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Veröffentlicht am 04.05.2021

Ein sommerliches Abenteuer über Naturschutz und Freundschaft mit vielen Tipps, Ideen und Anleitungen sowie atmosphärischen Illustrationen.

Sommer auf der Hummelinsel
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Inhalt:

Selma ist schon ganz kribbelig. Den Sommer verbringt sie nämlich bei ihren Großeltern auf der Hummelinsel.

Zusammen mit ihrer Freundin Maja möchte sie viele spannende Abenteuer erleben.

Der ...

Inhalt:

Selma ist schon ganz kribbelig. Den Sommer verbringt sie nämlich bei ihren Großeltern auf der Hummelinsel.

Zusammen mit ihrer Freundin Maja möchte sie viele spannende Abenteuer erleben.

Der Insektenforscher Johan, den sie bereit auf der Fähre kennengelernt hat, nimmt die beiden Mädchen zusammen mit seinem Sohn Marre kurzerhand mit auf Entdeckungstour. Der Hummelexperte ist auf der Suche nach der Deichhummel, einer vom Aussterben bedrohten Art, und erhält nun tatkräftige Unterstützung von den Kindern.

Die spannende Mission wird ergänzt durch Bastelanleitungen, Rezepte und Spielideen - jeweils am Ende der Kapitel.



Illustrationen:

Den Vorsatz des Buches schmückt eine bunte und detaillierte Karte der Hummelinsel, so dass man hier bereits viele Kleinigkeiten entdecken kann.

Innerhalb der Geschichte greifen kleine und große farbenfrohe Illustrationen die Handlung auf und unterstützten die lockerleichte, sommerliche Atmosphäre.

Der Zeichenstil ist modern und gefällt sehr gut. Besonders gelungen sind Blüten und Hummeln, die immer wieder die Seiten schmücken.



Altersempfehlung:

ab 5 Jahre (zum Vorlesen)

oder ab etwa 9 Jahre (zum Selberlesen)

bei den Back- und Bastelaktionen ist manchmal die Hilfe von Erwachsenen erforderlich



Mein Eindruck:

Die Kapitel haben eine gute Länge zum Vor- oder Selberlesen und die Geschichte wird leicht verständlich und mit viel Humor und Wärme erzählt.

Das Sommerferien-Abenteuer wird zudem ergänzt durch Bastelanleitungen (Blumendruckpresse, Freundschaftsbänder, Insektenhotel) sowie Rezepte (Zimtschnecken) und Anregungen (Spukgeschichtenspiel, Wolken deuten).

Besonders gut gefällt, dass sie Tipps und Anleitungen auch inhaltlich hervorragend in die Erzählung einfügen und durch die Einschübe kein harter Bruch in der Handlung entsteht.

Die Charaktere sind liebevoll gestaltet. Die Kinder sind kleine Abenteurer, wissbegierig und aufgeschlossen. Ihre lebhafte Art ist ansteckend und am liebsten würde man sofort alles nachbasteln und im heimischen Garten weiterforschen.

Neben dem Abenteuer das Buch auch in Bezug auf Tier- und Umweltschutz interessant und lehrreich gestaltet.

Eine spannende, humorvolle und lehrreiche Sommerlektüre für Groß und Klein mit vielen Anregungen zum Nachbauen, - basteln oder -backen!

Für September 2021 ist ein weiteres Abenteuer "Winter auf der Hummelinsel" angekündigt. Wir sind gespannt!



Fazit:

Den Leser erwartet eine lehrreiche wie unterhaltsame Geschichte rund um das Thema Naturschutz und bietet viele Bastel- und Backideen zum Nachmachen.



Die farbenfrohen und stimmungsvollen Illustrationen spiegeln die Handlung sehr gut wider und unterstützen das sommerliche Urlaubsgefühl.


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Rezensiertes Buch "Sommer auf der Hummelinsel" aus dem Jahr 2020

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2021

Ein zauberhaftes Bilderbuch über Selbstbewusstsein, Mut und das Überwinden von Ängste und Vorurteilen. Mit wunderschönen, farbenfrohen Illustrationen.

Der, Die, Das und Kunterbunt
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Inhalt:

Alles hat seine Ordnung:

Es gibt das Blaue Meer, das Rote Meer und das Gelbe Meer.

Die darin streng voneinander getrennt lebenden blauen Quadrate können hervorragend riechen, die roten Kreise ...

Inhalt:

Alles hat seine Ordnung:

Es gibt das Blaue Meer, das Rote Meer und das Gelbe Meer.

Die darin streng voneinander getrennt lebenden blauen Quadrate können hervorragend riechen, die roten Kreise sehr gut hören und die gelben Dreiecke außergewöhnlich gut sehen.

Doch eines Tages verirrt sich das kleine Blaue und landet versehentlich im Roten Meer. Aber nicht alle Roten sind hierüber erfreut: In das Rote Meer gehören schließlich nur Rote und vor allem Fremden haben sie Angst.

Eine kleine Rote jedoch schließt sich dem kleinen Blauen an und auf ihrer Reise begegnen die beiden schließlich im Gelben Meer dem kleinen Gelben.

Es beginnt ein Spiel mit Farben und Formen und der kleine Gelbe, die kleine Rote und das kleine Blaue entdecken, wie wunderschön und fröhlich das Kunterbuntsein ist.



Altersempfehlung:

ab 3 Jahre



Illustrationen:

Die Illustrationen sind zauberhaft und liebevoll gestaltet: farbenprächtig, ausdrucksstark und auf das Wesentliche reduziert.

Besonders das Verschmelzen der Farben und das Verwischen der Grenzen sowie die kleinen Protagonisten sind wundervoll anzusehen.

Das kleine Blaue, die kleine Rote und der kleine Gelbe wirken so liebenswert und fröhlich, ihre Mimik ist herrlich lebendig.

Die Illustrationen werden immer wieder bewundert und auch dem Vorsatz des Buches sollte man Beachtung schenken: wo zunächst geordnet Blau, Rot und Gelb in Reih und Glied schwimmen, sind sie am Ende kunterbunt, teilweise gemustert, und auch mal einander zugewandt.



Mein Eindruck:

Die Geschichte besticht durch kurze und prägnante Sätze und ist somit bereits für kleine Zuhörer leicht zu verstehen. Zudem lebt sie von Wiederholungen und spätestens beim dritten "Keine Angst, ich beiße nicht." kann mitgesprochen werden.

Die Kunterbunten überwinden ihre Ängste und Vorurteile und ihre Stärken ergänzen sich. Schnell wird klar, dass die Welt nicht ordentlich und klar getrennt ist, sondern wunderbar bunt gemischt und herrlich chaotisch.

Wenn man mutig auf Andere zugeht, sie akzeptiert wie sie sind und sich auf gemeinsame Abenteuer einlässt, sieht die Welt viel fröhlicher und bunter aus.

Diese einfühlsam wie lehrreich erzählte Geschichte besticht durch die Kombination aus farbenfrohen Illustration, dem Spiel mit Form und Farbe sowie durch die altersgerecht vermittelten Botschaften.

Eine Leseempfehlung und eine Inspiration für Bastel- und Spielprojekte für den Kindergarten.


Fazit:

Eine warmherzige Geschichte, die auf schlichte und unterhaltsame Weise zeigt, wie fröhlich und kunterbunt die Welt sein kann und dass man keine Angst vorm Anderssein und vor Fremden haben sollte.

Zudem ist das Buch ausdrucksstark illustriert und das Spiel mit Farben und Formen fasziniert bereits die kleinsten Leser.

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Rezensiertes Buch: "Der Die Das und Kunterbunt" aus dem Jahr 2018

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2021

Eine gelungene Einführung in das Star-Wars-Universum: unterhaltsam, informativ und perfekt (nicht nur) für Star-Wars-Dummies ;-)

Star Wars™ supereasy
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Inhalt:

Gesammeltes Wissen und Hintergrundinformationen für Star Wars-Neulinge.

Zeitleisten, Schauplätze, Steckbriefe und Familienstammbäume bringen eine erste Ordnung ins gedankliche Chaos und zudem ...

Inhalt:

Gesammeltes Wissen und Hintergrundinformationen für Star Wars-Neulinge.

Zeitleisten, Schauplätze, Steckbriefe und Familienstammbäume bringen eine erste Ordnung ins gedankliche Chaos und zudem gibt es Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Star Wars:

- Welchen Film schaut man am besten zuerst?

- Wann und wo spielt Star Wars?

- Was ist die Macht und wer besitzt sie?

- Worin unterscheiden sich Jedi und Sith?

- Wer regiert die Galaxis? Wer ist gut und wer böse?

Im Schnelldurchlauf vom Dummie zum galaktischen Experten!



Erscheinungsjahr:

2017

(dementsprechend werden nur die Inhalte von Episode I bis VIII thematisiert und "Der Aufstieg Skywalkers" aus dem Jahr 2019 fehlt)



Mein Eindruck:

Auf fast 200 Seiten wird das Star-Wars-Universum unterhaltsam und spannend erforscht. Alles beginnt passenderweise mit einem Zitat von Yoda:
"Viel zu lernen du noch hast." (vgl. S. 5)

Angefangen bei den Basics und der Entstehung geht es schwerpunktmäßig weiter mit Episode I bis VIII. Hier wird jeder Film näher beleuchtet sowie Figuren und Handlung genau unter die Lupe genommen. Auch zu Werken außerhalb der Haupt-Saga, z. B. Rogue One, unternimmt man einen Abstecher.

Dank kurzer Zusammenfassung der Storys und Vorstellung der wichtigsten Charaktere ist dieses Buch tatsächlich auch für absolute Star-Wars-Neulinge sehr gut zu verstehen.
Aber auch, wer schon (alle) Star Wars Filme kennt, entdeckt hier und da neue Infos.

Abschließend sorgt das Kapitel "Star Wars Zitate, die jeder kennen sollte" dafür, dass man beim nächsten Filmabend mit Angeberwissen punkten kann


Viele Farbfotos, Grafiken und Schaubilder ergänzen die Informationen, Register und Aussprachehilfe runden das Gesamtpaket perfekt ab.

Ein toller Einstieg für große und kleine Leser in die Star-Wars-Welt!

May the 4th be with You!



Fazit:

Ein unterhaltsames Nachschlagewerk für alle Star Wars Fans und insbesondere für Neulinge, die es noch werden wollen.



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Rezensiertes Buch "Star Wars - supereasy: als Einsteiger durch die Galaxis" aus dem Jahr 2017

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Datum der Rezension 4. Mai 2021

May the 4th be with You!

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2021

Auch das dritte Abenteuer der beiden ungleichen Freunde besticht durch Wortwitz, Emotionen und einen spannenden Kriminalfall!

Rico, Oskar und der Diebstahlstein (Rico und Oskar 3)
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Inhalt:

Rico erbt unverhofft die Steinsammlung des schrulligen Nachbarn Fitzke. Obwohl sie für alle wertlos scheint, wird eines Nachts einer der Steine, der Kalbstein, gestohlen.

Die Spur führt den Jungen ...

Inhalt:

Rico erbt unverhofft die Steinsammlung des schrulligen Nachbarn Fitzke. Obwohl sie für alle wertlos scheint, wird eines Nachts einer der Steine, der Kalbstein, gestohlen.

Die Spur führt den Jungen und seinen besten Freund Oskar an die Ostsee.



Altersempfehlung:

ab 10 Jahre



Mein Eindruck:

Dies ist das dritte Abenteuer der ungleichen wie unzertrennlichen Freunde Rico und Oskar. Es kann aber auch ohne Vorkenntnisse problemlos gelesen werden.

Zu Beginn jedes Kapitels finden ganzseitige, farbige Illustrationen, so dass man die Hauptcharaktere direkt vor Augen hat.

Das Abenteuer wird erneut von Rico in Form eines Tagebuchs erzählt und durch Notizen ergänzt. Fremdwörter und deren Bedeutung vermerkt sich Rico und seine unverwechselbar Art, die Dinge zu betrachten und sich selbst die Welt zu erklären, ist erfrischend und herrlich unterhaltsam.

Der sympathische und herzensgute Junge ist tiefbegabt. Er selbst vergleicht seine Denkweise mit einer Bingotrommel, bei der hin und wieder Kugeln verloren gehen, man aber nie genau weiß, wann und wo und welche. Der humorvolle und außergewöhnliche Erzählstil lässt den Leser rasch mit dem Protagonisten mitfühlen und einige Dinge künftig aus einer ganz neuen Perspektive betrachten.

"Klaustrophobie: 'Phobie' kommt vom griechischen Wort für Angst. Die Angst vor der Enge ist vermutlich nach einem 'Klaus' benannt, der als erster Mensch der Welt in einem Fahrstuhl stecken blieb, und die 'Strophe' kommt daher, dass er vor lauter Schiss anfing zu singen. Seitdem gibt es schöne entspannende Fahrstuhlmusik." (vgl. S. 134)

Auch bei den Worten Kontinent (nicht zu verwechseln mit Inkontinent) und imposant (wichtig mit "t" am Ende, denn sonst muss man sich dauernd kratzen) muss ich in Zukunft wohl immer wieder an Rico denken

Die Abenteuer sind schon aufgrund der vielen Wortschöpfungen und neuen Sichtweisen ein großartiges Lesevergnügen.

Aber auch ernsteren Gedanken wird Raum gegeben, Gefühle neu benannt oder bildlich beschrieben: Graues Gefühl (Depression), schwarze Trauerwellen uvm.

Die Geschichte beginnt sogar mit der Beerdigung des Nachbarn, ohne jedoch bedrückend oder tieftraurig zu sein. In jedem Abschied, steckt schließlich auch ein Neuanfang. Für Ricos Mutter ihre neue Beziehung und Boutique und für die kleine Familie eine neue Wohnung und Freund Oskar im gleichen Haus.

Ricos Freund Oskar ist das komplette Gegenstück: ein hochbegabter, sensibler und übervorsichtiger Junge. Seinen Helm und auch die riesige Sonnenbrille hat er in diesem Abenteuer gegen eine Bommelmütze getauscht - wohlgemerkt im Sommer!

Rico und Oskar sind ein tolles Team, gehen gemeinsam durch dick und dünn und ergänzen sich dabei hervorragend. Aber auch Streit und Versöhnung gehören dazu.

Die turbulente Reise zur Ostsee, die Ermittlungen auf eigene Faust werden mit viel Witz erzählt und erneut sind die beiden Freunde auch auf Hilfe von Dritten angewiesen, um den Diebstahl aufzuklären und das Rätsel rund um den Kalbstein zu lösen.

Um das Überraschungsmoment nicht vorwegzunehmen, möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Es wird abenteuerlich, spannend, lustig und hin und wieder brenzlig für Rico und Oskar.

Auch das dritte Abenteuer bietet einen humorvoll und spannend erzählten Kinderkrimi mit Tiefgang über Hoch- und Tiefbegabung, wahre Freundschaft sowie über Tod, Trauer und Verlust.



Fazit:

Rico und Oskar ermittelt in ihrem dritten spannenden Abenteuer: gewohnt liebenswert, unkonventionell und herrlich lustig!

Die Geschichte besticht zudem durch die außergewöhnliche Erzählweise und ihre beiden Anti-Helden. Bei den vielen kleinen Notizen, mit denen Rico sich die Welt erklärt, muss man unweigerlich schmunzeln.

Auch für Band 3 gebe ich von Herzen gern eine Leseempfehlung für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene.



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Rezensiertes Buch "Rico, Oskar und der Diebstahlstein" aus dem Jahr 2013

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 29.04.2021

Auch das zweite Abenteuer der beiden ungleichen Freunde ist berührend und lustig zugleich. Ein spannender Kinderkrimi!

Rico, Oskar und das Herzgebreche (Rico und Oskar 2)
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Inhalt:

Die beiden Freunde Rico und Oskar unterscheiden sich wie Tag und Nacht.

Denn Rico ist tiefbegabt und braucht zum Denken etwas länger als andere Kinder. Dagegen ist Oskar ein schlauer aber ängstlicher ...

Inhalt:

Die beiden Freunde Rico und Oskar unterscheiden sich wie Tag und Nacht.

Denn Rico ist tiefbegabt und braucht zum Denken etwas länger als andere Kinder. Dagegen ist Oskar ein schlauer aber ängstlicher und übervorsichtiger Junge.

Gerade erst ist Oskar mit seinem Vater aus dem Dänemark-Urlaub zurückgekehrt, da wird der Junge bei Rico und dessen Mutter abgesetzt. Sein Vater braucht erst einmal Abstand und eine Auszeit.

Viel Zeit zum Traurigsein bleibt allerdings nicht, denn die beiden Freunde kommen einer miesen Betrugs- und Erpressungsgeschichte auf die Spur.

Zu ihrem Entsetzen scheint auch auch Ricos Mutter darin verwickelt zu sein.



Altersempfehlung:

ab 10 Jahre



Mein Eindruck:

Dies ist das zweite Abenteuer der ungleichen Freunde Rico und Oskar. Aber auch ohne Vorkenntnisse findet man problemlos in die Geschichte hinein.

Ganzseitige, farbige Illustrationen finden sich zu Beginn jedes Kapitels, so dass man Rico und Oskar direkt vor Augen hat.

Die Geschichte wird von Rico erzählt, sein Lehrer hat ihn im ersten Band während der Sommerferien ein Tagebuch führen lassen und in dieses schreibt Rico nun weiter seine Erlebnisse für sich selbst auf. Unter anderem hilft es ihm dabei, nichts zu vergessen.

Rico ist ein herzensguter Junge und tiefbegabt. Was für ihn oft bedeutet, dass ein Gedanke manchmal etwas länger dauert, vollständig abschweift und am Ende vielleicht nicht immer das Gewünschte dabei herauskommt. Das aufgeweckte und liebenswerte Kerlchen beschreibt seine Denkweise selbst als Bingotrommel, bei der hin und wieder Kugeln verloren gehen. Dieser außergewöhnliche und humorvolle Erzählstil lässt den Leser nicht nur mit dem Protagonisten mitfühlen, sondern auch manches aus einer ganz neuen Perspektive betrachten.

Man wird künftig beispielsweise das Wort Schlamassel mit anderen Augen lesen: Eine Assel, die langsam im Schlamm versinkt und dabei ein letztes Mal ihren Artgenossen zum Abschied winkt Was für ein Schlamm-Assel!

Oder Champagner: ein teurer Sekt aus erpressten Weintrauben. Werden die Trauben allerdings getrocknet und schrumpelig, landen sie als Rosinen im Studentenfutter oder aufgeweicht im Käsekuchen. Ricos Fazit: "Es gibt also für die Traube kein Entkommen. Sie ist vermutlich das meist gejagte Obst der Welt." (vgl. 102)

Neue oder fremde Wörter und deren Bedeutung schreibt sich Rico auf. Seine Art und Weise, die Dinge zu betrachten, ist erfrischend anders und herrlich unterhaltsam.

Er gibt auch ernsteren Gedanken Raum und benennt Gefühle neu:

- Graues Gefühl: Depression,

- Schwarzes Gefühl: Liebeskummer,

- Großes Vergessen: Demenz.

Allein aufgrund dieser Wortschöpfungen und neuen Sichtweisen ist das Abenteuer ein großartiges Lesevergnügen.

Ricos Freund Oskar ist das komplette Gegenstück: hochbegabt, sehr klein, ein Pessimist und übervorsichtig (seinen Helm hat er inzwischen gegen eine riesige Sonnenbrille getauscht). Die beiden ergänzen sich hervorragend und sind ein tolles Team.

Zur Handlung möchte ich nicht zu viel verraten, um die Überraschung im spannenden Kriminal- und Erpressungsfall nicht vorwegzunehmen. Es sind einige (gescheiterte) Pläne und Hilfe von Dritten nötig, um zur Lösung des Rätsels zu gelangen.

Ein humorvoll und spannend erzählter Kinderkrimi mit Tiefgang über Hoch- und Tiefbegabung, Vorurteile und Toleranz, Freundschaft und Hilfsbereitschaft sowie über Ängste, Trauer und Verlust.



Fazit:

Rico und Oskar ermittelt in ihrem zweiten spannenden Abenteuer.

Dank der außergewöhnlichen Erzählweise und den liebenswerten Protagonisten und Anti-Helden fasziniert die Geschichte nicht nur aufgrund des Kriminalfalls.

Eine Leseempfehlung für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene.



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Rezensiertes Buch "Rico, Oskar und das Herzgebreche" aus dem Jahr 2013

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