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Veröffentlicht am 01.05.2021

Die Eisdiele

Der Eissalon
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Auf die Lektüre des Romans „Der Eissalon“ habe ich mich unheimlich gefreut! Das Cover ist ein echter Hingucker.
Worum geht’s?
In den 1950ern werden die Frauen in der Bundesrepublik wieder in alte Rollenbilder ...

Auf die Lektüre des Romans „Der Eissalon“ habe ich mich unheimlich gefreut! Das Cover ist ein echter Hingucker.
Worum geht’s?
In den 1950ern werden die Frauen in der Bundesrepublik wieder in alte Rollenbilder gedrängt, obwohl sie während des Krieges ‚ihren Mann standen‘.
Als Karina von Oedinghaus bei einem Kuss mit ihrem Lehrer erwischt wird, fliegt sie prompt von der Restaurantfachschule, während der Lehrer seine Stelle behalten kann. Wie soll die junge Frau, die aus gutem Hause stammt, das ihren Eltern erklären? Karina beschließt, erst einmal in Bonn zu bleiben und nicht ins heimische Koblenz zu gehen, damit ihr der Geldhahn nicht zugedreht wird. Sie findet ein Zimmer bei der Witwe Erika. Die Lehrerin hat ein weiteres Zimmer an den Halbitaliener & Eisverkäufer Ricardo untervermietet. Karina verguckt sich in Ricardo & bald beschließen die beiden, gemeinsam eine Eisdiele, die ganzjährig geöffnet haben soll, zu eröffnen. Doch damit sind nicht alle Probleme gelöst – natürlich erfährt Karinas Familie von ihrem Fehltritt. Karinas Vater tobt, die Mutter schweigt. Erika versucht zu vermitteln, doch sie hat ihre eigenen Probleme – die Mittvierzigerin verliebt sich in einen fünfundzwanzigjährigen Mann, doch nicht einmal ihre Freundinnen würden diese Beziehung akzeptieren. Karina hat ebenfalls Kummer, da Ricardo sich distanziert verhält. Welche Geheimnisse verbirgt er?
„Der Eissalon“ bietet einen guten Einblick in die Konventionen nach Kriegsende. Keine Spur von Gleichberechtigung, als unverheiratete Frau unterstand man dem Vater. Die gesellschaftskritischen Elemente sind die große Stärke des Romans. Jonas zeigt sehr gut die misogynen Strukturen auf. „Karl Weißbrodts Ausführungen zum richtigen Verhalten im Ehebett“ war ein Buch, dass man für ein must – read hielt. 1951 galt noch das „Lehrerinnenzölibat“, im Fall einer Eheschließung verlor eine Pädagogin Arbeit & Ruhegehalt.
Arbeitsmigranten hatten im Nachkriegsdeutschland ebenfalls zu kämpfen, wurden als „Polacken“ beschimpft; auch Italiener wurden argwöhnisch von ihren deutschen Nachbarn beobachtet. Diesen Aspekt beschreibt Anna Jonas mit scharfem Blick ohne zu übertreiben. Viele interessante Informationen sind im Roman enthalten, etwa über die Publikationen im Nachkriegsdeutschland, so wurde die Zeitschrift „Das Ufer“ mithilfe der französischen Behörden herausgegeben und später in „Bunte Illustrierte“ umbenannt. Auch die Aufbruchstimmung & Italiensehnsucht der Deutschen erwähnt Anna Jonas, bietet Einblicke in die Kulturgeschichte. Diesen Teil des Romans fand ich extrem lesenswert, enttäuscht war ich aber von Stil und Sprache. Obwohl immer wieder die Begriffe „gewiss“ und „Backfisch“ auftauchen, fällt es schwer, vollständig in eine andere Zeit „abzutauchen“. Die Charaktere bleiben bis auf Erika eher blass. Die Autorin lässt ihre Protagonisten zwar Ziele und Wünsche formulieren, aber die Figurenzeichnung bleibt oberflächlich, sodass man als Leser oder Leserin nicht wirklich eine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen kann. Stellenweise wirkt das Ganze leider wie eine Fleißarbeit, die Autorin beschwört das „Lebensgefühl Rock ´n Roll“, schildert aber nicht wirklich farbenfrohe, mitreißende Szenen. Auch wenn ich es angenehm fand, dass das Ganze kein klassischer Kitschroman ist, hätte ich mich doch über ein paar Passagen ‚für’s Herz‘ gefreut.
Fazit:
Der Roman blieb insgesamt hinter meinen Erwartungen zurück, aber er ist definitiv eine nette Lektüre für Zwischendurch.

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Veröffentlicht am 26.04.2021

Eine runde Sache

Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern
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Irland, 1904:
Die zwanzigjährige Nora Barnacle hat es von Galway nach Dublin verschlagen, wo sie als Zimmermädchen in einem Hotel anheuert. Eines Tages begegnet sie James „Jim“ Joyce. Obwohl ...


Irland, 1904:
Die zwanzigjährige Nora Barnacle hat es von Galway nach Dublin verschlagen, wo sie als Zimmermädchen in einem Hotel anheuert. Eines Tages begegnet sie James „Jim“ Joyce. Obwohl Barnacle & Joyce aus verschiedenen sozialen Schichten stammen, verbindet sie sofort eine starke erotische Anziehungskraft. Joyce ist ein unangepasster Künstler, Nora wird zu seiner Muse, er weigert sich zunächst, sie zu heiraten. Die praktisch veranlagte Nora ist lange Zeit die Hauptverdienerin der Familie, sie folgt ihrer großen Liebe James durch ganz Europa. Zu den Stationen gehören Triest, Zürich und Pula; fern der Heimat kämpfen Nora,J ames und ihre Kinder um’s Überleben, als mittelloser Schriftsteller kann der Mann die Familie kaum ernähren, seine Anstellung als Lehrer ist nicht von Dauer. Immer ist es Nora, die einspringt, auch, als James sich dem Alkohol hingibt und sein gesundheitlicher Zustand sich rapide verschlechtert.
Die Durststrecke endet erst, als der berühmte Roman „Ulysses“ publiziert wird. Nora soll als „Molly Bloom“ in die Literaturgeschichte eingehen…

Eine süßlich – kitschige Fleißarbeit (viele Romanbiographien fallen in diese Kategorie) oder eine feministische Abhandlung darf man bei „Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern“ nicht erwarten; der Originaltitel “Nora. A Love Story of Nora and James Joyce“ ist viel aussagekräftiger, da eine Amour fou geschildert wird. Wenn es um den körperlichen Aspekt dieser Liebesgeschichte geht, wird dieser sprachlich derb und unverblümt gezeigt.
Auch den Roman „Ulysses“, in welchem ein Tag im Leben des Leopold Bloom (der 16. Juni 1904) geschildert wird, fanden viele Kritiker „vulgär“. Daher denke ich, dass die Autorin Nuala O’Connor ganz bewusst keine blumigen Formulierungen verwendet; ihre Ich-Erzählerin Nora nimmt auch das F-Wort in den Mund. Diese Art der Darstellung ist sicher nicht jedermanns Sache.
Nuala O’Connors biographische Fiktion habe ich sehr gern gelesen, da Fakten auf unterhaltsame Art & Weise präsentiert werden, es gibt auch durchaus poetische Passagen und anrührende Szenen:
„Für Jim bin ich Irland“, sagt Nora.
O’Connors Roman ist in meinen Augen eine runde Sache, sie präsentiert am Ende der Erzählung ein Glossar der irischen Begriffe und räumt ein, manche Details zu „dramaturgischen Zwecken“ verändert zu haben. Auch die Lebenswege von Joyces Nachfahren streift sie im Anhang. Man muss also kein Anglist sein, um dieses Buch zu verstehen, da sich „Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern“ nicht an eine rein akademische Leserschaft wendet, dieser Ansatz gefällt mir gut. Man wird „zum Weiterlesen“ animiert und kann nach der Lektüre von „Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern“ zu einer kritischen Biographie greifen, wenn man möchte.

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Veröffentlicht am 22.04.2021

(K)ein klassischer Bildungsroman

Der Junge, der das Universum verschlang
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„Ich bin erst zwölf, doch Slim ist der Meinung, dass ich die krassen Geschichten schon abkann.“
Brisbane, 1983:
Eli Bell, dessen Bruder August stumm ist, hat es nicht leicht. Seine Mutter sitzt ...

„Ich bin erst zwölf, doch Slim ist der Meinung, dass ich die krassen Geschichten schon abkann.“
Brisbane, 1983:
Eli Bell, dessen Bruder August stumm ist, hat es nicht leicht. Seine Mutter sitzt im Gefängnis, sein Stiefvater Lyle dealt, der leibliche Vater hat sich längst aus dem Staub gemacht, an dessen „Gesicht“ kann sich Eli „kaum erinnern“. Gibt es überhaupt einen ehrlichen Menschen im Umfeld des zwölfjährigen Jungen? Auch der Babysitter Slim nahm es nicht so genau mit dem Gesetz. Doch Eli ist fest entschlossen, ein guter Mensch zu werden, und er hat einen Traum – er möchte Journalist werden…
Der Journalist Trent Dalton präsentiert mit „Der Junge, der das Universum verschlang“ zwar keine Autobiographie, seine Erlebnisse haben ihn jedoch zur Ausarbeitung des Romans inspiriert.
Es ist keine idyllische (und erst recht keine romantisierende) Coming-of-Age story, die entworfen wird, da der Autor drastische Gewaltszenen in die Geschichte einbaut. „Der Junge, der das Universum verschlang“ ist sicher keine Wohlfühllektüre, das Australien des Protagonisten bietet keinen Strand - Kitsch, nach Buschromantik kann man lange suchen. Insofern ist es ein bedrückender Bericht, aber es gibt auch poetische Momente und durchaus humorvolle Passagen in der Geschichte, und natürlich, wie kann es bei einem Heranwachsenden anders sein, soll auch die Liebe noch eine Rolle spielen. Stil und Sprache machen die Geschichte so besonders; eine knappe, präzise Schilderung der Dinge darf man als Leser jedoch nicht erwarten: Eli fabuliert gerne, und so schweift er in seinem Bericht immer wieder ab. Traum und Wirklichkeit vermischen sich, man fragt sich oft, wie die knallharte Lebensrealität des Ich-Erzählers ihn nicht die Hoffnung verlieren lässt. Seine Situation ist schlecht, er muss einige Rückschläge einstecken, bevor es endlich aufwärts geht. Auch als sein Erzeuger wieder in das Leben der Familie tritt, stellt sich nicht unverzüglich ein happy ending ein: Vater Bell ist ein abgehalfterter Alkoholiker, aber er ist bereit, für seine Jungs zu kämpfen. Die Figurenzeichnung ist insofern filigran, da die Personen nicht auf ihre schlechten Eigenschaften reduziert werden; das macht ihre Handlungen nachvollziehbar. Beim Lesen durchlebt man eine Achterbahn der Gefühle, Elis Geschichte fand ich deprimierend, tragisch, aber auch lustig und anrührend. Die Protagonisten waren mir nicht immer unsympathisch, auch wenn es schräge Vögel sind.
„Der Junge, der das Universum verschlang“ ist ein lesenswerter Roman, der dem Leser Einiges abverlangt.

4,5/5

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Veröffentlicht am 19.04.2021

Üble Machenschaften in der Motor City

Der gekaufte Tod
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„Der gekaufte Tod“ ist ein routiniert erzählter US – Thriller, der mich gut unterhalten hat. Der erste Teil einer Reihe ist auch eine Liebeserklärung an die Stadt Detroit und ein Plädoyer für die Unterprivilegierten. ...

„Der gekaufte Tod“ ist ein routiniert erzählter US – Thriller, der mich gut unterhalten hat. Der erste Teil einer Reihe ist auch eine Liebeserklärung an die Stadt Detroit und ein Plädoyer für die Unterprivilegierten.

Worum geht’s?
Der Ex-Marine August Snow haucht einem verfallenen Stadtteil von Detroit neues Leben ein. Mexicantown ist der Bezirk, in welchem der Sohn eines Afroamerikaners und einer Mexikanerin aufgewachsen ist. Die 12 Millionen Dollar Schadenersatz, die Snow im Prozess gegen den korrupten Detroiter Polizeiapparat erhielt, investiert er also in seine Vergangenheit & Zukunft, aber er hat sich bei den Reichen & Mächtigen unbeliebt gemacht. Als ihn die Unternehmerin Eleanor Paget bittet, mysteriöse Vorgänge in ihrer Privatbank zu untersuchen, lehnt Snow ab. Wenige Tage später wird die Frau tot aufgefunden – Suizid. Doch Snow will nicht an einen Selbstmord glauben & beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Bald steht das FBI vor seiner Tür und Snow ahnt, dass er in ein Wespennest gestochen hat…

Der Roman ist eine Hommage an Detroit und seine Bewohner. Der Katholizismus spielt auch eine Rolle, die Geschichte Mexikos wird gestreift – es lebe Emiliano Zapata Salazar! Der Autor schwärmt von der mexikanischen Küche, aber auch ein jüdisches Deli findet Erwähnung.
Die große Stärke des Romans ist der sozialkritische Aspekt. Zu Beginn war es für mich eine 5-Sterne-Lektüre, ab der Mitte der Erzählung waren mir die Zusammenhänge jedoch klar. Manche Sprüche des Protagonisten waren mir zu markig, manchmal gab es zu viel Pathos für meinen Geschmack:
„Aber zwei Dinge machten das Töten leichter: Das Wissen, dass ich böse Menschen getötet hatte, die anderen Schlimmes antun wolllten. Und das Wissen, dass es hinterher Donuts gab.“
Als aufmerksamer Leser wundert man sich über die Wiederholungen, es hätte gereicht, wenn der Protagonist einmal den Satz, den ihm sein Vater mit auf den Weg gab, zitiert hätte.
Die Geschichte ist dennoch durchweg spannend. Am Ende gibt es einen spektakulären Showdown, der direkt aus einem Hollywoodfilm stammen könnte. In Sachen Figurenzeichnung gibt es nicht viele Grautöne, ich habe aber auch schon Schlechteres gelesen. Der ehemalige Polizist August Octavio Snow ist fast zu gut, um wahr zu sein. Nach einem tragischen Verlust möchte er sich nicht neu verlieben, die somalischstämmige Tatina Stadtmüller, die er auf seiner Europareise kennenlernte, geht ihm jedoch nicht mehr aus dem Kopf. Ich denke, dass sie in den Folgebänden noch eine Rolle spielen wird.

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Veröffentlicht am 11.04.2021

Wo bleibt die Spannung?

Höllenkind
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Clara Vidalis wird von der Presse beschuldigt, ein Monster (eine Kriminelle) erschaffen zu haben. Sie wird von ihrem Vorgesetzten in den Urlaub geschickt & sie muss ihre Waffe abgeben. Glücklicherweise ...

Clara Vidalis wird von der Presse beschuldigt, ein Monster (eine Kriminelle) erschaffen zu haben. Sie wird von ihrem Vorgesetzten in den Urlaub geschickt & sie muss ihre Waffe abgeben. Glücklicherweise ist ihr Verwandter Marco in Italien zu Geld gekommen, daher kann er es sich leisten, Wohnungen in Florenz zu vermieten. Da ihr Mann keinen Urlaub bekommt, fährt die Pathopsychologin Clara mit ihrer Cousine nach Italien, wo ihr prompt die Geldbörse gestohlen wird. Außerdem fällt ihr ein Mann auf, der vor der Wohnung herumlungert. Als sie Klarheit will, stellt sich der Unbekannte als Schweizergardist Tobias Wehrli vor und bittet Vidalis um Hilfe: Bei einer Hochzeit im Vatikan brach die Braut plötzlich blutüberströmt vor dem Altar zusammen. Zwei alte Adelsfamilien wollten durch die Verbindung der Kinder ihre Kräfte bündeln. Clara beginnt zu ermitteln; bald kommt es zu weiteren mysteriösen Todesfällen, was bedeutet, dass es sich um eine Vendetta handeln muss…

Im Schweinsgalopp durch Popkultur & Kunstgeschichte: „Bluthölle“ ist der achte Band der Clara—Vidalis-Krimireihe. Für mich ist es der erste Band der Reihe, man kann das Buch jedoch als stand – alone lesen. Der Anfang des Romans war äußerst vielversprechend. Leider war die Erzählung sprachlich eine Enttäuschung und stilistisch holprig. Viele Figuren sprechen auf ähnliche Art und Weise, benutzen die Wendung „Es ist eh so“, daher sind sie nicht unbedingt unterscheidbar. Die Dialoge sind teilweise unglaubwürdig, insgesamt fehlt es an Tiefe. Mangelnder Tiefgang ist zwar ein Grundproblem im Thriller – Genre, oft wird dieses Manko jedoch durch eine mörderische Spannung wettgemacht (wie in den Chris-Carter-Thrillern). Nicht so hier. „Bluthölle“ besteht formal aus mehreren Teilen, ein Hauch von Spannung kommt leider erst am Ende auf. Kein klassischer Thriller also.
Etzold schneidet sehr viele Themen an, große Namen werden genannt. David Lynch, Dan Brown, Dante Alighieri, Michelangelo. Für Ahnungslose ist das sicher interessant. Alter Adel und Menschenhandel: Teilweise ist die Handlung in Rumänien angesiedelt. Es fehlt die Einheitlichkeit: Mal heißt eine Stadt „Constanta“, mal „Konstanza“. Auch Sätze wie „Er ließ die Schultern senken“ lassen sich durch eine sorgfältige Korrektur vermeiden.
Die Protagonisten waren mir leider nicht sympathisch, obwohl ich bei einem Blick in den Klappentext (vor der Lektüre) begeistert war: Clara Vidalis ist eine Bremerin mit spanisch-italienischen Wurzeln, ihre Italienischkenntnisse sind nicht perfekt. Ich hätte mir eine filigranere Figurenzeichnung gewünscht.
Mir war ziemlich schnell klar, wie alles in der Geschichte zusammenhängt. Insgesamt fehlt es an Raffinesse. Eine Ermittlerin, die im (Zwangs)Urlaub in ihrem Metier arbeitet, ist im Krimigenre nichts Neues, dieser Aspekt störte mich jedoch nicht im Geringsten, auch nicht die Kürze der Kapitel. Aus dem „Stoff“ hätte Veit Etzold mit adäquaten erzählerische Mitteln aber viel mehr machen können. Da ich grundsätzlich keine Lektüre abbreche, musste ich mich hier gegen Ende zum Lesen regelrecht „aufraffen“.

Schade!

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