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Veröffentlicht am 11.06.2019

Böses Geheimnis

Böses Geheimnis
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Thriller müssen mich fesseln. Und das möglichst direkt von der ersten Seite an.
Sie müssen mich überraschen und sie müssen so nah an der Realität sein wie möglich. Nichts verschönigen.
Das Thema, das in ...

Thriller müssen mich fesseln. Und das möglichst direkt von der ersten Seite an.
Sie müssen mich überraschen und sie müssen so nah an der Realität sein wie möglich. Nichts verschönigen.
Das Thema, das in diesem Buch angesprochen wird ist krass. Und gleich eine Triggerwarnung vorweg: Es geht um Vergewaltigung eines kleinen Mädchens.
Sogenannte “Cold Cases” finde ich unglaublich spannend. Dass das die Autoren hier aufgreifen ist echt cool. Fälle, wo schon viel unternommen wurde um diesen aufzuklären und es dann doch nicht geschafft wurde. Meistens sind die dann noch wesentlich spannender. Eigentlich.

Das Buch ist der Auftakt einer Thriller-Reihe. Und ich habe gelesen, dass die beiden Autoren “ohne viel Blutvergießen und explizite Morddarstellungen” auskommen wollen. Einerseits finde ich es großartig, aber es muss dann die Grundspannung aufrecht erhalten werden und das wird es hier nicht.
Ich würde dieses Buch deswegen auch eher als Krimi lesen. Der “Thrill”, der den Thriller ausmacht, ist für mich so gut wie gar nicht vorhanden. Es kommen mal Szenen vor, die etwas spannend sind.

Ich lese viele Thriller und das auch wirklich sehr gerne. Ich finde es großartig, wenn ich mich auf einen Mörder festgelegt habe und dieser es dann überhaupt gar nicht ist, sondern der nette Herr von Nebenan. Jetzt mal überspitzt gesagt. Leider war ich mir in diesem Buch sehr schnell sicher, was passiert ist. Jede einzelne Szene ist genauso passiert, wie ich es mir dachte. Es war so langweilig!
Und dann diese Hoffnung, dass dieser eine Charakter vielleicht das Ruder noch rumreißt und daraus ein mega Ende gebastelt wird… Die blieb dann aus. Etwas enttäuschend.

Dass die Autoren dann auch zu einem 0815-Gespann aus (ehemaligen) Ermittler und Psychiaterin greifen müssen, finde eher nicht so cool. Es ist ja in Ordnung das Altbewährte zu nehmen und daraus ein mega Gespann zu formen. Aber da drin liegt das Schwierige! Die Charaktere müssen einfach etwas besonders an sich haben. Und das haben sie beide nicht wirklich. Beide Charaktere haben ihre Päckchen zu tragen und es wird auch im Groben erklärt, wie es dazu kommt. Das ist mir für einen ersten Band aber zu wenig. Im ersten Band möchte ich die Charaktere kennen lernen. Sie in mein Herz schließen und wissen wollen, wie es ihnen weiterhin ergeht. Das ist hier aber leider gar nicht der Fall.

In dem ganzen Buch herrscht eine negative Grundstimmung, die auch auf die Charaktere abfärbt. Auch wenn denen mal was Gutes passiert, ist es für mich nicht das Gefühl von etwas Guten, sondern eher so lala.

Die Grundidee ist super! Aber leider ist die Umsetzung einfach zu wenig. Zu wenig von allem.
Mehr Überraschungen, mehr Charakter, mehr Thrill. Ich denke, dann wird es eine mega Reihe! Liebe Autoren, traut euch! Es soll doch ein Thriller sein und der darf gerne richtig böse und spannend sein. Und mal ein bisschen positives wäre toll, denn mit positiven Elan lassen sich “Cold Cases” doch besser lösen.

Ich möchte eine Leseempfehlung aussprechen für diejenigen, die mal in Krimi / Thriller reinschnuppern wollen.

Veröffentlicht am 11.06.2019

Sohn der Monde

Sohn der Monde - OCIA
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Der Klappentext ist wirklich sehr lang. Aber ich finde das mal gut, weil er im Grunde gut erzählt, was in dem Buch passiert, aber überhaupt nicht spoilert. Das macht für mich ein guter Klappentext aus.
Ich ...

Der Klappentext ist wirklich sehr lang. Aber ich finde das mal gut, weil er im Grunde gut erzählt, was in dem Buch passiert, aber überhaupt nicht spoilert. Das macht für mich ein guter Klappentext aus.
Ich finde die Geschichte richtig genial. Verschiedene Wesen, eine geheimnisvolle Organisation und geniale Charaktere.
Und ja, es ist verdammt viel Liebe im Spiel. Eine Liebe, die größer ist als eine normale Liebe. Es sind Seelenverwandte, die schon fast eins sind.
Puh, und hier muss ich mal stoppen. Mir persönlich ist diese Liebesgeschichte zu viel. Viel zu viel des Guten und extrem drüber. Ein Gang langsamer hätte dieser Geschichte keinen Abbruch getan. Dass Hannah und der geheimnisvolle Fremde sich lieben und dass diese Liebe extrem tief geht, ist ja okay. Dass es einen Sinn hat und zu einem wichtigen Teil der Geschichte wird, kann ich ja auch nachvollziehen. Allerdings sind wirklich viele Szenen dabei, die wirklich nicht hätten sein müssen. Ich habe nur nur einmal mit den Augen gedreht.

Der Schreibstil der Autorin ist manchmal sehr locker und im nächsten Moment sehr streng.
Bei Unterhaltungen von Mutter und Tochter hatte ich manchmal das Gefühl, dass ein offizieller Brief an eine Behörde geschrieben wird. Ich denke nicht, dass Mutter und Tochter so miteinander reden. Es war schon ein wenig merkwürdig, weil immer wieder dieser Wechsel war. Es war als würden zwei Autoren an diesem Buch schreiben.
Aber dann im nächsten Moment rutschen die Sätze nur so dahin. Ich habe gar nicht gemerkt, dass mich die Geschichte so in sich hineingezogen hat. Und das rechne ich der Autorin sehr hoch an.

Soweit ich weiß ist dieses Buch ein Einzelband und deswegen muss ich leider erwähnen, dass es mir an manchen Stellen zu offen ist. Es gibt da etwas von der kleinen Schwester von Hannah, die etwas macht. Es wird aber nie aufgeklärt wie sie das gemacht hat.
Wenn solch Schlüsselszenen eingebaut sind, dann muss es auch logisch sein. Das war es leider für mich nicht. Ich frage mich immer noch, wieso das so ist.
Ja, es ist ja gut, wenn man später noch über das Buch nachdenkt. Dennoch sollten keine Fragen offen sein.
ich hoffe sehr, dass es doch noch einen weiteren Band geben wird, wo die Autorin auf die offenen Fragen eingeht. Gerade bei Hannahs Schwester darf gerne angesetzt werden. Das klingt spannend!

Ich mag das Setting total gerne. Dass zwischen den Parallelwelten gesprungen werden kann. Und vor allem auch, dass in den anderen Welten die Lebewesen so extrem unterschiedlich sind. oft ist es so, dass die Lebewesen im Prinzip Menschen sind, nur halt etwas abgewandelt. Aber ist es wirklich so, dass die Wesen alle andere Eigenarten haben. Eine andere Kultur und Lebensweisen.
Es ist großartig, was sich die Autorin hier ausgedacht hat und in welcher Vielschichtigkeit die Welten aufgebaut sind.
Von der Organisation hätte ich gerne viel, viel mehr gelesen. Die kam mir ein wenig zu kurz.

Hannah ist ein Charakter, der sehr emotional ist. Egal in welche Richtung. Sie kann von extrem böse zu extrem verliebt wechseln und das in Sekunden. Das macht es einerseits nicht leicht zu lesen, aber andererseits auch wahnsinnig spannend. Dadurch ist der Charakter alles andere als langweilig.
Von Hannahs großer Liebe hätte ich auch gerne mehr erfahren. Dass er ein Werwolf ist, weiß ich nur durch den Klappentext. Das hätte gerne etwas mehr ausgeschmückt werden können.

Letztendlich hat es einfach Spaß gemacht der Geschichte zu folgen. Es kann ja nicht alles perfekt sein und das verlange ich auch nicht. Ich habe mir wirklich sehr gut unterhalten gefühlt und das ist doch die Hauptsache.

Veröffentlicht am 11.06.2019

Anbatar

Anbatar
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Also wow. Eigentlich reicht das schon für die Rezension, denn eigentlich brauche ich wirklich nicht mehr schreiben. Band 1 war schon toll, aber Band 2 ist einfach genial.
Kennst du dieses Gefühl, wenn ...

Also wow. Eigentlich reicht das schon für die Rezension, denn eigentlich brauche ich wirklich nicht mehr schreiben. Band 1 war schon toll, aber Band 2 ist einfach genial.
Kennst du dieses Gefühl, wenn du ein Buch liest und es einfach so detailliert ist, dass du das Gefühl hast einen Film zu schauen? So viele Details zu lesen, ohne dass es dabei zu viel wird? Genauso ist es in diesem Buch. Was mir beim ersten Band fehlte, schafft die Autorin im zweiten Band. Dieses Buch ist ein totales Wohlfühlbuch, obwohl es von Krieg handelt.
Von einem Krieg in einer Fantasywelt. Auch hier würde ich sagen, dass man die Geschichte gerne mit “Game of Thrones” vergleichen könnte und das absolut im positiven Sinne.

Band 1 kam schon ohne Liebesgeschichte aus, was bei Fantasy wirklich selten ist. In Band 2 haben wir ein wenig Liebe, aber die ist nicht im Vordergrund. Es ist schon eher so, dass ich es dem Protagonisten gönne, bei dem was er da erlebt. Es macht ihn und die Geschichte an sich glaubhafter.
Es ist Fantasy, aber das einzige Fantasy ist, dass Nareth ein Samerier ist. Was das bedeutet, musst du selber herausfinden.

Nareth ist ein unglaublich toller Charakter. Er ist in seiner Art so ruhig, kann aber auch anders. Er weiß was er will und was er nicht will. Er steht dafür ein, was er möchte und kämpft dafür. Ich habe ihn schon im ersten Band in mein Herz eingeschlossen und da ist er immer noch. Das Buch ist nach ihm ausgerichtet und das gefällt mir sehr. Es kommen hier und da Charaktere vor, die auch wirklich wichtig sind. Aber es geht in erster Linie immer um Nareth.

Nicht nur Nareth ist ein ruhiger Charakter, auch der Schreibstil der Autorin ist sehr ruhig und absolut angenehm zu lesen. Die Sätze und Seiten fliegen nur so dahin, weil sie es schafft den Leser – also mich – so in das Buch zu ziehen. In die Stadt und neben Nareth.
Sie schafft es auch mit den Gefühlen zu spielen. Dadurch, dass sie Nareth immer im Vordergrund hat, war es für mich auch sehr emotional. Einerseits wenn er gelitten hat oder wenn er etwas spannendes erlebt hat. Dieses Auf und Ab der Emotionen hat die Autorin voll drauf.

Ebenfalls das Setting ist genial. Die Autorin schafft es mit ihren Worten mir ein Bild von der Stadt und der Burg in den Kopf zu setzen. Mit wenigen Worten kann sie ganze Räume schaffen und das ist so großartig.

Sehr genial ist auch ihr Humor, wenn Nareth mit seinem besten Freund Ilion spricht. Das ist genau mein Humor und es ist einfach großartig zu sehen, wie sie miteinander umgehen.

Dieses Buch zu lesen ohne den 1. Band “Zessalonn” zu kennen, wäre sinnfrei. In Anbatar geht es direkt dort weiter, wo Zessalonn geendet hat. Außerdem basiert der 2. Band auch auf die Geschehnisse aus Band 1.
Mit diesem Buch, also Anbatar, ist die Geschichte von Nareth zu Ende erzählt und es schließt auch ab. Allerdings gibt es da eine kleine Hoffnung, dass Nareth vielleicht doch noch mal wieder erscheint. Das Ende lässt jedenfalls hoffen.

Ich möchte beide Bücher auf jeden Fall empfehlen. Vor allem, wenn man mal eine gute Fantasygeschichte lesen mag, die ohne große Magie und Liebe auskommt.

Veröffentlicht am 11.06.2019

Mayla & Mo

Mayla & Mo - Einmal Unendlichkeit und zurück
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Liebesgeschichten sind bei mir ja so eine Sache. Einerseits sollten sie realistisch sein, weil ich es gar nicht mag, wenn es zu überspitzt geschrieben wird. Leider ist es bei Liebesgeschichten oft so, ...

Liebesgeschichten sind bei mir ja so eine Sache. Einerseits sollten sie realistisch sein, weil ich es gar nicht mag, wenn es zu überspitzt geschrieben wird. Leider ist es bei Liebesgeschichten oft so, dass sie ganz fernab von der Realität sind. Sie sind Wunschträume von der perfekten Beziehung, die eh nie so eintreffen wird.
Wenn es aber in dem Fantasy-Genre ist, dann kann es gerne etwas überspitzt sein. Weil es dann zum Genre passt, wie ich finde. Ich sag ja, ich bin da nicht einfach.
Mayla liebt Mo und Mo liebt Mayla. Allerdings leben beide unterschiedliche Leben… Es ist angenehm erfrischend mal keine perfekte Beziehung zu verfolgen. Einfach mal diesen Schmerz zu lesen, der eine Liebe ausmachen kann, wenn es nicht so klappt wie man möchte. Mehr möchte ich hier auch nicht verraten.

Dass Fantasy in dieser Geschichte steckt, kann man nur am Titel erahnen. Und ich glaube, ich sage nicht zu viel, wenn ich behaupte, dass es zum Zeitreisen geht. Mayla reist in der Zeit und trifft dort wieder auf Mo und jedes Mal verfolgt sie ein bestimmtes Ziel. Und jedes Mal… Nein, ich sage nichts. Lies selber das Buch!

Ich finde es aber großartig gemacht, wie die Zeitreisen in die Geschichte eingebaut sind. Auch was während der Zeitreisen passiert. Da es ja der erste Band der Reihe ist, bin ich gespannt, ob in dieser Beziehung noch ein wenig in die Tiefe gegangen wird. Mir ist das hier ein bisschen zu oberflächlich und zu einfach gehalten. Dafür, dass Mayla für etwas kämpft, findet sie sich sehr schnell mit anderen Dingen ab. Das passt irgendwie nicht so gut.

Ich muss ehrlich gestehen, dass mir deswegen auch Mayla etwas auf die Nerven geht. Ja, eine tiefe Liebe zu einem anderen Menschen zu empfinden und alles dafür zu tun, dass man zu ihm / ihr kommt, ist toll und erstrebenswert. Dennoch läuft das reale Leben weiter und sollte nicht vernachlässigt werden. Und das tut Mayla. Sie nimmt alles hin und ist dabei absolut naiv. Bisschen nervig fand ich auch die Beschimpfungen, wenn ihr etwas nicht passte. Jemanden ständig in Gedanken als “Idiot” zu betiteln, macht einen nicht sehr sympathisch.
Mo ist dagegen ganz anders und hat immer sein Leben im Hinterkopf. Was passiert, wenn man das macht oder das macht.
Es ist halt schwierig zusammen zu finden, wenn man sich zwar liebt aber nicht gleich tickt.

Sehr interessant fand ich die Settings der Zeiten, in die Mayla gereist ist. Absolute Gegensätze und die wirklich toll beschrieben. Auch viele Details, die eingearbeitet wurden.
Konstante waren immer die gleichen Charaktere, die in jeder Zeit vorkamen.

Ich mag den Schreibstil der Autorin unheimlich gerne. Sie schreibt in ihren Büchern genau so, wie sie ist. Und so etwas mag ich besonders gerne. Wenn man in der Geschichte den Autor wiedererkennt. Sie schreibt locker und nimmt kein Blatt vor den Mund. Wie oben schon geschrieben mit den Schimpfwörtern. Und ja, das mag ich. Weil es real ist.

Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band. Vor allem, weil dieses Buch mit einem echt gemeinen Cliffhanger endet.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für das Buch!

Veröffentlicht am 26.05.2019

Der letzte Kampf

Magic Academy - Der letzte Kampf
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Kennst du das Gefühl, wenn du eine Buchreihe wirklich gerne gelesen hast und regelrecht auf den finalen Band hinfieberst und dieser dich dann enttäuscht? So geht es mir bei diesem Buch. Es ist der 4 und ...

Kennst du das Gefühl, wenn du eine Buchreihe wirklich gerne gelesen hast und regelrecht auf den finalen Band hinfieberst und dieser dich dann enttäuscht? So geht es mir bei diesem Buch. Es ist der 4 und finale Band der Buchreihe. Die vorherigen drei Bücher habe ich geliebt. Das Ende von Band drei fand ich schon komisch. Ich hatte aber gehofft, dass das Finale nicht in diese Richtung geht. Aber leider ist es genau in diese Richtung gerutscht. Eine Richtung, die -meiner Meinung nach- nichts mehr mit der Hauptgeschichte zu tun hat.

Das ganze Buch dreht sich um Ryiah und Darren. Es war ein Rumgezicke und absolutes Generve mit den beiden Charakteren. Für mich las es sich, als wäre die Hauptgeschichte ganz in den Hintergrund gerutscht. Und irgendwie war der ganze Aufbau von den vorherigen Bänden nicht mehr vorhanden. Mir kam es sogar vor, dass Logikfehler eingebaut sind. Ich mag mich hier aber täuschen und lege mich nicht fest.
Mit Darren und Ryiah war es schon immer ein hin und her. Bisher hatte es mir aber ganz gut gefallen, weil es nicht dieses typische Märchenprinz-Geschichte ist, die man sonst in Fantasy findet. In Band 4 hat es aber, im wahrsten Sinne des Wortes, die Krone aufgesetzt.

In der ersten Hälfte des Buches habe ich oft überlegt, das Buch abzubrechen. Die Grundspannung, die in den vorherigen Büchern vorhanden war, war gar nicht vorhanden. Die Geschichte plätscherte einfach so vor sich hin. In der Kombination mit dem nervigen Gezicke der beiden Charaktere eine miese Sache. Aber ich weiß, dass die Autorin so nicht ist. Denn schließlich hat sie mich mit den vorherigen Büchern von der Geschichte überzeugt. Also habe ich weiter gelesen.

Mit der 2. Hälfte des Buches kam dann endlich die Spannung, die ich so vermisst hatte. Und dann ging es verdammt schnell nicht der Geschichte. Die Ereignisse überschlugen sich und dann war das Buch zu Ende. Das was an Spannung und Ereignisse in der ersten Hälfte fehlte, wurde in der Zweiten aufgeholt und und das in einem Tempo. Es war für mich absolut nicht ausgeglichen und rund. Als ich das Buch beendet habe, hatte ich irgendwie ein ganz merkwürdiges Gefühl in mir. Irgendwie passt das so nicht für mich.

Auch bleiben einige Fragen für mich offen. Warum Meinungen sich plötzlich geändert haben, ohne triftigen Grund. Meinungen, an die 3/4 des Buches festgehalten wurden und dann plötzlich geändert. Ohne Erklärung. Oder Aussagen bezüglich Charakteren, die vorher anders waren. Es ist schwierig in einem 4. Band plötzlich etwas zu ändern, was drei Bücher vorher anders war. Ja, ich weiß, meine Aussage ist gerade sehr schwammig. Ich kann aber nicht konkreter werden ohne zu spoilern.

Die Autorin schreibt wirklich klasse, das muss ich zugeben. Sie hatte es bisher immer geschafft, mich in ihre Geschichte zu ziehen. Ich habe das Buch nicht abgebrochen, weil ich weiß, was die Autorin kann. Ihr Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen.

In den 560 Seiten passiert erst ganz wenig und dann auf einmal ganz viel. Die Geschichte geht in eine ganz andere Richtung, als Band 1 startet und das finde ich so schade.
Dass dieser 4. Band nicht gelesen werden sollte, wenn man die vorherigen Bücher nicht kennt, sollte klar sein. Die Bücher bauen aufeinander auf und beginnen auch dort, wo der vorherige endet.

Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass der finale Band schlecht ist, aber er ist in meinen Augen auch nicht gut. Leider. Es tut mir total leid für die Buchreihe.