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Veröffentlicht am 13.10.2021

Blutschicksal

Die Quellen von Malun - Blutschicksal
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Endlich konnte ich den letzten Band dieser Trilogie lesen. Band 1 und Band 2 fand ich richtig gut. Und ich habe mich gefreut, als ich Band 3 endlich in den Händen halten konnte.
Auch die über 700 Seiten ...

Endlich konnte ich den letzten Band dieser Trilogie lesen. Band 1 und Band 2 fand ich richtig gut. Und ich habe mich gefreut, als ich Band 3 endlich in den Händen halten konnte.
Auch die über 700 Seiten haben mich überhaupt gar nicht gestört. Eher im Gegenteil. Es war noch so viel offen und so viel zu erzählen, dass ich einfach mit ganz viel Vorfreude in die Geschichte getaucht bin.
Es hat tatsächlich auch nicht lange gedauert bis ich wieder in der Geschichte drin war. Oder eher in die unterschiedlichen, denn es sind mehrere Sichtweisen, die mal miteinander und mal getrennt voneinander erzählen. Jetzt waren sie alle relativ getrennt und entsprechend waren es auch mehrere Sichten. Und alle waren über das Land verteilt, haben gerade unterschiedliche Dinge erlebt und es ging ihnen auch unterschiedlich. Irgendwie war es aber, als würde man gar nicht weg gewesen. Als hätte man gar nicht so lange ohne die Charaktere verbracht. Das ist so ein schönes Gefühl, wenn man ein Buch aus einer Reihe aufschlägt und man sofort Charaktere in den Arm nehmen möchte.

Ich muss sagen, dass ich diese Charaktere wirklich gerne mag. Alle wie sie da sind. Ganz egal, ob gut oder böse. Sie haben alle ihren Platz und ihre Daseinsberechtigung.

Auch den Schreibstil der Autorin mag ich unheimlich gerne. Und ich denke das ist auch der ausschlaggebende Grund, warum ich mich in diesem Buch bzw. auch in der ganzen Reihe an wohl gefühlt habe.
Einziger Kritikpunkt ist hier, dass sie Tabuthemen aufgreift. Die eigentlich nicht Tabu sein dürfte, denn sie sind Realität und man sollte nicht die Augen verschließen. Es geht um Rassismus und es geht um den Missbrauch von kleinen Jungen. Beides Themen, die nicht in eine Fantasy-Geschichte gehören. Aber ich finde es sehr gut, dass sie es behandelt und ich stehe da absolut hinter.

Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich die 700 Seiten dieses Mal sehr lang fand. Auch hatte ich stellenweise das Gefühl, dass die Autorin um den heißen Brei schreibt. Keine Ahnung wieso, denn es gibt Absätze, die für die Geschichte völlig irrelevant sind. Aber ist okay.
Wobei die Seiten auch geschuldet sind an den Rückblicken, die plötzlich auftauchen. Wie es überhaupt zu dem Krieg kam und was die Götter damit zu tun hatten. Mega interessant und sehr gut gemacht.

Für mich ist dieses Buch ein toller Abschluss der Trilogie. Es schließt alles logisch und rund ab.
Von mir eine Leseempfehlung für die ganze Trilogie. Und bitte in der richtigen Reihenfolge lesen, denn sie bauen aufeinander auf.

Veröffentlicht am 13.10.2021

Herzschlag des Bösen

Herzschlag des Bösen
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WOW, ich bin absolut begeistert von diesem Buch. Wirklich! Aber mal ganz langsam von vorne.
Ich kenne den Autor schon von einem anderen Buch und da hat er schon deutlich gezeigt, dass er gerne in die Abgründe ...

WOW, ich bin absolut begeistert von diesem Buch. Wirklich! Aber mal ganz langsam von vorne.
Ich kenne den Autor schon von einem anderen Buch und da hat er schon deutlich gezeigt, dass er gerne in die Abgründe der Thriller steigt. Dass er detailgetreu und bösartig schreibt. Er deutet nicht nur eine Szene an, er schreibt sie auch aus. Wenn man Matthias Soeder im Zusammenhang mit seinem Thriller sieht, dann kann man davon ausgehen, dass diese Buch nichts und absolut gar nichts für schwache Nerven ist. Wenn wir hier von Triggerwarnungen sprechen, dass sind es alle, die du dir in jeglicher Form vorstellen kannst. Okay, dass ist jetzt etwas übertrieben, aber dennoch wäre die Triggerliste sehr lang.

Mich persönlich stört es ja nicht, wenn Blut spritzt. Jedenfalls nicht in Büchern. Und so lange kein unschuldiges Tier getötet wird, ist alles in Ordnung. In diesem Buch werden einige Menschen getötet und das auf sehr detaillierte Weise. Ich finde es sehr interessant zu lesen, wie der Autor sich mit jeder einzelnen Szene auseinander setzt. Wie schon geschrieben, es wird nichts angedeutet, sondern ausgeschrieben. Das dann so hinzubekommen, dass es nicht ekelig oder übertrieben wirkt, sondern spannend (klingt komisch, ist aber so), dass nenne ich Kunst. Das ist die Kunst des Schreibens, womit mich ein Autor wirklich begeistern konnte.

Was mich allerdings nicht begeistert ist, dass dieses Buch ein erster Band ist. Es endet offen und ich weiß nicht, wann der 2. Band kommt. Und das ist so gemein, denn ich möchte unbedingt lesen, wie es ausgeht. Wie der Psychopath weitermacht und ob er der ist, der ich vermute. Noch etwas, was mich ganz hippelig macht, denn sonst kann ich gut einschätzen, wer der Bösewicht ist und das kann ich hier gar nicht. Ich habe zwar eine Vermutung, aber ich bin mir da absolut nicht sicher, ob ich wirklich richtig liegt. Und auch das rechne ich dem Autor ganz hoch an, dass er mich hier in die Irre führt. Bei Thrillern ist es gar nicht mehr so einfach bei mir.

Ich muss ehrlich gestehen, dass mich das ganze Buch rundrum begeistert. Die Geschichte ist rund, leicht komplex und einfach extrem spannend. Es wird aus mehreren Sichten erzählt, die irgendwie für sich selber stehen, aber dennoch zusammengehören. Der Autor schreibt einfach unheimlich gut und konnte das ganze Buch über eine Spannung aufrecht erhalten, die sogar noch Spannungsspitzen bekommt. Der rote Faden ist da und endet offen. Ganz gemein! Aber ich freue mich wahnsinnig auf den 2. Band, der ganz oben auf meiner Wunschliste steht.

Veröffentlicht am 13.10.2021

Wüstenblume

Wüstenblume
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Zwischendurch mag ich es ganz gerne mal ein Buch über das Leben eines anderen Menschen zu lesen. Aber auch nur, wenn es auch eine Aussage hat. Ich höre auch unheimlich gerne meinen Großeltern und auch ...

Zwischendurch mag ich es ganz gerne mal ein Buch über das Leben eines anderen Menschen zu lesen. Aber auch nur, wenn es auch eine Aussage hat. Ich höre auch unheimlich gerne meinen Großeltern und auch früher meiner Urgroßmutter zu, wie sie von ihrem Leben erzähl(t)en. Irgendwie hat doch jeder sein Päckchen zu tragen, die einen mehr und die anderen weniger. Und ich bin leider sehr neugierig und frage nach – wenn es mich interessiert.
Waris Dirie ist ein Mensch, der sehr viel in seinem Leben durchmachen musste und ich freue mich darüber sehr, dass sie ihre Geschichte niedergeschrieben hat. Und ja, ich bin absolut davon überzeugt, dass sie dieses Buch selber geschrieben hat. Denn der Schreibstil ist einfach – stellenweise sogar sehr einfach. Aber das passt einfach zu dem Buch und zu ihrer Geschichte. Es macht das Ganze direkt noch glaubwürdiger. Waris möchte hier nicht Geld machen mit dem Buch, wie es dann doch einige Promis machen. Nein, sie möchte von ihrem Leben erzählen und sie möchte aufklären. Ganz weit oben die Beschneidung von Frauen. Immer noch ein absolutes Tabu-Thema und auch nicht wirklich real. Leider!
Waris musste es selber durchstehen unter ganz schlimmen Bedingungen, die mir gar nicht in den Kopf gehen wollen. Es ist so schrecklich, was ihr angetan wurde. Es ist fast noch schrecklicher, dass es immer noch gemacht wurde, weil es zu einer Tradition gehört. Es gehört sich einfach so in Somalia, wo Frauen als Gegenstand bzw. als Besitz angesehen werden. Es ist einfach unglaublich und so unreal. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr es mich belastet.

Ich finde, dass jeder dieses Buch gelesen haben sollte. Waris Dirie ist ein Mensch, auf den man aufsehen kann. Sie hat so viel durchgemacht und ist heute eine Frau, die für ihr Recht einsteht. Sie ist gewachsen mit ihrem Leben und hat das Beste daraus gemacht. Auch wenn sie es nicht schreibt, ist sie sicherlich das eine oder andere Mal zusammengebrochen und hat an dem gezweifelt, was sie getan hat. Aber letztendlich ist sie von Grund auf eine starke Frau und das sollte ein Vorbild sein. Für mich ist sie es jedenfalls.

Von mir gibt es für dieses Buch eine ganz dicke Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 13.10.2021

City of Glass

City of Glass
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Manchmal finde ich es schon schön, wenn man sich zwischen zwei Büchern einer Reihe Zeit lassen kann. Auch wenn man bereits alle Bücher ungelesen im Regal stehen hat. Auch ein Vorteil, wenn die komplette ...

Manchmal finde ich es schon schön, wenn man sich zwischen zwei Büchern einer Reihe Zeit lassen kann. Auch wenn man bereits alle Bücher ungelesen im Regal stehen hat. Auch ein Vorteil, wenn die komplette Buchreihe schon erschienen ist. Naja, ich habe auf jeden Fall zwischen Band 2 und diesem Band 3 ein wenig Zeit verstreichen lassen. Ums trotzdem war ich direkt wieder in dem Buch, als ich dann endlich dazu gegriffen habe.
So etwas liebe ich ja sehr an Buchreihen. Wenn noch so lange dauert, bis man das nächste Buch lesen kann und man trotzdem direkt wieder in der Geschichte ist. Dann hat der Autor bzw. die Autorin alles richtig gemacht. Also hat diese Autorin alles richtig gemacht hat.

Sie hat so oder so einen sehr guten Ruf und das zu recht. Sie schreibt einfach unglaublich gut. Auch wenn dieses Buch über 700 Seiten hat, wird es zu keiner Zeit langweilig. Ich lese sie wirklich unheimlich gerne und das sage ich nach 3 Büchern.

Eine Rezension zu dem 3. Band zu schreiben ist nicht einfach, da ich mich nicht wiederholen möchte. Es sei aber gesagt, dass die Charaktere immer noch mega sind. Und die Änderungen und Wandlungen, die sie mitmachen, ist schon krass. Aber es ist großartig und ich bin so gespannt, wie es da weiter geht.

Interessant finde ich an diesem dritten Band, dass er relativ abschließt. Ich weiß nicht, ob es eigentlich eine Trilogie sein sollte. Es macht für mich den Eindruck bei diesem Ende. Deswegen bin ich schon sehr gespannt, wie es hier im nächsten Buch weiter geht. Ich denke ich muss nicht erwähnen, dass es nötig ist Band 1 und 2 vorher zu lesen. Die Bücher bauen aufeinander auf und gehen schon recht nahtlos ineinander über.

Band 4 wartet schon in meinem Regal darauf gelesen zu werden und ich freue mich auch schon darauf.

Veröffentlicht am 14.08.2021

Die Bruderschaft

Die Bruderschaft
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Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich die Rezension überhaupt schreibe. Aber irgendwie möchte ich meine Meinung zu diesem Buch einfach loswerden.
Ich liebe die Bücher von John Grisham. Er hat einfach ...

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich die Rezension überhaupt schreibe. Aber irgendwie möchte ich meine Meinung zu diesem Buch einfach loswerden.
Ich liebe die Bücher von John Grisham. Er hat einfach etwas an seinem Schreibstil, der besonders ist. es lässt sich schwer lesen und es kann stellenweise wirklich zäh sein. Aber ich mag das richtig gerne und ich freue mich jedes Mal wie Bolle, wenn wieder ein neues Buch von ihm erscheint. Natürlich wollte ich auch mal zu seinen älteren Büchern greifen. Das habe ich mit diesem Buch dann mal gemacht.

Das Buch ist 2002 erschienen und schon eines seiner älteren Bücher. Ich meine, es sind ja nun schon gut 20 Jahre. Alleine sich das mal vorzustellen, dass das Buch schon so alt ist. Naja, auf jeden Fall wollte ich seine alten Bücher nun auch mal lesen.
Und es war okay. Leider aber nicht mehr. Sein Schreibstil hat mir in diesem Buch wieder richtig gut gefallen auch wenn es in diesem Buch schon fast zu ruhig ist. Aber er konnte mich in dieser Richtung wieder abholen. Auch dadurch, dass er wieder in zwei Handlungssträngen erzählt. Sowas ist generell sehr spannend, wenn diese sich dann überkreuzen und wieder auseinandergehen.

Allerdings hat mir die Geschichte an sich überhaupt nicht gefallen. Ich habe mir Überraschungen gewünscht, die ich leider so gar nicht gefunden hab. Die Geschichte lief genauso ab, wie ich es mir gedacht habe. Und ich habe mir die komplette Geschichte genauso gedacht. Sogar jede Kleinigkeit passierte genauso wie ich es mir gedacht hab. Allerdings ist der Kern der Geschichte schon krass und ich bin überzeugt davon, dass es auch wirklich so passieren wird oder kann. Wobei ich denke, es ist eher ein passieren wird.
Auch die Charaktere haben mich nicht wirklich überzeugen können.

Irgendwie war das einfach nicht mein Buch. Kann auch mal passieren. Man kann nicht jedes Buch eines genialen Autors mögen. Ich werde aber trotzdem noch weiter in seinen alten Büchern stöbern und das eine oder andere Buch lesen.