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Veröffentlicht am 14.07.2024

Ein mystischer und fesselnder Fantasyroman

One Dark Window - Die Schatten zwischen uns
1

»One Dark Window - Die Schatten zwischen uns« ist der erste Band der Shepherd King-Dilogie von Rachel Gillig und ein mystischer und fesselnder Fantasyroman mit einem großen Rätsel und einer sanften Romanze, ...

»One Dark Window - Die Schatten zwischen uns« ist der erste Band der Shepherd King-Dilogie von Rachel Gillig und ein mystischer und fesselnder Fantasyroman mit einem großen Rätsel und einer sanften Romanze, die hier aber nicht im Vordergrund steht.

Auf den ersten paar Seiten lernt man zunächst die Welt und die Charaktere kennen. Diese Einführung habe ich gebraucht um in die Story reinzufinden, die Zusammenhänge zu verstehen und mit den Charakteren warm zu werden. Nachdem das passiert ist, hat mich die Geschichte so gepackt und ich wollte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Wer gerne miträtselt und Theorien aufstellt, kommt hier voll auf seine Kosten. Die Spannung wurde über das Buch hinweg langsam aufgebaut und hat im letzten Drittel deutlich zugenommen und ihren Höhepunkt gefunden.

Die Idee mit der Infektion, dem Nebel, dem Nachtmahr und den magischen Karten fand ich einfach nur genial. Rachel Gillig konnte mich mit ihrem athmosphärischen und bildgewaltigen Schreibstil, den gut ausgearbeiteten Charakteren, der besonderen Ausübung von Magie und der mitreißenden Handlung absolut begeistern. Ich freue mich nun schon sehr auf den finalen Band der Dilogie.

𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: »One Dark Window - Die Schatten zwischen uns« ist ein Buch mit einer düsteren Atmosphäre und einem genialen Plott voller Geheimnisse und einer rätselhaften Mission, das einen in seinen Bann zieht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne Fantasy lesen.

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Veröffentlicht am 14.04.2024

Ein einmaliges Leseerlebnis

Babel
5

Für mich war "Babel" das erste Buch von der Rebecca F. Kuang und definitiv nicht das letzte.

Beginnen möchte ich mit der Aufmachung des Buches, die ich einfach nur geliebt habe: Angefangen beim düster ...

Für mich war "Babel" das erste Buch von der Rebecca F. Kuang und definitiv nicht das letzte.

Beginnen möchte ich mit der Aufmachung des Buches, die ich einfach nur geliebt habe: Angefangen beim düster gehaltenen Cover, der Prägung unter dem Schutzumschlag, über die Karten im Buchinneren, die verzierten Kapitel, die jeweils mit einem Zitat beginnen, und die Fußnoten mit ergänzenden Anmerkungen.

Rebecca F. Kuang erzählt in Babel in einem ruhigen Erzähltempo auf faszinierende Weise von Sprachen, deren Herkunft und Übersetzung und welche Macht und Magie einzelne Worte bewirken können. Darüber hinaus spielen allgemein Macht, Konflikte und Unterdrückung, insbesondere durch Kolonialismus und Rassismus, eine entscheindende Rolle und ich war nicht nur einmal zutiefst schockiert. Die Autorin hat mich mit ihrer umfangreichen Recherche zum Buch schwer beeindruckt. Man spürt beim lesen einfach, wie viel Herzblut sie in diese Geschichte gesteckt hat.

Ich teile nicht nur die Faszination für Bücher mit Robin, sondern bin ihm und seinen Freunden auch so gerne durch die Handlung gefolgt. Robin hat dabei so eine unfassbare Entwicklung durchlebt. die Geschehnisse haben mich berührt, bewegt und teilweise fassungslos zurückgelassen. Der Großteil der Handlung spielt sich in Oxford am Königlichen Institut für Übersetzung, das auch "Babel" genannt wird, ab. Es handelt sich um keine Fantasygeschichte im klassischen Sinne, sondern um ein Geheimnis, das das Erlernen des Umgangs mit magischen Elementen umgibt.

An der ein oder anderen Stelle habe ich die Geschichte als etwas langatmig und ein kleines bisschen zu detailliert empfunden. Das hat den Lesefluss und das Leseerlebnis für mich jedoch nicht großartig beeinflusst.

Rebecca F. Kuang hat mit "Babel" ein einmaliges Buch geschaffen, das bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Mein Lieblingszitat aus Babel ist folgendes:

„Ich glaube, genau darum geht es beim Übersetzen. Darum geht es beim Sprechen. Einander zuhören und versuchen, an den eigenen Vorurteilen vorbeizugucken, um einen Blick auf das zu erhaschen, was der andere einem sagen will. Ein Stück von sich selbst preisgeben und hoffen, dass jemand anders es versteht."

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