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Veröffentlicht am 09.08.2019

Spinnenfunke

Spinnenfunke
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12 Band… Als die Buchreihe startete bin ich irgendwie davon ausgegangen, dass es eine Trilogie wird. Dass wir dann doch schon bei Band 12 gelandet sind, ist schon wirklich heftig.
Und so wie dieses Buch ...

12 Band… Als die Buchreihe startete bin ich irgendwie davon ausgegangen, dass es eine Trilogie wird. Dass wir dann doch schon bei Band 12 gelandet sind, ist schon wirklich heftig.
Und so wie dieses Buch endet, wird es auch noch nicht das Ende sein. Ja, okay. Es ist schon eine Leseprobe von Band 13 im Buch. Es geht also noch weiter.
Das Klappentext ist wieder sehr mysteriös gehalten, was ich aber mega finde. Es ist echt schlimm, wenn der Klappentext die Geschichte spoilert. Dass die eine Erzfeindin bereits tot ist, sollte klar sein, wenn man ein Buch über eine Auftragskillerin in der Hand hält.
Denn das ist Gin. Eine Auftragskillerin, die eigentlich im Ruhestand sein möchte. Aber sie wird immer wieder angegriffen und muss sich, und eben auch oft ihre Freunde und Familie, beschützen.

Ich mag Gin! Sie gehört mittlerweile zu meinen liebsten Buchcharakteren. Ich mag ihre ganze Art. Ja, sie killt Menschen ohne mit der Wimper zu zucken, aber auch eine Killerin hat Prinzipien. Und an diese hält sie fest.
Um Gin herum sind Menschen, die sie lieben und die sie so nehmen wie sie ist. Und sie tut alles für diese paar Menschen. Dadurch macht sie sich angreifbar, wie wir es in diesem Buch lesen dürfen. Aber es macht sie dadurch auch selber zu einem Mensch mit Emotionen. Und genau das mag ich an ihr. Die Autorin hat Gin so einen facettenreichen Charakter gegeben, den ich selten in Büchern bisher gelesen habe.

Aber auch alles drum herum. Das Setting, die anderen Charaktere und so weiter. Alles hat Hand und Fuß! Nichts ist überflüssig oder sinnlos in die Geschichte geschrieben. Es ist jedes Mal, wenn ich ein neues Buch aus dieser Reihe aufschlage, als würde ich meine Freunde wiedertreffen. Und genau das ist es, was ich an einer Buchreihe mag.

Dass es in diesem Buch um genau diesen Feind von Gin geht, war schon vorher klar. Sie tauchte schon im vorherigen Buch auf und deswegen war es schon zu erwarten. Dass es allerdings so läuft und so ausgeht, damit hätte ich nicht gerechnet. Warum kann ich leider nicht sagen, weil ich sonst wirklich spoilern würde.
Eins sage ich dazu allerdings noch. Zum Ende hin bedient sich die Autorin an einem Klischee, welches ich nicht gut finde. Es passiert etwas, was nicht hätte sein müssen. Denn diese Szene war unnötig in meinen Augen und bedeckt etwas, was ich der Autorin nicht zugetraut hätte, dass sie das macht.

Andersrum macht die Autorin auch nichts einfach so. Es hat einen Grund und es wird sicher irgendwann später in einem anderen Buch der Reihe eine wichtige Rolle spielen. Davon gehe ich jetzt einfach mal schwer aus.
Ich mag es einfach der Worte der Autorin zu folgen. Unter den Fantasy- und Jugendbuchfans ist die Autorin ein Begriff. Sie hat schon mehrere Buchreihen geschrieben und soweit ich weiß auch beendet. Das ist ja immer so eine Sache mit den Buchreihen. Die Luft ist irgendwann raus und dann wird mitten in der Reihe einfach aufgehört. Ich hoffe sehr, dass sie diese Buchreihe irgendwann mal zu Ende bringt.

Bis auf diese eine Kleinigkeit finde ich das Buch wieder mega. Auch wenn der Ablauf oft gleich ist, überrascht die Autorin wieder mit neuen Dingen.

Diese Buchreihe lohnt sich wirklich sehr! Wer nicht unbedingt alle Bücher der Reihe lesen möchte, kann gerne bei Band 10 einsteigen. Dort hat die Autorin sowas wie einen kleinen “Cut” gemacht, damit man in die Reihe neu einsteigen kann.
Von mir gibt es aber eine Leseempfehlung für alle 12 Bücher!

Veröffentlicht am 09.08.2019

Unsterbliches Vermächtnis

Unsterbliches Vermächtnis
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Dieses Buch ist das Debüt einer jungen Autorin. Ich freue mich immer sehr, wenn ich ein Debüt lesen darf. Ist ja schon irgendwie was Besonderes. Und ich versuche auch nicht ganz so streng zu sein bei meiner ...

Dieses Buch ist das Debüt einer jungen Autorin. Ich freue mich immer sehr, wenn ich ein Debüt lesen darf. Ist ja schon irgendwie was Besonderes. Und ich versuche auch nicht ganz so streng zu sein bei meiner Rezension. Dieses Debüt ist auch gleich der Auftakt in eine neue Reihe.
Werwölfe gegen Vampire. Nichts Neues, aber gerne mal neu erzählt. Ich lasse mich da gerne überraschen, was es Neues in der Fantasywelt gibt und ob der Autor bzw. die Autorin mich wieder in die Welt ziehen kann.
In die Welt gezogen hat die Autorin mich auf jeden Fall. Sie ist ganz weit in die Vergangenheit gegangen und hat bei Bram Stoker angesetzt, was ich sehr interessant finde. Das habe ich selten in Fantasy bzw. Jugendbüchern gelesen, dass so weit ausgeholt wird.

Ich fand den Schreibstil der Autorin am Anfang sehr interessant. Er passt perfekt zu dem Rückblick mit dem das Buch beginnt. Der Schreibstil der Autorin passt nämlich perfekt in historische Romane. Aber nach und nach fand ich ihn leider zu anstrengend. Es war als würde ich einen offiziellen Brief lesen. Ich hoffe, die paar Zitate können unterstreichen, was ich meine.

Es gibt Stellen in dem Buch, die sind zu viel beschrieben, wie z.B. das Aussehen einzelner Charaktere. Mir als Leser ist es egal, ob jemand schulterlange, gelockte Haare hat oder ob jemand anders übergewichtig ist. Wenn es für die Szene keine Relevanz hat, ist es unnötig.
Andererseits gibt es wieder rum Stellen, die gerne etwas mehr hätten haben können. Die einzelnen Settings zum Beispiel, wie z.B. das Haus von der Großmutter.
Das Feingefühl fehlt der jungen Autorin noch, aber ich bin absolut überzeugt, dass sie das hinbekommen wird.

Die ganze Geschichte ist zu perfekt und zu einfach. Jede Szene läuft entweder direkt rund oder sie wird schnell wieder gut. Alle sind nett zu einander und haben sich lieb. Liebesbeziehungen sind zu schnell da und genauso schnell wieder vorbei. Auch wenn es ein Fantasybuch ist, es spielt in der realen Welt und das ist absolut krass so. Ich möchte hier auch nicht zu viel verraten. Der Plot gefällt mir wahnsinnig gut, kann aber definitiv noch mehr Höhen und Tiefen ab. Es ist zu gradlinig für meinen Geschmack.
Leider sind auch ein paar kleine Logikfehler vorhanden. Ich habe lange überlegt, ob es vielleicht anders gemeint war, als es da steht. Aber nein, eigentlich kann man es nicht anders verstehen.

Ja, es kommen auch böse Charaktere vor, aber denen kaufe ich es leider nicht ab, dass sie böse sind.
Im Klappentext heißt es “…Liz von einem naiven Mädchen zu einer entschlossenen Kämpferin…”. Leider nein. Liz bleibt naiv bis zum Ende, was mich wirklich etwas nervt. Denn sie hat in ihren jungen Jahren schon viel durchgemacht und hätte eigentlich in einigen Situationen anders handeln müssen. Alleine schon aus ihrer Erfahrung heraus.
Anders kann ich es leider nicht sagen. Ich hoffe sehr für sie, dass sie sich im zweiten Band zu einer Kämpferin entwickelt.
Liz wirkt teilweise nicht nur naiv, sondern auch sehr arrogant. Ich weiß allerdings nicht, ob ich das auf den Schreibstil schieben möchte und der sie nur arrogant wirken lässt.

Ich finde es schwierig dieses Buch zu bewerten, denn es ist ein Debüt der Autorin und ich möchte ihr Buch nicht kaputt machen. Das Buch ist nicht perfekt, aber es steckt sehr viel Potential da drin und ich gehe davon aus, dass die Autorin das nutzen wird.
Das Ende des Buches ist sehr offen und ja, sogar spannend. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie es weiter geht.

Veröffentlicht am 09.08.2019

Ausgezählt

Ausgezählt
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Man möchte meinen, dass man eine Art Routine bekommt, wenn man eine Rezension schreibt, aber nein, so ist es nicht.
Die Rezension zu diesem Buch zu schreiben fällt mir sehr schwer. Also die Worte direkt ...

Man möchte meinen, dass man eine Art Routine bekommt, wenn man eine Rezension schreibt, aber nein, so ist es nicht.
Die Rezension zu diesem Buch zu schreiben fällt mir sehr schwer. Also die Worte direkt nicht, aber die Bewertung.
Als ich das Buch in den Händen hielt und es bei mir einzog, bin ich davon ausgegangen, dass es ein Einzelband ist. Aber schon beim Lesen fiel mir auf, dass es definitiv ein erster Band sein muss. Es gibt eine Lebensgeschichte um Atlee, die am Anfang und am Ende des Buches angerissen wird. Ansonsten geht es wirklich um den Fall, im Klappentext.
Ich weiß ja, dass sich das Rad nicht neu erfinden lässt. Aber dieser Plot, dass die Ermittlerin ein traumatisches Erlebnis hat, dass sie über mehrere Bücher aufarbeiten muss, aber nebenbei noch Fälle aufklärt, das ist so langweilig mittlerweile. Da muss schon wirklich was passieren, damit mich das Buch fesselt.

Und das hat es leider gar nicht.
Der Fall, den Atlee da versucht aufzuklären ist langweilig und vorhersehbar. Genau so, wie es passiert ist, habe ich mir gedacht. Ich hatte immer noch auf eine Überraschung gehofft, aber die blieb leider aus.
Der gesamte Thriller ist extrem ruhig. Es passieren immer mal wieder Dinge, wie es eben in einem guten Thriller passieren muss, aber irgendwie fehlte da der Spannungsbogen.

Dazu kommt, dass das Buch sehr politisch ist und das nicht zu knapp. Dass die Amerika gegen Korea und Russland gehen, ist nichts neues. Aber darauf bezieht sich der Autor hier komplett und das nervt mich schon richtig. Es ist ja in Ordnung, wenn sich ein Mensch politisch positioniert. Aber das hat in seinen Büchern gar nichts zu suchen. Überhaupt nichts! In einem Buch, welches so viele Menschen wie möglich lesen sollten, sollte man sich nicht positionieren. Denn das passiert genau das, wie bei mir. Ich bin genervt davon.

Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm. Er schreibt nicht sehr einfach, aber auch nicht zu kompliziert. Ich mag es richtig gerne lesen. Aber er holt teilweise sehr aus. Wenn ein ganzer Absatz über eine Landschaftsbeschreibung ist oder was ein Charakter gerade an Kleidung trägt, ist es mir persönlich zu viel. Es ist dann eher den Geschmack davon, dass der Autor versucht seine Wörter-Vorgabe voll zu bekommen.

Dafür hat sich der Autor ein mega Setting ausgesucht. Den Grand Canyon. Sehr genial!
Auch die Charaktere hat er super hinbekommen. Ich mag die Ermittlerin Atlee sehr gerne und auch ihre Sekretärin ist mega. Nur die Charaktere die sonst dabei waren, konnte ich irgendwie nicht richtig fassen. Ich musste oft noch mal nachdenken, wer das jetzt überhaupt war, als ein Name fiel. Ich schiebe das jetzt aber darauf, dass das Buch an sich recht langweilig war.

Ich habe das Buch zu ende gelesen, weil ich hoffte, dass ich von der Geschichte um Atlee noch mehr erfahre. Und nicht nur erst wieder am Ende des Buches. Wenn das in dem Tempo weiter geht, dann wird es einige Bände dauern bis die Buchreihe beendet ist und wir wissen, was damals bei Atlee überhaupt passiert ist.
Ehrlicher Weise muss ich gestehen, dass ich es nicht unbedingt wissen möchte. Der Auftakt wieder Reihe hat mich jetzt nicht wirklich umgehauen.

Wer mal einen ruhigen Thriller lesen mag, der ist hier schon richtig.
Aber für richtige Thriller-Fans ist das Buch nichts.

Veröffentlicht am 29.07.2019

Die Unvollkommenen

Die Unvollkommenen
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Das Buch ist in Science Fiction eingestuft, aber ich würde es auch direkt in Utopie schieben. Denn ich würde sagen, dass die Geschichte gar nicht so weit hergeholt ist. Jedenfalls in einigen Teilen.
Dass ...

Das Buch ist in Science Fiction eingestuft, aber ich würde es auch direkt in Utopie schieben. Denn ich würde sagen, dass die Geschichte gar nicht so weit hergeholt ist. Jedenfalls in einigen Teilen.
Dass es KI, also künstliche Intelligenzen, gibt ist nichts Neues. Ich finde künstliche Intelligenzen extrem gruselig und beängstigend. Etwas, vom Menschen hergestellt, dass sich selber entwickelt. Vielleicht irgendwann denkt, dass es intelligenter ist als der Mensch (wäre nicht schwer!) und dann die Menschheit unter sich begräbt. Ja, die Vorstellung ist krass und leider nicht weit hergeholt.
Deswegen mag ich die Geschichte in diesem Buch unheimlich gerne. Die Autorin hat sich da was ausgedacht, was wirklich passieren könnte.

Aber auch dieses Gedanke, dass die Menschheit sich so weit einschränkt. Dass alles nach einem perfekten Muster läuft und jeder Mensch an seinem Platz ist. Eigentlich ist es gar nicht so weit hergeholt, finde ich. Es ist bemerkenswert, dass die Autorin diese Ansätze hat. Dass sie das sie die Welt beobachtet und daraus diese Geschichte formt. Sie hat sich viele Kleinigkeiten genommen und die zu einem Buch gemacht, welches einerseits total drüber und andererseits total realistisch ist bzw. sein kann. Ich finde es gerade schwer auszudrücken. Es ist hoffentlich verständlich.

Ich mag den Schreibstil der Autorin total gerne. Sie ist schon sehr sachlich, hat aber die Emotionen am rechten Fleck. Da wo es übertrieben sein sollte, so wie bei dem Obergott Samson, ist es genau richtig. Und da wo Lila alles zu viel wird, ebenso. Die Autorin weiß was sie tut und das gefällt mir unheimlich gut. Ich habe den Eindruck, dass sie ihre Charaktere sehr mag und dass sie denen so viel Leben einhauchen möchte, wie sie kann. Sehr genial!

Entsprechend finde ich die Charaktere auch wirklich gut getroffen. Die rebellische Lila, die mit der ganzen Optimalwohlökonomie nicht klar kommt und dagegen ankämpft. Der Samson, der sich für einen Gott hält. Und dann eben die Nebencharaktere, die irgendwie alle an ihrem richtigen Fleck sind. Es gibt keine Charaktere, die ich für sinnlos halte. Auch hier ist auch jeder an seinen Platz. Schon ganz cool, dass das so durchgezogen wird.

Dieses Buch ist im Übrigen die Fortsetzung zu dem Buch “Die Optimierer”, lässt sich aber super alleine lesen. Natürlich ist es einfacher, wenn man die Vorgeschichte kennt. In dem vorherigen Buch geht es um Samson. Dem Samson, der hier in diesem Buch den Obergott macht. Es wird schon angerissen, wieso es überhaupt so weit gekommen ist und das reicht in meinen Augen vollkommen aus.

Dass Europa als ein Land bezeichnet wird und nicht mehr unterteilt ist, habe ich jetzt schon sehr oft in Büchern gelesen. Ich finde es interessant, dass viele Autoren sich politisch, allerdings durch die Hintertür, äußern. Und ja, ich finde es auch gut.

Das Ende des Buches fand ich sehr interessant, weil nichts darauf hingedeutet hat, dass es so endet. Ich kann mich nicht entscheiden, ob es so okay ist oder ob ich es mir anders wünschen würde.
Trotzdem von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung für dieses Buch.

Veröffentlicht am 29.07.2019

Prophezeiungen für Jedermann

Prophezeiungen für Jedermann
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Der Klappentext des Buches hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Es hat irgendwie so was von Fantasy mit Dystopie angehaucht. Okay, dass die Geschichte an sich wirklich nichts mit Dystopie zu tun hat, ...

Der Klappentext des Buches hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Es hat irgendwie so was von Fantasy mit Dystopie angehaucht. Okay, dass die Geschichte an sich wirklich nichts mit Dystopie zu tun hat, merkt man dann recht schnell beim Lesen. Aber das macht gar nichts, denn die Geschichte kommt auch ohne den Dystopie-Teil super aus.
Es gibt eine Sache, die mich nach wie vor beschäftigt. Warum sind die Prophezeiungen überhaupt Pflicht? Was ist der Sinn darin? Ja, eigentlich könnte ich als Leser das einfach so hinnehmen. Möchte ich aber nicht, weil es mich wirklich interessiert.
Hier hätte ich mir auf jeden Fall mehr Tiefe gewünscht bzw. mehr Aufklärung. Das, was dort erklärt wird reicht mir einfach nicht.

Daneben gibt es ein weiteres Thema, dass ich unglaublich wichtig finde. Und dieses Thema hat die Autorin unglaublich gut umgesetzt. Dass man mehr miteinander machen sollte, anstatt sich zu “bekriegen”. Ich kann jetzt leider gar nicht so viel schreiben, ohne dass ich spoiler. Letztendlich läuft es aber darauf hinaus, dass diese Prophezeiungen von zwei verschiedene Varianten gesehen werden. Die Menschen, die sie als Pflicht ansehen und die Magier, die sie als Privileg ansehen.

Ich finde es großartig, dass es so aufgegriffen wird. Es hat etwas mit Glauben zu tun und wie man die Dinge sieht. Dass es in Ordnung ist, wenn man die Dinge auf unterschiedliche Art betrachten kann und dass jeder das Recht hat mehr und weniger daran zu glauben.
Und es ist in Ordnung, dass man sich, trotz der unterschiedlichen Sichtweisen, unterstützt.

Ich mag den Schreibstil der Autorin einfach unglaublich gerne. Sie hat es wieder geschafft mich bei den ersten Sätzen einzufangen und nicht mehr los zulassen. Sie hat es einfach drauf Fantasy zu nehmen und daraus eine eigene kleine Welt zu schaffen. Eine Welt, die ähnlich mit unserer ist, aber doch ganz anders. Richtig schön.

Aber auch die Charaktere hat sie richtig genial gemacht. Vor allem weil es dieses Mal eben diese zwei verschiedenen Charaktere gibt. Zacharias gefällt mir sehr gut und das, obwohl er mir zwischendurch echt auf die Nerven ging. Er ist sehr unsicher und tollpatschig. Absolut gar nicht von sich überzeugt und ängstlich. Und genau das zieht die Autorin komplett durch bis zum Ende. Irgendwie ist Zacharias gleichzeitig nervig aber auch interessant. Weil er eben diese eine Prophezeiung hat und das mit seinem Charakter.
Sehr schön ist auch, dass es hier keine Liebesgeschichte gibt. Zach hat zwar eine Freundin, aber naja. Lese es selbst!

Eigentlich ist dieses Buch ein Einzelband. Das Ende des Buches ist aber genauso überraschend wie leicht offen. Ich hoffe sehr, dass es vielleicht doch noch einen Folgeband gibt, der da ansetzt.
Klare Leseempfehlung von mir.