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Veröffentlicht am 03.11.2024

Schöne Geschichten

Die Glückslieferanten
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Nanahoshi arbeitet bei einem Lieferservice. Mit ihrer adretten Uniform unterscheidet sie sich nicht von anderen Lieferanten, allerdings bringt sie mit ihrem Motorroller weder Pizza, noch andere Bestellungen ...

Nanahoshi arbeitet bei einem Lieferservice. Mit ihrer adretten Uniform unterscheidet sie sich nicht von anderen Lieferanten, allerdings bringt sie mit ihrem Motorroller weder Pizza, noch andere Bestellungen zu ihren Kunden in ganz Japan. Nanahoshi arbeitet für die Himmelsboten, die die Päckchen kürzlich Verstorbener ausliefern, Empfänger können ehemalige Schüler sein, die beste Freundin, oder die Jugendliebe, die man nie vergessen konnte.

Sanaka Hiiragi hat mich mit ihrem ersten Buch "Die Erinnerungsfotografen" sehr begeistert, hier nun widmet sie sich einer ganz ähnlichen Thematik, allerdings stehen diesesmal nicht die Verstorbenen im Vordergrund, sondern die Menschen, die zurückgeblieben sind in ihrer Trauer, oder auch solche, die gar nichts vom Tod der Person wussten und erst durch das Päckchen davon erfahren. Immer ist dieses Päckchen mit einer Botschaft für den Empfänger verbunden, etwas, das dem Leben einen neuen Impuls gibt, das Ungesagtes ausspricht, oder ein vergessenes Gemeinschaftsgefühl wieder aufkommen lässt.

Das Buch setzt sich im Grunde aus mehreren Kurzgeschichten zusammen, in der der Leser den Empfänger des Päckchens kennenlernt und etwas über dessen Leben erfährt, danach kommt Nanahoshi hinzu und überbringt ihre Lieferung, deren Inhalt dann den weiteren Verlauf der Geschichte bestimmt. Die einzelnen Geschichten sind warmherzig und liebevoll erzählt und tauchen tief ein in die Beziehungen von Menschen, wobei es unwichtig ist, ob es sich dabei um eine Familie, um gute Freunde, oder einfach eine Schicksalsgemeinschaft geht. Die Geschichten erzählen von geplatzen Träumen, von Selbstzweifeln, von Trauer, von Wut, von Resignation, aber auch von Hoffnung, von Liebe, Freundschaft und Stolz. Die Autorin erzählt leise und unaufgeregt, mit einem guten Blick auf das Zwischenmenschliche.

Trotz der gleichen einfühlsamen Erzählweise wie schon im ersten Buch, konnte mich die Autorin hier nicht ganz so sehr berühren. Leider kann ich nicht genau festmachen, woran das liegt, es ist so ein kleines Gefühl, ganz tief im Hintergrund, als würde mir etwas fehlen im Buch, als würde ich auf eine besondere Emotion warten. Schwierig zu beschreiben. Nichts desto trotz ist das Buch eine Leseempfehlung, die zwar melancholisch stimmt, aber auch so viel Hoffnung gibt.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Schauriger Klassiker

Der Horla
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Nachts kommt die Angst, begleitet von einem unglaublichen Druck auf die Brust, der das Atmen erschwert und auch am Tag manifestiert sich immer stärker ein Gefühl beobachtet und verfolgt zu werden.

Der ...

Nachts kommt die Angst, begleitet von einem unglaublichen Druck auf die Brust, der das Atmen erschwert und auch am Tag manifestiert sich immer stärker ein Gefühl beobachtet und verfolgt zu werden.

Der namenlose Ich-Erzähler in diesem Gruselklassiker von Guy De Maupassant beschreibt in einer Art Tagebuch, wie immer mehr eine unerklärliche Angst von ihm Besitz ergreift, wie er nachts nicht mehr zur Ruhe kommt und auch am Tag das Gefühl nicht abschütteln kann, dass da etwas bei ihm ist, etwas das ihn belauert, beobachtet, ihm die Luft zum Atmen nimmt. Zuerst glaubt er an eine Überreiztheit der Nerven, findet kurze Besserung durch einen Ortswechsel, aber zurück zu Hause verschlechtert sich der Zustand zusehens. Der sichtlich verängstigte Erzähler sucht nach Erklärungen für die mysteriösen Erscheinungen von denen er Zeuge wird und findet sie letztlich auch. Der Horla, ein unsichtbares Wesen, das den Geist seiner Opfer befällt.

Das Buch schlummerte schon ein Jahr auf meinem SUB und zu Halloween dachte ich mir, es wäre an der Zeit es endlich zu lesen. Ich habe den Autor in meiner Jugend entdeckt, bin aber mit seinem Roman "Ein Leben" damals nicht warm geworden und habe es abgebrochen. Auch bei "Der Horla" hatte ich stellenweise Probleme mit der Sprache des Künstlers und fand es etwas schwer zu lesen. Ob das am Alter des Textes liegt, oder an der Übersetzung kann ich nicht sagen, wobei ich es wohl am ehesten auf das Alter schieben würde. Die Erzählung an sich erinnert ein wenig an Edgar Allen Poe und enthält typisch klassische Gruselelemente. Die Ängste, die der anonyme Erzähler beschreibt, seine Empfindungen und Gedankengänge sind gut dargestellt, von Seite zu Seite wird die stetig steigende nervliche Anspannung spürbar. Der Leser wird Zeuge seiner inneren Zerrissenheit und ebenso seiner aufkeimenden Hoffnung, immer im Ungewissen, ob es eine Rettung geben wird.

Optisch ist diese Sonderausgabe aus dem Reclamverlag ein absolutes Highlight. Die aufwändige Gestaltung des Hardcovers ist schon ohne den Schutzumschlag ein Hingucker, die Illustrationen der Zwillingsschwestern Anna und Elena Balbusso sind ungewöhnlich, virtuos und absolut passend zur Geschichte. Ein Lesebändchen rundet den Gesamteindruck ab. Das Buch bietet sich förmlich als Geschenk für Fans klassischer Gruselgeschichten an und ist eine Zierde für jedes Bücherregal.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Grusel nach klassischem Vorbild

Was die Toten bewegt (Eine packende und atmosphärische Nacherzählung von Edgar Allan Poes Klassiker "Der Untergang des Hauses Usher")
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Madeline Usher und ihr Bruder Roderick leben zurückgezogen auf dem geerbten Familienanwesen. Als Madeline krank wird sucht ihr Bruder Hilfe bei einem alten Freund aus Armeezeiten und Alex Easton zögert ...

Madeline Usher und ihr Bruder Roderick leben zurückgezogen auf dem geerbten Familienanwesen. Als Madeline krank wird sucht ihr Bruder Hilfe bei einem alten Freund aus Armeezeiten und Alex Easton zögert nicht lange und macht sich auf den Weg zu den Beiden. Bei seiner Ankunft findet er das Anwesen in einem desaströsen Zustand, seinen Freund zu tiefst bedrückt und dessen Schwester dem Tode näher als dem Leben. Easton versucht sein Bestes den Beiden das Leben etwas erträglicher zu machen, aber schon bald ergreift die merkwürdige Stimmung, die auf dem Anwesen liegt auch ihn und es geschehen mehr und mehr merkwürdige Dinge.

Der Untergang des Hauses Usher, der berühmte Klassiker von Edgar Allen Poe, dient der Autorin hier als Inspiration. Das Setting, rund um den unheilvollen See und das verfallene Anwesen, wird von ihr ebenso übernommen, wie die handelnden Figuren, wobei Alex Easton in ihrer Version die Aufgabe des Ich-Erzählers übernimmt. Im Original bleibt diese Figur namenlos, hier bekommt sie von der Autorin sogar noch eine interessante Hintergrundgeschichte spendiert, wohl auch um Seiten zu füllen und so aus der ursprünglichen Kurzgeschichte einen Roman zu machen. Im Nachwort erklärt die Autorin ihre Faszination für den Klassiker von Poe und wie sie immer eine Erklärung für die mysteriöse Nervenerkrankung der Schwester zu finden, etwas, das der Grund für ihre Verhaltensänderung und ihren rapiden körperlichen Verfall sein könnte. In ihrer Version nun konzentriert sie sich auf diesen möglichen Grund und hat eine sehr interessante Idee dazu entwickelt.Der Roman geht damit natürlich über die Ursprungsversion hinaus, in der die Hintergründe ganz der Fantasie des Lesers überlassen werden und auch das Ende der Geschichte weicht in der Interpretation der Autorin vom Original ab.

Das Buch bietet viele klassische Elemente eines Gruselromans, wie die bleiche Frauengestalt die Nachts durchs Haus wandert, oder auch das Kratzen an der Tür der verschlossenen Gruft. Neu sind die merkwürdigen Hasen, die die Autorin in großer Zahl rund um das Anwesen der Ushers auftauchen lässt und die sich nicht wie normale Hasen verhalten. Einen von ihnen erkennt der aufmerksame Leser auf dem Cover des Buches wieder, umgeben von Pilzen, die für die Geschichte eine wichtige Rolle spielen und letztlich auch die Erklärung für den Titel des Buches liefern. Den Gestaltern des Covers an dieser Stelle ein großes Lob, es ist optisch ein Hingucker und passt perfekt zum Inhalt des Buches, etwas, dass man heutzutage leider nicht immer so findet.

Die Autorin schafft eine schöne Verbindung von klassisch, schaurigen Gruselmomenten und Wissenschaft, wobei sie sich hier etwas über die bekannten Fakten hinaus ins Fiktive bewegt und ihrer Fantasie freien Lauf lässt. Ihre Erklärung für die mysteriösen Ereignisse sind durchaus vorstellbar und kamen in ähnlicher Form auch schon in anderen Werken des Genres zum Einsatz. Der Stil der Autorin gefällt mir, ist mir aber an manchen Stellen etwas einfach. Ihre Neuinterpretation eines klassischen Stoffs ist gut gelungen und passte super zu Halloween. Auf jeden Fall macht das Buch Lust auch das Original nochmal zu Lesen.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Märchenhafte Dystopie

Im Morgenlicht
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Sil ist mit ihrer Mutter auf der Flucht und kommt durch ein Wiederansiedlungsprogramm nach Island City, wo sie bei ihrer Tante Ena unterkommen. Ena ist Hausmeisterin im altehrwürdigen Hochhauskomplex Morgenlicht ...

Sil ist mit ihrer Mutter auf der Flucht und kommt durch ein Wiederansiedlungsprogramm nach Island City, wo sie bei ihrer Tante Ena unterkommen. Ena ist Hausmeisterin im altehrwürdigen Hochhauskomplex Morgenlicht und die erste Verwandte ihrer Mutter, die Sil in ihrem jungen Leben kennenlernt. Ena ist so ganz anders als Sils Mutter, die nie viel über die Familie, die Vergangenheit, oder auch die Flucht erzählt hat. Während Sils Mutter eher still und ängstlich darauf bedacht ist unter dem Radar zu bleiben und bloß nicht aufzufallen, ist Ena laut, bunt und teilt gern ihre Erinnerungen an die alte Heimat mit Sil, darunter auch die märchenhafte Geschichte der Vila und ihrer drei Söhne.

Die Welt in der Sil und ihre Mutter leben liegt in einer, zeitlich nicht näher benannten, dystopisch anmutenden Zukunft. Durch den Anstieg des Meeresspiegels sind viele Landstriche unbewohnbar, es herrscht Lebensmittelknappheit, in der Vergangenheit gab es kriegerische Auseinandersetzungen, durch die viele Menschen gezwungen waren zu fliehen. Island City wird als eine Art Sehnsuchtsort beschrieben, obwohl auch hier die Gebäude und Straßen schon im Meer versinken. Es gibt ein hochgelobtes Programm zur Wiederansiedlung, bei dem über Spendengelder Häuser, Schulen, Spielplätze gebaut werden um Flüchtlingen als neue Heimat zu dienen, mit dem sich auch die elitären Bewohner im Morgenlicht ein gutes Gewissen verschaffen.

Der Klappentext des Buches verspricht die Geschichte einer Mutter-Tochter Beziehung, allerdings bleibt diese doch eher im Hintergrund. Ja, da ist die Tochter Sil und da ist auch ihre Mutter, aber von Beziehung kann man bei den Beiden nur bedingt sprechen. Sils Mutter bleibt lange Zeit sehr im Hintergrund, wie es eben ihrem Wesen entspricht, sie ist mehr damit beschäftigt zu arbeiten, ist dadurch fast immer abwesend und Sil somit auf sich allein gestellt. Der Leser begleitet sie durch ihren Alltag im Morgenlicht und erlebt mit, wie sie sich immer mehr in einer mythologischen Welt Halt sucht, wie sie eine Legende wiederbelebt, die sie aus einer Erzählung ihrer Tante kennt. Bezugspunkt wird hierbei die im Penthouse lebende mysteriöse Malerin und Unterstützung bekommt sie durch ein anderes Mädchen, das kurz nach ihr mit ihrer Familie im Morgenlicht einzieht. Die Familie der neuen Freundin kommt ebenfalls aus der alten Heimat, Sil entdeckt viele Gemeinsamkeiten und vergisst die Ermahnungen ihrer Mutter, niemandem etwas über ihre Vergangenheit zu erzählen. Erst hier tritt Sils Mutter dann mehr in den Vordergrund und das Buch bekommt Bezüge zu realen Ereignissen.

Bei diesen realen Ereignissen handelt es sich wohl um den Konflikt auf dem Balkan, im ehemaligen Jugoslawien. Verschiedene Elemente des Buches weisen hierzu Parallelen auf, so haben viele Namen Bezüge zu dieser Region und auch die mythologische Erzählung über die Vila passt in diese Gegend. Der Krieg, die Vertreibung und Flucht tausender Menschen, die hier stattgefunden hat, wird ebenso thematisiert, wie begangene Kriegsverbrechen und leider auch, das viele der damaligen Täter ihrer gerechten Strafe entkommen sind und später unerkannt ein ganz normales Leben führten. An diesem Punkt wird das Buch sehr emotional, wird hier doch endlich einiges am Verhalten von Sils Mutter klarer. Leider wird hier aber auch der Schrecken des Krieges und all seine Gräueltaten deutlich, stellvertretend für so viele Kriege, für so viele namenlose Tote in unentdeckten Massengräbern, für so viele zerstörte Familien, für so viel Leid und Kummer.

Im Morgenlicht ist ein sehr spezielles Buch mit einer teils etwas gewöhnungsbedürftigen, aber so fesselnden Geschichte. Die Geschichte wird von der erwachsenen Sil als Rückblende erzählt. Die Autorin schafft mit ihrem bildhaften, melodiösen Stil eine ungewöhnliche Stimmung. Die Figuren erzeugen Nähe, bleiben dem Leser aber immer auch ein klein wenig fremd, oder eher distanziert. Die realen Hintergründe des Buches offenbaren sich eher subtil und nur dem Leser, der damit vertraut ist. Gerade jüngeren Lesern könnten sich diese Zusammenhänge nicht erschließen, was sehr schade währe. Hier hätte ein erklärendes Vor-, oder Nachwort dem Buch gutgetan. Das Ende des Buches weckt etwas Hoffnung, lässt aber auch viele Fragen offen.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Hintergründige Spannung

Der lange Schatten
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Imogen ist seit kurzem Witwe und muss sich nach dem Unfalltod ihres Mannes Ivor erst noch mit der neuen Situation zurechtfinden. Vermeintliche Hilfe bekommt sie dabei von ihrer Nachbarin, die ihr Witwenleben ...

Imogen ist seit kurzem Witwe und muss sich nach dem Unfalltod ihres Mannes Ivor erst noch mit der neuen Situation zurechtfinden. Vermeintliche Hilfe bekommt sie dabei von ihrer Nachbarin, die ihr Witwenleben seit vielen Jahren zelebriert und alles über das korrekte Verhalten als solche weiß. Auch Ivors Kinder fühlen sich verpflichtet Imogen beizustehen und die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage bieten hierfür den besten Grund. So kommt es dann auch, das sich ungefragt Ivors Tochter inklusive Ehemann und zwei Kindern bei Imogen einnistet, sein Sohn die Gelegenheit nutz um direkt auf unbestimmte Zeit einzuziehen, eine mysteriöse Freundin im Schlepptau und sogar Ivors Exfrau plötzlich vor der Tür steht um Imogen in ihrer Trauer um den Mann beizustehen, den sie schließlich Beide geliebt haben.

Der oben beschriebene Personenkreis bildet nun den Rahmen für dieses kriminalistische Kammerspiel, das mit seiner sehr tiefgründigen Spannung besticht. Es gibt kein offenkundiges Verbrechen, aber die Andeutung davon, befeuert durch Imogens ungewöhnliches Verhalten nachdem sie die Nachricht vom Unfall ihres Mannes bekommen hat. Da die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wird kann sich selbst der Leser ncht sicher sein, ob an den unterschwelligen Verdächtigungen etwas dran ist. Ich habe mehrmals während der Lektüre meine Meinung dazu geändert, obwohl ich letztlich mit meiner Vermutung im Groben recht hatte.

Die Figuren im Buch sind alle sehr spezielle Charaktere, gut gezeichnet, aber schwer zu durchschauen, was es nicht leichter macht hinter die Fassade zu blicken. Durch die Bank sind sie manipulativ, unsensibel und nur auf den eigenen Vorteil bedacht, Empathie ist für sie ein Fremdwort, sie sind allesamt unsympathisch. Selbst Imogen, die trauernde Witwe sammelt wenig Sympathiepunkte beim Leser. Klar gibt es kein Handbuch für das Verhalten im Trauerfall, anders als die gute Nachbarin suggeriert, aber Imogens Verhalten ist teilweise so wenig nachvollziehbar, dass es nervt. Wenn sie zb so gar keinen Protest erhebt, als die Verwandschaft ihr Haus entert und wie selbstverständlich alles an sich reißt, da will man sie einfach nur schütteln.

Die Story wird sehr subtil erzählt, hat sogar einige Gruselmomente, wenn etwa aus dem Nichts plötzlich ein Whiskeyglas an Ivors Lieblingssessel steht, oder seine Bücher aufgeschlagen auf dem Tisch liegen. Durch diese Elemente wirkt das Buch leicht wie ein Psychothriller, was die eigentliche Spannung in die sonst eher ruhige Geschichte bringt. Ich mochte dieses Hintergründige sehr gern, es hat für mich eine ganz besondere Athmosphäre erzeugt. Leider hadere ich etwas mit der Auflösung des Ganzen, sie kommt nicht total aus dem Nichts, ergibt rückblickend natürlich Sinn, ist aber vielleicht doch etwas kreativ.

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