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Veröffentlicht am 14.03.2026

Zwei Mordopfer und ein Cold Case Fall

Einsames Watt
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"Einsam stirbt der Mensch; ebenso einsam fühlt er sich auch in seinem inneren Leben." (Leo Tolstoi)
Ein verlassenes Schiff wird kurz vor Amrum entdeckt, aber von der Crew fehlt jede Spur. Fischer entdecken ...

"Einsam stirbt der Mensch; ebenso einsam fühlt er sich auch in seinem inneren Leben." (Leo Tolstoi)
Ein verlassenes Schiff wird kurz vor Amrum entdeckt, aber von der Crew fehlt jede Spur. Fischer entdecken kurz darauf die Leiche von Paula Lemmer in der Nordsee. Zunächst ist die Todesursache unklar. Ihre Wunde am Hinterkopf könnte von einem Schlag stammen, aber ebenso gut von einem Unfall in der letzten Sturmnacht. Für diesen Fall wird John Benthien nach Amrum geschickt, wo alte Erinnerungen wieder aufleben. Er hatte vor mehr als zwei Jahrzehnten bereits einmal zusammen mit seinem Kollegen und Mentor Cornelis Litmanen einen Fall aufklären müssen. Maren Frahm wurde damals getötet, erging es Paula ebenso? Litmanen ist seitdem verschwunden. Als Benthien mit der Fähre abfuhr und er allein auf der Insel zurückblieb, wusste danach niemand, was mit ihm geschah. Was ist mit Litmanen passiert, hatten sie damals den falschen Mörder und er kam ihm auf die Schliche? Haben sie den Fall damals zu früh aufgegeben? Für John wird dieser Fall zu einer persönlichen Spurensuche.

Meine Meinung:
Der mittlerweile zwölfte Band dieser Krimi-Reihe um John Benthien hat erneut ein Cover, das passend zu dem inhaltlichen Kriminalfall ist. Diesmal stehen jedoch nicht nur zwei Fälle zur Diskussion, wie wir es von dieser Reihe gewohnt sind. Ebenfalls kommt der Cold-Case Fall von Cornelis Litmanen hinzu, der für Benthien von entscheidender Bedeutung ist. Bis heute macht er sich nämlich Vorwürfe, weshalb er seinen Mentor damals allein auf der Insel zurückgelassen hat. Für alle war der Mord von Maren Frahms jedoch gelöst, da inzwischen ein Täter ermittelt und festgenommen wurde. Nur Litmanen war sich nicht sicher, ob dieser tatsächlich Maren Frahm getötet hat. Sein Verschwinden danach war für alle ein Schock. Benthien ist überzeugt, er auf den Täter gestoßen ist. Benthien und Fitzen kümmern sich um den Tod von Paula Lemmer, während Lilly Velasco und Juri ebenfalls nach Amrum müssen. Der bisherige Serientäter und Mörder von Maren Frahm hat plötzlich Zweifel, sie getötet zu haben. Er möchte jedoch seine Erinnerungen am Tatort noch einmal auffrischen. Ausgrabungen auf Amrum fanden damals wie heute statt. Paula Lemmer war Teil eines dieser Teams. Steht ihr Tod im Zusammenhang mit diesen Ausgrabungen? Wie in bisher jedem Buch dieser Reihe haben wir es mit unterschiedlichen Handlungen zu tun. Nur dieses Mal kommt eben noch der Vermisstenfall von Litmanen hinzu. Ich fand diesen Krimi diesmal etwas zu verwirrend und unstrukturiert. Man musste sehr aufpassen, damit man überhaupt noch wusste, um wen es gerade ging. Auch fand ich, dass diese Fälle zu oft durch private Angelegenheiten der Ermittler unterbrochen wurden. Natürlich war das schon immer so, aber dieses Mal fand ich es etwas zu geballt. Obwohl die Ereignisse rund um die Ausgrabungen interessant und sicherlich gut recherchiert wurden, waren sie manchmal auch recht anstrengend. Es überraschte mich nicht, dass Lilly erneut Gefühle für John entwickelt. Das Ende überraschte nicht nur in diesem konkreten Fall, sondern auch in Bezug auf die Zukunftspläne von Sannas Schwester. Ob sie dieser Herausforderung gewachsen ist, wird sich herausstellen. Ich fände es jedenfalls in Ordnung, wenn der nächste Fall wieder etwas spannender und nicht so kompliziert wäre. Deshalb gibt es dieses Mal leider nur 3 1/2 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 31.01.2026

Todesangst

Blutwild
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"Der Mensch ist im Grunde ein wildes, entsetzliches Tier. Wir kennen es bloß im Zustand der Bändigung und Zähmung." (Arthur Schopenhauer)
Anka Jessen, die zu diesem Zeitpunkt Polizistin war, wurde vor ...

"Der Mensch ist im Grunde ein wildes, entsetzliches Tier. Wir kennen es bloß im Zustand der Bändigung und Zähmung." (Arthur Schopenhauer)
Anka Jessen, die zu diesem Zeitpunkt Polizistin war, wurde vor sechs Jahren entführt und gefoltert. Sie konnte allerdings ihrem Peiniger entkommen. Bei ihrer Flucht trat sie jedoch in eine Falle von Wilderern. Dies führte zu einem Verlust ihres Unterschenkels und dazu, dass sie ihren Beruf aufgeben musste. Nun, als Psychologin und Unternehmensberaterin scheint der Täter es wieder auf sie abgesehen zu haben. Nachdem sie auf ihrem Handy Koordinaten erhält, die sie zu einer Hütte führen, in der Leichenteile gefunden werden. Dies kann aber nicht sein oder war es vor sechs Jahren doch so, dass der falsche Täter eingesperrt wurde? Ankas Alptraum fängt wieder von vorn an. Seltsame Dinge geschehen, die fast niemand für glaubhaft befindet. Nur ihre Freundin Jessy scheint Anka zu glauben. Ist sie jetzt endgültig verrückt geworden oder hat der Täter von damals es erneut auf sie abgesehen? Will er das abschließen, was ihm damals nicht gelungen ist?

Meine Meinung:
Das Beil auf dem Cover fällt einem sofort ins Auge und weckt meine Neugier auf das, was mich erwartet. Eine Ex-Polizistin, die nach einem einschneidenden Schicksalserlebnis einen Neuanfang versucht hat. Sechs Jahre nach ihrer Entführung und Folterung durch einen grausamen Täter geschehen ausgerechnet jetzt wieder eigenartige Dinge in ihrem Leben. Drohanrufe und -briefe gehen bei ihr ein, zudem treten Ungereimtheiten auf, die den Eindruck erwecken, als verschwimme die Realität mit dem damaligen Trauma. Aber wie ist das möglich? Markus Eikel, der Verbrecher, sitzt nach wie vor im Gefängnis. Hatte er überhaupt einen Partner oder handelt es sich um einen Nachahmungstäter? Schließlich hat er die Tat damals doch gestanden. Ihr früherer Kollege HK Oliver Willner scheint ihr nicht zu glauben und möchte, dass sie sich aus dem Fall heraushält. Dieser Thriller beginnt bereits recht unheimlich mit dem Setting im Wald und der grausamen Waldhütte. Es kommt mir seltsam vor, dass ihr diese Koordinaten geschickt wurden, da sie ja nicht mehr bei der Polizei arbeitet. Möchte sie jemanden verunsichern oder demonstrieren, dass sie nach wie vor im Blickfeld des früheren Peinigers steht? Vieles, was Anka durchlebt, versetzt selbst mich in Erstaunen und schockiert mich. Sogar ich habe mitunter den Eindruck, als ob Anka das alles träumt. Es handelt sich um eine echte Hetzjagd, die da mit ihr veranstaltet wird. Trotz der vielen Informationen, die ich über die Protagonistin Anka erhalte, bleibt sie für mich etwas distanziert und farblos. Ich hätte gerne mehr über ihr damaliges Schicksal erfahren. Allerdings erschien mir HK Willner ebenso blass wie vieles andere in dieser Geschichte. Im Gegensatz dazu wurde Breuninger für mich mit jeder Begegnung sympathischer. Auch über den Täter erfahre ich nur die nötigsten Informationen, und das Setting erscheint mir ebenso oberflächlich und monoton. Der Täter agiert wie ein Wilderer und Schlachter, was für mich nicht unbedingt neu ist. Obwohl die Autorin uns immer wieder Einblicke in den Kopf und die Vergangenheit des Täters gewährt, empfand ich dies als unzureichend. Dagegen ist ihr die Überraschung am Ende wirklich geglückt. Damit hatte ich wahrlich nicht gerechnet. Obwohl dieses Debüt durchaus noch Potenzial für Verbesserungen bietet, konnte mich dieses Buch bis zum Schluss fesseln. Daher vergebe ich 3½ Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2026

Raffinierter Raub im Hafen von Gran Canaria

Jagd unter Palmen
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"Die Jagd selbst ist nicht so gefährlich wie das Teilen der Beute." (Alexander Kulitsch)
Ihr letzter Fall hat der Stuttgarter Kriminalhauptkommissarin Sofia Bittner hart zugesetzt. Körperlich ist sie bei ...

"Die Jagd selbst ist nicht so gefährlich wie das Teilen der Beute." (Alexander Kulitsch)
Ihr letzter Fall hat der Stuttgarter Kriminalhauptkommissarin Sofia Bittner hart zugesetzt. Körperlich ist sie bei dem Schusswechsel gerade noch mal glimpflich davongekommen. Die Verletzung und das daraus resultierende Trauma verfolgen sie jedoch weiterhin. Aus diesem Grund hat die 50-Jährige ihren Vorruhestand in Anspruch genommen, um sich im Häuschen ihrer Großeltern auf Gran Canaria zu erholen. Nur hatte sie nicht damit gerechnet, schneller wieder in einen Fall verwickelt zu werden, als ihr lieb ist. Sofia trifft am Flughafen auf Jefe Garcia, den Polizeichef von Gran Canaria. Dort ereignete sich ein Diebstahl bei einem Passagier, und dieser fragt sich, wie es zu ihrem energischen Auftreten kommt. Er hat zu diesem Zeitpunkt allerdings noch keine Ahnung, dass er die LKA-Beamtin schneller als gedacht wiedersehen wird. Um einen schwierigen Raubüberfall zu klären, müssen die beiden plötzlich kooperieren.

Meine Meinung:
Ich kenne den Autor bisher nur von seinen Kriminalromanen aus meiner Heimatstadt Stuttgart, diesmal jedoch geht es nach Gran Canaria. Sofort spüre ich, dass der Autor ein Faible für diese Insel hegt. Selbst ich, die ich diese Insel noch nicht kenne, bin von den Beschreibungen fasziniert. Egal ob die Straßennamen, die Besonderheiten der Inselbewohner und der Insel selbst oder die Gastronomie. Bei allem überkommt mich sofort das Gefühl, mit Sofia Bittner mitten im Urlaub auf den Kanaren zu sein. Die erwartete Ruhe, auf die sie gehofft hatte, wird gleich am Flughafen zerstört. Da ein Passagier bestohlen wurde, bietet Sofia sofort ihre Hilfe an. Dort lernt sie dann auch den örtlichen Polizeichef, Jefe Garcia, kennen. Ein ganzer Kerl, würde man sagen. Und bei ihrer ersten Begegnung demonstriert er auch diese Männlichkeit. Mein unmittelbarer Eindruck war, dass er kein echtes Interesse daran hat, sich mit Sofias Anliegen auseinanderzusetzen. Vermutlich dachte er, da komme so eine selbstgefällige deutsche Kommissarin, die glaube, sie sei etwas Besseres als er. Zunächst versucht Sofia, sich einzugewöhnen, doch sie gerät immer wieder in Schwierigkeiten. Vor allem, als sie zufällig ein Gespräch aufnimmt und es sie aufmerksam werden lässt. Als sie diese beiden verfolgt und beobachtet, gerät dabei sie fast selbst noch in Gefahr. Als im Hafen jedoch ein spektakulärer Raubüberfall geschieht, wird Garcia klar, dass er Sofias Hilfe und Expertise braucht. Ein Krimi, der neben spannungsgeladenen und actionreichen Szenen auch noch durch andere Aspekte überzeugt. Besonders hervorzuheben sind die großartigen Eindrücke des Settings, der kurzweilige Humor und die zahlreichen Wendungen, die mich bis zum Ende dieses Krimis fesseln. Ich hoffe, es gibt noch mehr Krimis, in denen die beiden Ermittler Bittner/Garcia demonstrieren, was sie zusammen erreichen können. Ich jedenfalls bin schon jetzt überzeugt von ihnen und gebe 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2026

Rache beendet die Ohnmacht der Wut

Der Tote an der Alster
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"Man muss von Staatswegen bisweilen strafen, soll aber nie sich rächen, oder seiner üblen Laune freien Lauf lassen." (Friedrich von Raumer)
Hamburg 1906:
In einer Suite des noblen Grandhotels „Vier Jahreszeiten“ ...

"Man muss von Staatswegen bisweilen strafen, soll aber nie sich rächen, oder seiner üblen Laune freien Lauf lassen." (Friedrich von Raumer)
Hamburg 1906:
In einer Suite des noblen Grandhotels „Vier Jahreszeiten“ wird ein Mord verübt. Der Verstorbene, der für ein Geschäft aus Stuttgart angereist war, soll der Kaufmann Eugenius Oppenheimer sein. Es ist seltsam, dass alle seine Papiere fehlen, aber man geht von Raubmord aus. Als Kommissar Hauke Sötje dem Verstorbenen ins Gesicht blickt, wird ihm klar, dass man die Vergangenheit nicht loswerden kann. Bei dem Toten handelt es sich um seinen Widersacher, den Grafen von Lahn. Aber wie will er das beweisen? Während die anderen den Verbrecher im Hotel suchen, macht sich Hauke auf eine eigene Spurensuche. Er begegnet dabei erneut Verrat und Spionage und zunehmend auch einer Spur zu seiner eigenen Vergangenheit. Dass die Verbrecher nicht einmal vor seiner Familie Halt machen, wird für Hauke zum Albtraum. Immer mehr beunruhigende Vorfälle ereignen sich, bis Hauke erkennt, dass es um die Revanche, sein damaliges Schiff geht.

Meine Meinung:
Das große Finale dieser historischen Krimiserie wird diesmal in zwei Bänden ausgetragen. Aus diesem Grund endet der Schluss mit einem Cliffhanger. Es wurde, wie all die anderen dieser Bücher, wieder mit viel Liebe zum Detail erstellt. Für jedes Kapitel gibt es erneut einen eigenen realen Zeitungsausschnitt, für den die Autorin umfangreiche Recherchen in Archiven durchgeführt hat. Bisher kenne ich alle Bücher dieser Serie und bin jedes Mal beeindruckt, wie gut man durch diese Krimis in die damalige Zeit abtauchen kann. In den vorangegangenen Kriminalromanen kommt der tote Graf von Lahn bereits schon mal vor. Er stellte für den Kommissar bereits damals eine Gefahr dar und bereitete ihm Schwierigkeiten. Aber weshalb wurde der Graf nun getötet? Hauke Sötje entdeckt das erst schrittweise. Die beunruhigenden Vorfälle häufen sich und deshalb bringt er seine Familie in Sicherheit. Ehefrau Sophie ist ihm deshalb böse, weil er viele Dinge vor ihr verschweigt. Einige Details aus Haukes Vergangenheit werden nun im Stadthaus auch bei seinen Kollegen und Vorgesetzten Roscher bekannt. Informationen zum Untergang der Revanche, während er als Kapitän fungierte und der einzige Überlebende war. Er hat damals seine Strafe verbüßt und wurde sogar in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Jedoch gibt er sich immer noch selbst die Schuld, die nun wieder hochkommt. In den vorangegangenen Bänden lässt sich vieles über Haukes Vergangenheit nachlesen. Aber wer sind die Verbrecher, die Hauke und sogar seiner Familie schaden wollen? Der Autorin gelingt es exzellent, uns mit viel Spannung in das Hamburg des Jahres 1906 eintauchen zu lassen. Wir erleben die besonderen Situationen dieser Zeit und vor allem Haukes innere Zerrissenheit, die hier gut zur Darstellung kommt. Aufgrund der zahlreichen Wendungen in diesem Krimi wurde das Finale auf zwei Bücher verteilt. Jedenfalls hatte ich wieder das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Daher vergebe ich 5 Sterne und obendrein eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 19.01.2026

Backen mit einer Prise Liebe

Zimtsternküsse verboten
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"Vertrauen ist der Schlüsselwort für alle Beziehungen. Ob in der Freundschaft oder der Liebe, ohne Vertrauen kann nichts echtes entstehen." (Pinterest)
Sylvie ist die Bäckerin von Sternmoos. Sie liebt ...

"Vertrauen ist der Schlüsselwort für alle Beziehungen. Ob in der Freundschaft oder der Liebe, ohne Vertrauen kann nichts echtes entstehen." (Pinterest)
Sylvie ist die Bäckerin von Sternmoos. Sie liebt Weihnachtsplätzchen, vor allem Zimtsterne, nach Omas Rezept gebacken. Aus diesem Grund will sie für den Weihnachtsmarkt eine besonders große Anzahl produzieren. Darüber hinaus sind Sylvie und Marika seit ihrer Schulzeit beste Freundinnen. Damals haben sie sogar einen Freundinnenkodex erstellt, der sich nun jedoch zu Sylvies größtem Hindernis entwickelt. Denn sie liebt Simon bereits, seit sie Kinder waren. Doch eines Tages ist er mit Marika zusammen und für sie wird er für alle Zeiten tabu sein. Da der Kodex besagt: Weil Simon Marika das Herz gebrochen hat, darf Sylvie keine Beziehung mehr zu ihm haben. Zu diesem Zeitpunkt hat sie jedoch noch keine Ahnung davon, dass Marika heimlich Lügen über sie verbreitet, weshalb insbesondere Simon eine verzerrte Wahrnehmung von ihr hat. Auch die Gefühle lassen sich nicht einfach abstellen, und Simon möchte endlich seine große Liebe Sylvie für sich gewinnen. Wäre da nicht Marika, die ihnen ständig einen Strich durch diese Verbindung macht. Wird es für die beiden trotzdem ein glückliches Ende geben?

Meine Meinung:
Auf dem Cover fallen mir sofort die Zimtsterne ins Auge, die Bäckerin Sylvie in der Sternmooser Backstube für den Weihnachtsmarkt backt. Es handelt sich für mich um den fünften und letzten Band dieser Buchreihe über den Weihnachtsmarkt in den Bergen. Diesmal geht es um eine sehr komplizierte Liebesgeschichte. Was kann man schon tun, wenn man zwischen zwei Fronten steht? Einerseits die große Liebe, andererseits die beste Freundin, der man nicht wehtun möchte. Dass ihre beste Freundin allerdings hinter ihrem Rücken ein falsches Spiel spielt, sie anlügt, intrigiert und sogar Sylvie manipuliert, damit rechnet sie nicht. Wie kann man auch so falsch in einer Freundschaft sein, nur weil man wahrscheinlich neidisch ist? Doch noch schlimmer ist, dass sie Simon im ganzen Dorf schlechtmacht. Simon ist ein ganz feiner, sympathischer und herzlicher Kerl, der bei Frauen eher schüchtern ist. Auch Sylvie ist sympathisch und vielleicht ein wenig naiv, was Marika betrifft. Marika hingegen ist ein durchtriebenes Schlitzohr; ihr ist ganz genau bewusst, was sie tut. Sie ist hinterhältig, manipulativ und zudem noch unehrlich. Die Intrigen und zahlreichen Einfälle der Autorin erwecken diese Geschichte jedoch zum Leben. Nur damit die beiden keine Beziehung eingehen, hatte ich nicht erwartet, dass Marikas Intrigenspiel sogar gegen Sylvie gerichtet ist. Wie kann jemand so falsch sein, dass er nicht einmal seiner Freundin ihr Glück gönnt? Gleichzeitig läuft einem beim Eintauchen in Sylvies Backstube das Wasser im Mund zusammen. Wenn alle Einwohner Ihre Zimtsterne lieben, müssen Sie schon etwas ganz Besonderes sein. Am liebsten würde ich gleich ins Buch hüpfen, um sie zu probieren. Damit ihr Sylvies Zimtsterne nachbacken könnt, gibt es am Ende des Buches zwei Rezepte. Mit einem davon wird die besondere Note der Zimtsterne erzielt. Ich gebe dieser Geschichte 5 Sterne.

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