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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2017

kleiner, praxisnaher und umfangreicher Ratgeber mit vielen Rezepten

Mein Freund, der Darm
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Karin Burchart stellt ein dreiwöchiges Programm vor um den Darm wochenweise zu reinigen, zu aktivieren und zu pflegen. Dabei greift sie auf Kräuter, Tees, Gemüse u.m. zurück. Für jede Woche gibt es die ...

Karin Burchart stellt ein dreiwöchiges Programm vor um den Darm wochenweise zu reinigen, zu aktivieren und zu pflegen. Dabei greift sie auf Kräuter, Tees, Gemüse u.m. zurück. Für jede Woche gibt es die entsprechenden Nahrungstabellen, z.B. in Woche 1 zum Reinigen, sowie erprobte Rezepte.

Insgesamt finde ich den kleinen, praxisnahen und doch umfangreichen Ratgeber sehr hilfreich und alltagstauglich um seinen Darm wieder in Ballance zu bringen, zu stärken und zu pflegen.

Veröffentlicht am 28.08.2017

eher seichter Jugendroman über die erste Urlaubsreise ohne Eltern - von 1971

Der Sandmaler
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Bei „Der Sandmaler“ handelt es sich um Henning Mankells ersten Afrika-Roman der 1974 entstanden und nun, nach Mankells Tod, neu aufgelegt wurde.

Elisabeth und Stefan leben in Dänemark, haben vor ungefähr ...

Bei „Der Sandmaler“ handelt es sich um Henning Mankells ersten Afrika-Roman der 1974 entstanden und nun, nach Mankells Tod, neu aufgelegt wurde.

Elisabeth und Stefan leben in Dänemark, haben vor ungefähr einem Jahr die 9. Klasse besucht und in diesem Jahr ( 1971) ihr Abitur gemacht. Für mich stellt diese zeitliche Abfolge ein Rätsel dar, das ich nicht lösen konnte. Vor einiger Zeit hatten beide eine kurze Liebschaft, sich danach aus den Augen verloren und treffen sich zufällig auf der Anreise nach Afrika wieder. Beide sind in nicht weit voneinander entfernten Hotels untergebracht und verbringen den Afrika-Urlaub mehr oder weniger zusammen.
Stefan, Sohn aus neureichem Hause, hat immer Angst, etwas zu verpassen, betrinkt sich häufig, ist ständig auf der Suche nach Sexpartnerinnen und blickt auf andere verächlich herab.
Elisabeth scheint sich in ihrem Leben noch nicht allzu viele Gedanken gemacht zu haben und kann von Glück reden, dass sie im Urlaub einen Unterstufenlehrer kennengelernt hat, der ungefähr 15 Jahre älter ist als sie und ihr die Welt, das Leben und vor allen Dingen die Geschichte und Entwicklung Afrikas, mitsamt einiger Bräuche, religiösen Aspekten und Lebensumständen knapp und kindgerecht erklärt.

Nach dem Urlaub soll sich Stefan nicht verändert haben, Elisabeth soll reifer geworden sein.

Die Erzählung beginnt mit S. 7 und endet auf S. 156, umfasst also insgesamt 149 Seiten. Auf den Seiten 121/122 gibt es eine Begegnung mit einem Sandmaler, der die Geschichte nicht weiter berührt, wohl aber den Buchtitel geprägt hat.

Mich hat das Buch nicht wirklich packen können, was zum einen daran lag, das ich die Geschichte sehr oberflächlich fand und Beschreibungen Afrikas nur zwischen pubertären bzw. eher kindlichen Erlebnissen eingeflochten wurden. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie Elisabeth und Stefan so naiv und lebensfremd dargestellt, sich zutrauten, in einem fremden Land zurecht zukommen.
Zum anderen scheint es mir problematisch, ein Frühwerk, egal von welchem Autor, nach Jahrzehnten neu aufzulegen. Dem Buch merkt man an, das es von 1971 stammt; manche hineingeschossenen politischen Statements passen genau in diese Zeit und wirken heute nur noch schlapp. Auch die eingestreuten Zustandsbeschreibungen des Landes, der Wohn- und Lebensumstände können heutzutage nicht mehr so sehr schockieren, wie vor fast 50 Jahren, denn sie sind hinreichend bekannt.

Als Alterempfehlung für dieses Buch hätte man 1971 wahrscheinlich Teenager angegeben, denn im Vordergrund steht schon die erste Urlaubsreise ohne Eltern und, welche unterschiedlichen Erwartungen man daran knüpfen kann. Heutzutage werden die Beschreibungen aber auch Teenies nicht sonderlich erschüttern. Beruhigend zu wissen, dass sich nicht nur die Leserschaft, sondern auch Autoren mit den Jahrzehnten weiterentwickeln.

Veröffentlicht am 26.08.2017

alles, was man zur Saatgutgewinnung, Erhaltungs- und Neuzucht als Hobbygärtner wissen muss - und noch ein einiges mehr

Gemüsesamen selbst gezogen
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Cora Leroy, u.a. gelernte Gemüsegärtnerin, vermittelt in diesem Buch wie man selber Saatgut aus seinen Pflanzen gewinnt, dieses reinigt, lagert, aufbereitet ( z.B. durch Kälte). Dabei geht sie nach einer ...

Cora Leroy, u.a. gelernte Gemüsegärtnerin, vermittelt in diesem Buch wie man selber Saatgut aus seinen Pflanzen gewinnt, dieses reinigt, lagert, aufbereitet ( z.B. durch Kälte). Dabei geht sie nach einer gut verständlichen Einleitung kapitelweise auf verschiedene Pflanzenfamilien ein: Hülsenfrüchtler, Nachtschattengewächse, Korbblüter, Portulak- und Quellkrautgewächse, Zwiebelgewächse, Kürbisgewächse, Doldenblütler, Gänsefußgewächse, Eiskrautgewächse, Baldriangewächse, Kreuzblütler und Gräser. In jedem Kapitel werden verschiedene Pflanzen dieser Gruppe vorgestellt und zu jedem Pflanzenportrait werden unterschiedliche Typen und Sorten, mögliche Auslesekriterien, Anbautipps von Erwerbs- und Profigärtnern sowie von engagierten Hobbysamengärtnern und Sortenerhaltern benannt, abgerundet von einer farbig gestalteten Übersichttabelle mit Merkmalen, Aussaat-, Anbau- und Erntebeschreibung. Immer wieder finden sich auch Extrakästchen mit Zusatzinformationen.

Äußerst interessant fand ich auch die Betrachtung der gesetzlichen Regelungen zu Saatgut und Gemüse bei Gewerbetreibenden und im Gegensatz dazu bei Hobbygärntern; dass die entsprechenden Gesetze weitaus mehr Umfang haben als das BGB hat mich schon erstaunt und so bin ich froh, eine Kurzfassung dessen, was mich als Hobbygärtner betrifft, erhalten zu haben. Vorher war mir überhaupt nicht bewußt, dass bei gekauftem Gemüse, egal ob im Supermarkt, Wochenmarkt oder Hofladen jedesmal Lizenzgebühren abgeleitet werden und nur Hobbygärtner nicht an die grossen Saatgut-Rechtbesitzer zahlen müssen. Umso hartnäckiger werde ich ab jetzt die eigene Saatgutgewinnung betreiben und den Inspirationen für eigene Auslese und Verbesserung folgen. Ganz besonders spannend fand ich die Saatgutgewinnung bei Kartoffeln, die analog zu der von Tomaten abläuft; bislang hatte ich nur die Keime bzw. gekeimten Kartoffeln aus der Küche gesetzt, mich wohl gewundert, dass nicht alle Pflanzen diese grünen Beeren ausbilden und freue mich nun auf deren Gewinnung,Verarbeitung und Aussaat. Im Anhang finden sich Glossar und Übersichtstabellen.

Die Darstellungen der verschiedenen Samengewinnung fand ich äußerst interessant und sehr gut erklärt. Immer wieder vermittelt die Autorin enormes Fachwissen, einfach so, zwischendurch, und man merkt als Leser, wieviel Erfahrung sie gesammelt hat und hier leicht verständlich weitergibt.
Sehr hilfreich sind auch die jeweiligen Auflistungen der unterschiedlichen Zuchtvarianten und Ausblicke auf mögliche zukünftige Gemüse.

Insgesamt finde ich die Aussaat-, Anbau- und Saatgewinnungs-Anleitungen zu den vorgestellten Gemüsen, sowie die Ausführungen zu Erhaltungs- und Neuzucht ausgesprochen gut gelungen. Viele nützliche Profi-Tipps runden diese ab und versetzen den Leser in die Lage, eigenes Saatgut zu gewinnen und, wenn er mag, auch zu kreuzen und seine eigene Haussorte auszulesen und zu erhalten.

Veröffentlicht am 22.08.2017

äußerst informativ und hilfreich

Kinder beschützen!
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Carmen Kerger-Ladleif, Diplom-Pädagogin und seit vielen Jahren für Dunkelziffer e.V. tätig, erläutert in diesem Buch, wie Eltern ihre Kinder stärken und damit schützen können, wie Gespräche im Vorfeld ...

Carmen Kerger-Ladleif, Diplom-Pädagogin und seit vielen Jahren für Dunkelziffer e.V. tätig, erläutert in diesem Buch, wie Eltern ihre Kinder stärken und damit schützen können, wie Gespräche im Vorfeld die Kinder befähigen, Gefahrensituationen besser einzuschätzen, auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen und Nein zu sagen; wie offen man die Gespräche führen solte, ohne Angst zu erzeugegen und klarstellt, wie man Hilfe erhält oder dass ein Kind nie Schuld an Übergriffen trägt.

Sowohl Prävention, als auch das Erkennen von Veränderungen im Verhalten des Kindes, das Verstehen von Signalen, Gesprächsführung und Vorgehen in der Familie, Beratungsstellen und auch die Abläufe bei Anzeige bei der Polizei und Gerichtsverfahren, Trauma und Resilienz werden ausführlich besprochen.
Viele Beispiele, Buch-, Arbeitsmappen- und Internetseitenempfehlungen, Hilfsangebote ergänzen die einzelnen Kapitel, die sich zudem auch mit häufigen Elternfragen und ihren Möglichkeiten des Umgangs in Prävention und auch im Falle eines passierten sexuellen Übergriffes befassen.

Die Autorin erläutert detailliert, aber mit absoluter Sachlichkeit und professioneller Distanz und äußerst empathisch, wie man das Kind stärkt, immer gesprächsbereit ist, selbst bei eigenen Unsicherheiten, welche Regeln und Absprachen helfen, welche Veränderungen auffallen und welche Hilfsangbote man nutzen kann.
Besonders gut haben mir die konkreten Handlungs- und Gesprächsstrategien gefallen, die ich unbeschreiblich hilfreich finde.

Das Buch richtet sich an Eltern, andere Bezugspersonen, Fachkräfte aus der Familienarbeit, Eltern- und Fachberatungsstellen. Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch eine zahlreiche Leserschaft findet, denn wir alle sind in der Pflicht unsere Kinder zu schützen.

Fazit: detaillierter, professioneller, empathischer und äußerst hilfreicher Leitfaden mit konkreten Strategien, Gesprächsverläufen u.v.m

Veröffentlicht am 17.08.2017

lebensnah, alltagstauglich, inspirierend und sehr persönlich

Yoga für dein Leben
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Andrea Kubasch und Dirk Bennewitz praktizieren seit vielen Jahren Yoga, führen gemeinsam zwei erfolgreiche Yoga-Zentren in Hamburg und geben weltweit Yoga-Workshops.
In ihrem Buch „Yoga für Dein Leben“ ...

Andrea Kubasch und Dirk Bennewitz praktizieren seit vielen Jahren Yoga, führen gemeinsam zwei erfolgreiche Yoga-Zentren in Hamburg und geben weltweit Yoga-Workshops.
In ihrem Buch „Yoga für Dein Leben“ vermitteln sie Übungsabfolgen, Meditationsübungen, Atemübungen, Rezepte, Wohlfühltipps für eine ganzheitliche Wahrnehmung und Ausübung von Yoga und dem damit verbundenen Lebensgefühl.

Viele Fotos verdeutlichen die Übungsabläufe, Speisen oder einfach das leichte, entspannte Gefühl und den Spaß, das/den die beiden Autoren beim Yoga erleben.
Sehr gut gefällt mir die leichte und lockere Art, mit der Wissen und Erfahrung vermittelt werdensowie die Sicht, das wir alles, was wir brauchen, bereits in uns tragen. Zu Beginn des Buches verhilft ein Test zur Selbsteinschätzung und auch im weiteren Verlauf des Buches finden sich immer wieder gelb hinterlegte Passagen, mit Fragen oder Aufgaben, die eine ganz persönliche Bearbeitung und Entwicklung erfragen und auf den Weg bringen können. Dabei betonen die Autoren immer wieder, dass sie den Leser inspirieren möchten, den eigenen Weg zu finden und empfehlen, eigene Reflektionen in einem Notizbuch zu sammeln und so zu vertiefen.
Besonders alltagstauglich finde ich den Ansatz, kleine Veränderungen vorzunehmen, die sich nach 3-4 Wochen so in den Alltag integriert haben, dass man die nächsten kleinen Schritte verändert., stets mit dem Anspruch, die Übungen nicht beherrschen zu müssen, sondern sie einfach immer wieder zu versuchen und sich selber treu zu bleiben.

Für alle, die es nicht ganz so sachte angehen wollen, finden sich hinten im Buch je ein Plan für ein Wochenendprogramm und das „21-Tage-Transformationsprogramm“. Zudem findet man immer wieder Hinweise auf kostenlose Übungsvideos, die man sich auf der website ansehen kann.

Fazit: Ein Buch voll mit Inspiration, Erklärungen, persönlichen Geschichten und Annekdoten, die die Leichtigkeit und den Spaß an der eigenen Veränderung fördern, die der Leser im eigenen Tempo, ohne Gruppenzwang oder Leistungsdruck mit Spaß nach und nach in seinen Alltag umsetzen kann – bei empfohlenen 10 – 20 Minuten Übungen am Tag.