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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2019

ein guter Überblick

Luft nach oben
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Der Inhalt:

Wussten Sie, dass wir täglich einen Heißluftballon voller Luft ein- und ausatmen? Ob wir Marathon laufen oder schlafen, unsere Lunge versorgt uns permanent mit der optimalen Menge an Sauerstoff. ...

Der Inhalt:

Wussten Sie, dass wir täglich einen Heißluftballon voller Luft ein- und ausatmen? Ob wir Marathon laufen oder schlafen, unsere Lunge versorgt uns permanent mit der optimalen Menge an Sauerstoff. Wir spüren unser Atemorgan bloß, wenn etwas nicht stimmt. Was passiert, wenn wir husten, kurzatmig sind oder schnarchen? Was steckt hinter Allergie, Asthma und COPD? Was können wir gegen all die Atembeschwerden tun? Wie fit ist eigentlich die eigene Lunge? Darüber hinaus stellt sich Barczok den Fragen der aktuellen Debatte: Wie sinnvoll sind Grenzwerte für Dieselabgase und Fahrverbote? Wie gefährlich ist die Feinstaubbelastung in unsere Atemluft? Alle Antworten und die besten Tipps für eine lebenslang gesunde Lunge finden sich in diesem Buch.

Meine Meinung:

Wer sich einfache und grundlegende Antworten erhofft, ist mit dem Buch von Dr. Barczok auf jeden Fall gut bedient. Man erhält einen guten und vor allem leicht verständlichen Überblick über die Arbeitsweise der Lunge, warum richtiges Atmen wichtig ist und wodurch die Lunge geschädigt wird. Etwas genervt war ich vom permanent erhobenen Zeigefinger beim Thema Rauchen. Ich habe zwar selbst vor einer Weile schon aufgehört, aber die permanente Ermahnung "Rauchen schädigt die Lunge" nervt mich auch heute noch. Das weiß jeder Raucher, und trotzdem wird kein Argument der Welt ihn dazu bringen, den Glimmstengel wegzulegen.
Ansonsten liest sich das Buch gut und die Hinweise, was bei Husten gut und was eine gute Werbemaschinerie ist, werde ich sicherlich beherzigen.

Auch die Atemübungen seiner Frau waren gut beschrieben und lassen sich leicht umsetzen.

Ich fühle mich also nach der Lektüre
- gut informiert über die Lunge
- werde beim nächsten Husten keine Präparate kaufen
- das Rauchen auch weiterhin lassen
- bei den Allergien das weiterhin machen, was ich bisher getan habe (neue Ideen gab es da leider nicht im Buch)
- und die Atemübungen ein wenig in den Alltag einbauen

  • Cover
  • Thema
  • Umsetzung
  • Wissen
Veröffentlicht am 26.12.2018

Nah an der Wirklichkeit

Die Essenz des Bösen
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Inhalt

Für Detective Max Wolfe ist es die dunkelste Stunde seines Lebens: Nur mit Glück überlebt er einen Terroranschlag auf ein Einkaufszentrum, bei dem fünfundvierzig andere Menschen sterben. Eine ...

Inhalt

Für Detective Max Wolfe ist es die dunkelste Stunde seines Lebens: Nur mit Glück überlebt er einen Terroranschlag auf ein Einkaufszentrum, bei dem fünfundvierzig andere Menschen sterben. Eine Woche später ist die Londoner Polizei den Tätern auf der Spur, aber der Einsatz läuft aus dem Ruder. Die Drahtzieher des Anschlags, zwei Brüder, werden bei der Festnahme erschossen.

Doch für viele Londoner ist die Sache damit noch nicht beendet. Angestachelt von Fanatikern wächst ihre Wut und richtet sich gegen die Familie der Terroristen. Max hat alle Hände voll zu tun, sie zu beschützen. Das macht ihn selbst zur Zielscheibe. Genau wie seine kleine Tochter und die Frau, die er liebt.

Meine Meinung:

Ich musste mit meiner Rezension warten, bis sich alles, was im Buch passiert gesetzt hat.

Tony Parsons hat mit „Die Essenz des Bösen“ eine Geschichte geschrieben, die so nah an der Realität ist, dass man sofort in die Geschichte gesogen wird. Die Angst vor Terrorismus ist mittlerweile allgegenwärtig und aus den Nachrichten nicht mehr wegzudenken. Und ein Anschlag mit Drohnen hat uns in den letzten Tagen auch beschäftigt.

Neben der politischen Geschichte wird aber auch Max Privatleben wieder zum Thema und auch hier muss er sich entscheiden, ob er einen Kampf um seine Tochter führen möchte oder ob er zum Wohl seiner Tochter einen Schritt zurücktritt. Ob man seinen Weg, seiner Tochter ein Leben bei der Mutter zu ermöglichen, richtig findet oder nicht, überlasse ich jedem selbst. Ich konnte mich in der Geschichte so wiederfinden.

Beide Handlungsstränge sind gut ineinander verwoben und es gibt keine klar erkennbare Lösung bis zum Schluss. Damit wird die Spannung aufrecht erhalten. Vom Ende fühlte ich mich etwas überfahren, weil sehr viel auf einmal passiert, aber mit etwas Abstand war es genau richtig so.

Auch dieser Teil der Reihe um Max Wolfe hat mich begeistert und ich bin beim nächsten Teil sicher wieder dabei.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 04.10.2018

was wäre wenn?

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
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Der Inhalt:

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres ...

Der Inhalt:

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet.

Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?

Meine Meinung:

Andreas Eschbach stellt die fiktive Frage, wie sich die totale Überwachung mittels Computern in der Zeit von Hitler ausgewirkt hätte.
Gerade in der heutigen Zeit mit Smartphone, EC- und Kreditkarten, Internet, usw. macht man sich während des Lesens immer mehr Gedanken, wo man überall seinen elektronischen Fußabdruck hinterlässt und was mit den Daten passieren kann, wenn skrupellose Menschen dies ausnutzen.

Mit Helene und Eugen hat er Figuren geschaffen, die einem nicht beide sympathisch sind, die einem aber beide trotzdem nah kommen und ich fühlte mich mit beiden verbunden. Auch wenn ich Eugen Lettke am liebsten regelmäßig zumindest eine Ohrfeige verpassen wollte

Das Thema an sich ist keine leichte Kost, aber die Geschichte ist spannend geschrieben und nimmt einen gefangen.

  • Cover
  • Thema
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Spannung
Veröffentlicht am 28.06.2018

spannender Nachkriegs-Krimi

Die Toten von Paris
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Der Inhalt:

Paris 1944. Jean Ricolet ? ein junger Inspektor aus dem Süden Frankreichs ? wird nach der Befreiung nach Paris versetzt. Er soll der Form halber den Mord an einem Nazi untersuchen, der für ...

Der Inhalt:

Paris 1944. Jean Ricolet ? ein junger Inspektor aus dem Süden Frankreichs ? wird nach der Befreiung nach Paris versetzt. Er soll der Form halber den Mord an einem Nazi untersuchen, der für die Verteilung der Raubkunst zuständig gewesen ist. Im Zuge seiner Ermittlungen sucht Ricolet die Kunststudentin Pauline Drucat auf, die für die Nazis als Expertin arbeiten musste, doch gleichzeitig eine Spionin der Résistance war. Gemeinsam beginnen sie und Ricolet der Spur des Mörders zu folgen. Und schnell erhärtet sich ihr Verdacht, dass von der Verteilung der Raubkunst nicht nur die deutschen Besatzer profitierten.

Meine Meinung:

Michelle Cordier ist hier ein spannender Krimi geglückt, der mich von der ersten Seite an gepackt hat. Mit Jean und Pauline war ich sofort vertraut und habe daher ihre Geschichte umso gespannter verfolgt. Es gab immer wieder überraschende Wendungen und auch für die Action-Fans war einiges geboten. Und während ich das hier schreibe, stelle ich fest, dass sich dieses Buch auch hervorragend als Drehbuch eignen würde Was mich am Anfang etwas gestört hat, waren die vielen französischen Begriffe. Mir waren sie zwar bekannt, aber ich bin mir nicht sicher, ob jeder mit dem Begriff "boche" vertraut ist. Auch die Liebesgeschichte zwischen Jean und Pauline hätte ich nicht unbedingt gebraucht, aber sie passt zur Geschichte und macht vieles dann auch schlüssiger.

  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Geschichte
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 30.04.2018

Verworrene Familienverhältnisse

Krokodilwächter
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Gerade erst war Julie nach Kopenhagen gezogen, um Literatur zu studieren. Warum musste sie so jung sterben? Erstochen und von Schnitten gezeichnet? Es ist ein schockierender Fall, in dem Jeppe Kørner und ...

Gerade erst war Julie nach Kopenhagen gezogen, um Literatur zu studieren. Warum musste sie so jung sterben? Erstochen und von Schnitten gezeichnet? Es ist ein schockierender Fall, in dem Jeppe Kørner und Anette Werner ermitteln. Als bei Julies Vermieterin ein Manuskript auftaucht, in dem ein ähnlicher Mord geschildert wird, glauben die beiden, der Aufklärung nahe zu sein. Aber der Täter spielt weiter.

Für dieses Buch einen Klappentext zu schreiben, ohne zuviel vorweg zu nehmen, war sicher eine Herausforderung. Katrine Engberg hat in diesem Krimi über 500 Seiten mit diversen Verdächtigen gefüllt, deren Verbindungen nach und nach enthüllt werden.

Dabei bleiben die Ermittler etwas weniger stark gezeichnet, wie die restlichen Personen. Was mir persönlich gefällt, weil ich nicht immer der beste Freund des Polizisten sein muss, um eine Geschichte mit Spannung zu verfolgen. Und spannend ist die Geschichte bis zum Schluss.