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Veröffentlicht am 29.04.2021

Eine rasante aber auch unvorhersehbare Geschichte

The Run. Die Prüfung der Götter
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Um als Teil der Gesellschaft anerkannt zu werden, muss jedes Achtzehnjährige Phantom an einem Lauf teilnehmen und die Prüfungen der Götter bestehen. So muss auch Sari an dem Run teilnehmen, um ihren kleinen ...

Um als Teil der Gesellschaft anerkannt zu werden, muss jedes Achtzehnjährige Phantom an einem Lauf teilnehmen und die Prüfungen der Götter bestehen. So muss auch Sari an dem Run teilnehmen, um ihren kleinen Bruder noch besser beschützen zu können. Doch der Lauf hat es in sich und nicht jeder wird überleben. Und mit der unterwarteten Hilfe des Schattenbringers wird alles noch komplizierter, denn sie darf ihm nicht trauen…

Der Schreibstil von Dana Müller-Braun ist sehr fesselnd und mitreißend. Es wurde eine interessante Welt geschaffen und ohne die Karte hätte ich schnell den Überblick verloren. Die Welt finde ich sehr gut herausgearbeitet, ebenso wie die Sitten und Bräuche. Das Buch lebt von Anfang an von Spannung.
Die Welt rund um den Run ist sehr gut dargestellt. Die Idee mit den vier Göttern, vier Ländern und deren Geschichten fand ich gut erklärt. Auch wenn ich Probleme hatte mir alle Namen, Herkünfte und Bezeichnungen der Gaben etc. zu merken. Auch das Magiesystem war sehr gut durchdacht und sehr detailliert beschrieben.

Wir lernen Sari kurz vor ihrem Lauf kennen. Im Laufe der Geschichte erfährt man immer mehr über sie. Zudem kommen 3 Begleiter hinzu. Einer von ihnen, Keeran, hat eine besondere Bedeutung und wir lesen auch einige Kapitel aus seiner Sicht. Die verschiedenen Aufgaben im Run sind detailliert herausgearbeitet und total spannend. Denn Keeran, der Schattenbringer, hilft Sari zwar, aber man weiß nie was er wirklich im Schilde führt. Es geht aber so viel mehr als um den Lauf. Es geht um Intrigen, Machtspiele und Nachfahren der Götter, aber auch um Liebe.

Mit Sari konnte ich am Anfang nicht wirklich viel anfangen. Denn sie wird doch eher etwas „schwächer“ dargestellt und macht es sich mit ihrem Verhalten sehr oft unnötig schwerer. Doch sie tut alles, um ihren Bruder zu beschützen und lässt sich nicht so schnell unterkriegen. Ich hätte mir tatsächlich gewünscht, dass sie Aufgaben ohne die Hilfe von Keeran, Red und Medisa erledigt.
Keeran ist ein Charakter, den man nicht richtig durchschauen kann. Man weiß nie was sein eigentlicher Plan ist. Jedoch erfährt man auch, wie verletzlich er ist und das auch er verraten wurde. Die anderen Charaktere sind mir etwas zu blass geblieben. Zudem ging mir die Liebesgeschichte am Ende etwas zu schnell, mit Blick auf dem was vorher passiert ist, und ist mir einfach zu oberflächig.

Der Plot ist sehr rasant und auf wenig Seiten passiert extrem viel. Für die letzten 100 Seiten habe ich gar keine Worte – genial. Es werden wirklich viele Informationen und seehr viele Twists eingebaut. Ich muss aber sagen, dass das Buch für mich sehr unvorhersehbar war, denn mit den ganzen Wendungen und Mini-Twist - und von denen gibt es wirklich viele - habe ich so nie gerechnet. Ich hätte mir hier aber einfach etwas mehr Tiefen gewünscht. Denn teilweise musste ich Seiten nochmal lesen, da ich das Gefühl hatte manche Handlungen und Erklärungen verpasst zu haben. Zudem konnte ich mich an manche Sachen auch gar nicht mehr richtig erinnern, da einfach so viel passiert. Zudem hatte ich das Gefühl, das es hier und da ein paar Logikfehler gab. Das Ende fand ich persönlich nicht so schlüssig und war sehr unbefriedigend. Ich muss sagen, dass ich bei dem Ende nicht mehr wirklich mitkam und es auch überhaupt nicht verstanden habe. Ich hoffe jetzt einfach auf einen 2 Band, damit es erklärt wird :D

Fazit:

The Run ist wirklich einzigartig. Die Ereignisse überschlagen sich und es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Geschichte ist rasant und es gibt sehr viele Twists. Auch wenn mir teilweise die Tiefen gefehlt haben und mir einiges nicht so schlüssig ist, hat mir das Buch sehr gefallen. Gefühlt alle 2 Kapitel passiert etwas neues, und alles was man als Leser gedacht hat wird über den Haufen geworfen. Es hätte einiges ruhig langsamer angegangen werden können. Trotzdem definitiv eine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2021

Spannende Handlung, die die Schwächen der Protas aber nicht ausgleichen kann

Sister of the Moon
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Gefangen in Kerys, am Hof des Hochkönig Regulus, müssen die Schwestern einiges in Kauf nehmen. Sie sollen ihm magische Artefakte bringen, um eine Heirat mit einem Dämon zu verhindern. Doch am Hof spinnt ...

Gefangen in Kerys, am Hof des Hochkönig Regulus, müssen die Schwestern einiges in Kauf nehmen. Sie sollen ihm magische Artefakte bringen, um eine Heirat mit einem Dämon zu verhindern. Doch am Hof spinnt jeder seine eigenen Intrigen und die Schwestern wissen nicht, wem sie trauen können.

Sister of the Moon schließt nahtlos an das Ende von Band 1 an. Wir befinden uns inmitten eines Dämonenangriffs. Während der Flucht eröffnet sich Glamorgan, doch anstatt die Schwestern ins Chateau zu leiten, landen sie in Kerys, direkt im Reich von Regulus. Das Buch hat ein paar spannende Twists und Wendungen auf Lager. Die Zeit im Schloss war wirklich fesselnd. Vianne, Maelle und Aimée sind zwar eigentlich Gefangene, genießen aber doch einige Freiheiten. Die Atmosphäre bleibt die ganze Zeit über schaurig und man weiß nie von wem eine Bedrohung aus geht und ob es Leute gibt, auf die sich die Schwestern verlassen können. Die Charaktere sind auch hier wieder gut ausgearbeitet, vor allem Aarvand hat es mir hier angetan. Wegen ihm mochte ich auch die Ausflüge nach Glamorgan besonders. Auch wenn Glamorgan allein schon ziemlich interessant ist. Die Nebencharaktere füllen die Geschichte mit Leben. Die Handlung konnte mich auf jeden Fall mehr überzeugen als in Band 1, auch wenn wieder einige Längen dabei waren.

Wer mich aber leider auch hier noch mehr genervt hat als in Band 1, waren Vianne und Ezra. Die beiden machen mich einfach wahnsinnig. Ich versteh nicht wieso die Autorin ihre Protagonistin so beschreibt. Vi ist völlig naiv und rennt einer Liebe nach, die absolut toxisch und idiotisch ist. Ezra tut nichts, um die Situation zu verbessern und behandelt Vianne immer wieder schlecht. Er spielt mir ihr und hält sie sich warm. Und dabei erfährt man ja noch, das Mittel da gewesen wären, sich mit Vi öfter zu treffen etc. - aber er hat es natürlich nicht gemacht. Und was macht Vianne? Schmachtet ihn weiter an und will sich ihm bei jeder Gelegenheit in die Arme werfen. Da krieg ich einen zu viel! Und wehe jemand sagt etwas Böses über Ezra oder deren „Liebe“. Sie rechtfertigt alles, wirklich ALLES was Ezra tut und lobt ihn in den hellsten Tönen. Dabei macht er NICHTS!!!! Sie ist einfach blind für die Wahrheit, was mich tierisch genervt hat und mir zudem den Spaß am Lesen genommen hat. Ihre Fixierung auf Ezra ist alles außer gesund und manche Aussagen sind schon sehr bedenklich. Selbst zum Schluss hin ist sie einfach nicht in der Lage die Situation zu reflektieren und Stärke zu zeigen.

Fazit:

Die Handlung war definitiv besser als in Band 1. Es ist wenigstens Mal was passiert. Die Intrigen und Geheimnisse zusammen mit den Nebencharakteren haben das Buch erträglicher gemacht. Denn die Schwächen der Protas sind leider nicht auszugleichen. Ich kann mit Vianne als Hauptperson einfach nichts anfangen. Es ist total schwer sie zu begleiten. Sie ist mir einfach zu naiv und „schwach“ – und verrennt sich in einer toxischen „Liebe“ und will die Wahrheit nicht erkennen. Das Ganze hat mir sehr oft den Spaß am Lesen genommen. Ich hätte Vi gerne genommen und so richtig durch geschüttelt, bis sie erkennt wie dumm diese "Liebe" zu/mit Ezra ist. Daher gebe ich dem Buch nur 3 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2021

Gute Grundidee mit fehlender Spannung

Sister of the Stars
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Nach zwei Jahren kommen Vianne und ihre Schwestern endlich wieder nach Hause, nach Frankreich. Vianne ist geheilt von ihrem Dämonenfieber und fest entschlossen ihre Hexenkräfte zurückzubekommen. Nun sollen ...

Nach zwei Jahren kommen Vianne und ihre Schwestern endlich wieder nach Hause, nach Frankreich. Vianne ist geheilt von ihrem Dämonenfieber und fest entschlossen ihre Hexenkräfte zurückzubekommen. Nun sollen die drei Schwestern helfen, dass ein neuer Pakt mit Dämonen geschlossen wird, um zu verhindern, dass sie die Erde einnehmen. Dazu muss Vianne mit dem Großmeister der Loge, Ezra Tocquevill, sprechen. Ezra, ihre große Liebe, der sie so kalt abgewiesen hat.

Die Gestaltung des gesamten Buches, außen so wie innen, ist einfach wunderschön. Der Schreibstil ist auch sehr ansprechend und leicht zu lesen. Auch wenn mir persönlich etwas die Spannung gefehlt hat. Zudem kommt es gerade am Anfang zu viele Wiederholungen. Es wird zum Beispiel öfter erzählt was Vianne für Ezra empfindet, dass er wiederum aber diese Gefühle nicht erwidern würde. Ich meine ich habe es schon nach dem ersten Mal verstanden, das Vi noch immer in ihn verliebt ist und Ezra in der Hinsicht nichts von ihr wissen möchte (oder etwa doch), also wieso muss es dann so oft wiederholt werden?! Was mir auch etwas gefehlt hat, ist ein richtiges Setting. Es gibt wenige Ortsbeschreibungen etc., um sich das ganze bildlich vorzustellen.

Ich finde die Grundidee und das Konzept von Marah dahingegen gut durchdacht und durchaus überzeugend. Ich fand es spannend endlich mal was mit Hexen, Magiern und Dämonen zu lesen. Auch wenn mich Kleinigkeiten gestört haben.

Mit den Charakteren wurde ich nicht so wirklich warm. Von den Schwestern konnte mich Maëlle mit ihrer etwas frecheren Art am meisten überzeugen. Aimee finde ich an sich auch sympathisch. Sie ging mir dann aber teilweise mit ihrem gehabe etwas auf die Nerven. Caleb hat mir auch gut gefallen, ich mag seine Art sehr gerne. Was ich hier hervorheben muss, ist, dass die Nebencharaktere Beachtung bekommen und auch kleine eigene Geschichten haben und nicht einfach blass gelassen werden.

Mit wem ich allerdings fast gar nichts anfangen konnte, waren die beiden Protas – Vianne und Ezra. Ich hatte das Gefühl das Vianne teilweise nur aus trotz gehandelt hat, wenn sie es denn mal tat. Denn größten Teils war sie eher passiv unterwegs und hat sich treiben lassen. Gerade in Hinsicht zu Ezra ist sie dann doch auch sehr naiv und lässt sich immer wieder auf ihn ein, obwohl sie weiß, dass er sie enttäuschen und verletzen wird. Sie ist teilweise sehr oberflächlich und macht keine Verwandlung durch. Sie hat fast eine heftige Obsession mit Ezra. Das ewige hin und her zwischen den beiden, hat mir auch nicht gefallen.
Mit Ezra weiß ich einfach nicht was ich anfangen soll. Ich verstehe, dass er eine große Verantwortung trägt und daher auch dementsprechend handeln muss. Aber trotzdem hätte er mehr auf Vianne eingehen können und sie nicht immer wieder schlecht behandeln müssen. Ich kann ihm sein Verhalten auch nicht verzeihen, weil mir dafür zu viele Anhaltspunkte und Charakterzüge fehlen. Aber eins muss man ihm lassen, er hat Vi eigentlich nie falsche Hoffnungen gemacht. Zumindest nicht in der Vergangenheit, an welche sich Vianne so sehr klammert.

Die drei Schwestern bilden, so unterschiedlich sie auch sein mögen, eine gute Einheit. Was mich bei allen drei Charakteren der Schwestern aber gestört hat, ist das so wenig hinterfragt wird. Zudem besitzt keiner der Personen einen facettenreichen Charakter.
So wirklich aktiv hat die Geschichte mit den Dämonen auch nicht Fahrt aufgenommen. Gefühlt ist sehr wenig passiert.
Was ich aber sehr gut finde, ist das die Frage nach dem Gut oder Böse, sehr gut ausgearbeitet wurde. Man fragt sich: Sind wirklich alle Dämonen böse und alle Hexen/Magier gut? Geht es wirklich um das Wohl aller oder nur um eigene Vorteile? Wem kann man wirklich vertrauen? Wer spielt mit einem und wer nicht? Was wollen die beiden Parteien eigentlich? Wieso wird die Wahrheit verheimlicht?

Das Ende war echt fies, sodass man eigentlich direkt mit Band 2 fortfahren muss. Trotz der Kritik, die ich habe, werde ich den 2 Band definitiv lesen – denn die Idee des Buches hat mir gut gefallen und ich würde gerne mehr darüber erfahren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2021

Guter Auftakt mit Luft nach oben

Die 11 Gezeichneten 1: Das erste Buch der Sterne
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Eigentlich wollten Stella und ihr Zwillingsbruder Castor ihren letzten freien Sommer vor dem Studium genießen, als ihre Eltern ihnen vorschlagen, die mysteriöse Westside University zu besuchen. Der Plan ...

Eigentlich wollten Stella und ihr Zwillingsbruder Castor ihren letzten freien Sommer vor dem Studium genießen, als ihre Eltern ihnen vorschlagen, die mysteriöse Westside University zu besuchen. Der Plan an der Colombia zu studieren scheint hinfällig, denn die Westside lebt voller Magie..

Der Einstieg ins Buch war leicht und konnte mich überzeugen. Der Leser wird, genau wie Stella und Cas, komplett ahnungslos in das Geschehen hineingeworfen. Diese Geheimniskrämerei von den Eltern ging mir aber etwas auf die Nerven, ob sie jetzt was sagen durften oder nicht. Ein Hauptplot ist, dass den beiden offenbart wird, dass sie womöglich magische Fähigkeiten haben. An sich finde ich die Idee mit den magischen Fähigkeiten, auch weil es viele verschiedene gibt, sehr interessant, kam aber hier im ersten Band irgendwie nicht so gut rüber. Zudem wird die Universität in Aktive und Passive eingeteilt. Passive: die die zwar eine magische Veranlagung haben, aber nicht Fähigkeit haben diese einzusetzen. Dementsprechend wird viel gefragt was die Aktiven denn Treiben und welche Geheimnisse die Westside verbirgt. Teilweise ging mir der Umgang gegenüber den passiven richtig auf die Nerven. Sie könne zwar dort studieren, dürfen aber von nichts erfahren was mit der Magie zu tun hat. Um dich herum studieren Leute, die die Elemente beherrschen oder Gedanken lesen können, aber dich als passiver geht das eigentlich gar nichts an. So bleibt auch der Leser selbst sehr lang im Dunkeln und man weiß nicht auf was die Geschichte eigentlich hinauswill. Erst zum Ende hin, wo Stella dann selbst mehr von den Geschehnissen erfährt, kommt etwas Licht auf. Ich bin ja gespannt wie das mit den 11 Gezeichneten ausgeht.. Eine Liebesgischte entsteht bis jetzt noch nicht, auch wenn es 2 (mehr oder weniger) Interessenten gibt.
Der Schreibstil ist wie gewohnt, angenehm und flüssig. Es war locker leicht zu lesen und ich hatte das Buch in einem Rutsch durch.

Fazit:
Der Start der Trilogie war ok – ein guter Ansatz mit einer interessanten Idee, die hoffentlich in den folge Bänden mehr Fahrt aufnimmt. Die Idee mit den magischen Fähigkeiten finde ich bis jetzt besser in 7 umgesetzt, was aber auch einfach daran hängen kann, dass ich eben die 7er Reihe erst gelesen habe vor Ewigkeiten.

  • Cover
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Veröffentlicht am 23.03.2021

düsterer und spannender! Eine grandiose Fortsetzung

Kaleidra - Wer die Seele berührt
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Emilia und Ben wurden von den Quecksilberalchemisten entführt und gefangen genommen, um für diese das letzte Rätsel des Voynich-Manuskriptes zu entschlüsseln. Während Emilia versucht, den Verrat durch ...

Emilia und Ben wurden von den Quecksilberalchemisten entführt und gefangen genommen, um für diese das letzte Rätsel des Voynich-Manuskriptes zu entschlüsseln. Während Emilia versucht, den Verrat durch ihren besten Freund zu verarbeitet, treten immer weitere neue Entdeckungen auf. Doch ein unerwarteter Zwischenfall zwingt sie dazu nach Kaleidra zu reisen…

Der Start ist genau da, wo der erste Band geendet hatte und ich war wieder total in die Geschichte abgetaucht. In diesem Teil lernen wir die Quecksilberloge von Washington kennen. Ihre Methoden bzw. die von Professor Avalanche können den ein oder anderen erschrecken, da sie das komplette Gegenteil von der Goldloge sind. Vor allem ihre „Technologien“ sind erstaunlich und sogleich befremdlich. Und man weiß nie, was das eigentlich Ziel von ihnen ist. Zudem werden Emilia und Ben wieder auf eine Mission geschickt, um den letzten Baustein für das Wasser des Lebens zu bergen. Die Mission ist spannender als alle bisherigen zusammen. Das geheimnisvolle und rätselhafte finde ich grandios. Es ist immer wieder erstaunlich, wie Kira es packt fiktive Elemente mit realen zu verknüpfen und diese so phänomenal auszuarbeiten. Wir lernen auch endlich Kaleidra kennen, eine interessante Welt wo die Elemente herrschen. Stürme, Gewitter und das generelle Sein von Kaleidra ist sehr beeindruckend und faszinierend. Und es ist alles auch immer so gut durchdacht und mit einer Liebe zum Detail herausgearbeitet.

Unsere Protagonisten sind so wie wir sie aus dem ersten Teil kennen. Sie müssen in Band 2 aber so einiges durchmachen. Emilias Kräfte und ihre Schlange sind immer wieder erstaunlich, vor allem während dem Tria-Bündnis. Vor allem in Kaleidra bekommen wir mal eine andere Seite von Ben zu sehen. Generell gab es etwas weniger Zweisamkeits-Szenen zwischen Emilia und Ben, was aber gar nicht so schlimm war und die vorhandenen Szenen zwischen den beiden umso schöner machte.
Mit Professor Avalanche hat Kira einen genialen Bösewicht kreiert. Er ist schön skrupellos, aber gleichzeitig intelligent und vorausschauend. Das macht es unglaublich spannend. Aber auch die anderen Charaktere sind vielseitig. Ein Charakter hat mir besonders gut gefallen, aber durch den Zwiespalt, den die Autorin aufzeigt, weiß man bis kurz vor Schluss nicht, auf welcher Seite er denn nun wirklich steht.

Zunächst unbedeutend wirkende Punkte, stellen sich als etwas „Größeres“ und mit so viel liebe zum Detail raus. Von der ersten Seite an lebt das Buch von Spannung, es gibt nur wenig Zeit zur Ruhe und Erholung. Die Reihe kann einen immer wieder überraschen und es ist kaum was vorhersehbar. Kira schafft es auch einfach immer wieder humorvolle Szenen in unwirklichen Lagen einzubauen, die das ganze immer wieder auffrischen. Es passiert so einiges und mit den Wendungen hätte ich so niemals gerechnet. Die Handlung in Band 2 konnte mich voll und ganz überzeugen. Ich hatte das Gefühl, das die vielen Handlungsstränge nochmal um einiges detaillierter und spannender waren als in Band 1. Zudem werden einige Fragen aus Band 1 beantwortet. Aber natürlich auch wieder viele neue aufgeworfen. Es bleibt also die ganze Zeit über unglaublich spannend.

Fazit:
„Wer die Seele berührt“ ist eine grandiose Fortsetzung. Die Verstrickung aus Fantasy sowie realen Elementen ist einfach nur faszinierend. Es ist wieder eine absolute spannende und einnehmende Geschichte geworden, die mich total überzeugt hat. Es sind noch so viele Fragen offen und für den letzten Band, hat die Autorin sich noch so einiges vorgenommen. Es bleibt interessant und ich bin gespannt was für Abenteuer unsere Protagonisten im 3 Band bewältigen müssen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre