Profilbild von herr_opunkt_bepunkt

herr_opunkt_bepunkt

Lesejury Profi
offline

herr_opunkt_bepunkt ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit herr_opunkt_bepunkt über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2018

Märchen für keine Nacht

Die Geschichte von der unbekannten Insel
0

Jose Saramago habe ich durch sein Buch "Stadt der Blinden" sehr zu schätzen gelernt und hatte mich auf dieses Märchen gefreut. Ein Mann kommt zu einem König und bittet um ein Schiff, um die unbekannte ...

Jose Saramago habe ich durch sein Buch "Stadt der Blinden" sehr zu schätzen gelernt und hatte mich auf dieses Märchen gefreut. Ein Mann kommt zu einem König und bittet um ein Schiff, um die unbekannte Insel zu suchen. Die Putzfrau, die im Schloss des Königs lebt, schließt sich ihm an, weil auch sie an diese Insel glaubt. Der Text wirkt auf mich fast, wie in einem Satz geschrieben und wäre es nicht von einem Literaturnobelpreisträger geschrieben worden, hätte ich gedacht, ein poetischer Teenager ( nichts gegen diese Gruppe, da gibt es wahre Talente ) hätte diesen verfasst. Ein großer Vorteil sind die nur knapp 60 Seiten, durch die man schnell hindurchhuschen möchte. Keine Empfehlung, vielleicht bin ich aber auch nicht freigeistig genug.

Veröffentlicht am 08.03.2018

Wo ist der Riesling?

Riesling und ein Mord
0

Auf Kerstin Lange bin ich bei einer Autorenlesung in Gernsheim aufmerksam geworden.Dort stellte sie ihr zweites Buch Speyerer Geheimnisse vor.Da ich "Reihen" gerne von Anfang an lese, habe ich mir auch ...

Auf Kerstin Lange bin ich bei einer Autorenlesung in Gernsheim aufmerksam geworden.Dort stellte sie ihr zweites Buch Speyerer Geheimnisse vor.Da ich "Reihen" gerne von Anfang an lese, habe ich mir auch das Erstlingswerk direkt mit eingepackt.Auf der Lesung hat mir ihre Art und Weise gefallen, wie sie auf Ihre Ideen gekommen ist, die Stimme und Wortwahl haben mich neugierig gemacht.Der zweite Roman ist sicher besser.Die Story wirkte auf mich z.T etwas an den Haaren herbeigezogen,die Nebenhandlungen waren oft im Mittelpunkt, ungenau und für mich nicht ausreichend ausgearbeitet.Ich hätte nach der Lesung mehr erwartet...Ferdinand Weber muss für mich noch etwas an Profil gewinnen, Jeanette und die Idee der " Beziehung " zu Ferdinand gefällt mir und dies würde mich beim 2.Fall auch vornehmlich interessieren.Ich lese auf jeden Fall noch Teil 2 und würde dann gerne mehr Sterne vergeben.Ich verstehe nur nicht, wo ist der Riesling?

Veröffentlicht am 08.03.2018

Kate Burkholders 1. Fall

Die Zahlen der Toten
0

Die Story um Kate Burkholder und der amischen Gemeinde um Painters Mill habe ich schon lange auf meiner Liste und hatte das Glück diese über Deezer auch hören zu können.Die winterliche Stimmung passte ...

Die Story um Kate Burkholder und der amischen Gemeinde um Painters Mill habe ich schon lange auf meiner Liste und hatte das Glück diese über Deezer auch hören zu können.Die winterliche Stimmung passte sehr gut, hatte es auch bei uns gerade geschneit. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Kate und John war schon relativ rasch absehbar, zum einen interessant, wie es da weitergeht, zum anderen bin ich immer etwas verstört, das Ermittler fast immer kaputt sind und etwas abarbeiten müssen.Wie dies in einer Beziehung mit zwei traumatisierten Menschen verläuft, nun ja es ist Fiktion und sonst wäre es sicher auch nicht interessant.Dennoch ist für mich starker Medikamenten- und Alkoholabusus, gemeuchelte Familie vs. ausgeschlossener Ex-Amischen, war sie eigentlich ein Vergewaltigungsopfer? z.T etwas viel.Tanja Geke ist für mich eine gute Sprecherin, sie konnte die Atmosphäre gut rüberbringen und ich würde mir noch weitere Hörbücher von ihr anhören.Die Art und Weise der Morde war für mich neu, der Täter auch nicht direkt offensichtlich.

Veröffentlicht am 08.03.2018

Burkina Faso am Museumsufer

Zeit für Rache
0

Durch eine Lesung bin ich auf Sylvia Schopf und ihr Buch aufmerksam geworden.Ihre Darstellungsqualitäten sind wirklich gut, da sie als Schauspielerin und ihre Tätigkeiten beim Hörfunk gute erzählerische ...

Durch eine Lesung bin ich auf Sylvia Schopf und ihr Buch aufmerksam geworden.Ihre Darstellungsqualitäten sind wirklich gut, da sie als Schauspielerin und ihre Tätigkeiten beim Hörfunk gute erzählerische und darstellerische Fähigkeiten.Nach der Lesung dachte ich zu wissen, wer der Mörder ist, aber weit gefehlt...Mit diesem Hintergrund hat mir das Buch gut gefallen.Es war nicht fesselnd und für mich kein Pageturner. Die Verbindung der Ausstellung, die Hintergründe und die Giftmorde empfand ich neu und abwechslungsreich .Ich würde das Buch wieder lesen und mir auch einen anderen " Schopf" besorgen.Da ich gerne Thriller und Dystopien lese, ist es für mich persönlich soft.

Veröffentlicht am 08.03.2018

Eisige Kälte im Yukon

Wie Wölfe im Winter
0

Die Hauptprotagonistin Lynn ( Gwendolynn) zieht sich nach den menschheitszerstörerischen Ereignissen, die als Butterfly- Effect auf den 11.September( fiktional, aber realistisch ) folgen mit dem verbleibenden ...

Die Hauptprotagonistin Lynn ( Gwendolynn) zieht sich nach den menschheitszerstörerischen Ereignissen, die als Butterfly- Effect auf den 11.September( fiktional, aber realistisch ) folgen mit dem verbleibenden Rest ihrer Familie ( Mutter, Onkel Jerryl und Bruder Ken ) aus Eagle in Alaska in den Yukon zurück. Der Sohn des verstorbenen besten Freundes von Jerryl Ramsey macht das Quintett komplett. Einzig allein der Einsiedler Conrad befindet sich noch in Nähe zu ihren Hütten. Er ist Lynn nicht gut gesonnen und verbreitet eine unbehagliche Atmosphäre. Die Familie um Lynn, deren Vater auch an der globalen Grippeepidemie verstorben ist müssen sich als Selbstversorger durchschlagen, da es die Zivilisation, wie sie es einst gab, nicht mehr gibt. Alles ist von Eis, Kälte und Schnee umgeben. Sie leben von der Jagd, dem Ackerbau, dem nahegelegenen Fluß Blackstone River. Eines Tages kommt ein Fremder ( Jax) an die kleine Siedlung mit einem Hund namens Wolf. Ab hier nimmt die Geschichte ihren Lauf....
Zumindest teilweise erinnerte mich Lynn an Katniss aus den Tributen von Panem, was vielleicht an ihrer Art zu Jagen ( Pfeil und Bogen) und ihrer Treffsicherheit liegt. Ihr ehemaliges Vegetariersein kann sie aufgrund der neuen Lebensereignisse nicht weiterführen.
Die postapokalyptische Dystopie hat mich sofort an den Ort des Geschehens gebracht und auf meiner warmen Couch konnte ich Lynn gut auf ihren Jagdzügen und Ausflügen in Eis und Schnee verfolgen. Die Geschichte wirkt rund, sie hätte noch ausführlicher sein können, da es die Story sicherlich hergegeben hätte.
Tyrell Johnson erschafft eine Welt, wie sie durchaus sein könnte, sie wirkt detailgetreu ohne zu sehr eine apokalyptische Romantik aufkommen zu lassen. Man wünschst sich nicht an diesen Ort. Lynn ist als 16 jährige in diese Apokalypse gegangen und mit ihren 23 Jahren bleibt sie für mich auf diesem Stand stehen. Sie kann sich aufgrund der Trauer um ihren Vater nicht weiterentwickeln und versucht dessen Platz in der Familie einzunehmen. Ihre burschikose Art wird durch den Fremden Jax etwas auf die Probe gestellt, empfindet sie doch etwas mehr für ihn. Lynn bleibt für mich die zentrale Figur, Jax erscheint interessant ist für mich aber auch nur ein Getriebener , der in dieser Welt ( verständlicherweise) auch nicht weiß, was weiter passieren wird....die Angst um die Menschen von Immunity , von denen Lynn durch Jax erfährt und auch später in Kontakt tritt lässt ihn ruhelos umhertreiben ...
Die Story hat Wendungen , bleibt spannend , aber es bleiben für mich am Ende Fragen ( vielleicht eine Fortsetzung ?) und der Showdown war von mir packender erwartet.
Das Buch bekommt dennoch eine klare Leseempfehlung.