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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2022

ausgezeichnete Wohnbauten hochwertig präsentiert

Ausgezeichneter Wohnungsbau 2022
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Die in diesem Buch gezeigten und ausgezeichneten Wohnbauten des Jahres 2022 sollen bestimmte Kriterien erfüllen, beispielsweise Nachhaltigkeit bzgl. Ökologie, Ökonomie und Sozialem sein. Da die Frage nach ...

Die in diesem Buch gezeigten und ausgezeichneten Wohnbauten des Jahres 2022 sollen bestimmte Kriterien erfüllen, beispielsweise Nachhaltigkeit bzgl. Ökologie, Ökonomie und Sozialem sein. Da die Frage nach günstigem Wohnraum stetig wächst, sind neue Lösungen gefragt.

Vorgestellt werden Wohnbauten in ganz unterschiedlicher Größe; es findet sich sogar ein Gebäude mit nur einer Wohneinheit; der größte Wohnkomplex umfasst 170 WE. Bei einem Objekt mit 135 WE. wurde direkt eine Kita integriert. Bei einem kleinem Wohnobjekt mit 4 WE. wurden versetzte dreieckige, kleine Balkone im Innenhof angebaut; leider nur mit Blick auf die rückwärtige Mauer des direkt angrenzenden Hauses gegenüber. Nicht nur bei dieser Lösung, sondern bei fast allen Neubauten, fällt auf, dass möglichst viel Grundfläche bebaut wurde; Vorgärten oder Gärten, die diesen Namen verdienen, finden sich nur vereinzelt. Bei grüner gehaltenen Lösungen findet sich schon mal ein schmaler Grünstreifen oder Begrünung auf dem Dach einer Tiefgarage mit Lüftung. Mein Favorit ist „Die Weißen an der Alster“ mit sechs Wohneinheiten und reichlich Grün drumherum und sicherlich einem Blick aus den Fenstern, der glücklich macht. Es wurde darauf geachtet, dass die vorgestellten Häuser sich in ihr Umfeld einpassen; die einzelnen Projekte wurden mit Gesamt- und Detailfotos, beispielsweise gerne von einer Treppe und Zimmerausschnitten, sowie Grundrissen, einem knappen Kurzsteckbrief sowie dem ausführenden Architekturbüro vorgestellt.

Die vorgestellten Lösungen fallen unterschiedlich aus und gehen auf Zeitgeist und Bedarf ein.

Veröffentlicht am 05.11.2022

tiefgründig und wunderschön erzählt

Der Klang von Licht
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Clara Maria Bagus erzählt in „Der Klang vom Licht“ Schicksale verschiedener Personen, langsam, einfühlsam und wortgewandt. Allmählich setzen sich diese Leben zusammen und auch Verbindungen der Schicksale ...

Clara Maria Bagus erzählt in „Der Klang vom Licht“ Schicksale verschiedener Personen, langsam, einfühlsam und wortgewandt. Allmählich setzen sich diese Leben zusammen und auch Verbindungen der Schicksale untereinander werden sanft und immer deutlicher gesponnen. Ausgesprochen spannend beschreibt die Autorin die Schicksale, die sich über Jahrzehnte mit einander verwirken, lässt die einzelnen Personen an Wendepunkte gelangen, heilende Momente und Begegnungen erleben, sich neu auf den Weg und sich selber finden. Nicht nur der Aspekt, wie eigene Entscheidungen Auswirkung auf andere Leben oder fremde Entscheidungen diese auf das eigene Leben haben, sondern auch die positive Sicht des Verstehens, Vergebens, die vielen schlauen Sichtweisen und Aussprüche die Erkenntnis, dass alles im Leben seine Zeit und seine Wunder hat und man sich immer auf den Weg machen kann, die Person, die man einmal seien möchte, zu sein, machen den verdichtet erzählten Roman zu etwas Besonderem; mir fiel es schwer, ihn aus der Hand zu lesen, so fesselnd fand ich ihn.Sicher werde ich diesen besonderen Roman nochmals mit mehr Ruhe und Zeit lesen.

Veröffentlicht am 03.11.2022

unterhaltsam und interessant

Achtsam morden im Hier und Jetzt
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Bei „Achtsam morden im Hier und Jetzt“ handelt es sich bereits um den vierten Teil dieser Reihe.

Björn Diemel möchte mit seinem Therapeuten Joschka Breitner in seiner monatlichen Sitzung über die Einschulung ...

Bei „Achtsam morden im Hier und Jetzt“ handelt es sich bereits um den vierten Teil dieser Reihe.

Björn Diemel möchte mit seinem Therapeuten Joschka Breitner in seiner monatlichen Sitzung über die Einschulung seiner Tochter reden, was allerdings verschoben werden muss. Allerdings fällt bei dem kurzen Besuch Björns Blick auf eine aufgeschlagene Illustrierte, die ihm ein Tantra-Seminar zeigt. Björn sieht es als Wink und besucht dieses Seminar mit seiner Exfrau, lernt Kursleiter und Teilnehmer kennen, von denen manche später seinen Weg kreuzen werden. Beim verschobenen Therapeutentermin findet Björn seinen Achtsamkeitstrainer schwer verletzt auf und ermittelt nach dessen Krankenhauseinlieferung. Unter anderem scheint ein Tagebuch Joschka Breitners wichtige Hinweise zu enthalten….

Die ersten drei Bände haben mich köstlich unterhalten; sie waren sehr humorvoll und viele Leichen pflasterten Björn Diemels Weg. Diese Geschichte war aber ganz anders. Den größten Teil der Erzählung nahm die Vergangenheit Joschka Breitners ein, speziell seine erste große Liebe und sein Weg zu und mit Baghwan – und auch wieder zurück, in seinen neuen Alltag als Therapeut, der in sich ruht. Wie nun die beiden Geschichten mit einander verbunden sind, versteht man ziemlich schnell und auch erst zum Ende des Buches wird das Ende des entsprechenden Konfliktes direkt benannt und auch, in gekannter Kretivität gelöst. Sehr gut gefallen haben mir auch wieder die vielen Weisheiten aus Joschka Breitners neuem Buch, jeweils zu Beginn jedes Kapitels und auch darin.

Joschka Breitners Weg in und aus dem Ashram war interessant zu lesen, erinnerte mich an eine Dokumentation („Bhagwan in Köln: Eine Stadt wird rot“), die ich vor etwas über einem halben Jahr im Fernsehen gesehen habe. Auf der einen Seite fand ich es schon schön, jetzt nochmal darüber zu lesen und mir online Fotos, beispielsweise von Poona und Rajneeshpuram und anderen Details, auf der anderen Seite habe ich dieses nicht in einer solchen Ausführlichkeit und hohem Anteil eines humorvollen Krimis erwartet. Mir hat dieser Krimi dennoch gut gefallen; dennoch würde es mich freuen, wenn beim nächsten Teil wieder mehr Humor, Turbulenzen und achtsame Morde im Mittelpunkt stünden.

Veröffentlicht am 26.10.2022

tolle Profirezepte mit ganz vielen Tipps, jeweils in klassisch und vegan

Dein bestes Süssgebäck
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Judith Erdin, gelernte Bäckerin und Konditorin, beschreibt in diesem Buch sehr genau und fotoreich, wie verschiedene Teige hergestellt und dann zu ganz unterschiedlichen Süßgebäcken weiterverarbeitet werden. ...

Judith Erdin, gelernte Bäckerin und Konditorin, beschreibt in diesem Buch sehr genau und fotoreich, wie verschiedene Teige hergestellt und dann zu ganz unterschiedlichen Süßgebäcken weiterverarbeitet werden. Genau, wie der Untertitel es schon beschreibt, wurde jedes dieser Rezepte in einer klassischen sowie in einer veganen Ergeänzung der Austauschzutaten und Unterschiede des Teiges samt Verarbeitung, weitergegeben. Das gefällt mir sehr gut, auch, dass Gleichheiten nicht doppelt aufgeführt werden.

Nach einer grundlegenden Einführung, in der auch Backwerkzeuge, Zutaten und vegane Austauschprodukte und jede Menge Tipps zu den einzelnen Teigen gegeben werden,, schließen sich die Rezepte an. Grundrezepte erhält man für drei verschiedene süße Hefe-, für Berliner-, Donut-, Blitz-Blätter- und für Strudelteig. Zu jedem Teig gibt es dann ganz unterschiedlich Rezepte, die weitaus abwechslungsreicher und aufregender daherkommen als ich es vorher angenommen habe. Jedes einzelne Rezept wurde sehr ausführlich beschrieben, viele Tipps, vor allem auch Profitipps, die mir bislang unbekannt waren, zusätzliche Tipps beispielsweise zum Frittieren oder den einzelnen Teigen runden zusammen mit zahlreichen Fotos die Rezepte ab. Mich hat das Buch, je weiter ich es gelesen habe, immer mehr begeistert, denn die vorgestellten Süßgebäcke finde ich ausgesprochen attraktiv, auch um sie Besuch statt einer Torte zum Kaffee zu reichen. Einige meine Favoriten sind die Skolleboller, die mit Vanillepudding gefüllt werden, die Johannisbeer-Streuseltaler, die aufgeschnittenen Vanille-Berliner, die Apfelkrapfen sowie die Kürbis-Donuts; aber genau genommen gibt es da sehr viele Rezepte, die mich völlig ansprechen und ich bin mir sicher, dass jeder seine eigenen Favoriten finden wird. Auch, dass jedes Rezept in veganer und in klassischer Version vertreten ist, finde ich sehr gelungen, denn so kann jeder damit für sich und bei Bedarf für den Besuch das gleiche Gebäck entsprechend der Vorlieben zubereiten.

Veröffentlicht am 25.10.2022

ungewöhnliche, vegetarische Rezepte

Cold Days & Green Food
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Die drei Autorinnen erzählen im Vorwort, dass sie ihre letzte Reise auf die Pippi-Langstrumpfinsel Gotland gemacht haben und sich dort für dieses Buch haben inspirieren lassen. Etliche Seiten dieses Buches ...

Die drei Autorinnen erzählen im Vorwort, dass sie ihre letzte Reise auf die Pippi-Langstrumpfinsel Gotland gemacht haben und sich dort für dieses Buch haben inspirieren lassen. Etliche Seiten dieses Buches enthalten wohl Fotos mit Eindrücken dieser Reise. Ohne Rezeptverzeichnis enthält das Buch 167 Seiten, beginnt aber erst mit Seite vier, mit einem Foto mehrerer Patisson Kürbisse; das erste Rezept beginnt mit Foto auf Seite 14. Insgesamt findet man 72 vegetarische Rezeptefür die kalte Jahreszeit in diesem Buch, das in die Kapitel „Aus dem Ofen“, „Klassiker“, „Aus dem Topf“, „Querbeet“, „Wintersalate“ sowie „Kaffeepause“ eingeteilt wurde.

Die Rezepte haben mich überrascht; wahrscheinlich keines davon hätte ich so selber intuitiv zusammengestellt. Häufig besteht das Rezept aus mehreren Komponenten und fällt in Kombination der Zutaten oder der dazu gereichten Sauce aus dem Gängigen heraus. Die Rezepte lesen sich spannend; ich halte viele von ihnen vom vorgestellten Geschmack her für aufregend und werde etliche ausprobieren. Besonders ansprechend finde ich die „scharfe Blumenkohlsuppe mit Kurkuma, Kokosmilch und Erdnussbutter“, die „Schwarzwurzek-Creme-Suppe mit geschmorter Birne und Buchweizen-Knusper“, die „Mandel-Lauch-Suppe mit Knoblauch und Röstzwiebeln“, die „Auberginen-Pastinaken-Bratlinge“ sowie den „Karottenkuchen mit karamellisierten Walnüssen und Thymian“.

Das buch ist üppig mit Fotos illustriert, wobei ich gerne etliche derer, die Fotos von Schwedens oder Dänemarks Küste oder ein Schiff, eine Blüte, einen Korb mit Pilzen, Kartoffeln mit Erde dran, die Schwedische Flagge und noch vieles mehr, häufig ganzseitig zeigen, gegen Seiten mit weiteren Rezepten getauscht hätte; so wirkt das Ganze schon ein wenig künstlerisch verlängert. Die Rezepte wurden allesamt sehr gut erklärt und lassen sich leicht nacharbeiten.Von einfach bis aufwändig gibt es unterschiedliche Stufen, die man aber gut bewältigen kann – auch als Kochanfänger. Das Buch halte ich aber nicht nur für diese für interessant, sondern auch für Geübte, die mal neue Kombinationen und Würzungen ausprobieren möchten, die von den eingespielten Rezepten abweichen.