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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.08.2025

Fesselnder Reihenbeginn

Der Trailer (Donkerbloem 1)
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Durch einen True-Crime-Podcast wird der Fall einer Studentin neu aufgerollt, die vor 15 Jahren von einem abseits gelegenen Campingplatz verschwunden ist. Dies liegt eigentlich nicht in Kommissarin Frieda ...

Durch einen True-Crime-Podcast wird der Fall einer Studentin neu aufgerollt, die vor 15 Jahren von einem abseits gelegenen Campingplatz verschwunden ist. Dies liegt eigentlich nicht in Kommissarin Frieda Stahnkes Zuständigkeitsbereich, doch sie kennt die Vermisste von früher und wühlt auf eigene Faust in der Vergangenheit herum. Dabei sticht sie unwissend in ein gefährliches Wespennest...

Das Cover ist nichts Besonderes, immerhin passt der Trailer zur Geschichte. Zum Buch greifen wird man wohl eher, wenn man den Name Linus Geschke bereits kennt.

Der Erzählstil ist flott und mitreißend, Richard Barenberg setzt alles gekonnt in Szene und bringt die düstere Atmosphäre gut rüber. Die verschiedenen Perspektiven lassen sich gut auseinanderhalten und es macht Spaß, der Geschichte zu lauschen und mitzurätseln. Die Protagonisten haben ihre Ecken und Kanten und sind lebendig dargestellt. Überraschende Twists halten die Spannung schön oben und man rauscht nur so durch das Buch. Das Ende ist einerseits nachvollziehbar, andererseits auch nicht so zufriedenstellend. Spätestens beim Cliffhanger wird klar, dass das noch nicht alles von Frieda war.

Ein spannender Thriller, den ich gerne empfehle. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. 4 Sterne

Veröffentlicht am 22.07.2025

Wendungsreich und originell

Not Quite Dead Yet
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Die 27-jährige Jet weiß nicht so recht, was sie im Leben erreichen möchte und lässt irgendwie alles schleifen, denn sie hat ja alle Zeit der Welt. Bis sie an Halloween hinterrücks angegriffen wird und ...

Die 27-jährige Jet weiß nicht so recht, was sie im Leben erreichen möchte und lässt irgendwie alles schleifen, denn sie hat ja alle Zeit der Welt. Bis sie an Halloween hinterrücks angegriffen wird und die Tat nur knapp überlebt. Doch leider sind die Folgen so gravierend, dass sie in maximal einer Woche doch sterben wird. Wer hat das nur getan? Um ihre letzte Lebenszeit sinnvoll zu verbringen, entschließt sie sich, ihren eigenen Mord aufzuklären.

Das Cover ist cool gestaltet, die Darstellung erinnert an ein Gehirn, was gut zur Story passt.

Holly Jacksons Erzählstil ist einnehmend und flüssig. Sie fackelt nicht lange herum und der Leser ist sofort mitten im Geschehen. Das Notrufprotokoll lässt einen noch deutlicher nachvollziehen, wie verzweifelt Billy ist, als er die niedergeschlagene Jet entdeckt. Billy ist mein Lieblingsprotagonist, hilfsbereit und einfach sympathisch. Jet hingegen ist besonders am Anfang ein bisschen unsympathisch und gewöhnungsbedürftig, was sich aber im Laufe der Geschichte bessert. Es ist äußerst spannend, den beiden bei ihren eigenen Ermittlungen zu folgen. Vage Ahnungen führen zu unerwarteten Wendungen, das tragische Ende passt zum Gesamtpaket und die Auflösung ist schlüssig. Nur sind mir noch mehrere Tippfehler aufgefallen und an einigen Stellen sind falsche Satzzeichen, z. B. steht nach einer Frage ein Punkt statt ein Fragezeichen.

Ein toller Spannungsroman mit ein bisschen Thrill und einer gut umgesetzten, originellen Idee. Auch der Sprung vom Jugend- zum Erwachsenenpublikum ist gelungen und die Charaktere verhalten sich ihrem Alter angemessen. Eine klare Leseempfehlung von mir, ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin. 4 Sterne

Veröffentlicht am 16.07.2025

Ganz okay, aber kein Thriller

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?
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Sloane Caraway ist eine pathologische Lügnerin, denn die Wahrheit findet sie einfach sterbenslangweilig und sie möchte am liebsten von allen gemocht werden. Als sie einem Vater und seiner kleinen Tochter ...

Sloane Caraway ist eine pathologische Lügnerin, denn die Wahrheit findet sie einfach sterbenslangweilig und sie möchte am liebsten von allen gemocht werden. Als sie einem Vater und seiner kleinen Tochter hilft, einen Stachel aus deren Fuß zu ziehen, behauptet sie deswegen auch, sie sei Krankenschwester. Sie freundet sich langsam mit der Familie an und erschleicht sich einen Job als Nanny. Doch irgendwas scheint mit dem Ehepaar nicht zu stimmen...

Das Cover ist jetzt nichts Besonderes, zumindest die knallige Farbe ist ein Eyecatcher.

Der Schreibstil ist flüssig und kurzweilig, man kommt gut voran. Es ist spannend zu sehen, wie die Geheimnisse der Protagonisten aufgedeckt werden. Auch Sloanes Drang zu lügen ist gut dargestellt und irgendwie interessant, auch wenn man sich oft denkt, wie unnötig die Lügen eigentlich sind. Leider plätschert die Handlung eher vor sich hin, von einem Thriller oder wirklich spannungsgeladenen Szenen kann hier nicht die Rede sein. Zu wenig Nervenkitzel und Thrill, dafür viele Andeutungen und vage Ahnungen. Weiterlesen wollte ich trotzdem, da ich wissen wollte, ob die Lügerei auch mal heftige Konsequenzen hat und die ganze Zeit habe ich gehofft, dass endlich mal etwas passiert. Immerhin gibt es gegen Ende noch ein paar Überraschungen, die einen ein wenig mitreißen. Die Auflösung ist ein bisschen zu konstruiert, passt jedoch im Großen und Ganzen.

Ein nicht ganz überzeugender Spannungsroman, der oft an "Wenn sie wüsste" erinnert - vielleicht ist das Buch besser für die, die noch nichts in die Richtung gelesen haben. 3 Sterne

Veröffentlicht am 26.06.2025

Fesselnde Reise in Wiens Vergangenheit

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Endlich ein neuer Fall für Inspektor Leopold von Herzfeldt! Seine unglückliche große Liebe Julia wird Zeugin, wie beim Auftritt eines großen Zauberes die Helferin tatsächlich zersägt wird, nicht nur zum ...

Endlich ein neuer Fall für Inspektor Leopold von Herzfeldt! Seine unglückliche große Liebe Julia wird Zeugin, wie beim Auftritt eines großen Zauberes die Helferin tatsächlich zersägt wird, nicht nur zum Schein. Zauberer und Publikum sind schockiert. Gleichzeitig verschwinden weitere Frauen, die im Prater gearbeitet haben. Hängen die Vermisstenfälle und der Mord zusammen?

Das Cover ist wieder schön gestaltet und bietet einen Blick auf Wien.

Pötzschs Schreibstil ist wie immer flüssig und lässt sich gut lesen. Bereits der Prolog ist fesselnd geschrieben, man fiebert richtig mit. Die bildhafte Sprache hilft einem, sich das damalige Wien gut vorstellen zu können und man fühlt sich wie in der Zeit zurückversetzt. Die verschiedenen Perspektiven bieten Abwechslung, auch die Sicht des Mörders ist interessant. Die Einbindung des Wienerischen gepaart mit der damaligen Sprechweise ist toll für die Atmosphäre und weder zu viel, noch zu wenig. Außerdem ist es spannend, die Entwicklung der Kriminaltechnik mitzuerleben und auch ein bisschen traurig, wie langsam diese Fortschritte akzeptiert und umgesetzt wurden. Die Charaktere haben ihre sympathische Art nicht verloren und sich auch weiterentwickelt. Das Hin und Her zwischen Leo und Julia hat mich ein bisschen gestört, aber so was stört mich immer und ist hier in einem noch erträglichen Maß umgesetzt. Der Fall entpuppt sich als äußerst knifflig und es macht Spaß, den liebgewonnenen Protagonisten bei der Lösung über die Schulter zu schauen. Die Auflösung lässt den Leser zufrieden zurück und auf weitere Abenteuer hoffen. Das Glossar am Ende ist für ein paar Begriffe hilfreich und der Humor kommt in Geschichte sowie Nachwort ebenfalls nicht zu kurz.

Ein super Krimi mit tollen Charakteren, der das damalige Leben anschaulich beschreibt. 4,5 Sterne

Veröffentlicht am 15.06.2025

Temporeicher Thriller

Ihr werdet sie nicht finden
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Die Privatdetektivin Franka stößt bei ihrer der Suche nach einer Vermissten auf den ungelösten Fall der verschwundenen Isabelle und deren Vater Jonas. Dieser war früher selbst einmal Polizist, ist jedoch ...

Die Privatdetektivin Franka stößt bei ihrer der Suche nach einer Vermissten auf den ungelösten Fall der verschwundenen Isabelle und deren Vater Jonas. Dieser war früher selbst einmal Polizist, ist jedoch bei einem Verdächtigen außer Kontrolle geraten. Notgedrungen tun sie sich zusammen, um endlich die Wahrheit zu erfahren und herauszufinden, was damals wirklich geschah und ob Frankas Vermisste etwas darüber weiß.

Das Cover mit den neongrünen Akzenten zieht die Aufmerksamkeit auf sich und der verzerrte Effekt macht sich gut.

Andreas Winkelmanns Schreibstil ist wie immer rasant und man befindet sich sofort mitten im Geschehen. Bereits der Beginn macht neugierig und man fragt sich, was die erzählende Person mit der Dunkelheit und den Schatten meint. Nicht nur verschiedene Zeitebenen, sondern auch wechselnde Perspektiven bringen Abwechslung in die Geschichte und man möchte das Buch nicht mehr weglegen. Die Ermittlungsarbeit ist spannend dargestellt und es gibt einige Wendungen. Ein paar davon habe ich zwar relativ bald durchschaut, oft habe ich aber auch falsch gelegen. Die Auflösung finde ich gelungen und zufriedenstellend.

Ich kann den neusten Winkelmannschen Thriller nur empfehlen und freue mich auf weitere Werke. 4,5 Sterne