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Veröffentlicht am 29.07.2024

Ein Auf und Ab der Gefühle

Loving Dr. Hopeless
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Eine schöne Second-Chance-Liebesgeschichte mit weitgehend überzeugenden Charakteren.

Die männliche Hauptfigur ist hier einmal nicht arrogant und überheblich, sondern sehr sympathisch und einfühlsam. ...

Eine schöne Second-Chance-Liebesgeschichte mit weitgehend überzeugenden Charakteren.

Die männliche Hauptfigur ist hier einmal nicht arrogant und überheblich, sondern sehr sympathisch und einfühlsam. Für das, was er mit Seph erlebt hat, finde ich ihn sogar sehr verständnisvoll und recht früh verzeihend. Etwas unglaubwürdig fand ich die Tatsache, dass er in all den Jahren keine Frau außer Persephone hatte. Er war ein junger, unreifer Mann, zum ersten Mal verliebt, geht dann seinem Traumberuf nach, studiert jahrelang, ist ein hervorragender und äußerst gut aussehender Arzt - und soll in mehr als zehn Jahren nie eine Freundin oder Affäre gehabt haben? Das hat mich nicht überzeugt. Es hätte seiner Glaubwürdigkeit auch gar nicht geschadet, wenn er die eine oder andere unglückliche, kurze Beziehung gehabt hätte, denn auch so hätte er seine wahre Liebe erkennen können.

Die weibliche Hauptfigur ist meist glaubwürdig in ihren Ängsten und Unsicherheiten aufgrund ihrer Erfahrungen. Manchmal erschien sie mir jedoch sehr unreif und aus ihren Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt zu haben.

Der Spice kommt mir etwas zu kurz, auch sind die Szenen sprachlich sehr ähnlich, die Schilderungen variieren sprachlich kaum. Das hat mich nicht sehr mitgerissen, ist aber eine total persönliche Einschätzung und soll nicht in die Wertung miteinfließen.

Dass Persephones Pflegeeltern ihr so übel mitgespielt haben, sie regelrecht traumatisiert haben und daraus am Ende nichts gemacht wird - ihr also keine Gerechtigkeit oder Wiedergutmachung widerfährt, stört mich ein wenig. Da fehlt meiner Meinung nach etwas.

Trotzdem fühlt man mit den beiden und wünscht ihnen, dass sie alle Hindernisse überwinden, am Geschehenen wachsen und reifen, eine Entwicklung durchmachen, die sie am Ende zueinander führt und eine gesunde Beziehung führen lässt. Insofern war ich mit dem Ende im Großen und Ganzen versöhnt und habe mich mit den beiden gefreut.

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Veröffentlicht am 29.07.2024

Robinsonade zum Schmunzeln und Nachdenken

Vorstandssitzung im Paradies
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Dass der Roman schon ein wenig älter ist und nun erneut herausgegeben wurde, merkt man nur an einigen Stellen. Das Miteinander von Männern und Frauen würde heute sicherlich etwas anders ablaufen, auch ...

Dass der Roman schon ein wenig älter ist und nun erneut herausgegeben wurde, merkt man nur an einigen Stellen. Das Miteinander von Männern und Frauen würde heute sicherlich etwas anders ablaufen, auch wäre die Gleichberechtigung heute viel eher ein Thema.

Davon aber einmal abgesehen, ist dies ein sehr kluger Roman. Gesellschaftsroman, Abenteuerroman - da könnte ich mich nicht festlegen, so vielschichtig ist diese Erzählung, und sie wirkt noch eine ganze Weile nach.

Die Sprache des Ich-Erzählers kam mir erst etwas lakonisch und unbeteiligt vor, doch dann fand ich seinen eher beschreibenden und nicht wertenden Stil überzeugend. Er schildert es wie der Journalist, der er ist, ein Beobachter, der dabei ist, am Rand steht und doch einer der anderen ist.
Wahnsinnig ideenreiche Versuche der Gestrandeten, sich ein Leben mit den Gegebenheiten einzurichten werden ebenso geschildert wie Misserfolge und Spannungen in der Gruppe. Das war sehr authentisch, und man konnte gut mitfühlen.

Und man kommt am Ende ins Grübeln: Wie würde ich mich in dieser Situation verhalten, was wäre mir wichtig, was könnte ich zur Gemeinschaft beitragen, wie würde ich Konflikte lösen, was bliebe nach der „Rettung“?

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Veröffentlicht am 15.07.2024

Liebe und Lieblosigkeit im Mafia-Milieu

Las Vegas Kings - Betting on her
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Eine Romanze im Mafia-Milieu, bei der die Romanze nicht ganz so im Vordergrund steht sondern vielmehr das Leben und Überleben in diesen Kreisen aus Sicht einer jungen Frau, die ganz schön viel an Lieblosigkeit, ...

Eine Romanze im Mafia-Milieu, bei der die Romanze nicht ganz so im Vordergrund steht sondern vielmehr das Leben und Überleben in diesen Kreisen aus Sicht einer jungen Frau, die ganz schön viel an Lieblosigkeit, Verlust und Gewalt zu verarbeiten hat.
Einen Ausweg aus dieser Frauen verachtenden Unterwelt, in der sie für die Männer nur eine Ware darstellt, bietet ihr die Beziehung zu ihrem Freund aus der Jungendzeit, aus der mit der Zeit eine Liebe erwächst, die ihrer beider Rettung ist und einen Ausweg aus dem Dilemma bietet, wenn zwei aus rivalisierenden Familien zueinanderfinden.
Die männliche Sichtweise kommt auch nicht zu kurz, doch ist die Schilderung von Katyas Alltag und Gedanken meiner Meinung nach etwas mitreißender gelungen. Vielleicht habe ich aber auch nur mehr mit ihr gelitten.
Die Nebenfiguren waren trotz der Kürze des Buches nicht uninteressant; Sergej zum Beispiel, der nicht zu durchschauen ist, dessen Geheimnis man aber bald erahnt.
Da Rafe nun wieder auftaucht und er sich zu einer gewissen Irin hingezogen zu fühlen scheint, geht es nun vermutlich mit dem nächsten Pärchen, das eigentlich keines sein darf, weiter. Man darf gespannt sein.

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