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Veröffentlicht am 09.03.2023

Kinderbuch-Klassiker zum Lesen lernen: humorvoll und spannend nacherzählt. Mit farbenfrohen Illustrationen.

Das Dschungelbuch
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Inhalt:

Das Findelkind Mowgli wächst im indischen Dschungel bei einer Wolfsfamilie auf.

An der Seite des schwarzen Panthers Bagheera und des Bären Baloo trifft der kleine Junge bei seinen Streifzügen ...

Inhalt:

Das Findelkind Mowgli wächst im indischen Dschungel bei einer Wolfsfamilie auf.

An der Seite des schwarzen Panthers Bagheera und des Bären Baloo trifft der kleine Junge bei seinen Streifzügen nicht nur auf freundlich gesinnte Dschungelbewohner.

Viele sind der Ansicht, dass auf Dauer der Dschungel kein Ort für Menschen ist.

Vor allem der Tiger Shere Khan hat es auf Mowgli abgesehen ...


Eine Nacherzählung des Klassikers von Rudyard Kipling durch Ilse Bintig mit Illustrationen von Alexander von Knorre.


Altersempfehlung:

ab etwa 7 Jahre

(Fibelschrift, Flattersatz)


Illustrationen:

Das Büchlein ist reich an farbenfrohen, detaillierten Illustrationen. Auf jeder Doppelseite finden sich kleine und größere Zeichnungen, die die Handlung widerspiegeln. Einige Szenen sind sogar ganzseitig.

Die Gestaltung der Dschungel-Bewohner gefällt sehr, da sie nicht allzu niedlich dargestellt werden.


Mein Eindruck:

Die Geschichte ist altersgerecht und kurzweilig nacherzählt. Die Kapitel sind kurz und man kann sich das Abenteuer gut einteilen.

Schreibstil und Handlung sind einfach gehalten, damit bereits jüngere Leser gut folgen können. Aussprachetipps (Mowgli - sprich: Mogli) zu Beginn helfen zusätzlich.

Auch sind die Passagen für den geübten Erstleser ohne große Stolpersteine gut zu bewältigen und motivieren zum Weiterlesen.

Die Charaktere schließt man schnell ins Herz, besonders wenn man die Geschichte des kleinen Mowgli bereits kennt.

Man begleitet den aufgeweckten und neugierigen Jungen bei seinen Abenteuern im Dschungel und trifft neben der listigen Schlange Kaa auf die quirlige und heimtückische Affenbande und natürlich auf Shere Khan, den Tiger.

Die Themen Freundschaft und Zusammenhalt sowie Selbstvertrauen und Identitätsfindung/Zugehörigkeit ziehen sich durch die ganze Geschichte und werden einfühlsam und altersgerecht behandelt.

Ganz zimperlich sollte man aber nicht sein, denn die Originalerzählung weicht - wie auch diese Neuerzählung - stark vom Disney-Pendant ab:

Mowgli muss sich gegen den Tiger behaupten und am Ende kann es nur einen Sieger geben. Um das Ansehen des Oberhauptes Akela zu stärken, wird ihm das Fell des toten Shere Khan als Trophäe überreicht.

Ein spannendes Abenteuer im indischen Dschungel zum Mitfiebern und Lesen lernen und eine wunderbar gelungene Neuerzählung. Nicht zuletzt dank der atmosphärischen und modernen Illustrationen.


Fazit:

Der Kinderbuch-Klassiker schlechthin!

Spannend und humorvoll nacherzählt mit sympathischen Charakteren und wunderschönen, farbenfrohen Illustrationen.


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Rezensiertes Buch: "Klassiker einfach lesen - Das Dschungelbuch" erschienen im Arena Verlag im Jahr 2023

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2023

Ein liebevoll gestalteter Gedichtband, um nach einem langen Winter den Frühling Willkommen zu heißen.

Er ist's
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Inhalt:

Es wird Frühling und alle Welt zieht es wieder nach draußen an die frische Luft.

Die ersten Blüten recken sich der Sonne entgegen, Tiere erwachen aus ihrer langen Winterruhe und überall summt ...

Inhalt:

Es wird Frühling und alle Welt zieht es wieder nach draußen an die frische Luft.

Die ersten Blüten recken sich der Sonne entgegen, Tiere erwachen aus ihrer langen Winterruhe und überall summt und brummt und zwitschert es.

Dieses Buch aus der Reihe "Poesie für Kinder" vereint zehn Frühlingsgedichte.

Unter anderem "Osterhas" von Wilhelm Busch, "Das Osterei" von Hoffmann von Fallersleben und "Frühling" von Theodor Fontane.


Altersempfehlung:

ab 4 Jahre


Illustrationen/Covergestaltung:

In Halbleinen gebunden und von großem Format ist das Buch bereits optisch ein wahrer Bilderbuchschatz. Das Cover mit seinen satten Gelb- und Grüntönen versprüht Frühlingsstimmung. Man kann die kleinen Vögel beinahe zwitschern hören.

Den Zeichenstil von Günther Jakobs mögen wir sehr: frech und fröhlich und mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Im Innern des Buches umrahmen und ergänzen ausdrucksstarke und farbenfrohe Illustrationen das jeweilige Gedicht und spiegeln die Stimmung wunderbar wider.

Bei "Frühling am Meer" und "Frühlingsnacht" wird selbiger von einer ganz anderen Seite gezeigt, denn nicht nur Blütenblätter und fröhliche Häschen gehören zum Frühling. Die Szenerie des Kindes im gelben Friesennerz, das gebannt das stürmische Meer betrachtet, ist atmosphärisch und wunderschön anzuschauen.

Mein Eindruck:

Dass klassische Literatur und Poesie auch Spaß machen können, beweist der Kindermann Verlag mit seiner Reihe "Poesie für Kinder" immer wieder auf's Neue.

Jedem der zehn Gedichte in diesem Band wird eine Doppelseite eingeräumt. Lediglich Wilhelm Busch kommt bei einem Zweizeiler mit einer einzelnen Seite aus.

Die Zeilen der Gedichte sind eng zusammengefasst, so dass den Illustrationen ausreichend Raum gegeben wird und der Leser in den atmosphärischen Bildern versinken kann.

Thematisch finden sowohl Frühlingserwachen und Frühlingsgefühle wie auch Osterhase und Ostereiersuche ihren Platz und neben blühender Wiesen geht es auch ans Meer und in die Berge. Frühling ist schließlich überall.

Nach einem langen Winter kann man wunderbar den Frühling Willkommen heißen und in all seinen Facetten entdecken.

Abschließend finden sich Anmerkungen zum Illustrator sowie zur Entstehung/Zusammensetzung.
Hier wird angemerkt, dass nicht nur Werke weltbekannter Lyriker wie Theodor Fontane und Wilhelm Busch ausgewählt wurden, sondern auch von Dichterinnen, um deren Texte ebenbürtig in den Fokus zu rücken: z. B. "Frühlingsnacht" von Maria Janitschek und "Frühling am Meer" von Clara Müller-Jahnke.
So finden sich in diesem Gedichtband fünf von Männern verfasste Werke und fünf, die aus der Feder von Frauen stammen.

5 von 5 Kirschblütenblätter für diesen wunderbaren Bilderbuchschatz und eine (Vor-)Leseempfehlung für Jung und Alt!


Fazit:

Ein wunderschönes Bilderbuch, das bereits Kindern die Welt der Poesie näher bringt und mit wunderschönen und farbenprächtigen Illustrationen auf den Frühling einstimmt.


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Rezensiertes Buch: "Er ist's: Die schönsten Frühlingsgedichte" aus dem Jahr 2023

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2023

Eine berührende, humorvolle und lehrreiche Geschichte und eine mit viel Herz gestaltete Kinderbuchreihe.

Frau Honig: Frau Honig und die Geheimnisse im Kirschbaum
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Inhalt:

Frau Honig und ihr Bienenvolk stehen etwas ratlos vor ihrem neuen Auftrag, denn auf dem Zettel steht nur "Kirschbaum".

Keine Straße, kein Name, nichts weiter.

Das von Kopf bis Fuß in gelb gekleidete ...

Inhalt:

Frau Honig und ihr Bienenvolk stehen etwas ratlos vor ihrem neuen Auftrag, denn auf dem Zettel steht nur "Kirschbaum".

Keine Straße, kein Name, nichts weiter.

Das von Kopf bis Fuß in gelb gekleidete Kindermädchen kommt von der "Vermittlungsstelle für Familien, bei denen alles etwas aus dem Ruder läuft" und findet im Kirschbaum tatsächlich ihre neue Aufgabe.

Emma ist zu Hause ausgezogen, weil dort viel zu viel gestritten wird. Die 9-Jährige wohnt nun im Kirschbaum. Kurzentschlossen zieht Frau Honig bei ihr ein.

Doch Frau Honig wäre nicht Frau Honig, wenn sie neben ihren Bienen nicht auch noch jede Menge famose Ideen im Gepäck hätte ...


Erstmal als

LeseCheckerin Ausführung und mit Belohnungs-Bienen-Sticker für fleißige Lese-Bienchen. Das bewährte Daumenkino gibt's obendrein.


Altersempfehlung:

ab 5 Jahre (zum Vorlesen)
ab 8 Jahre (zum Selberlesen: große Schrift, Blocksatz, kurze Kapitel)


Illustrationen:

Den verträumten Zeichenstil von Joëlle Tourlonias mögen wir sehr.

In allen Bänden sind kleine, emsige Bienen, die über die Seiten schwirren, ein wahres Highlight.

Auch findet sich erneut ein Daumenkino: Eine kleine Biene dreht sich fröhlich im Kreis und wandert am Seitenrand von unten nach oben.

Zudem gibt es erstmals kleine Bienensticker, die nach jedem Kapitel im Buchvorsatz aufgeklebt werden können. Ein ganz wundervoller Einfall und eine tolle Lesemotivation!


Mein Eindruck:

Dies ist der fünfte Band der Kinderbuchreihe und der erste für

LeseCheckerinnen (größere Schrift, weniger Textumfang, Spiel mit Schriftart und -größe). Alle Abenteuer können ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Dieses Mal dreht sich alles um alltägliche und sinnlose Streitereien: angefangen bei herumliegenden Socken und falsch eingeräumten Spülmaschinen bis hin zu nicht verschlossenen und falsch ausgedrückten Zahnpastatuben. So weit, so bekannt

Emma ist ein sympathisches und aufgewecktes Kind mit einer blühenden Phantasie. Sie berichtet, die Familie im Haus neben dem Kirschbaum habe ihren Goldfisch entführt und nun müsse sie ihn befreien.

Dass dort eigentlich sie selbst lebt und die Eltern die "Entführer" sind, verschweigt sie zunächst. Die 9-Jährige hat große Angst, dass sich die Eltern bei all der Zankerei scheiden lassen.

Elsa Honig ist ein empathisches und unkonventionelles Kindermädchen: eine Frohnatur, herzensgut mit einem offenen Ohr für die Sorgen und Ängste aller Kinder. Vorsichtig und liebevoll sucht Emmas Vertrauen und findet mit viel Humor und Phantasie für jedes Problem eine Lösung. Obendrein ist sie für jeden Spaß zu haben und nimmt nicht alles zu genau.

"[...] darum bin ich auch immer auf der Seite der Kinder. Und wo ein Goldfisch entführt wird, bin ich bei der Rettung auf jeden Fall dabei. Ich bin immer für die Gerechtigkeit!"
(Frau Honig, vgl. S. 45)

Sie weiß nicht nur für die Streitereien einen Ausweg, sondern wirbelt auch bei den anderen Nachbarn ein wenig herum und verbreitet so Glück und gute Laune.

Eine berührende Geschichte, die ohne tadelnden Zeigefinger deutlich macht, wie lächerlich manche Streiterei von außen betrachtet ist und wie sehr Kinder darunter leiden.

5 von 5 summende Lesebienchen!


Fazit:

Eine phantasievolle und warmherzige Erzählung, die ein unterhaltsames und lehrreiches Lesevergnügen für Jung und Alt bietet.

Wunderschöne, liebevoll gestaltete Illustrationen ergänzen die Geschichte perfekt.

Daumenkino und Lesesticker bilden das Sahnehäubchen.


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Rezensiertes Buch: "Frau Honig und die Geheimnisse im Kirschbaum" aus dem Jahr 2023

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2023

Ein rührendes Oster-Abenteuer mit einer wertvollen Botschaft. Liebevoll und farbenfroh illustriert.

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius und Bammelchen, der Osterhase
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Inhalt:

Puh! Bis Weihnachten dauert es noch endlos lange ... Spekulatius langweilt sich ganz furchtbar.

Doch als Weltenbummlerin Krakra auf der Weihnachtsinsel Rast macht, ist der kleine Drache plötzlich ...

Inhalt:

Puh! Bis Weihnachten dauert es noch endlos lange ... Spekulatius langweilt sich ganz furchtbar.

Doch als Weltenbummlerin Krakra auf der Weihnachtsinsel Rast macht, ist der kleine Drache plötzlich ganz Ohr. Die Möwe berichtet vom kleinen Bammelchen, der kein Osterhase mehr sein darf, wenn er die Angst, beim Verstecken der Ostereier von Kindern entdeckt zu werden, nicht in den Griff bekommt.

Spekulatius hat zwar noch nie etwas von diesem Osterfest gehört, möchte dem kleinen Hasen aber unbedingt helfen.

Zusammen mit Krakra fliegt er los ...


Altersempfehlung:

etwa ab 4 Jahre


Illustrationen:

Farbenprächtige und fröhliche Illustrationen ergänzen Spekulatius' Osterabenteuer.

Die Charaktere sind goldig gestaltet und es kommt sogleich Osterstimmung auf dank blühender Wiesen, flatternder Bienen und Schmetterlinge und natürlich dank der vielen regenbogenbunten Ostereie.

Die von Spekulatius bemalten Eier sind außergewöhnliche Hingucker, die von Bammelchen dagegen kleine Kunstwerke.


Mein Eindruck:

Für uns ist es die erste Begegnung mit dem Weihnachtsdrachen, passend zur Jahreszeit im Osterbuch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Spekulatius, der "Weihnächtsdräche" hat einen kleinen Sprachfehler, der beim ersten Vorlesen noch sehr anstrengend ist und den Lesefluss stört.

Bei Bammelchen ist der Name Programm. Die anderen älteren Osterhasen sind aber keine große Hilfe, im Gegenteil, sie lachen sogar das kleine Häschen aus. Nur Spekulatius nimmt die Ängste des kleinen Bammelchens ernst und weiß Rat.

Der empathische und hilfsbereite Kerl ist fest davon überzeugt:
"Bämmelchen wird der beste Österhäse äller Zeiten."
(Zitat)

Die lustigen Dialoge zwischen Osterhase und Weihnachtsdrache lockern die Geschichte immer wieder auf. Für ein Bilderbuch ist die Geschichte sehr lang, jedoch einfach und kindgerecht gehalten.

Ein herzerwärmendes und lehrreiches Bilderbuch zur Osterzeit.


Fazit:

Eine lustige und lehrreiche Ostergeschichte.

Humorvoll und warmherzig erzählt und vervollständigt durch wunderschöne, farbenfrohe Illustrationen.


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Rezensiertes Bilderbuch: "Spekulatius und Bammelchen, der Osterhase" aus dem Jahr 2023

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2023

Detektivgeschichte zum Mitraten und Reiseführer in einem. Mit vielen Infos zu Land und Leuten.

Kommissar Kugelblitz - Kugelblitz in Berlin
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Inhalt:

Isidor Kugelblitz folgt als Teil einer Sonderkommission in einem brisanten Drogenfall dem Hilferuf seiner Berliner Kollegen.

Zur gleichen Zeit sitzt auch die Klasse 6b, darunter Martin, der ...

Inhalt:

Isidor Kugelblitz folgt als Teil einer Sonderkommission in einem brisanten Drogenfall dem Hilferuf seiner Berliner Kollegen.

Zur gleichen Zeit sitzt auch die Klasse 6b, darunter Martin, der Neffe des Kommissars, im Zug in Richtung Hauptstadt.

Beim Streifzug durch Berlin werden die Kinder in der S-Bahn Zeuge, wie eine Rockergruppe rumpöbelt und eine alte Dame beklaut.

Dass beide Fälle zusammenlaufen, hätten weder Martin noch der Kommissar gedacht ...


Altersempfehlung:

ab 10 Jahre


Illustrationen:

Der Buchvorsatz wird für einen Stadtplan genutzt, auf dem die bekanntesten Sehenswürdigkeiten eingezeichnet sind.

Alle paar Seiten finden sich kleine bis mittelgroße schwarz-weiß Illustrationen, um die Handlung aufzugreifen.

Besonders die Zeichnungen der Sehenswürdigkeiten sind detailliert und zeigen berühmte Bauwerke (Reichstag), historisch bedeutsame Orte (Checkpoint Charlie) und andere Touristenmagnete (Spree).

Die Gestaltung der Charaktere gefällt, wobei Kommissar Kugelblitz comichaft, rundlich und fröhlich gezeichnet und die anderen Personen eher realistisch und etwas kantiger dargestellt sind.


Mein Eindruck:

Das Büchlein ist kompakt und handlich - der perfekte Begleiter für einen Kurztrip nach Berlin.

Der Aufbau des Buches ist gut strukturiert und dank kurzer Kapitel und großer Schrift bietet es sich an als Lektüre etwa ab der 3. oder 4. Klasse.

Besonders hilfreich (nicht nur für Kugelblitz-Neulinge) ist zu Beginn das "Who is Who?".

Man erhält sofort einen Überblick über die Mitwirkenden in Bild und Text.

Isidor Kugelblitz ist ein lustiger und uriger Kerl, der immer wieder Köpfchen beweist.

Zusammen mit seinen Kollegen wird der sympathische Kommissar mit kleinem Kugelbäuchlein und einer großen Vorliebe für Süßes wird in einen turbulenten Fall verwickelt: Drogenschmuggel, Korruption und ein Maulwurf bei der Polizei.

Nicht fehlen darf eine verdeckte Ermittlung (KK als Rocker ist echt witzig).

Der Kinderkrimi bleibt weitestgehend gewaltfrei. Wobei ich Crystal Meth als Droge in einem Kinderbuch schon als echt schwere Kost empfinde. Auch wenn über ihre Gefahr aufgeklärt wird.

Zum Ende eines jeden Kapitels warten gleich mehrere Fragen, teilweise zum Warmwerden noch sehr einfach gehalten, aber auch ein paar knifflige. Es geht um Logik, Wissen, Täterbeschreibung uvm. Die Hinweise verstecken sich zumeist im vorangegangenen Text. Genaues Lesen zahlt sich hier aus. Mit der roten Geheimfolie am Lesebändchen kann anschließend überprüft werden, ob man richtig kombiniert hat.

Innerhalb der Geschichte tauchen immer wieder Sehenswürdigkeiten oder historische Besonderheiten auf, die entweder im Verlauf der nächsten Sätze erklärt oder im Anhang genauer beschrieben werden.

Sehr interessant gestaltet ist auch der kurze, abschließende Exkurs zur Geschichte Berlins und zu den wichtigsten Bauwerken.

Am Ende des Büchleins finden sich zudem eine Begriffserklärung zu Pfannkuchen und Eierkuchen sowie 100 Worte Berlinisch (Redewendungen, Essen und besondere Verben und Substantive usw.).

Der Ursprung vieler Worte ist aus dem Französischen, Polnischen oder Jiddischen. Kein Wunder, da Berlin in so viele Zonen aufgeteilt war und sprachlich jede Menge Nationalitäten zusammengekommen sind.


Praktisches Extra/Geheimtipp:

Die neuen Bände haben nicht nur ein Lesebändchen. An dessen Ende ist sogar die stabile rote Folie in Lupenform befestigt.

Sollte aber bei einem (alten) Buchexemplar vom Flohmarkt die Geheim-Folie fehlen, kann man mithilfe jeder roten Folie, z. B. Transparentpapier, die Geheimschrift sichtbar machen.


Fazit:

Ein toller Mix aus Kinderkrimi zum Mitkombinieren und kleinem Reiseführer.

Schwarz-weiß Illustrationen unterstreichen die Handlung und zeigen einige der Sehenswürdigkeiten.


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Rezensiertes Buch: "Kommissar Kugelblitz - Kugelblitz in Berlin" überarbeitete Neuauflage aus dem Jahr 2023

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