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Veröffentlicht am 11.10.2022

Umbruch

Was nicht war, kann ja noch werden
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Aufgrund der Leseprobe setzte ich große Hoffnungen in diese Geschichte. Leider wurden sie nur zum Teil erfüllt. Freya flippt als 30-jährige aus, als sie erfährt, dass ihre beste Freundin schwanger ist. ...

Aufgrund der Leseprobe setzte ich große Hoffnungen in diese Geschichte. Leider wurden sie nur zum Teil erfüllt. Freya flippt als 30-jährige aus, als sie erfährt, dass ihre beste Freundin schwanger ist. Danach setzt sie vollkommen irrrationale und undurchdachte Maßnahmen. Der Wechsel in der Geschichte zwischen Jetzt und Damals zeigt aber auch hier, die Unentschlossenheit der beiden Hauptbeteiligten. Eines sei schon lobend hervorgehoben: Die Nebendarsteller werden sehr lebhaft eingebracht in die Handlung. Freyas Eltern, ihre Schulfreundinnen und da vor Allem Maya. Außerdem stellt Freya immer mehr sich selbst in den Vordergrund, ohne
Rücksicht auf eventuelle Probleme der Anderen. Ihre Angst vor dem Erwachsen sein, hat sie bis jetzt nicht abgelegt. Sie träumt immer noch von den "schönen" Zeiten in der Schule und ist anscheinend aus ihrem Traum noch nicht aufgewacht. Soll auch im richtigen Leben so vorkommen.

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Veröffentlicht am 22.09.2022

Lehrreich

Kochen am offenen Herzen
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Ein unheimlich wirkendes Buch. Es fängt an mit einem Versager, welcher sich mit den unmöglichsten Anstellungen im Küchenbereich über Wasser hält. Trotz seines Abdriftens in Alkohol, Drogenkonsum und Frauengeschichten, ...

Ein unheimlich wirkendes Buch. Es fängt an mit einem Versager, welcher sich mit den unmöglichsten Anstellungen im Küchenbereich über Wasser hält. Trotz seines Abdriftens in Alkohol, Drogenkonsum und Frauengeschichten, fällt unser unbeschwerter Held immer wieder auf die Füße. Maßgeblich daran beteiligt ist auch sein Vater, welcher ebenfalls ein Original unter Sammlern ist. wunderbar beschrieben werden auch die Vorgänge in den Küchen verschiedener Restaurants. Ebenfalls lässt uns der Autor teilhaben an den Zusammenstellungen verschiedener Menüs in den einzelnen Verpflegungsstellen. Das ganze Buch ist witzig geschrieben, erklärt augenzwinkernd das Lebensgefühl der Hauptperson. Und diese nimmt das Leben auf die mehr als leichte Schulter. Und wir als Leser lachen und leiden mit ihm und freuen uns, wenn er immer wieder auf die Füße fällt. Gelungen.

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Veröffentlicht am 21.09.2022

Schweres Erbe

Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens
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Was für ein interessanter Beginn. Nach dem überraschenden unnatürlichen Tod seines Vaters muss der Sohn sein Gelöbnis am Sterbebett erfüllen. Er muss einem alten Gesetz folgend, Auftragsmorde erfüllen. ...

Was für ein interessanter Beginn. Nach dem überraschenden unnatürlichen Tod seines Vaters muss der Sohn sein Gelöbnis am Sterbebett erfüllen. Er muss einem alten Gesetz folgend, Auftragsmorde erfüllen. Allerdings dürfen diese nicht als solche erkannt werden. Lucien Comte de Chacarasse hat allerdings nicht vor zu töten, er muss aber den Schwur erfüllen. Was hätte man aus dieser Geschichte machen können. Herausgekommen ist eine oberflächliche Handlung. Der Junge Comte geht ziemlich unbeeindruckt an seine Aufträge heran. Die Lösungen erscheinen meistens an den Haaren herbeigezogen. Auch die Geliebte seines Vaters spielt in dieser seichten Geschichte eine nicht unwesentliche Rolle. Auch sein Onkel ist mehr als verwickelt in die Geschichte. So schleppt sich die Handlung mühsam durch die einzelnen Vorfälle bis zu einem, nicht erwarteten, weil unglaubwürdigen Ende. Schade um einen verpatzten Versuch.

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Veröffentlicht am 12.09.2022

Treffer mit Folgen

Bullauge
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Der Polizist Kay Oleander leidet an schlimmen Unfallfolgen. Auf einer Demonstration wird ihm mit einer Bierflasche am Kopf getroffen. Vom Dienst freigestellt, schleppt er sich mühsam durch die langen Tagesstunden. ...

Der Polizist Kay Oleander leidet an schlimmen Unfallfolgen. Auf einer Demonstration wird ihm mit einer Bierflasche am Kopf getroffen. Vom Dienst freigestellt, schleppt er sich mühsam durch die langen Tagesstunden. Dass er dem Alkohol mehr zuspricht, macht seine armselige Lage auch nicht besser. Bei seinen nutzlosen Recherchebemühungen lernt er Silvia Glaser kennen. So wie er, seit einem Radfahrunfall ebenfalls eine Versehrte, kennen. Insgeheim hält er sie für die Verantwortliche für seine Behinderung. Aber trotzdem finden sie zueinander und schmieden gemeinsam einen Plan. Der Autor Friedrich Ani beschreibt in diesem Roman das trostlose Schicksal eines schwer gezeichneten Menschen, welcher am Leben zweifelt, aber trotzdem versucht, wieder auf die Füße zu kommen. Trotz vieler Rückschläge versucht er unermüdlich, die Hintergründe seines Unfalls aufzuklären. Ein Problem ist Silvia Glaser. Ist sie die Täterin oder die Person, durch die er auf die Hintermänner kommt? Bis diese Frage geklärt wird, bekommen wir noch tiefe Einblicke in die physische Verfassung des schwer gezeichneten Unfallsopfer. Gelungene Schilderung mit einigen Längen.

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Veröffentlicht am 08.09.2022

Undurchsichtig

Die rätselhaften Honjin-Morde
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Vorweggenommen: Eine spannende Geschichte mit einem furiosen, nicht erwarteten Ende. Das wird zwar allgemein von einem Kriminalroman erwartet, doch in diesem Fall ist diese Behauptung überaus gerechtfertigt. ...

Vorweggenommen: Eine spannende Geschichte mit einem furiosen, nicht erwarteten Ende. Das wird zwar allgemein von einem Kriminalroman erwartet, doch in diesem Fall ist diese Behauptung überaus gerechtfertigt. Auch das Cover ist diesem Stil angepasst. Mit stoischer Ruhe und japanischer Gelassenheit wird vom Autor die Handlung abgespult und trotzdem bleibt die Spannung bis zum Schluss aufrecht. Wer sich nicht beim Lesen von den japanischen Namen irritieren lässt, hat ein ungestörtes Krimivergnügen der seltenen Güte. Der "Verschlossene-Raum-Mord" stellt den ermittelnden Kommissar vor größte Probleme, ein hinzugezogener, junger, unscheinbarer Privatdetektiv trägt dann schlussendlich mit seinen eher unkonventionellen Methoden entscheidend zur Klärung dieses Verbrechens bei. Nebenbei werden auch Einblicke in das Leben der japanischen Gesellschaft übermittelt. Ein Krimi, welcher es wert ist, gelesen zu erden. Was will man mehr.

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