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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2025

Sowas von lesenswert

Very Bad Widows
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Dieses Cover hat für mich so einen 70er-Jahre-Flair und ich feier es total.
Und dann wow, ab Seite 1 ziehen mich die vier Ladies in ihren Bann. Alle etwas verbittert, kurz vorm Rentenalter, mit Ballast ...

Dieses Cover hat für mich so einen 70er-Jahre-Flair und ich feier es total.
Und dann wow, ab Seite 1 ziehen mich die vier Ladies in ihren Bann. Alle etwas verbittert, kurz vorm Rentenalter, mit Ballast in Form ihrer Ehemänner. Eine zieht den Jackpot, sie wird unerwartet Witwe und noch überraschender ist die fette Lebensversicherung, die ihr Gatte ihr hinterlassen hat. Nicht ganz ohne Neid, wünschen sich die anderen drei Damen auch solches Glück... aber wie, wenn ihre Männer quicklebendig durchs Leben latschen?
Doch ich lerne auch die Männer kennen, schwanke, denke oje... anderseits, besonders nett sind sie nicht immer ganz zu ihren Frauen... allerdings sehr überraschend.
Gleichzeitig sind da ein Auftragskiller, die Mafia und immer noch die Ehefrauen und das ganze spannende Schauspiel nimmt Dimensionen an, die keiner so hat kommen gesehen, außer vielleicht eine Person.
Fazit: Ihr müsst diesen Roman lesen. Er ist nicht nur spannend und ihr wechselt permanent die Seiten zu wem ihr steht, sondern die Situationskomik ist auch einfach so gut, von sehr ironisch bis hin zu kann-mir-auch-passieren. Und dann das Ende - erste Sahne.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Entschleunigender Krimi

Der Kuß der Schlange
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(Ich hatte ein anderes Cover)
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bis heute nicht erahnen kann, was das Cover darstellen soll, aber ich fand den Buchtitel sowie den Klappentext mega ansprechend.
Dieser ...

(Ich hatte ein anderes Cover)
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bis heute nicht erahnen kann, was das Cover darstellen soll, aber ich fand den Buchtitel sowie den Klappentext mega ansprechend.
Dieser entschleunigende Krimi, der dennoch spannend ist, hat mir im Urlaub sehr gut gefallen. Ich mochte die vielen Beobachtungen, Observierungen und Untersuchungen ohne vielen technischen Schnickschnack sehr gerne. Dazu wurde im Pub geraucht und man verpasst entweder den Anruf zu Hause, fuhr spontan irgendwo vorbei, oder traf sich zufällig, denn lästige Handys gab es in dem Buch noch nicht.
Der Schreibstil mag etwas veraltet sein, aber genau das hat den Charme dieses Kriminalfalls ausgemacht.
Fazit: Ein etwas angestaubter Krimi, der genau aus diesem Grund wieder seinen Reiz hat und dessen Wendungen schlicht und einfach, aber nicht vorhersehbar sind. Für Krimifans der alten Schule eine absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Tolle Aufmachung von klassischen Geschichten

Der Untergang des Hauses Usher (illustrierter Roman)
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Das Cover lädt direkt zum Aufschlagen und Reinblättern ein.
Die Illustrationen haben mich das gesamte Buch über sehr begeistert. Sie sind düster, skurril, teilweise drollig und dann wieder so schön filigran, ...

Das Cover lädt direkt zum Aufschlagen und Reinblättern ein.
Die Illustrationen haben mich das gesamte Buch über sehr begeistert. Sie sind düster, skurril, teilweise drollig und dann wieder so schön filigran, wow - das ist wie ein kleiner Schatz fürs Auge.
Die 11 Kurzgeschichten sind dafür von mir ganz unterschiedlich betrachtet worden. Es bleibt bei Herrn Poe oft Spielraum für Interpretation und ich hätte mich gerne zu dem einen oder anderem ausgetauscht, denn manchmal war ich auch einfach ein bisschen lost und habe mir was zusammen gesponnen.
Meine Top 3 sind:
"Der Untergang des Hauses Usher"
"Die Maske des roten Todes"
"Der schwarze Kater"
Mega atmosphärische Geschichten, die interessante Thematiken beinhalten und uns das "Ungeheuer" Mensch aufzeigen.
Fazit: Wer schwer an Klassiker herankommt, kann sich mit diesem Augenschmaus definitiv dazu motivieren. Oftmals hat sich mir ein Sinn aufgetan, bei der Betrachtung der Bilder. Richtig gut und sehr empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Ich hatte zu hohe Erwartungen

Blister
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Das Cover ist unumstritten ein Eyecatcher und verspricht einen grausigen Thriller.
Auch ist der Schreibstil von Jeff Strand super eingängig, zog mich sogleich in seinen Bann und der Protagonist, welcher ...

Das Cover ist unumstritten ein Eyecatcher und verspricht einen grausigen Thriller.
Auch ist der Schreibstil von Jeff Strand super eingängig, zog mich sogleich in seinen Bann und der Protagonist, welcher uns seine Story erzählt, ist mir auf Anhieb sympathisch. Kann man besser in ein Buch starten? Wohl kaum.
Der Spannungsbogen steigt, auch wenn es eher schleichend und kein hochschnellen ist, aber das hat durchaus seinen Reiz.
Ich lerne Blister kennen, eine grausam verstümmelte junge Frau und auch mein Mitgefühl ist geweckt.
Doch dann... es wird so viel geschwafelt. Jede Situation wird gefühlt zerredet, die Spannung flaut bis auf kleine Spitzen ab und es plätschert einfach nur noch dahin. Von Thrill fehlt mir hier jede Spur, auch wenn der rote Faden bleibt.
Fazit: Ein starker Anfang, der meine Erwartungen sehr hochschraubte, die leider so gar nicht erfüllt wurden.
Kann man lesen, muss man aber nicht.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Spannende Adaption

Was die Toten bewegt (Eine packende und atmosphärische Nacherzählung von Edgar Allan Poes Klassiker "Der Untergang des Hauses Usher")
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Das Cover ist grausig schön und passt, genau wie der Titel, wie die Faust aufs Auge zum Inhalt. Das begriff ich natürlich erst während des Lesens.
Ich las ein paar Tage zuvor erstmalig "Der Untergang des ...

Das Cover ist grausig schön und passt, genau wie der Titel, wie die Faust aufs Auge zum Inhalt. Das begriff ich natürlich erst während des Lesens.
Ich las ein paar Tage zuvor erstmalig "Der Untergang des Hauses Usher" von Edgar Allan Poe und war mir nicht sicher, es vollständig verstanden zu haben, bzw ob mehrere Interpretationen möglich wären.
Toll fand ich, dass man in "Was die Toten bewegt" sofort die düstere, bedrohliche Atmosphäre spürt. Während mir die Charaktere zwar manchmal sonderbar, aber alle ingesamt zugänglich erschienen, nahm die Tristlosigkeit ringsherum immer mehr Gestalt an. Spannend auch, dass die erzählende Person nicht eindeutig geschlechtlich dargestellt ist, worauf mich allerdings erst mein Lesebuddy aufmerksam machte. Die Ushers wiederum bekamen in dieser Adaption mehr Persönlichkeit, was ich großartig fand und noch mehr angestachelt wurde, diesem wirklich creepy Verlauf endlich das Handwerk zu legen.
Fazit: Diese Neuerzählung kann sich wirklich blicken lassen. Der eingängliche Erzählstil verbindet düstere Geschehnisse mit den Charakteren, die man am liebsten aus dem Buch pflücken würde, damit sie in Sicherheit sind. Die Grundidee der Orginalfassung bleibt erhalten, ich kann es definitiv empfehlen.

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