Moor“ von ist wie schon der erste „Mönkel“ geprägt vom Abenteuer: Mutter und Sohn machen sich den klassischen Spaziergang selbst zum Erlebnis. Wie? Sie schlüpfen in die ...

„Der Mönkel und der Trillfox im Moor“ von ist wie schon der erste „Mönkel“ geprägt vom Abenteuer: Mutter und Sohn machen sich den klassischen Spaziergang selbst zum Erlebnis. Wie? Sie schlüpfen in die Rolle von Agenten, die einen Auftrag zu erfüllen haben. Dieser Zusammenhang wird am Anfang des Buches gut dargestellt und erleichtert den Einstieg. (Auch bzw. vor allem wenn man den ersten Teil nicht kennt.) Der Inhalt und die gewählten Szenen und Vergleiche sind für Kinder sehr lebensnah - wer kennt sie nicht: gut bekannte Sonntagsspaziergänge, Schleichwege im Wohngebiet oder Schatzsuchen-Kindergeburtstage? Inke Hummels Schreibstil ist sehr angenehm und “bildlich”. Man befindet sich immer direkt in der Situation und kann sich die Umgebung vorstellen. Toll ist ebenfalls die lockere Art, die oft durch Wortspielereien oder spaßige Sprüche begleitet wird. So ist ein “Backel” ein Mischling aus Boxer und Dackel und ein Protagonist “fror [...] wie ein Lachsfilet im Eisfach”. Ebenso charmant und liebevoll wird absolut kindgerecht erklärt, wieso man sich auf einem Friedhof leise verhält. Die Illustrationen stammen auch im zweiten Teil von Franziska Karagür. Die Aussagekraft der schlicht gehaltenen Aquarell-Motive ist toll! Ein toller zweiter Spaziergang eines ganz bezaubernden Agenten-Teams!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2021

Werk mit Tiefgang

Der Schneeleopard
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“Der Schneeleopard” ist ein philosophischer und tiefgängiger Reisebericht. Sylvain Tesson nimmt die Leser mit auf seine Reise nach Tibet. Dort ist er mit dem Fotografen Vincent Munier und zwei weiteren ...

“Der Schneeleopard” ist ein philosophischer und tiefgängiger Reisebericht. Sylvain Tesson nimmt die Leser mit auf seine Reise nach Tibet. Dort ist er mit dem Fotografen Vincent Munier und zwei weiteren Wegbegleitern auf der Suche nach dem Schneeleoparden. Der Autor beschreibt eindringlich und regelrecht spürbar die Erlebnisse. So beispielsweise die Kälte. Die Flora und Fauna wir ebenfalls sehr detailgetreu und auf stille Weise mitreißend präsentiert.
Das gesamte Werk ist voller wertvoller Gedanken, beispielsweise: “Nicht alles war für den Blick des Menschen geschaffen worden.” oder “Die Landschaft war meine Kunstakademie.”
Ein absolut lesenswerter Buch, das sich trotz der Tiefgängigkeit einfach lesen lasst.
Mir gefällt, dass das Buch auch beim zur Seite legen nachhallt!
Eine Empfehlung für alle die Bücher mit Tiefgang lieben!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2021

Tolle Mischung aus Wimmel- und Exitbuch

Pierre, der Irrgarten-Detektiv, und die geheimnisvolle Stadt der Masken
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Die neuste Mission der Irrgartenspezialisten Pierre und Carmen spielt in Canal City wo der große Maskenball zur Feier des berühmten Maze Egg bevorsteht. Doch es besteht die Gefahr, dass die Stadt sich ...

Die neuste Mission der Irrgartenspezialisten Pierre und Carmen spielt in Canal City wo der große Maskenball zur Feier des berühmten Maze Egg bevorsteht. Doch es besteht die Gefahr, dass die Stadt sich in einen kompletten Irrgarten verwandelt - wenn das Heiligtum in falsche Hände geraten sollte.
Dieses Buch ist eine gelungene Mischung aus Wimmelbuch und Exitspiel: Auf 15 Doppelseiten hat der Leser diverse Suchaufträge, die gar nicht so leicht zu knacken sind. Ebenfalls gibt es auf jeder der Seiten einen Irrgarten zu durchlaufen. Bereits die Umschlaginnenseite ist illustratorisch sehr gelungen und zeigt die verschiedenen Schauplätze der Geschichte. Ebenfalls sind alle Doppelseiten wundervoll gelungen und man kann sich bestens vertiefen und Detail um Detail erkunden. Das Buch ist sicherlich gut passend für Kinder ab dem Grundschulalter. Aber auch jüngere Wimmelbuchfans können gemeinsam mit den Vorlesern mitsuchen.
Wir sind total verzückt von diesem Buch, dass den Trend der Rätsel- und Exitspiele bereits für die Kleinen und in Buchform aufgreift!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2021

Süße Geschichte mit toller Botschaft

Lächeln gefunden
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“Lächeln gefunden” ist eine süße Geschichte aus dem Wald bei dem viel gelächelt wird. Bär wacht nach seinem langen Winterschlaf auf und erkundet tapsig den Wald, der bereits frühlingshaft blüht. Er erkundet ...

“Lächeln gefunden” ist eine süße Geschichte aus dem Wald bei dem viel gelächelt wird. Bär wacht nach seinem langen Winterschlaf auf und erkundet tapsig den Wald, der bereits frühlingshaft blüht. Er erkundet auch den Teich und freut sich über die Fische. Doch plötzlich entdeckt er etwas, das vorher “noch nicht da gewesen war”. Ein Lächeln in seinem Gesicht!Bär informiert die Waldbewohner durch ein Plakat, dass bei ihm ein Lächeln abgeholt werden kann. Hase, Igel, die streitenden Freunde Dachs uns Wiesel, Reh, Wildschwein und Eule machen von diesem Angebot Gebrauch. Abschluss des Buches ist ein Zusammentreffen aller Waldbewohner die sich bei “ihrem” freundlichen und selbstlosen Bär bedanken. Die Illustrationen von Anita Schmidt sind zauberhaft und sehr süß. Liebevolle Details können auf den abswechslungsreich gestalteten Seiten ebenfalls entdeckt werden. Auf der letzten Umschlagsseite findet sich noch eine Bärenmaske zum Basteln - spätestens damit können alle Lächeln verteilen. Ein süßes Bilderbuch, das bereits den Kleinsten zeigt wie schön es ist Lächeln zu verschenken!

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
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Veröffentlicht am 02.05.2021

Vielschichtiger Familienroman

Geteilte Träume
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“Geteilte Träume” ist ein vielschichtiger Familienroman, der seinen Ursprung 1992 hat. Hier erfährt Ingke als junge Frau, dass sie zu DDR-Zeiten noch als Säugling adoptiert wurde und ihre leibliche Mutter ...

“Geteilte Träume” ist ein vielschichtiger Familienroman, der seinen Ursprung 1992 hat. Hier erfährt Ingke als junge Frau, dass sie zu DDR-Zeiten noch als Säugling adoptiert wurde und ihre leibliche Mutter in den Westen floh. Was folgt ist ein tolles Buch geschrieben in zahlreichen Rückblicken und aus Sicht verschiedener Generationen.
Der Leser erfährt viel über das “System DDR” und erhält tiefe Einblicke ins Zusammenhänge. (Zumindest entspricht dies der Sicht einer Person, die die DDR nie aktiv erlebt hat.) Die Frage nach: “Was ist Familie und was macht sie aus?” zieht sich ebenso wie ein roter Faden durch das Buch.
Der Schreibstil von Ulla Mothes liest sich toll. Allein der Einstieg mit den zahlreichen verflochtenen Personen erfordert Konzentration. Hier hilft aber der Stammbaum am Ende des Buches gut.
Alles in allem ein toller und gefühlvoller Roman!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere