Profilbild von Vindoe50

Vindoe50

Lesejury Star
offline

Vindoe50 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Vindoe50 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2019

eine Geige inspiriert zu einer spannenden Suche

Der Mondscheingarten
0


Lilly Kaiser, Antiquitätenhändlerin in Berlin, bekommt überraschend von einem alten Mann eine Geige geschenkt, der darüber hinaus auch noch behauptet diese würde ihr gehören. Kurz darauf verschwindet ...


Lilly Kaiser, Antiquitätenhändlerin in Berlin, bekommt überraschend von einem alten Mann eine Geige geschenkt, der darüber hinaus auch noch behauptet diese würde ihr gehören. Kurz darauf verschwindet er, ohne dass Lilly ihre Fragen stellen kann. Lilly vermutet eine besondere Geschichte um die Geige, denn sie findet darin ein Musikstück mit dem Titel Moonshinegarden. Lilly versucht mit ihrer in England lebenden Freundin Ellen, die Restauratorin alter Musikinstrumente ist, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Die spannende Suche gibt Lilly, die sich nach dem Tod ihres Mannes sehr zurückgezogen hat, wieder Auftrieb. Offensichtlich stammt die Geige von der Starviolinistin Rose Gallway, die plötzlich verschwand, später gelangte die Geige in den Besitz der begabten Violinistin Helen Carter. Beide Frauen haben auf Sumatra, damals eine niederländische Kolonie, ihre Karrieren begonnen, so dass ein großer Teil der Geschichte dort auch spielt. Wie hängt die Geschichte der beiden Frauen mit Lilly zusammen?

Es war das erste Hörbuch überhaupt, dass ich gehört habe und muss leider sagen, dass das Medium nicht so recht was für mich ist. Ich wurde einfach zu müde beim Zuhören, gerade auch durch die angenehme Stimme der Sprecherin, und es fiel mir daher schwer, den Handlungssträngen konzentriert zu folgen. Und auch mein Kopfkino funktioniert besser, wenn ich in eigenem Tempo durch die Geschichte blättere. Die Hörbuchfassung ist ja gekürzt, was sicher sinnvoll ist, aber „gekürzt“ hätte ich doch lieber selber durch ggf. überfliegen einiger langatmiger Passagen. Aber die Handlung hat mir gut gefallen, mit einer logischen Auflösung. Ich mag den Stil der Autorin, freue mich auch wieder auf das nächste Buch, aber zum Lesen.

Veröffentlicht am 04.05.2019

wieder gut gelungen

Die Hurenkönigin und der Venusorden (Die Hurenkönigin ermittelt 3)
0

Neues von der Hurenkönigin. Frankfurt im Jahre 1512: Im Prolog dieses Romans steht die Hurenkönigin mit Alma und Irene nachts im Wald und wohnt einem Ritual für die Göttin Venus bei. Doch am Ende des Prologes ...

Neues von der Hurenkönigin. Frankfurt im Jahre 1512: Im Prolog dieses Romans steht die Hurenkönigin mit Alma und Irene nachts im Wald und wohnt einem Ritual für die Göttin Venus bei. Doch am Ende des Prologes rennt die Hurenkönigin schreiend um ihr Leben…

Zwei Huren aus Ulm treffen in Frankfurt bei Ursel Zimmer ein und bitten sie um Obdach, da man ihr Hurenhaus geschlossen hat. Ursel lässt sich trotz belegter Zimmer erweichen und gibt ihnen sogar das bisher verschlossen gehaltene Zimmer ihrer verstorbenen Freundin Ingrid. Die junge Hure Irene ist sehr schön und die Freier stehen bei ihr Schlange. Alma, Irenes Mutter, erzählt Ursel von der Göttin der Liebe und dem alten römischen Venuskult. Ursel ist von Alma und ihren Erzählungen äußerst beeindruckt und fühlt sich zu Alma hingezogen, sehr zum Verdruss ihres Geliebten Bernhard. Nach einem Abend im Hurenhaus mit Senatoren und dem Bankier Fugger, der von Irene fasziniert ist, wird einer der teilnehmenden Senatoren brutal ermordet aufgefunden. Zuvor hatte er für einen Eklat im Hurenhaus gesorgt. Verhaftet wird Alma. Doch ist sie die Täterin? Die Hurenkönigin nimmt selbst die Ermittlungen auf und gerät dabei in große Gefahr…

Der Autorin ist es gelungen, ihre Charaktere so zu beschreiben, dass man meint, sie vor sich zu sehen. Ich habe auch den Eindruck, dass Ursula Neeb sehr gut recherchiert hat. Die Sprache ist einfach und die Geschichte wird flüssig und unterhaltsam geschrieben. Der Spannungsbogen hält sich die ganze Geschichte hindurch. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, denn die Geschichte hat mich so gefesselt, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte

Veröffentlicht am 04.05.2019

die Burg der Staufer

Die Burg der Könige
0

Im Jahre 1524 ist das Deutsche Reich in Schwierigkeiten. Frankreich macht König Karl V. das Leben schwer. Das Volk leidet unter der Steuerlast, Missernten führen dazu auch noch zu Hungernöten. Schon wegen ...

Im Jahre 1524 ist das Deutsche Reich in Schwierigkeiten. Frankreich macht König Karl V. das Leben schwer. Das Volk leidet unter der Steuerlast, Missernten führen dazu auch noch zu Hungernöten. Schon wegen geringer Vergehen werden sogar Kinder verurteilt und gehängt. Es kommt zu Unruhen. Agnes, die Herrin der mächtigen Burg Trifels, und Mathis, der Sohn des Burgschmieds, entdecken ein Geheimnis, das über die Zukunft der Krone entscheiden wird. Im Mittelpunkt die legendäre Burg der Staufer, Burg Trifels.
Oliver Pötzsch lässt das düstere Mittelalter lebendig werden. Ich mag seinen Schreibstil und er schafft es immer wieder, Geschichte spannend zu verpacken. Die Charaktere und Szenarien beschreibt er so lebendig, dass man das Gefühl hat, einen Film zu schauen. Die Stimme des Erzählers auf dem Hörbuch ist angenehm. Der Sprecher wechselt die Betonungen und auch für die verschiedenen Charaktere die Stimmlage, so dass der Geschichte gut zu folgen war und keine Langeweile aufkam. Dennoch bevorzuge ich es, Bücher zu lesen statt zu hören, denn man schläft nicht so leicht ein

Veröffentlicht am 04.05.2019

enttäuschend

Dreikönigsmord
0

Jo Weber wird zu einem Leichenfund gerufen, Bauarbeiter haben ein Skelett gefunden beim Kloster Waldungen. Es missfällt Jo sehr, hat sie doch ihren freien Tag. Missmutig fährt sie mit ihrem Kollegen Lutz ...

Jo Weber wird zu einem Leichenfund gerufen, Bauarbeiter haben ein Skelett gefunden beim Kloster Waldungen. Es missfällt Jo sehr, hat sie doch ihren freien Tag. Missmutig fährt sie mit ihrem Kollegen Lutz Jäger zusammen los. Es ist Adventszeit . Beim Kloster angekommen, betritt sie zügig den verschneiten Garten. Just als sie den Brunnen umrundet hat, verschwimmt der Garten und Jos Umgebung verändert sich. Sie sieht Männer in mittelalterlicher Tracht. Eine Berührung an der Schulter durch Lutz bringt sie aber wieder in die Gegenwart. Die Männer sind nur die Bauarbeiter. Als sie bei dem Skelettfund ankommen, erfahren die Kommissare von der Gerichtsmedizinerin, dass es schon sehr lange im Boden liegt, also nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fällt. Auf dem Rückweg hat der Wagen auf der glatten Straße einen Unfall. Nach ihrer Ohnmacht wacht Jo nicht im Krankenhaus auf, sondern im Jahr 1380, im Körper der Weberwitwe Josepha. Und auch Lutz Jäger ist mit ins Mittelalter gereist. Beide sollen den Mord aufklären an dem Mann, dessen Skelett sie in der Zukunft gefunden haben, sonst können sie nicht wieder nach Hause….

Das Buch ist einfach geschrieben, es liest sich flüssig. Leider habe ich aber mehr von der Story erwartet. Es ist zwar ganz nett zu lesen, wie sich Lutz und Jo bemühen, ohne ihr modernes Equipment Spuren zu sichern. Aber die Autorin hat doch ausgerechnet Seidenfusseln als gemeinsamen Nenner an allen Leichen gewählt. Die fusselt meines Wissens nach nicht. Wollfäden wären glaubhafter gewesen. Und überhaupt: wieso wurde das Skelett an ganz anderer Stelle in der Klosteranlage der Gegenwart gefunden, wenn der Leichnam ordentlich auf einem Friedhof bestattet wurde? Und dass die beiden Kommissare in Körpern von in der Vergangenheit real existierenden Personen gelandet sind, praktischerweise mit gleichem Namen… Wo waren denn die Geister der Originale während der Zeit? Für mich waren das zu viele Ungereimtheiten. Es gibt viele gute Zeitreiseromane, die das Phänomen sehr viel glaubhafter beschreiben. So richtig spannend fand ich das Buch trotz weiterer Morde leider auch nicht. Ich war doch ziemlich enttäuscht, man hätte aus de Thema viel mehr machen können.

Veröffentlicht am 04.05.2019

eine neue Ermittlerin

Vergessen
0

Kommissarin Verena Irlenbusch hat es zurzeit nicht leicht. Ihre Großmutter leidet zunehmend an Alzheimer. Verena kümmert sich trotz ihrer knappen Zeit rührend um sie. Nachdem nun auch noch Verenas Kollegin ...

Kommissarin Verena Irlenbusch hat es zurzeit nicht leicht. Ihre Großmutter leidet zunehmend an Alzheimer. Verena kümmert sich trotz ihrer knappen Zeit rührend um sie. Nachdem nun auch noch Verenas Kollegin Leonie auf dem Weg zu einem Fall einen schweren Unfall hatte und im Krankenhaus liegt, muss sich Verena mit einem neuen Kollegen plagen: Christoph Todt. Er ist ausgesprochen unfreundlich und alles andere als teamfähig, dazu noch anscheinend ein echter Macho. Aber der Fall zwingt die beiden, sich zusammenzuraufen. Ein Zahnarzt ist aus dem Fenster gesprungen, das Blut voll mit LSD. Auch eine weitere Frau stirbt auf die gleiche Weise. Was verbindet die Fälle? Zeitgleich ist auch ein kleines Mädchen verschwunden. Ihre Großmutter Rose hatte in ihrer Jugend anscheinend Kontakt zu den Todesopfern. Hängt auch die Entführung der kleinen Mia mit den Todesfällen zusammen? Was verbirgt Rose?

Ich habe das Buch schnell durchgelesen, obwohl es nicht so spannend war, wie der Aufkleber auf dem Cover (…beim Lesen das Atmen vergessen…“) vermuten ließ. Dafür ist es ein handwerklich gut gemachter Krimi, der mit lebendigen Protagonisten punkten konnte. Die beiden Kommissare sind sehr unterschiedlich, beide haben ihr emotionales Päckchen zu tragen. Das Thema Vergessen findet sich in diesem Buch des öfteren wieder, der Titel ist also gut gewählt. Leider war das Buch auch ein wenig vorhersehbar im Hinblick auf den Täter und recht unlogisch fand ich, das Rose angesichts der Entführung ihrer Enkelin nicht mit der Polizei zusammengearbeitet hat. Alles in allem aber ein guter Auftakt um eine neue Ermittlerin.