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Veröffentlicht am 16.01.2024

Magische Bücher

Ink Blood Mirror Magic
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eit nunmehr 10 Jahren bleibt Esther nie länger als 12 Monate an einem Ort, doch diesmal lässt sie die Frist verstreichen und wird kurz darauf gejagt. Esther ist der Schlüssel zu einer Sammlung magischer ...

eit nunmehr 10 Jahren bleibt Esther nie länger als 12 Monate an einem Ort, doch diesmal lässt sie die Frist verstreichen und wird kurz darauf gejagt. Esther ist der Schlüssel zu einer Sammlung magischer Bücher, die von ihrer Halbschwester Joanna beschützt wird.

Nicholas lebt in der größten magischen Bibliothek der Welt und schreibt unter der strengen Aufsicht seines Onkels selbst Bücher, die Magie wirken können. Durch eine Entdeckung beginnt er, sein Leben im goldenen Käfig zu hinterfragen.

Anfänglich hatte ich Schwierigkeiten, mich in die Handlung einzufinden, da die Autorin einen sehr detaillierten Schreibstil hat, der an einigen Stellen etwas langatmig wirkte. Dennoch ist dies mein einziger Kritikpunkt. Durch verschiedene Handlungsstränge wird die Spannung kontinuierlich gesteigert, und die Geschichte wird immer fesselnder. Die Magie, die durch das Vorlesen aus Büchern manifestiert wird, ist faszinierend, da sie sowohl Positives als auch Negatives bewirken kann. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, ich habe mit ihnen mitgefiebert und sie auf ihrem Weg zur Lösung verschiedener Rätsel begleitet.

Die Geschichte ist durchweg verworren und geheimnisvoll. Ich habe eine Vielzahl von Theorien entwickelt, was das Leseerlebnis stellenweise an einen Krimi erinnern lässt. Ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen, dass mich das Ende vollständig überzeugt hat. Es fügt sich nahtlos in die komplexe Handlung ein und rundet die Geschichte auf zufriedenstellende Weise ab. Absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.01.2024

Winterliches Wohlfühlbuch

New Wishes
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Kurz vor Weihnachten wird Rebecca aufgrund einer Beschwerde in ihrem Job beurlaubt, woraufhin sie zu ihren Eltern nach Green Valley flüchtet. Dort lenken sie gleich mehrere Dinge ab, denn ihr Vater liegt ...

Kurz vor Weihnachten wird Rebecca aufgrund einer Beschwerde in ihrem Job beurlaubt, woraufhin sie zu ihren Eltern nach Green Valley flüchtet. Dort lenken sie gleich mehrere Dinge ab, denn ihr Vater liegt nach einem Sturz im Krankenhaus, das Krippenspiel der Gemeinde droht auszufallen und in ihrem ehemaligen Zimmer wurde der Untermieter Leo einquartiert. Leo ist nicht nur der Eishockey-Coach von Rebecass Bruder, ihre erste Begegnung erfolgt zudem unbeabsichtigterweise nur mit einem Handtuch bekleidet.

Dies ist mein erster Ausflug nach Green Valley und obwohl mehrere Personen aus den anderen Bänden der Reihe auftauchen, habe ich problemlos in die Handlung hineingefunden. Rebecca wirkte auf mich manchmal etwas dünnhäutig und gereizt, aber das verzeihe ich ihr angesichts ihrer herausfordernden Situation. Leo hingegen ist ein durch und durch gemütlicher Typ, den ich von Beginn an sympathisch fand. Seine Gelassenheit und Kumpelhaftigkeit machen ihn zu einer Figur, die man einfach mögen muss.

Der Schreibstil von Lilly Lucas ist federleicht und die Slow Burn Romance liest sich super angenehm, wobei "slow" hier wörtlich zu nehmen ist. Vor allem zu Beginn zieht sich die Handlung ein wenig. Wenn Rebecca und Leo sich endlich näher kommen, bleibt jedoch alles in einem angenehmen Rahmen, ohne übermäßiges Drama oder zu viel Spice.

Ein schönes kurzweiliges Buch mit winterlichem und weihnachtlichem Setting, das mir definitiv Lust auf Green Valley und weitere Geschichten gemacht hat.

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Veröffentlicht am 28.06.2023

Eine packende Reise durch Herz und Seele

So weit der Fluss uns trägt
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Nach dem Tod ihrer Mutter übernimmt Victoria bereits als junges Mädchen die Verantwortung für den Haushalt auf der Pfirsich-Farm in Iola. Sie kocht für ihren wortkargen Vater, ihren kriegsversehrten Onkel ...

Nach dem Tod ihrer Mutter übernimmt Victoria bereits als junges Mädchen die Verantwortung für den Haushalt auf der Pfirsich-Farm in Iola. Sie kocht für ihren wortkargen Vater, ihren kriegsversehrten Onkel und ihren sadistischen Bruder und hält in dem patriarchischen Haus alles zusammen. Als sie eines Tages auf den mysteriösen Herumtreiber und Indianer Wilson Moon trifft, werden in Victoria ungeahnte Gefühle geweckt.
Von Anfang an fühlte ich mich mit Victoria verbunden, ihre Unverwüstlichkeit und Stärke sind beeindruckende Eigenschaften. Ich hatte eine ganz andere Entwicklung der Handlung erwartet und war regelrecht schockiert über das, was sich tatsächlich entfaltet hat. Dieses Buch ruft ein breites Spektrum an Emotionen hervor und hat mich gleichermaßen Herzschmerz, Angst und Hoffnung spüren lassen. Es ist unfassbar emotional. Die Autorin hat einen sehr bildhaften Schreibstil, an den ich mich jedoch schnell gewöhnt habe. Die Beschreibungen der Natur, vor allem aber Victorias Gefühle sind so greifbar! Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, habe begierig jede Seite umgeblättert und bin unaufhaltsam Victorias Reise durch Tragödie und Verlust gefolgt. Ehrlich gesagt hätte ich nicht erwartet, dass mir der Roman so gut gefallen würde, auch wenn er ein paar Längen hatte. Shelley Read hat hier keine billige Kopie geschaffen, sondern eine ganz eigene, tiefgründige und emotionale Geschichte, die zudem von wahren Begebenheiten inspiriert ist.
Diese Lektüre bewegt mich sehr, und ich spreche gerne eine Leseempfehlung aus!

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Veröffentlicht am 21.05.2023

Unbarmherzige Natur

Wolfskinder
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In der Siedlung Jakobsleiter, hoch oben in den Bergen und fernab der Zivilsation, leben die Bewohner nach ihren eigenen Regeln. Die Natur ist wunderschön, aber auch gnadenlos und unbarmherzig zu diejenigen, ...

In der Siedlung Jakobsleiter, hoch oben in den Bergen und fernab der Zivilsation, leben die Bewohner nach ihren eigenen Regeln. Die Natur ist wunderschön, aber auch gnadenlos und unbarmherzig zu diejenigen, die sich nicht in der Welt der Berge auskennen. In der abgelegenen Region häufen sich Fälle vermisster Frauen, doch außer der engagierten Journalistin Smilla scheint niemand Verdacht zu schöpfen. Als Rebekka verschwindet, beginnt deren Freund Jesse, die Gemeinschaft ihres Zuhauses in Jakobsleiter zu hinterfragen. Irgendwo lauert das Böse.
Zu Beginn fiel es mir ein paar Kapitel lang schwer der Handlung zu folgen, denn die Geschichte wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der jeweils betroffenen Personen erzählt.  Aber dann haben mich der Schreib- und Sprachstil der Autorin so sehr in ihren Bann gezogen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Stellenweise hat es mich ziemlich gegruselt, die Stimmung ist meist düster und unheilvoll, aber ich bin auch etwas zartbesaitet.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und ihre Ängste und Unsicherheiten spiegeln sich in der stets bedrohlichen Atmosphäre wider. Mit jedem neuen Kapitel wurde ein weiterer Aspekt der Geschichte enthüllt und die Spannung stieg bis zum packenden Ende.
Für mich war es ein Ausflug in das Thriller-Genre, der für meinen Geschmack definitiv genug Spannung zu bieten hatte.
Ich bin gerne in die düstere Welt eingetaucht, gleichzeitig aber froh, dass es ein Buch mit einem abgeschlossenen Ende ist.

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Veröffentlicht am 16.05.2023

Schicksale und Musik

Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie
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Dresden 1841: Die junge Elise stammt aus einer wohlhabenden bürgerlichen Familie und spielt leidenschaftlich gerne Violine. Als eine Ehe mit einem deutlich älteren Mann arrangiert wird, sieht sie ihre ...

Dresden 1841: Die junge Elise stammt aus einer wohlhabenden bürgerlichen Familie und spielt leidenschaftlich gerne Violine. Als eine Ehe mit einem deutlich älteren Mann arrangiert wird, sieht sie ihre Zukunft in Gefahr. Elise träumt davon, auf großen Bühnen zu spielen, in der Rolle einer verheirateten Frau scheint dies jedoch alles andere als realistisch. Ferner gehört ihr Herz längst dem Malergehilfen Christian, dem sie zufällig im Opernhaus begegnet ist.
Bereits nach wenigen Seiten hat mich Anne Stern mit ihrem wunderschönen, bildhaften Schreibstil in das Dresden des 19. Jahrhunderts versetzt. Im Zentrum der Geschichte steht das berühmte Opernhaus, das sehr detailgetreu beschrieben wird. Hier treffen die Geschichten der Protagonisten aufeinander, die alle, egal welchen gesellschaftlichen Standes, verschiedene Schicksale und unterschiedliche Motivationen haben. Überhaupt ist die Gesellschaft der damaligen Zeit sehr glaubwürdig dargestellt. Vor allem die mangelnde Gleichberechtigung der Frauen kommt hier deutlich zum Vorschein. Elise sieht sich gezwungen, der arrangierten Ehe zuzustimmen, eine Wahl hat sie schließlich nicht. Politische Themem werden ebenfalls angesprochen, allerdings hätte ich mir dies noch etwas ausführlicher gewünscht.
Das Ende des Romans habe ich anders erwartet, enttäuscht bin ich deswegen aber keineswegs, im Gegenteil! Ich freue mich, dass bereits eine Fortsetzung angekündigt ist und hoffe auf ein Wiedersehen mit den Protagonisten. Insgesamt hatte ich mit diesem historischen Roman ein fesselndes und auch berührendes Leseerlebnis. Ich empfehle dieses Buch gerne allen Fans von historischen Romanen.

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