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Veröffentlicht am 14.12.2018

Enkeltrick

Enkeltrick
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Ich weiß auch nicht, aber was deutsche Krimis angeht, bin ich immer sehr vorsichtig. Ich weiß auch nicht wieso. Und trotzdem habe ich mich an dieses Buch gewagt. Ich schaue unheimlich gerne über den Tellerrand ...

Ich weiß auch nicht, aber was deutsche Krimis angeht, bin ich immer sehr vorsichtig. Ich weiß auch nicht wieso. Und trotzdem habe ich mich an dieses Buch gewagt. Ich schaue unheimlich gerne über den Tellerrand und lasse mich von einem Genre überzeugen, dass ich sonst eher selten lese.
Die Autorin sagte mir, dass es sich gut ohne Vorkenntnisse lesen lässt, da wenn es ein 2. Band ist. Das kann ich bestätigen. Ich hatte nicht wirklich das Gefühl, dass ich etwas aus dem vorherigen Band verpasst habe.

Ich habe lange gebraucht, bis mich das Buch abgeholt hat. Es fängt sehr ruhig an und wird immer spannender. Ja, auch am Anfang passieren nicht schöne Dinge, aber die waren so schnell wieder vergessen. Leider. Viele Andeutungen und Unklarheiten, die aber im Laufe der Geschichte aufgeklärt wurden. Allerdings haben mich diese Dinge nicht so halten können, wie es sollte. Das Buch wurde von Seite zu Seite spannender und zum Schluss konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Der Schreibstil der Autorin hat mich leider auch nicht abholen können, da er – für mich – nicht leicht zu lesen war. Es ist schwer das Auszudrücken, was ich meine. Nicht flüssig, würde ich jetzt nicht sagen. Flüssig war es aber dennoch nicht. Leider. Ich habe mich wirklich schwer getan.
Mich kann man nicht schnell aus dem Lesefluss reißen, aber doppelte Sätze lassen mich irritiert zurück. Auch unnötige Ausschmückung von Gegenständen, Personen oder Orten. Es ist mir als Leser egal, wie groß die Fliesen im Badezimmer sind oder die Fuge dazwischen. Wie eine Person geschmickt ist oder ihre Haare trägt. Ein gewisses Maß ist vollkommen in Ordnung und auch wichtig, damit mein Kopfkino anspringt. Aber das war leider zu viel des Guten.

Die Geschichte um den Enkeltrick fand ich sehr gelungen. Es ist eine Sache, die aktuell ist und über die einfach viel zu wenig aufgeklärt wird. Es ist klasse, dass das in einen Krimi verbaut wurde und nicht diese typische Mord-Aufklärung, die man sonst erwartet. Obwohl sich der Klappentext sich sehr auf diesen Mord bezieht, ist er schon fast nebensächlich. Es trotzdem mal ganz erfrischend zu lesen.

Ich finde es immer sehr schlimm, wenn Tiere misshandelt werden. Ich verstehe nicht, warum man Tiere in einen Krimi einbauen muss. Für mich hätte das fast zu einem Buchabbruch geführt.

Die Charaktere finde ich sehr gut. Sie haben eine Tiefe, wir mir sehr gut gefällt. Auch wenn mir hier von den Charakteren Teubner und Graf etwas Hintergrundwissen fehlt, den es hoffentlich im 1. Band gibt, haben mir die wirklich gut gefallen. Die Beiden vermitteln diesen typischen Polizisten-Charme, den man sich vorstellt. Aber auch die anderen Charaktere haben ihren Platz und ihre Aufgabe und das passt wirklich sehr gut.

Sehr genial ist es auch, dass die Geschichte in Unna spielt. Das ist ein Ort, den man sehr selten bis gar nicht in Büchern liest. Ich finde es großartig, wenn der Autor hier einen Ort nimmt, den er kennt. Den er mit Straßennamen richtig betiteln kann. Das war eine ganz neue Erfahrung für mich.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es okay war das Buch zu lesen. Es hat mich jetzt nicht komplett begeistert, aber es war nett zu lesen. Und ja, ich werde jetzt öfters zu deutschen Krimis greifen.
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir. Auch wenn man Band 1 nicht kennt.

Das Cover: Das Cover ist typisch deutsches Wohnzimmer der älteren Generation. Kann man machen.

Fazit: Die Geschichte in dem Buch ist großartig. Leider git es hier und da ein paar Kleinigkeiten, die meinen Lesefluss gestört haben. Hat mir trotzdem viel Spaß gemacht das Buch zu lesen.

Veröffentlicht am 11.12.2018

Die Kandidatin

Magic Academy - Die Kandidatin
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Wie spannend ist denn bitte dieser 3. Band!? Die Reihe hat mich bisher schon extrem begeistert und dass der 3. Band mich noch mehr begeistern konnte hat mich wirklich überrascht. Damit habe ich überhaupt ...

Wie spannend ist denn bitte dieser 3. Band!? Die Reihe hat mich bisher schon extrem begeistert und dass der 3. Band mich noch mehr begeistern konnte hat mich wirklich überrascht. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet.
Bei dieser Art von Geschichten hat man ja immer ein bestimmtes Ziel im Auge. Frau verliebt sich in Prinzen und die leben glücklich bis an ihr Ende. Naja, in den ersten beiden Bänden haben wir schon lesen dürfen, dass Ryiah und Darren nicht unbedingt diesem Klischee entsprechen. Und ja, das werden sie wohl auch nicht. Wobei ich zwischendurch schon dachte, dass es in diese Richtung rutschen könnte. Es war ein Hin und Her, was mich in den ersten Bänden schon leicht genervt hat. Aber das gehört einfach dazu und im 3. Band hat mich das jetzt nicht mehr ganz so sehr gestört.

Für mich hat eine ganz bestimmte Wendung das Buch mehr als spannend gemacht. Okay, es war schon die ganze Zeit extrem spannend, aber das war noch mal so ein i-Tüpfelchen. Ich hätte nicht gedacht, dass die Geschichte sich so entwickelt und praktisch alles, was ich bisher dachte in eine andere Richtung lenkte. Ich würde so gerne hier nicht so schwammig schreiben, aber leider geht das nicht anders. Du musst das Buch schon lesen, wenn du wissen möchtest, welche Wendung es ist.

Gerade das Ende ist wirklich gemein. Ich bin so gespannt, wie der 4. Band weiter geht. Bei den Wendungen in diesem Buch ist wirklich alles offen, was im nächsten Band passieren könnte.

Eine Kleinigkeit nervt mich weiterhin und das ist die Naivität von Ryiah. Sie war 15 Jahre alt im 1. Band. Jetzt im 3. Band ist sie 20 Jahre alt und hat sehr viel mitgemacht. Man sollte meinen, dass sie in den 5 Jahren ein Stückchen reifer geworden ist. Aber leider habe ich nicht den Eindruck. Ich kann ihre Zerrissenheit teilweise schon verstehen, aber etwas mehr hinterfragen und weniger hinnehmen. Das stelle ich mir unter einer Kriegsmagierin vor. Jetzt im 3. Band hat sie wieder extrem viel erleben müssen, deswegen hoffe ich, dass sie im nächsten Band erwachsen geworden ist.

Die anderen Charaktere gefallen mir wieder sehr, sehr gut. Hier ist nicht jeder der, den er vorgibt zu sein und das hat die Autorin wahnsinnig gut hinbekommen. Diesen Zwiespalt der Entscheidungen und dessen Erklärungen. Hier wird tatsächlich ein aktuelles Thema aufgegriffen.

Ich mag den Schreibstil der Autorin einfach gerne. Er ist einfach und angenehm zu lesen. So stelle ich mir ein Jugendbuch vor. Sie hat mich auf den ersten Seiten wieder in die Geschichte gerissen und mich erst nach der letzten Seite wieder losgelassen. So soll es sein! Besonders, wenn zwischen den einzelnen Bänden so viel Zeit vergangen ist.

Es ist absolut sinnlos dieses Buch zu lesen, wenn man die beiden vorherigen Bände nicht gelesen hat. Sie sind fortlaufend und bauen aufeinander auf.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für diese Buchreihe.

Das Cover: Ich liebe die Cover mit Ryiah drauf.

Fazit: Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe und eine Spannung, die nicht aufhören wollte. Dieser 3. Band der Reihe hat mich absolut abgeholt und überzeugt.

Veröffentlicht am 30.11.2018

Ein Spiel für Gewinner

Ein Spiel für Gewinner
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Am Anfang des Buches haben die Autorinnen einen Hinweis geschrieben. Dass dieses Buch das Thema Suizid explizit behandelt. Und dass die Autorinnen den Selbstmord weder als positiv noch erstrebenswert hinstellen ...

Am Anfang des Buches haben die Autorinnen einen Hinweis geschrieben. Dass dieses Buch das Thema Suizid explizit behandelt. Und dass die Autorinnen den Selbstmord weder als positiv noch erstrebenswert hinstellen möchten. Es könnte aber dennoch sein, dass dieses Buch triggern könnte. Die Autorinnen weisen ausdrücklich darauf hin, dass dieses Buch bitte in dem Fall nicht gelesen werden sollte. Das möchte ich auch hier noch einmal ausdrücklich unterstreichen! Bitte lies dieses Buch nicht, solltest du mit den Gedanken an Suizid gespielt haben.
Wenn du in deiner Lebenssituation nicht zurecht kommst, bitte suche dir Hilfe. Du bist nicht alleine!

Jetzt aber zum Buch. Es ist wirklich nicht schwer zu erkennen, worum es in diesem Buch geht. Ein Spiel, das extremer nicht sein kann. Der Gewinner ist derjenige, der sich selber das Leben nimmt. Auf die Idee muss man erstmal kommen! Als ich den Klappentext gelesen habe, musste ich erst mal schlucken. Denn das ist ein echt heftiges Thema, dass sich die zwei Autorinnen da ausgesucht haben. Das richtig und gut zu verpacken ist ganz sicher nicht einfach. Denn wie sie auch in den Hinweis schreiben, soll das Buch den Suizid weder als positiv noch erstrebenswert hinstellen. Und ich finde, dass haben sie sehr gut gemeistert. Ich empfinde es eher beim Lesen, dass es traurige Menschen sind, die das tun. Dass es nicht in Ordnung ist, dass man die betroffenen Menschen alleine lässt. Aber auch wie schwer es ist, an die betroffenen Menschen heran zu kommen. Ich muss ehrlich sagen, dass einen großen Respekt gegenüber den Autorinnen habe. Dass sie das Thema so gut verpackt haben. Ich muss selber aufpassen, wie ich was hier ausdrücke, habe ich das Gefühl.

Die Geschichte, abseits der Morde, ist einfach genial geschrieben. Extrem spannend, teilweise wirklich sehr gruselig und Wendungen ohne Ende. Zwischendurch wurde es mir schon fast zu langweilig, weil ich die Wendungen schon kommen gesehen habe. Aber das Ende hat es dann wieder rausgerissen.

Ich kenne schon andere Thriller der beiden Autorinnen und wusste somit was mich erwartet. Es wird nichts verschönt, sondern kann sogar recht ekelig werden. Und so ist es auch hier. Am Gruseligsten fand ich allerdings den Spielmacher direkt. Ja, es werden reichlich Selbstmorde beschrieben, so ziemlich bis in kleinste Detail. Das unterscheidet da nichts zu Morden mit Fremdeinwirkung. Wobei es das hier ja im Prinzip auch so ist… In einem Moment ist es gruselig, dann absolut ekelig und im nächsten Moment bemitleidet man den anderen Charakter. Es war ein Emotionen-Karussel, aber auf der bösen Art.
Absolut genial ist es, wie tief die Autorinnen gehen. Man merkt, dass jedes noch so kleinste Detail extrem gut recherchiert wurde. Auch hier haben die Autorinnen meinen großen Respekt, denn sie sind für das Buch in Gefilde eingetaucht, in die ich nicht gehen möchte bzw. hinterher auf jeden Fall Hilfe bräuchte.

Sehr interessant ist die Erzählsichten von drei verschiedenen Charakteren. Zwei davon sind in der 1. Person, also “ich” geschrieben. Während die Dritte in der 3. Person, also “er / sie / es” geschrieben wurde. Hier konnte ich sehr gut bei mir selber erkennen, dass ich zu der Erzählweise der 3. Person eher distanzierter war, also zu den anderen Beiden. Ich gehe davon aus, dass es absichtlich so gemacht wurde. Aber so war es genau richtig!

Die Charaktere sind absolut genial. Sie haben alle eine Tiefe, die für Thriller ungewöhnlich sind. Aber durch die Thematik bleibt gar nichts anderes übrig, als die Charaktere tief zu gestalten. Das Buch spielt mit der Psyche der Charaktere und dabei machen sie sich regelrecht nackig.
Das Setting ist in Hamburg. Ich mag es sehr, wenn das hier oben spielt. Wenn ich die erwähnten Orte kenne und direkt ein Bild im Kopf habe.

Eigentlich möchte ich sagen, dass es Spaß gemacht hat, das Buch zu lesen. Denn es ist wirklich so.
Allerdings ist das Thema wirklich sehr krass. Dennoch denke ich, dass das Thema nicht als Tabu eingestuft werden sollte, denn es ist wichtig und real.

Das Cover: Ich habe das Buch immer mit der Front unten liegen, denn ich finde es absolut gruselig. Ich mag keine Clowns und das Cover macht es nicht besser. Man versteht das Cover, wenn man das Buch gelesen hat.

Fazit: Ein schweres und wichtiges Thema, dass die beiden Autorinnen in dieses Buch verpackt haben. Unglaublich mutig! Sie haben es allerdings gut gemacht und eine tolle Geschichte daraus gemacht.

Veröffentlicht am 28.11.2018

Gemina

Gemina. Die Illuminae Akten_02
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Die Aufmachung des ersten Bandes “Illuminea” schon sehr genial. Deswegen stellte sich für mich nicht die Frage, ob ich den 2. Band “Gemina” auch noch lesen möchte. Die Geschichte, die in Chatverläufen ...

Die Aufmachung des ersten Bandes “Illuminea” schon sehr genial. Deswegen stellte sich für mich nicht die Frage, ob ich den 2. Band “Gemina” auch noch lesen möchte. Die Geschichte, die in Chatverläufen und Fallakten geschrieben ist. Auf dem ersten Blick ungewöhnlich und verwirrend, aber es ergibt tatsächlich alles einen Sinn.
Die Geschichte hat mir dieses Mal auch wieder richtig gut gefallen. Sie nahm eine Wendung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe. So etwas mag ich immer sehr gerne. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass ein paar Stellen etwas unlogisch sind. Das kann aber auch damit zusammenhängen, dass ein paar Kleinigkeiten sehr speziell waren. Spezielle Fachausdrücke und spezielle Wörter, die aus der Raumfahrt stammen. Ich kann hier allerdings nicht sagen, ob sie ausgedacht oder wahr sind. Dazu fehlt mir das Hintergrundwissen.

Auch ein paar Szenen, sind mir einfach zu schnell vorbei gewesen. Sie wurden lange aufgebaut und dann waren sie fix vorbei. Es stand schon die nächste Szene parat, die abgewickelt werden musste. Es passiert so viel in dem Buch, dass ich als Leser gar nicht zur Ruhe gekommen bin. Ich musste zwischendurch erst mal verdauen, was da überhaupt passiert ist.

Die Charaktere gefallen mir sehr gut. Vor allem Ella und Hanna, die einfach nur genial sind. Allerdings ist es hier sehr Jugendbuch-typisch, dass die Tiefe fehlt. Aber das ist ja normal und zu erwarten, wenn man ein Jugendbuch in der Hand hält. Sehr cool ist auch, dass die Charaktere aus Band 1 wieder auftauchen. Ich musste zwar ein wenig überlegen, wie das noch mal mit denen war, aber das passte so schon ganz gut.

Die beiden Autoren sind einfach genial. Man merkt beim Lesen schon, dass sie unheimlich sympathisch sind. Die Texte sind teilweise sehr humorvoll geschrieben. Das macht das Lesen sehr angenehm. Auch weil es eben kein fließender Text, sondern in Berichten und Verläufen erzählt wird.

Das Setting gefällt mir nach wie vor sehr gut. Ich finde es immer spannend zu lesen, wenn Leute auf einer Raumstation leben. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwer ist das Bild zu schreiben. Aber das bekommen die beiden Autoren wirklich sehr gut hin.

Meiner Meinung nach kann man “Gemina” ruhig lesen, wenn man “Illuminae” nicht kennt. Es gibt wenige Überleitungen zu der 1. Geschichte. Schön ist es natürlich trotzdem, wenn man diese Überleitungen kennt. Da mir aber “Gemina” wirklich gut gefallen hat, würde ich eh raten auch den 1. Band zu lesen
Also, wer gerne Jugendbücher liest und mal was besonderes lesen möchte, dem möchte ich eine dicke Leseempfehlung aussprechen.

Das Cover: Die Aufmachung vom Cover ist einfach wieder sehr genial geworden. Und blau ist ja eh meine Farbe.

Fazit: Es hat einfach Spaß gemacht gemacht das Buch zu lesen. Die Geschichte ist super, die Charaktere gut gemacht und der Schreibstil der Autoren unheimlich sympathisch.

Veröffentlicht am 28.11.2018

Legendary

Legendary
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Der 1. Band “Caraval” hat mir schon richtig gut gefallen und als ich gesehen habe, dass tatsächlich der 2. Band erscheint, musste ich ihn einfach lesen.
Und ich habe es keine Sekunde bereut, es gelesen ...

Der 1. Band “Caraval” hat mir schon richtig gut gefallen und als ich gesehen habe, dass tatsächlich der 2. Band erscheint, musste ich ihn einfach lesen.
Und ich habe es keine Sekunde bereut, es gelesen zu haben.
Eins vorweg. Es ist absolut sinnlos “Legendary” zu lesen, wenn man “Caraval” nicht gelesen hat. Es ist praktisch eine direkte Überleitung von Band 1 zu Band 2 und vieles versteht man nicht, wenn man den Hintergrund nicht kennt. Auch das ganze Feeling der magischen Welt und was Caraval überhaupt ist, wird im ersten Buch schon geklärt. Das ist dann in diesem Band schon wieder ein alter Hut. Ich war so drin und habe ich mich schon darauf gefreut, dass das Spiel wieder losgeht.
Das geniale war auch, dass dieses 2. Spiel wesentlich unübersichtlicher und durcheinander war. Weniger Chaos und mehr Geschichte. Vielleicht lag es auch wirklich dadran, dass ich schon wusste, was auf mich zukommt. Ich kannte die Charaktere und ihre Aufgabe.

Während im 1. Band Scarlett die Hauptfigur war, ist es in diesem Band ihre Schwester Tella, also Donatella. Tella mag ich richtig gerne. Viel lieber als Scarlett. Tella ist ein sehr frischer und ruhiger Charakter, der aber weiß was sie will.
Es drehte sich immer wieder um die Frage, wer Legend ist. Wer ist der Mann, der sich Caraval ausgedacht hat? Das wird in diesem Buch endlich geklärt. Es war allerdings keine Überraschung für mich, denn irgendwie hatte ich genau diesen Charakter schon im 1. Buch in Verdacht. Aber ich finde es cool, dass das so gekommen ist.

Das Setting gefällt mir auch sehr gut. Es ist diese typische alte Stadt mit ihren verschiedenen Stadtteilen und deren Bewohner. Ich hätte mir hier aber etwas mehr gewünscht. Ja, es ist Jammern auf hohen Niveau, aber mir haben die echt gut gefallen und dafür war es zu wenig.

Die Geschichte an sich fand ich dieses Mal auch sehr gelungen. Ich habe die ganze Zeit mit Tella gefiebert. Mich gewundert, warum sie so handelt und dann wieder gefreut, dass es so geschehen ist. Wie es schon im ersten Spiel war, ist auch diese Spiel mit vielen Rätseln und Verwirrungen gespickt. Was ist echt? Was ist gelogen? Was passiert wirklich? Und was ist ein Teil der magischen Welt? Ich wusste teilweise selber schon nicht mehr, was ich glauben sollte und was nicht. Ich bin absolut begeistert.
Sehr schön ist auch das Ende des Buches gemacht. Einerseits endet es wirklich, aber andererseits auch wieder nicht. Es ist noch einiges offen und Andeutungen für den nächsten Band sind auch schon gefallen. Ich bin so gespannt auf den 3. Band.

Der Schreibstil der Autorin hat mich wieder verzaubert und direkt ins Spiel gezogen. Ich hatte das Gefühl, dass ich Tella gefolgt bin. Ich konnte ihre Ängste und Verwunderungen komplett nachvollziehen. Alles richtig gemacht, würde ich sagen.

Ich bin absolut begeistert von dem Buch und würde glatt sagen, dass der 2. Band sogar besser ist als der Erste.
Ganz dicke Empfehlung von mir.

Das Cover: Es ist sehr bunt, aber ich mag es sehr. Es ist genau so, wie ich mir Caraval vorstelle.

Fazit: Ein absolutes Highlight für mich. Es stimmt einfach alles in dem Buch und mehr gibt es dazu nicht zu sagen.