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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2020

Schwermütige, über weite Strecken ruhige, aber auch sehr lehrreiche Geschichte!

Die Sommer
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Das Buch besteht in erster Linie aus Rückblicken, wer einen actionreichen Spannungsbogen sucht, ist hier also fehl am Platz. Dennoch hat es sich für mich auch an keiner Stelle wirklich gezogen, sondern ...

Das Buch besteht in erster Linie aus Rückblicken, wer einen actionreichen Spannungsbogen sucht, ist hier also fehl am Platz. Dennoch hat es sich für mich auch an keiner Stelle wirklich gezogen, sondern konnte mich gerade auch mit dem leicht poetischen Schreibstil überzeugen, der Bilder von Syrien in meinem Kopf malte, unterlegt mit leichter Melancholie.

Im Endeffekt besteht das Buch zu einem großen Teil aus Rückblicken, in denen sich die Protagonistin Leyla an die Sommer erinnert, die sie in dem Heimatdorf ihres Vaters bei ihrer kurdischen Verwandtschaft in Syrien verbracht hat. An die Sommer mit ihrer Familie dort, die sie teils sehr ins Herz geschlossen hat und die ihr viel beibringt.
Als LeserIn erfährt man dadurch sehr viel über die êzîdische (die im Buch benutzte Schreibweise, weswegen ich sie hier auch wähle) Kultur, Geschichte und politische Situation. Ich muss gestehen, dass ich sehr wenig Wissen über ÊzîdInnen habe, wodurch dieses Buch sehr lehrreich für mich war.

Gleichzeitig dreht es sich aber auch um die Identität der Protagonistin, die zwischen ihrem Leben in Deutschland und ihrer kurdischen Identität hin- und hergerissen ist beziehungsweise versucht herauszufinden, wie sie beides gleichzeitig sein kann.
Ich muss zugeben, dass Layla bis zum Schluss nicht so ganz greifbar wurde für mich, vielleicht auch, weil man zu wenig über ihren Alltag erfährt. Gegen Ende wird ihre Beziehung mit ihrer Freundin aufgegriffen und ihr Studium, vorher ein wenig ihre Freundschaft, aber sie bleibt eher passiv - was aber durchaus intendiert sein dürfte.

Insgesamt bleibt der Spannungsbogen anfangs eher flach, ist aber durchaus da, gerade da man ahnt, dass die teils idyllisch anmutenden Sommer nicht von Dauer sein werden, was mir ein wenig ins Herz schnitt. Im letzten Drittel stieg der Bogen dann nochmal und spätestens jetzt war ich gefesselt, aber auch schockiert und betroffen von den Dingen, die letztendlich ja tatsächlich geschehen sind. Das macht die Geschichte umso eindrücklicher.

Die Grundstimmung der Geschichte ist relativ melancholisch, gerade auch, weil man als LeserIn längst weiß, dass der Syrische Bürgerkrieg kommen wird, und die schönen Erinnerungen an das Leben in dem Dorf in Nordsyrien einen umso bitteren Beigeschmack haben - umgekehrt werden aber auch in der Vergangenheit schon Themen wie Unterdrückung und Massenmorde angesprochen. Das macht das Buch zu keiner leichten Lektüre, aber zu einer umso lesenswerteren und sehr aktuellen.

FAZIT: Lesenswerte, poetische, aber auch melancholische und schwermütige Geschichte, die die Möglichkeit eröffnet, viel über Êzîd*innen zu lernen

Veröffentlicht am 11.08.2020

Wie ein wirrer Traum ...

One True Queen, Band 2: Aus Schatten geschmiedet
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Es fiel mir schwerfiel, in das Buch reinzukommen. Ein Grund war, dass es nun doch ein wenig her war, dass ich den Vorgänger gelesen hatte. Aber selbst als ich nochmal in das Ende vom Vorgänger hineinlas, ...

Es fiel mir schwerfiel, in das Buch reinzukommen. Ein Grund war, dass es nun doch ein wenig her war, dass ich den Vorgänger gelesen hatte. Aber selbst als ich nochmal in das Ende vom Vorgänger hineinlas, wurde es nicht besser. Lange konnte es mich gar nicht fesseln und erst nach etwa einem Drittel musste ich mich nicht mehr dazu zwingen, es zu lesen. Immerhin der Schreibstil ist nämlich ganz flüssig.

Ich hatte das Gefühl, zwischen den beiden Büchern fehlte Handlung. Am Ende von Teil 1 kam es eine vage Anspielung auf ihren Vater, am Anfang von Teil 2 war der plötzlich super wichtig und Mailin setzt alles daran, ihn zu finden, obwohl er vorher nie wirklich eine Rolle gespielt hat, was mich schlichtweg irritiert hat.
Auch bei anderen Aspekten hatte ich komplett das Gefühl, Entwicklungen verpasst zu haben, weswegen ich auch nicht verstanden habe, wieso Mailin so handelt, wie sie handelt.

Hauptgrund dafür war Liam, und das war der nächste Punkt, bei dem mich die Fortsetzung enttäuschte. Ich fand die Liebesgeschichte im ersten Band toll, aber in diesem Teil einfach nur anstrengend. Ich hatte das Gefühl, Mailins Handlungen drehten sich nur noch um ihn, ständig hieß es große Liebe hier, mein ganzes Herz da, und ich hatte das Gefühl, jede Chemie sei verloren gegangen, stattdessen war es einfach nur noch kitschig.

Das hat natürlich auch nicht dazu geführt, dass ich Mailins Handlungen mehr nachvollzogen hätte. Überhaupt wirkte die Handlung auf mich vollkommen wirr und willkürlich, mal hat Mailin einen Plan, im nächsten Moment hat sie gar keinen und guckt mal spontan, was sie macht, dann verhält sie sich wieder, als hätte sie einen Plan, um dann doch wieder keinen zu haben ...
Irgendwann wurde es mir dann auch relativ egal, was passiert, und auch das Ende fand ich wirr und die Erklärungen nicht wirklich nachvollziehbar. Nicht, dass das nicht Potenzial gehabt hätte.

Hinzu kam ein in meinen Augen relativ problematischer Umgang mit Liams Traumata, einige Dinge gingen mir viel zu einfach, bei anderen habe ich nicht verstanden, wo das Problem lag. Manches wirkte an den Haaren herbeigezogen und irgendwie war alles nicht so ganz stimmig. Was schade war. Aber mir irgendwann auch egal.

Fazit: Wirre, nicht nachvollziehbare und willkürlich wirkende Handlung, die mir irgendwann egal war. Zudem wurde die Liebesgeschichte einfach nur noch anstrengend und kitschig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.06.2020

Unterhaltsamer Jugendthriller

Wozu wir fähig sind
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Das Buch konnte mich definitiv unterhalten. Es lässt sich flüssig lesen und auch aufgrund der geringen Seitenzahl flogen die Seiten nur so vorbei. Es erfüllte damit definitiv den Anspruch, den ich an einen ...

Das Buch konnte mich definitiv unterhalten. Es lässt sich flüssig lesen und auch aufgrund der geringen Seitenzahl flogen die Seiten nur so vorbei. Es erfüllte damit definitiv den Anspruch, den ich an einen Jugendthriller habe.

Spannung wird anfangs dadurch generiert, dass nicht klar ist, was Alexander und Leonora wollen - nur dass sie nicht zufällig dort sind, ist von Anfang an klar. Als Leser:in verfolgt man die Geschichte abwechselnd vor allem aus der Sicht von Alina und Leonora, zwischendurch kommen noch ein paar andere Perspektiven dazu.
Dennoch erfährt man auch als Leser:in nicht sofort, was los ist, und nur nach und nach enthüllt sich eine Story, bei der Rache eine wesentliche Rolle spielt. Relativ früh habe ich mir dann auch die wesentlichen Zusammenhänge zusammengereimt, die allerdings auch kurz darauf enthüllt wurden - also fast alle, einige Dinge kommen erst am Ende raus.

Zugegeben, ich hing nicht unbedingt atemlos an den Seiten, aber ich bin ja jetzt auch schon ein bisschen aus der Zielgruppe raus und wie gesagt, es war definitiv unterhaltsam, die Abfolge der Handlungen zu verfolgen, die sehr oft ins moralisch Graue gehen.
Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass sich die Frage stellt, inwieweit das Verhalten einiger Charaktere moralisch vertretbar ist. Für meinen Geschmack hätte das allerdings noch weiter ausgebaut werden können, für das Potenzial, das die Geschichte dahingehend hat, waren mir die Charaktere definitiv nicht tiefgründig genug und das Verhalten wurde zu wenig hinterfragt.

Am faszinierendsten ist da vielleicht Alexander mit seinem selbstbewussten Auftreten, das allen anderen, auch Leonora, immer drei Schritte voraus ist, der mit seinem Charme andere in seinen Bann zieht und der die Stränge in der Hand zu halten scheint. Aber auch hier hatte ich am Ende das Gefühl, dass Potenzial für mehr gewesen wäre, trotzdem hat sich das beim Lesen nicht wirklich störend ausgewirkt und das Ende ist abgeschlossen.

Ungewöhnlich ist (leider) auch, dass das Buch in Deutschland spielt - Bonn, vermute ich - und die Protagonist:innen nicht mehr zur Schule gehen, sondern schon studieren. Andererseits wird vor allem das Milieu der Oberschicht mit den ganzen eigenen Vorurteilen, Überheblichkeiten und Intrigen gezeichnet, was ein faszinierendes Setting ist.

Fazit: Unterhaltsamer Jugendthriller über Abgründe, die sich auftun, allerdings auch mit einer Geschichte und Charakteren, aus denen mehr hätte gemacht werden können - für die Zielgruppe aber sehr passend!

Veröffentlicht am 05.05.2020

Ein Kaleidoskop aus Erinnerungen

Ein Lied für die Vermissten
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Das Buch zeichnet sich durch seinen einzigartigen Stil aus. Schon der Schreibstil selbst ist sehr individuell und ziemlich poetisch, was ich aber sehr gerne mochte. Dieser Stil sorgte dafür, dass die oft ...

Das Buch zeichnet sich durch seinen einzigartigen Stil aus. Schon der Schreibstil selbst ist sehr individuell und ziemlich poetisch, was ich aber sehr gerne mochte. Dieser Stil sorgte dafür, dass die oft melancholische und leicht bedrückende Atmosphäre absolut bei mir ankam.

Gleichzeitig ist dies kein Buch, das man einfach so weglesen kann, stattdessen erfordert es die volle Aufmerksamkeit. Die Geschichte besteht aus Rückblicken des Protagonisten Amin, die allerdings nicht chronologisch erzählt werden. Stattdessen springt er zwischen den verschiedenen Zeitebenen - vor allem 2006 und 1996 - und dann verschiedenen Zeitpunkten hin und her, und nicht immer fiel es mir leicht, ihm dabei zu folgen.
Dennoch macht genau das diese Geschichte auch aus: dass sie aus einem Kaleidoskop aus verschiedenen Augenblicken besteht, die nach und nach zusammengesetzt werden, bis sich am Ende ein Bild mit Verbindungen gibt - bei dem auch scheinbar willkürlich gewählte Erinnerungen vom Anfang plötzlich eine Bedeutung erhalten. Ich fand es authentisch, dass die Erinnerungen anfangs eher über Assoziationen aneinandergereiht werden, schließlich erfolgt das eigene Erinnern oftmals genauso.

Und auch wenn die Handlung nur aus Erinnerungen bestand, konnte sie mich doch absolut in ihren Bann ziehen, vielleicht gerade wegen dieses besonderen Stils und der Atmosphäre. Dadurch ist es ein eher ruhiges, melancholisches, aber deswegen nicht weniger tiefgründiges und eindrückliches Buch. Dies ist auch grade deswegen der Fall, weil einige ernste Themen wie der Umgang mit KriegsverbrecherInnen, Traumata, psychische Erkrankungen oder Gewalt gegen Frauen angesprochen werden.

Wir tauchen also ein in eine Stadt und ein Land, die von wiederholten Konflikten geprägt sind. Und darum geht es in diesem Buch: wie mit dem überwundenen Bürgerkrieg umgegangen wird. Und vor allem auch, wie vieles schlichtweg verschwiegen wird.
Dem Autor, dessen Eltern selbst den Libanon im Bürgerkrieg verlassen haben, gelingt es dabei, ein sehr einnehmendes und bedrückendes Bild von der Gesellschaft und dem über allem schwebenden Einfluss, den der Krieg auch nach seinem Ende noch hat, zu zeichnen - verlorene Kindheiten, die Frage von Schuld, zerstörte Gebäude ... all das erhält mit diesen poetisch-schönen Worten eine Form.

Dabei wird aus der Nachbemerkung und der Danksagung deutlich, wie viel Recherche der Autor in dieses Werk gesteckt hat, sodass die beschriebenen Ereignisse in ihrer Individualität vielleicht fiktiv sein mögen, dabei jedoch auf tatsächliche Geschehnisse basieren. Teilweise in dem Buch auftauchende Aussagen von Offizieren oder ZeugInnen sind real.

Der Protagonist Amin bleibt bis zum Ende ein passiver Erzähler, der die Erinnerungen und Geschichten zusammenträgt und zusammensetzt, was dazu führte, dass er für mich als Charakter nur schwer greifbar war. Umgekehrt passt es aber eindeutig zu der Art und Weise, wie diese Geschichte erzählt wird. Andere Charaktere wie seine Großmutter erhalten mehr Tiefe und sind gerade in dem Fall seines Kindheitsfreundes Jafar auch sehr faszinierend.
Das Ende lässt dann ein paar Fragen offen, was ich sehr authentisch finde, und ich mochte es, wie es zum sogenannten Arabischen Frühling überleitet.

Fazit: Verschiedene Erinnerungen werden asynchron durch den eher passiv bleibenden Protagonisten erzählt, bis sie sich am Ende zu einem zusammenhängenden Bild zusammensetzen. Die Handlung bleibt dadurch recht ruhig und nicht immer ist es dabei leicht, die Zeitsprünge einzuordnen. Dem außergewöhnlichen, poetischen Stil gelingt es, die bedrückende, melancholische Atmosphäre im Nachkriegs-Libanon herüberzubringen, und die intensive Recherche des Autors spiegelt sich auch in dem gelungenen Einweben vieler ernster Themen wider.

Veröffentlicht am 30.03.2020

Coole Idee, die mich leider nicht fesseln konnte

Das Haus der tausend Welten
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Irgendwie brauchte die Handlung ewig, um in die Gänge zu kommen, was vielleicht daran liegt, dass sie aus der Sicht vier verschiedener, am Anfang berührungsloser Charaktere erzählt wird, die alle eingeführt ...

Irgendwie brauchte die Handlung ewig, um in die Gänge zu kommen, was vielleicht daran liegt, dass sie aus der Sicht vier verschiedener, am Anfang berührungsloser Charaktere erzählt wird, die alle eingeführt werden. Bis das geschehen ist, sind 200 Seiten vergangen und erst dann ging die eigentliche Handlung um das Haus der tausend Welten überhaupt los.
Somit hatte ich das Gefühl, ewig zu warten, bis die Ereignisse losgehen, und dann hat die Handlung es irgendwie verpasst, mich mitzunehmen, denn so wirklich fesseln konnte mich das Buch nie. Ich hatte kein Problem damit, es beiseitezulegen, und hatte auch nie wirklich den Drang weiterzulesen.

Was vielleicht daran lag, dass mir die Charaktere ziemlich egal waren. Und ich muss sagen, ich war relativ überfordert mit der Zuordnung und vier Perspektiven sind ja nun auch nicht überragend viel. Verwirrt hat mich, dass zwischendurch die Sichtweise mitten im Absatz gewechselt wird, wenn zwei der erzählenden Charaktere an derselben Handlung beteiligt sind.
Obwohl ich aber sonst jemand bin, der Charaktere ganz gut zuordnen kann, war ich hier teilweise total verwirrt, wer die auftretenden Personen waren, was sie ausmacht und überhaupt. Teilweise konnte ich bis zum Ende nicht wirklich die Namen zuordnen und wurde dann damit überrascht, dass Charaktere wichtig wurden, die ich als beiläufige Randcharaktere registriert hatte. Es gibt ein Personenverzeichnis am Ende, das ich leider zu spät entdeckt habe, allerdings bezweifle ich, dass es mir viel geholfen hätte.

Hinzu kam, dass mir irgendwie keiner der Charaktere wirklich sympathisch wurde. Was vielleicht auch daran lag, dass sie in meinen Augen alle relativ blass blieben, trotz Potenzial, und mir teilweise die Motive nicht ganz klar waren - oder besser: Die meisten wirkten wie passive MitläuferInnen. Es gibt ein paar angedeutete Backstories, aber im Großen und Ganzen konnte ich mir zu keinem der Charaktere wirklich ein Bild machen, was eben dazu führte, dass sie mir relativ egal waren.
Und es ist nicht so, als hätten sie kein Potenzial gehabt. Trotzdem konnte mich nichts davon berühren und nichts hat für mich wirklich Tiefe entwickelt oder Form angenommen. Ich hatte das Gefühl, dass fast alle Charaktere vor allem aus Egoismus handeln, und ja, ich habe mir die Genrebeschreibung für Grimdark vorher durchgelesen, und düster und brutal klang nach etwas, das mir gefallen könnte. Allerdings finde ich dabei gerade das moralisch Graue interessant, und das kam hier irgendwie nicht zum Tragen.

Was mich auch verwirrt hat, war die Sache mit der Magie. Es gibt irgendwie Shao, das vor allem der Oberschicht vorbehalten ist, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, fast jeder der Charaktere hat irgendeine magische Begabung, die meist erst dann zutage tritt, wenn sie gerade irgendwie nützlich ist, und ansonsten auch nicht weiter erklärt wird. Was dazu führte, dass das auf mich vollkommen willkürlich wirkte.

An sich fand ich es ganz cool, dass es verschiedene "Völker" gibt und Ako auch eine BIPoC ist (und lesbisch dazu), aber ich fand teilweise die Darstellung nicht ganz unproblematisch. Sie wird nämlich dauernd als "die Schwarze" beschrieben, und ich sag mal so, wenn keine weiße Frau als "die Weiße" beschrieben wird, ist das problematisch.

Neben der ganzen Kritik aber auch mal ein positiver Punkt: Die Idee hinter dem Ganzen fand ich tatsächlich ganz cool. Ein Haus, das im Inneren um Einiges größer ist, zahlreiche verschiedene Räume verbirgt und quasi wie der Albtraum eines Hauses, das einen gefangen hält und mit immer neuen und brutaleren Gefahren aufwartet? Definitiv eine sehr coole Idee. Dementsprechend fand ich es schade, dass mich die Umsetzung nicht überzeugen konnte, denn das Konzept fand ich ziemlich faszinierend und das Ende hat auch nochmal einen interessanten Konflikt aufgemacht. Trotzdem war das Buch wohl leider nicht mein Fall.

Fazit: Sehr coole Idee, deren Umsetzung mich aber leider nicht überzeugen konnte, da ich bis zum Schluss nicht wirklich in die Handlung reingekommen bin und mich das Buch überhaupt nicht fesseln konnte. Mir fiel es schwer, die Nebencharaktere zuzuordnen, und allgemein waren mir die Charaktere relativ egal, auch weil sie eher blass blieben.