Gladiatoren meets Vampire allerdings nicht ganz ausgetüftelt
We Who Will DieGladiatoren treffen auf Vampire?! Hört sich erstmal sehr spannend an, allerdings war es für mich nicht ganz rund.
Arvelle geht einen unzerbrechlichen Schwur ein, um ihre Brüder zu retten. Deshalb nimmt ...
Gladiatoren treffen auf Vampire?! Hört sich erstmal sehr spannend an, allerdings war es für mich nicht ganz rund.
Arvelle geht einen unzerbrechlichen Schwur ein, um ihre Brüder zu retten. Deshalb nimmt sie and der Auslese teil, um den Imperator zu töten. Doch es kommt anders, wie sie denkt.
Die Grundidee hat wirklich Potenzial, an der Umsetzung hapert es für mich jedoch.
Der Schreibstil war nicht so mein Fall ehrlicherweise. Die Kapitel waren mir zu lang, gleichzeitig fehlt es an Beschreibungen. Weder Charaktere noch die Locations werden wirklich beschrieben, was es für mich teilweise schwer machte. Die Handlung habe ich mir auch anders vorgestellt. Die Auslese ist brutal, aber sehr wiederholend, vor allem da Arvelle jedes Mal nur auf gut Glück gewinnt. Gleichzeitig ging dieser Teil dann auch sehr schnell vorbei, wo bei ich die Zeitspanne komplett verloren habe. In einem Satz sind es noch zwei Wochen bis zur letzten Herausforderung, im nächsten befinden wir uns schon mittendrin. Dadurch habe ich völlig das Gefühl für den Ablauf verloren.
Zwischendrin hat sich die Handlung für mich auch sehr gezogen und nach den Herausforderungen verlor die Geschichte an Spannung. Leider wird auch ein Fantasy Element nach dem anderen reingeworfen ohne Sinn und Mehrwert. Genau wie bei Namen. Ich hatte das Gefühl hier wurde krampfhaft versucht ins High Fantasy zu kommen ohne wirklichen Plan. Viele Handlungsstränge und Elemente verliefen ins nichts. Und ich glaube ich hatte noch nie so viele Vorahnungen, die sich bewahrheitet haben.
Emotional konnte mich die Story auch nicht erreichen. Die Charaktere bekommen kaum Tiefe, weswegen es mir egal war, was mit ihnen passiert. Wenn dann noch Figuren nach wenigen Seiten sterben, bleibt das leider ohne Wirkung. Zudem wirken viele Szenen auf mich sehr sprunghaft und abrupt, wobei sie sich dann auch teilweise widersprechen.
Mit Arvelle selbst wurde ich auch nicht warm. Sie ist mir oft zu naiv, impulsiv und müsste einiges aufarbeiten. Ihre Selbstaufopferung für ihre Brüder ist zwar nachvollziehbar, aber sobald diese nicht mehr im Fokus stehen, bringt sie sich in Situationen, für die andere Figuren längst bestraft worden wären. Aber zum Glück wird das ja schnell abgehandelt oder vergessen. Die Romance konnte mich nicht wirklich abholen, weil generell einfach die Tiefe in der Story fehlt. Es war zwar schön, dass sie eine Vergangenheit haben, aber für mich blieb das zu oberflächlich. Über Tiernon weiß ich so gut wie nichts. Rorrik ist für mich noch die spannendste Komponente in der Story, weil er am vielseitigsten ist. Morally grey und man weiß nie, was seine Motive sind. Die übrigen Charaktere bleiben dagegen noch blasser.
Meiner Meinung nach hätte es dem Buch gutgetan, sich auf weniger Elemente zu konzentrieren und diese dafür besser auszuarbeiten. Besonders das Worldbuilding und Magiesystem war für mich nicht ausgetüftelt. Für mich gab es zudem einige unlogische Sachen. Dabei finde ich die politischen Intrigen und den Grundkonflikt eigentlich sehr spannend. Allerding fehlt es mir leider komplett an Erklärungen, Details und Tiefe.