Ein Auf und Ab der Gefühle
Loving Dr. HopelessEine schöne Second-Chance-Liebesgeschichte mit weitgehend überzeugenden Charakteren.
Die männliche Hauptfigur ist hier einmal nicht arrogant und überheblich, sondern sehr sympathisch und einfühlsam. ...
Eine schöne Second-Chance-Liebesgeschichte mit weitgehend überzeugenden Charakteren.
Die männliche Hauptfigur ist hier einmal nicht arrogant und überheblich, sondern sehr sympathisch und einfühlsam. Für das, was er mit Seph erlebt hat, finde ich ihn sogar sehr verständnisvoll und recht früh verzeihend. Etwas unglaubwürdig fand ich die Tatsache, dass er in all den Jahren keine Frau außer Persephone hatte. Er war ein junger, unreifer Mann, zum ersten Mal verliebt, geht dann seinem Traumberuf nach, studiert jahrelang, ist ein hervorragender und äußerst gut aussehender Arzt - und soll in mehr als zehn Jahren nie eine Freundin oder Affäre gehabt haben? Das hat mich nicht überzeugt. Es hätte seiner Glaubwürdigkeit auch gar nicht geschadet, wenn er die eine oder andere unglückliche, kurze Beziehung gehabt hätte, denn auch so hätte er seine wahre Liebe erkennen können.
Die weibliche Hauptfigur ist meist glaubwürdig in ihren Ängsten und Unsicherheiten aufgrund ihrer Erfahrungen. Manchmal erschien sie mir jedoch sehr unreif und aus ihren Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt zu haben.
Der Spice kommt mir etwas zu kurz, auch sind die Szenen sprachlich sehr ähnlich, die Schilderungen variieren sprachlich kaum. Das hat mich nicht sehr mitgerissen, ist aber eine total persönliche Einschätzung und soll nicht in die Wertung miteinfließen.
Dass Persephones Pflegeeltern ihr so übel mitgespielt haben, sie regelrecht traumatisiert haben und daraus am Ende nichts gemacht wird - ihr also keine Gerechtigkeit oder Wiedergutmachung widerfährt, stört mich ein wenig. Da fehlt meiner Meinung nach etwas.
Trotzdem fühlt man mit den beiden und wünscht ihnen, dass sie alle Hindernisse überwinden, am Geschehenen wachsen und reifen, eine Entwicklung durchmachen, die sie am Ende zueinander führt und eine gesunde Beziehung führen lässt. Insofern war ich mit dem Ende im Großen und Ganzen versöhnt und habe mich mit den beiden gefreut.