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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Auch der zweite Mainz-Krimi von Monja Luz hat mich voll gepackt, absoluter Pageturner!

Wer Vertrauen schenkt
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Chris Muth von der Mainzer Kripo, den ich schon vom ersten Mainz-Krimi kenne, ermittelt mit seinem Partner im Fall einer toten Frau, die in einem Haus in Mainz-Hartenberg aufgefunden wird. Sie ist die ...

Chris Muth von der Mainzer Kripo, den ich schon vom ersten Mainz-Krimi kenne, ermittelt mit seinem Partner im Fall einer toten Frau, die in einem Haus in Mainz-Hartenberg aufgefunden wird. Sie ist die Freundin von Daniel Danner, der ebenfalls vor Ort ist und sehr verwirrt erscheint. An die Tat hat er keine Erinnerung. Die Kellertür wurde gewaltsam geöffnet. Handelt es sich um einen Unfall oder doch um Mord? Hängt der Einbruch mit der Tat zusammen?

Am Anfang hatte ich etwas Probleme, die vielen Personen auseinander zu halten, aber das hat sich schnell gegeben. Dass der Krimi sehr tiefgründig ist und tief in die menschliche Seele blickt, hatte ich so nicht erwartet. Die Diagnose eines der Beteiligten hat mich schlichtweg umgehauen. Darauf war ich nicht im Mindesten vorbereitet. Sobald ich kapiert habe, was da los ist, gab es kein Halten mehr und ich musste unbedingt wissen, wie es ausgeht.

Aber auch andere „Baustellen“ im zwischenmenschlichen und familiären Bereich packt die Autorin mit viel Fingerspitzengefühl an. Man merkt die gute Recherche vor allem bei den psychischen Beschreibungen. Ein absoluter Pageturner, den ich nicht mehr aus den Fingern legen wollte.

Der Krimi ist durchdacht, logisch und mit viel Lokalkolorit geschrieben. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat. Die Polizeiarbeit wurde sehr gut erklärt und ich konnte alle Schritte sehr gut nachvollziehen. Toll waren die skizzierte Skyline von Mainz, die im Buch immer wieder vorkam sowie das Whiteboard der Ermittlungen, das immer wieder ergänzt wurde und den Stand der Ermittlungen wiedergab. Dass es handschriftlich abgebildet war, kam es auch sehr authentisch rüber. Es hat mir großen Spaß gemacht, hierüber die Ermittlungen zu verfolgen.

Die Geschichte hat mich absolut gepackt. Vor allem die ungewöhnliche Diagnose eines der Beteiligten hat mich absolut fasziniert. Mega interessantes Thema, das ich aufgrund Spoiler hier nicht weiter ausführen möchte. Gerne gebe ich diesem Mainz-Krimi volle 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung an alle, die dieses Genre lieben.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Mein erster Social-Media-Stalker-Thriller - anfangs etwas zäh, später mega spannend

Rot: Rubikon
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Protagonist Norik ist Social-Media-Star, ein sogenannter Twitch-Streamer, und hat vieles erreicht wie eine große Community, eine eigene Firma, einen bekannten Podcast und ein sehr gutes Auskommen. Alles ...

Protagonist Norik ist Social-Media-Star, ein sogenannter Twitch-Streamer, und hat vieles erreicht wie eine große Community, eine eigene Firma, einen bekannten Podcast und ein sehr gutes Auskommen. Alles läuft perfekt, bis er eines Tages einen roten Brief bekommt. Es ist der erste einer Reihe von Briefen, die zunächst harmlos und schmeichelnd daherkommen, später aber immer intimer und bedrohlicher werden. Der Absender nennt sich Rubikon und behauptet, Norik besser zu kennen als andere und er sich selbst. Mit perfiden Mitteln schafft er es, sein Vertrauen zu gewinnen und ihn zu manipulieren. Norik gerät in einen Strudel aus Angst und Abhängigkeit, weiß nicht mehr, wem er vertrauen kann. Sein bester Freund will ihm helfen, doch kann er gegen Rubikon und dessen psychischer Manipulation ankommen?

Ich muss zugeben, dass ich den Anfang sehr zäh fand und mindestens 100 Seiten gebraucht habe, um in der Geschichte anzukommen. Ich glaube, dass es daran lag, dass ich die ganzen Begriffe rund um Social Media nicht wirklich kenne. Im Anhang am Ende des Buches gibt es eine Liste mit Erläuterungen, die es einfacher machen. Leider habe ich diese erst entdeckt, als ich mit der Geschichte schon durch war. Besser aufgehoben wäre sie meiner Meinung nach am Anfang des Buches. Außerdem gibt es dort eine Liste mit Übersetzungen aus englischen, italienischen und rumänischen Begriffen, die in der Geschichte auftauchen. Da sich beim Lesen jedoch vieles aus dem Kontext ergibt, habe ich sie nicht wirklich gebraucht, aber es war interessant, sie zu lesen.

Ich bin 59 Jahre alt und - wie ich jetzt weiß - definitiv nicht die Zielgruppe dieses Thrillers. Das liegt wahrscheinlich am Thema Social Media, mit dem ich nicht wirklich tief vertraut bin. Dennoch hat sich mein Durchhalten am Ende gelohnt.

Anfangs dachte ich, der Geschichte nicht mehr als 3 Sterne vergeben zu können, am Ende jedoch waren es klare 5 Sterne, weil es mich irgendwann gepackt hatte und ich unbedingt wissen wollte, ob Norik es schafft, unbeschadet aus der Situation herauszukommen. Der Roman wartet mit unerwarteten Wendungen auf, und das ständig. Dadurch hat mich die Geschichte mehr und mehr fasziniert, auch wenn ich die Chat-Kommentare teilweise nur überflogen habe, weil mich diese Jugendsprache etwas genervt hat. Aber das waren nur einzelne Stellen im Roman und daher kann ich darüber hinwegsehen.

Tatsache ist, dass mich die Geschichte mehr und mehr gefesselt hat und das ist es doch, was einen guten Thriller ausmacht. Aus den 3 Sternen vom zähen Anfang und den 5 Sternen vom grandiosen Ende ergeben sich im Schnitt gute 4 Sterne.

Nicht fehlen sollte eine Triggerwarnung zum Thema Stalking. Wer damit ein Problem hat, sollte diesen Thriller besser meiden. Allen anderen eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Wundervoller Wohlfühlroman mit Setting auf Mallorca

Eine Strandvilla zum Verlieben
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Nach Österreich und Florida hat mich die Autorin mit ihrem neuen Buch nun nach Mallorca entführt und ich habe mich von der 1. Seite an sehr wohlgefühlt. Geschichten von Maggie Uhmann sind für mich immer ...

Nach Österreich und Florida hat mich die Autorin mit ihrem neuen Buch nun nach Mallorca entführt und ich habe mich von der 1. Seite an sehr wohlgefühlt. Geschichten von Maggie Uhmann sind für mich immer ein Garant für gute Unterhaltung. Umso mehr habe ich mich gefreut, als sie mir völlig unerwartet ihr neues Buch auf der Frankfurter Buchmesse geschenkt hat. Vielen herzlichen Dank nochmal dafür, liebe Maggie.

Protagonistin Anna ist studierte Psychologin, doch ihre Karriere endet abrupt. Sie wagt einen kompletten Neuanfang als Maklerin auf Mallorca. Anfangs darf sie nur Mietobjekte vermitteln, doch sie geht mit viel Einfühlungsvermögen auf ihre Kunden zu und entscheidet sich auch schonmal für unübliche Wege wie „spirituelle energetische Ausräucherung von Wohnungen“. Dadurch bekommt sie auch Mieter für Ladenhüter. Ihr Chef bietet ihr als Dank unverhofft die Möglichkeit, eine Strandvilla zu verkaufen. Dumm nur, dass es sich hierbei um ein ziemlich hässliches Objekt mit enorm hohem Preis handelt, das als extrem schwer vermittelbar gilt, aber in 5 Monaten verkauft sein muss. Sie nimmt die Herausforderung an und hofft auf eine gute Provision.

Dumm nur, dass sie sich nun mit dem Architekten Alvaro abgeben muss, der das Haus aufhübschen soll. Sie ist von seinen Sprüchen genervt und er ist auch nicht gerade darauf verpicht, sich mit einer Frau mit psychologischem Durchblick einzulassen. Doch seltsamerweise findet Anna einen Draht zu seiner Tochter und er beginnt, sie mit anderen Augen zu sehen.

Werden die beiden es schaffen, die Renovierung in so kurzer Zeit zu realisieren? Wird sich dann auch ein Käufer finden lassen? Für Anna steht viel auf dem Spiel, aber auch Alvaro hat sein Päckchen zu tragen.

Ich habe mich mit dem Setting und mit dem tollen Schreibstil von Meggie Uhmann sofort wohlgefühlt in der Geschichte. Auch ich bin in der Immobilienbranche tätig und fand allein deshalb die Renovierung und Vermarktung der Villa sehr interessant. Aber auch die Beschreibungen der Insel haben mich eingeladen, dem Alltag zu entfliehen und gedanklich mit nach Mallorca zu reisen. Die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten und mir ein paar schöne Lesestunden beschert.

Ich gebe diesem schönen Liebesroman daher verdiente von 5 Sternen und eine Leseempfehlung an alle, die dieses Genre lieben.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Auch Band 2 der Düsseldorf-Saga hat mich wieder vollends überzeugt

Neue Zeiten auf der Kö – Die Fotografin
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Bei „Neue Zeiten auf der Kö - Die Fotografin“ handelt es sich um Band 2 der Düsseldorf-Saga. Es war für mich von Vorteil, Band 1 bereits gelesen zu haben. Die Geschichte ist jedoch in sich abgeschlossen ...

Bei „Neue Zeiten auf der Kö - Die Fotografin“ handelt es sich um Band 2 der Düsseldorf-Saga. Es war für mich von Vorteil, Band 1 bereits gelesen zu haben. Die Geschichte ist jedoch in sich abgeschlossen und auch ohne Vorkenntnisse lesbar.

Die Geschichte spielt im Jahr 1953 in Düsseldorf. Jüdin Zuria, 26 Jahre alt, ist im Krieg zu ihrer Tante nach London geflohen. Sie hat sich in der Stadt gut eingelebt und ist mit einem Modehausbesitzer verlobt. Sie dachte bisher, ihre Eltern und ihre Schwester seien im KZ gestorben. Doch ein Brief beweist, dass ihre Schwester Jalda noch lebt - ausgerechnet in ihrer Heimatstadt Düsseldorf. Zuria hat sich geschworen, nie mehr einen Fuß auf deutsches Land zu setzen, doch sie überwindet ihre Ängste, um Jalda zu überreden, zu ihr nach London zu ziehen.

Jalda allerdings möchte das nicht. Sie hat sich ein Leben als Mannequin aufgebaut und träumt von einer Karriere als Fotomodell. Das passt erstaunlich gut zu Zurias Traum, Modefotografin zu werden und plötzlich scheinen sich Wege zu ergeben, die ihr ein komplett anderes Leben ermöglichen. Als sie auch noch ihre Jugendliebe Kurt trifft, weiß Zuria nicht mehr, ob sie wirklich nach London zurückkehren möchte.

Wird Zuria sich von ihrem Verlobten trennen, um mit Kurt zu leben? Kann sie ihm seinen Verrat in früheren Zeiten vertrauen? Wird sie jemals erfahren, was aus ihren Eltern geworden ist? Wird sie überhaupt jemals frei sein in einem Land, in dem ihr so viel Leid angetan wurde?

Die Geschichte hat mich nahezu von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Der Schreibstil ist wunderbar fließend und locker geschrieben, dabei aber absolut fesselnd, so dass ich gleich in die Geschichte eintauchen konnte. Zudem stand immer eine gewisse Spannung im Raum. So liebe ich es.

Zuria ist eine Protagonistin, die mir sogleich sehr sympathisch war und die ich mir gut als Freundin vorstellen könnte. Sie ist gradlinig und ehrlich. Ich konnte mich problemlos in sie hineinversetzen und ihren inneren Zwiespalt verstehen.

Die Wirren des Krieges haben auch Düsseldorf, den Heimatort unserer Protagonistin, extrem getroffen und waren auch in den frühen 50er Jahren noch sehr zu spüren. Was mir an dieser Geschichte besonders gut gefallen hat, waren die vielen kleinen Hilfen untereinander, und das oft ohne die Herkunft des anderen zu beachten. Außerdem ist das damalige Frauenbild von der Autorin sehr gut herausgearbeitet. Die Schwierigkeiten, mit denen Frauen damals zu kämpfen hatten, waren elementar für deren Leben. Auch war der geschichtliche Hintergrund super recherchiert.

Ich fand die Geschichte einfach super. Vor allem das damalige Rollenbild der Frau fand ich sehr interessant. Es war total spannend zu erleben, wie schwierig als Frau damals ein selbstbestimmtes Leben war und wie Zuria es geschafft hat, sich durchzusetzen und Erfolg zu haben.

Den Roman kann ich wirklich empfehlen. Er hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und ist für mich 5 von 5 Sternen und eine uneingeschränkte Leseempfehlung wert.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Wundervoller Wanderkrimi mit viel Eifeler Lokalkolorit

Über Stock und Mörderstein
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Ich mag die Krimis von Carla Capellmann und ich mag das Wandern. Daher schien ihr neuer Wanderkrimi wie gemacht für mich. Dass er auch noch in der Eifel spielt, war ein zusätzliches Schmankerl für mich, ...

Ich mag die Krimis von Carla Capellmann und ich mag das Wandern. Daher schien ihr neuer Wanderkrimi wie gemacht für mich. Dass er auch noch in der Eifel spielt, war ein zusätzliches Schmankerl für mich, denn die Eifel ist von meinem Wohnort nur einen Katzensprung entfernt.

Dieses Mal geht es um Privatdetektivin Ellen Engels. Sie hat von einer Kundin den Auftrag erhalten, ihren Ehemann zu beschatten, denn sie befürchtet, dass er sich während einer Gruppenwanderung auf dem Eifelsteig mit gestohlenen Diamanten und seiner Geliebten absetzen möchte. Mit dieser Befürchtung scheint sie zumindest in Teilen recht zu haben, denn gleich am ersten Abend erwischt Ellen ihn mit einer Frau. Dummerweise stürzt der Mann in der folgenden Nacht in den Tod. War es ein Unfall oder gar Mord? Leider fehlt von den Diamanten jede Spur. Ellen hält ihre Tarnung während der weiteren Wanderung aufrecht und merkt bald, dass noch jemand hinter den Diamanten her ist. Ist dieser Jemand auch der Mörder?

Carla Capellmanns neuester Krimi, der wieder dem Genre Cosy Crime zuzuordnen ist, hat mich erneut in seinen Bann gezogen. Ich liebe ihren Wortwitz und die Wortspiele, ihr Humor ist einfach unschlagbar und bringt mich immer wieder zum Lachen. Protagonistin Ellen ist absolut sympathisch und ich habe mich sehr gut in sie hineinversetzen können. Sie ist auch genau so, wie man sich eine gute Freundin vorstellt. Die Geschichte hat mir absolut Lust auf eine Wandertour über den Eifelsteig gemacht.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Was mir besonders gut gefallen hat, sind wie bereits erwähnt die Wortspiele und der Wortwitz, einfach nur großartig! Die Geschichte ist durchdacht, nachvollziehbar und zeugt von Ortskenntnis. Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, wer der Mörder ist. So gehört sich das bei einem guten Krimi. Die Geschichte hat mir sehr viel Spaß gemacht und mich wieder wunderbar unterhalten. Gerne gebe ich diesem Krimi 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung an alle, die dieses Genre lieben.

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