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Veröffentlicht am 20.04.2026

Gladiatoren meets Vampire allerdings nicht ganz ausgetüftelt

We Who Will Die
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Gladiatoren treffen auf Vampire?! Hört sich erstmal sehr spannend an, allerdings war es für mich nicht ganz rund.

Arvelle geht einen unzerbrechlichen Schwur ein, um ihre Brüder zu retten. Deshalb nimmt ...

Gladiatoren treffen auf Vampire?! Hört sich erstmal sehr spannend an, allerdings war es für mich nicht ganz rund.

Arvelle geht einen unzerbrechlichen Schwur ein, um ihre Brüder zu retten. Deshalb nimmt sie and der Auslese teil, um den Imperator zu töten. Doch es kommt anders, wie sie denkt.
Die Grundidee hat wirklich Potenzial, an der Umsetzung hapert es für mich jedoch.

Der Schreibstil war nicht so mein Fall ehrlicherweise. Die Kapitel waren mir zu lang, gleichzeitig fehlt es an Beschreibungen. Weder Charaktere noch die Locations werden wirklich beschrieben, was es für mich teilweise schwer machte. Die Handlung habe ich mir auch anders vorgestellt. Die Auslese ist brutal, aber sehr wiederholend, vor allem da Arvelle jedes Mal nur auf gut Glück gewinnt. Gleichzeitig ging dieser Teil dann auch sehr schnell vorbei, wo bei ich die Zeitspanne komplett verloren habe. In einem Satz sind es noch zwei Wochen bis zur letzten Herausforderung, im nächsten befinden wir uns schon mittendrin. Dadurch habe ich völlig das Gefühl für den Ablauf verloren.

Zwischendrin hat sich die Handlung für mich auch sehr gezogen und nach den Herausforderungen verlor die Geschichte an Spannung. Leider wird auch ein Fantasy Element nach dem anderen reingeworfen ohne Sinn und Mehrwert. Genau wie bei Namen. Ich hatte das Gefühl hier wurde krampfhaft versucht ins High Fantasy zu kommen ohne wirklichen Plan. Viele Handlungsstränge und Elemente verliefen ins nichts. Und ich glaube ich hatte noch nie so viele Vorahnungen, die sich bewahrheitet haben.
Emotional konnte mich die Story auch nicht erreichen. Die Charaktere bekommen kaum Tiefe, weswegen es mir egal war, was mit ihnen passiert. Wenn dann noch Figuren nach wenigen Seiten sterben, bleibt das leider ohne Wirkung. Zudem wirken viele Szenen auf mich sehr sprunghaft und abrupt, wobei sie sich dann auch teilweise widersprechen.

Mit Arvelle selbst wurde ich auch nicht warm. Sie ist mir oft zu naiv, impulsiv und müsste einiges aufarbeiten. Ihre Selbstaufopferung für ihre Brüder ist zwar nachvollziehbar, aber sobald diese nicht mehr im Fokus stehen, bringt sie sich in Situationen, für die andere Figuren längst bestraft worden wären. Aber zum Glück wird das ja schnell abgehandelt oder vergessen. Die Romance konnte mich nicht wirklich abholen, weil generell einfach die Tiefe in der Story fehlt. Es war zwar schön, dass sie eine Vergangenheit haben, aber für mich blieb das zu oberflächlich. Über Tiernon weiß ich so gut wie nichts. Rorrik ist für mich noch die spannendste Komponente in der Story, weil er am vielseitigsten ist. Morally grey und man weiß nie, was seine Motive sind. Die übrigen Charaktere bleiben dagegen noch blasser.

Meiner Meinung nach hätte es dem Buch gutgetan, sich auf weniger Elemente zu konzentrieren und diese dafür besser auszuarbeiten. Besonders das Worldbuilding und Magiesystem war für mich nicht ausgetüftelt. Für mich gab es zudem einige unlogische Sachen. Dabei finde ich die politischen Intrigen und den Grundkonflikt eigentlich sehr spannend. Allerding fehlt es mir leider komplett an Erklärungen, Details und Tiefe.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

super schöne Romantasy

Der Hof der silbernen Nacht
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In Hof der Silbernen Nacht begleiten wir Niva, eine Sonnenelfe, die mithilfe ihrer Illusionen die Gestalt anderer annehmen kann. Diese Fähigkeit wird vom Zirkusdirektor Borwin ausgenutzt, sodass sie Aufträge ...

In Hof der Silbernen Nacht begleiten wir Niva, eine Sonnenelfe, die mithilfe ihrer Illusionen die Gestalt anderer annehmen kann. Diese Fähigkeit wird vom Zirkusdirektor Borwin ausgenutzt, sodass sie Aufträge erfüllen muss, um die Freiheit ihrer Schwester Rienne und ihre eigene zu sichern. Einer dieser Aufträge führt sie nun an den Hof von Schattenkönig Valerian.

Zunächst lernen wir Niva, ihr Leben und ihre Aufträge besser kennen, bevor es an den Schattenhof geht. Hier habe ich etwas gebraucht, um in die Story reinzukommen. Nichtsdestotrotz ist der Schreibstil flüssig, bildreich und spannend. Das Magiesystem ist besonders faszinierend, und vor allem Riennes Magie wird zauberhaft beschrieben.

Am Silberhof soll Niva ein magisches Artefakt stehlen. Doch je länger sie auf dieser Mission ist, desto mehr verstrickt sie sich in ihrer Rolle. Sie erkennt, dass viel mehr hinter allem steckt und auch der König scheint nicht das Monster zu sein, für das sie ihn gehalten hat.

Niva ist eine starke Persönlichkeit, die gerne Kontra gibt. Sie hat ihre Magie im Griff und ist Meisterin darin, in andere Rollen zu schlüpfen. Zu Beginn wirkt sie noch etwas naiv und leichtsinnig, doch das legt sie am Silberhof nach und nach ab. Und sie entscheidet sich schließlich für das, was sie für richtig hält. Die Mischung aus Geheimnissen und Versteckspiel ist spannend und hat mich total mitfiebern lassen.

König Valerian wirkt zunächst unnahbar und grausam, doch nach und nach lässt er hinter seine Fassade blicken. Dabei entdeckt man eine sanfte, gebrochene Seele. Dennoch trägt auch er mehrere Gesichter. Die Spannung, der Slow Burn und der Hauch verbotener Gefühle zwischen Valerian und Niva haben mir besonders gut gefallen.

Auch die anderen Charaktere sind spannend und ich mochte die ganze Dynamik sehr. Ich bin gespannt, wie sich alles entwickelt. Vor allem Gimo, das Seheräffchen hat es mir ja angetan.

Besonders im letzten Viertel nimmt das Buch richtig Fahrt auf und wird noch spannender. Es gibt einige kleinere wie auch größere Twists und Enthüllungen. Auch wenn ich ein oder zwei davon bereits erahnt habe, war die Art und Weise der Umsetzung dennoch überraschend. Und das Ende?! OMG, ich brauche Band 2 jetzt, bitte!

Fazit: Eine fesselnde Romantasy voller Magie, Geheimnisse, Intrigen, intensiver Gefühle und Verrat, mit Slow Burn und verbotener Liebe.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Konnte mich nicht so überzeugen

Falling Shadows: Spicy Reverse Harem Dark Romantasy
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In Falling Shadows begleiten wir Raven, die in Shadowmore aufwächst, einem der dunkelsten und härtesten Orte überhaupt. Von jetzt auf gleich wird sie von ihrem Vater auf die elitäre Silvercrest Akademie ...

In Falling Shadows begleiten wir Raven, die in Shadowmore aufwächst, einem der dunkelsten und härtesten Orte überhaupt. Von jetzt auf gleich wird sie von ihrem Vater auf die elitäre Silvercrest Akademie gesteckt, eine Schule, die es darauf anlegt, ihre Schüler zu brechen.

Raven ist eine starke und schlagfertige Protagonistin, die sich erstmal in ihrer neuen Umgebung zurechtfinden muss. In ihrer Heimat hat sie vom Rest der Welt nichts mitbekommen und musste um ihr Überleben kämpfen. An der Silvercrest Akademie ist alles neu. Dabei ist sie ständig in Gefahr, denn sie ist überzeugt ein Nichts, magielos, zu sein. Zusätzlich muss sie sich noch mit ihrem Bruder rumschlagen, der sie aus irgendeinem Grund seit ihrer Kindheit hasst, obwohl sie sich jahrelang nicht gesehen haben.

An der Akademie wird sie einem Haus mit vier Mitbewohnern zugeteilt: Zane, Eldon, Creed und Brax. Von Anfang an ist dort eine starke Anziehung und die Jungs sind direkt beschützerisch. Raven hingegen lässt sich von niemanden etwas gefallen und muss erst lernen, mit dieser ungewohnten Unterstützung umzugehen, etwas, das sie bisher nie hatte.

Wir bekommen zwar einen kleinen Einblick in den Akademiealltag, für meinen Geschmack bleibt dieser jedoch etwas oberflächlich. Wirklich viele Informationen erhalten wir nicht. Das kann ich teilweise verstehen, da die Charaktere selbst vieles nicht wissen. Trotzdem hätte ich mir mehr Einblicke in das Magiesystem gewünscht. Auch über die Charaktere, besonders über die Jungs, die Bishops, erfahren wir relativ wenig. Daher konnte ich die Anziehung, die Anspannung und den Spice nicht wirklich fühlen. Am sympathischsten waren mir noch Zane und Creed, aber selbst hier fehlen für mich die Details, die ihre Figuren wirklich greifbar machen würden.

Der Fokus liegt generell sehr stark auf dieser instant Anziehung und sexuellen Anspannung. Gerade als die Handlung wieder spannender wird und ein Außenposten besucht wird, endet das Buch allerdings auch schon.

Der Schreibstil ist generell flüssig und es lässt sich gut lesen. Ich bin jedoch einfach kein Fan davon, wenn das Buch gefühlt nur 20 Seiten plotrelevanten Inhalt hat. Ich hätte mir einfach mehr Tiefe und Infos gewünscht. Vor allem da ich den Akademie Alltag sehr spannend finde. Auch Aspekte wie der Krieg, die Monarchie, die Soldaten und Territorien machen irgendwie keinen Sinn, es gibt einfach zu wenige Erklärungen.

Fazit: Der Schreibstil war gut und hat mich immerhin weiterlesen lassen. Allerdings fehlte mir ein klarer Plot und die sofortige Anziehung zwischen Raven und den Bishops konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, dafür kennen sie sich einfach noch zu wenig.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

zwischen Illusion und Wahrheit

Spiel des Lügners
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In Spiel des Lügners werden wir in ein Casino voller Illusionen entführt, in dem Geheimnisse und Wahrheiten der Einsatz sind. Lola St. James will das magische Turnier des Lügners gewinnen, um für den Dieb ...

In Spiel des Lügners werden wir in ein Casino voller Illusionen entführt, in dem Geheimnisse und Wahrheiten der Einsatz sind. Lola St. James will das magische Turnier des Lügners gewinnen, um für den Dieb ein magisches Artefakt zu stehlen. Ihr Einsatz: ein tödliches Geheimnis.

Der Einstieg war super leicht und flüssig, ich war direkt gefangen. Der Heist-Vibe in Kombination mit dem magischen Casino Setting hat mir unglaublich gut gefallen. Ständig fragt man sich gemeinsam mit Lola, was Wahrheit und was Lüge ist. Dieses Spiel mit Wahrnehmung und Täuschung sorgt für eine dauerhaft spannungsgeladene Atmosphäre.

Die Charaktere sind greifbar, sympathisch und vielseitig. Lola überzeugt als schlagfertige, mutige Protagonistin, die zunehmend an dem zweifelt, was sie über ihre Vergangenheit zu wissen glaubt. Der Lügner bleibt zunächst unnahbar und unberechenbar, zeigt sich im Verlauf aber verletzlich. Ihre Dynamik lebt von Misstrauen, Anziehung und dem gemeinsamen Drang nach Wahrheit, das hat mir besonders gut gefallen.

Die Story entwickelt sich langsam mit kontinuierlichen Spannungsbogen. Einige Wendungen lassen sich erahnen, dennoch fiebert man mit Lola mit. Magie, Täuschung, und die Frage nach Vertrauen stehen im Vordergrund, während Lola zunehmend ins Wanken gerät. Als Schattenbrüder bringen der Dieb und der Lügner nicht nur Geheimnisse, sondern auch eine intensive Dynamik mit. Die Dreieckskonstellation mit Lola sorgt für knisternde Spannung und emotionale Konflikte. Das Ende hat einige Überraschungen parat und macht Lust auf Band 2.

Kleiner Kritikpunkt ist das Magiesystem. Die Illusionen, die magischen Würfel sind zwar faszinierend, bleiben jedoch etwas oberflächlich erklärt. Auch über den Fluch der Schattenbrüder hätte ich gern mehr erfahren. Hier hätte der Welt noch etwas mehr Tiefe gutgetan.

Fazit: Eine gute YA Romantasy mit Caraval und Six of Crows Vibes. Voller Magie, knisternder Spannung und gefährlicher Spiele. Und die Frage bleibt, gibt es die perfekte Lüge? Ich werde Band 2 auf jeden Fall lesen.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Potenzial ungenutzt

Royal Houses – Haus der Drachen
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Kerrigan ist Halb-Fae und wird deswegen strukturell diskriminiert. Um Teil der Gesellschaft zu werden dient sie am Berg dem Haus der Drachen. Sie steht kurz vor ihrem Abschluss und hofft von einem herrschenden ...

Kerrigan ist Halb-Fae und wird deswegen strukturell diskriminiert. Um Teil der Gesellschaft zu werden dient sie am Berg dem Haus der Drachen. Sie steht kurz vor ihrem Abschluss und hofft von einem herrschenden Haus gewählt zu werden. Zeitgleich findet am Berg das berühmte Drachenturnier statt, doch niemand hat mit der Teilnahme von Fordham aus dem verstoßenen Haus der Schatten gerechnet.

Mir ist der Einstieg etwas schwergefallen, da ich eine andere Story erwartet habe. Man wird mit Namen bombardiert, ohne diese genauer zu erklären. Sodass man sehr schnell den Überblick verliert. Klar darf das Worldbuilding komplex sein und klar hebt man sich Sachen für die Folgebände auf, es sollte aber dennoch verständlich sein. Hier fehlen leider viele Beschreibungen und Erklärungen, sodass sich das Buch stellenweise, wie ein zweiter Band anfühlt, dessen ersten Teil man nicht kennt. Zudem werden Szenen wild aneinandergereiht, ohne einen wirklichen roten Faden oder Sinn zu haben. Hinzu kommen Perspektiven die absolut keinen Mehrwert liefern. Das Turnier, das Haus der Drachen und die Drachen selbst rücken komplett in den Hintergrund, sodass ich die Rolle der Drachen und den Sinn des Turniers nicht verstehe.

Kerrigan ist zwar mächtig, wird aber oft unterschätzt und mit Vorurteilen konfrontiert. Ihre neugierige und aufmüpfige Art hat mich am Anfang sehr gestört, dies legt sich allerdings im Laufe der Geschichte. Fordham kann ich nicht einschätzen, was aber auch an der Er-Erzähler Perspektive liegt. Er ist nett und überkommt seine Vorurteile, doch sein wirklicher Plan bleibt blass. Grundsätzlich mochte ich die Dynamik zwischen Ker und Fordham, allerdings handelt es sich hier eher um den Aufbau einer Freundschaft als um eine Love Story. Weswegen ich einige Punkte nicht gefühlt habe und inszeniert finde. Auch die generellen Emotionen wechseln so abrupt, dass ich es nicht authentisch finde.

Die Idee der Story hat Potenzial wurde aber nicht gut umgesetzt. Die Handlung zieht sich teilweise sehr, war langweilig und durch die Random Aneinanderreihung von Szenen schlecht aufgebaut. Zudem ist der deutsche Klappentext komplett irreführend und schlecht übersetzt. Hier sollte man sich doch den originalen durchlesen.

Wer Romantasy in Band 1 erwartet, dürfte eher enttäuscht werden. Sehr wahrscheinlich Romantasy in den Folgebänden, doch Band 1 liest sich eher wie High Fantasy mit aufbauender Freundschaft und Mystery. Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen, weswegen ich die Folgebände nicht lesen werde.

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