Cover-Bild Der Gesang der See
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 11.03.2026
  • ISBN: 9783949465277
Trude Teige

Der Gesang der See

Roman | Von der Autorin des ergreifenden Bestsellers 'Als Großmutter im Regen tanzte'
Günther Frauenlob (Übersetzer)

Atmosphärisch und eindringlich wie der nordische Wind:
Der mitreißende Roman, der Trude Teige als Autorin bekannt machte.

Auf der kleinen Fischer-Insel an der norwegischen Westküste ist das Leben hart, die Natur überwältigend. Die junge Kristiane verspricht ihrem Vater, den seit Generationen besetzten Lotsenposten in der Familie zu halten. Als Frau darf sie die Schiffe in den Schären nicht selbst geleiten. Doch als ihr Mann bei einem Sturm ums Leben kommt, steht die schwangere Kristiane allein da mit Mutter und Schwester; man will ihnen das Lotsenmandat entziehen. Auf der Suche nach jemandem, der ihnen eine Zukunft gewähren kann, gerät sie in tiefen Konflikt zwischen Pflicht und Leidenschaft.

Eine junge Schifferin zwischen Familie, Emanzipation und Leidenschaft: Sorgfältig recherchiert und inspiriert von ihrer eigenen Familienhistorie, zieht uns die außergewöhnliche Erzählerin Trude Teige in eine bewegende Geschichte um eine starke Frau in der rauen Männergesellschaft der nordischen Gestade.

Der erste Roman von Trude Teige – jetzt zum ersten Mal auf Deutsch veröffentlicht.

Von der Autorin der bewegenden Generationen-Romane und Nr.1-SPIEGEL-Bestseller »Als Großmutter im Regen tanzte«, »Und Großvater atmete mit den Wellen«, »Wir sehen uns wieder am Meer«.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2026

Der Gesang der See

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er Gesang der See ist der neue Roman der Bestsellerautorin Trude Teige. Es ist di eahre Geschichte ihrer Familie und spielt an der rauen Westküste Norwegens. Kristinas Vater hat eine feste Lotsenstelle ...

er Gesang der See ist der neue Roman der Bestsellerautorin Trude Teige. Es ist di eahre Geschichte ihrer Familie und spielt an der rauen Westküste Norwegens. Kristinas Vater hat eine feste Lotsenstelle die immer an die Männer der Familie in die nächste Generation weitergegeben wird. Nach dem Tod des Vater und auch dem Tod ihres ersten Mannes droht Kristina die Nummer zu verlieren. Durch einen Schachzug und eine neue Heirat kann sie das verhindern. Sie behauptet sich in der Männerwelt und ist eine starke Frau die ihren Weg geht, obwohl ihr Herz einer verbotenen Liebe nachhängt.
Fazit:
Man bekommt einen guten Einblick in das Leben der Fischer in Norwegen und auch auf die raue und karge Landschaft wo noch nicht mal Obstbäume wachsen können. Der Schreibstil ist sehr lebendig, doch ist der Roman bei weiten nicht so gut wie ihre früheren Romane.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Eine mutige Frau

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Wie schon im Roman Wir sehen uns wieder am Meer hat Trude Teige es auch mit dem Roman DER GESANG DER SEE wieder geschafft, die Leser in eine andere Zeit zu versetzen und sie dort alles hautnah miterleben ...

Wie schon im Roman Wir sehen uns wieder am Meer hat Trude Teige es auch mit dem Roman DER GESANG DER SEE wieder geschafft, die Leser in eine andere Zeit zu versetzen und sie dort alles hautnah miterleben zu lassen.

Diesmal geht es ins 19. Jahrhundert, in dem Kristiane auf einer kleinen norwegischen Insel an der Westküste aufwächst. Ihr Vater hat einen anerkannten Lotsenposten. Als dieser verstirbt und auch ihr Ehemann Anders ums Leben kommt, muss sie sich nach einer anderen Möglichkeit umschauen, um die wertvolle Lotsennummer behalten zu können.
Und so kümmert sie sich nicht nur um den Fortbestand der ganzen Familie und das Erbe des Vaters, sondern wird auch ein Sinnbild für eine selbständige Frau, die sich durchzusetzen weiß. Das macht sie sicher nicht bei allen Nachbarn beliebt, aber sie lebt ein gutes, selbstbestimmtes Leben.

Auch wenn das Buch eine Romanerzählung ist, so ist hier aber dennoch der besondere Aspekt, dass Kristiane von der Familiengeschichte der Autorin inspiriert ist. Und das merkt man der Hauptfigur auch an in ihrer besonderen, liebevollen Schilderung. Ein besonderes Buch!

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Veränderungen

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Der historische Roman beschreibt einerseits die norwegische Westküste und deren Natur sowie das raue Überleben auf den Fischerinseln und er erzählt auf der anderen Seite auch die Geschichte einer selbstbewussten, ...

Der historische Roman beschreibt einerseits die norwegische Westküste und deren Natur sowie das raue Überleben auf den Fischerinseln und er erzählt auf der anderen Seite auch die Geschichte einer selbstbewussten, starken Frau, die für das Recht der Frauen nach Selbstbestimmung und persönlicher Entfaltung kämpft. Kristiane ist nach dem Tod ihres Mannes auf sich selbst gestellt und zusätzlich verantwortlich für ein Baby, ihre alleinstehende Schwester und kranke Mutter. Mit ihren unkonventionellen Ideen und mit ihrem Geschäftssinn entspricht sie nicht der damaligen Norm und wird von der Gesellschaft kritisch betrachtet.
Besonders gelungen finde ich das Zusammenspiel der Beschreibung der rauen Küstenlandschaft und das harte Leben, dies wird bildhaft beschrieben, sodass man sich als Leser*in gut hineinversetzen kann. Gleichzeitig spiegelt dies auch die inneren Konflikte von Kristiane wider, sie ist hin- und hergerissen zwischen ihren wirtschaftlichen Verpflichtungen, dem Erhalt ihres Hofes und der Fischereikarte und gleichzeitig kämpft sie mit ihren Gefühlen, indem sie sich für ihr Herz oder für die Vernunft entscheiden muss. Die Lebensgeschichte voll Leid und auch voll Freude und Veränderung wirkt authentisch beschrieben, sodass man nach einem ruhigen Einstieg, danach sofort in einen Sog hineingezogen wird und den Roman nicht mehr aus der Hand legen kann. Mit der Zeit merkt man, dass es auch anderen Frauen ähnlich ging oder geht wie Kristiane, starke und schlaue Frauen, die sich in einer Männerdomäne behaupten müssen und dadurch wenig Anerkennung für ihren Erfolg erfahren, sondern eher Verachtung und Neid. Manchmal ist Kristiane hart zu sich selbst und auch hart und ungerecht gegenüber ihren Mitmenschen. Was man im Laufe der Jahre erkennt, dass Veränderungen nur sehr langsam und mühevoll erkämpft stattfinden, in kleinen Schritten, von einer Generation zur nächsten.

Veröffentlicht am 10.03.2026

Solide Unterhaltung

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Lars fand Kristiane an einem Felsen bei Mulerika. Das Meer tobte in seinem Rücken, als er sich zu ihr hinunterbeugte. Sie hatte die Arme um ihre angewinkelten Beine geschlungen und war eiskalt.

Damals ...

Lars fand Kristiane an einem Felsen bei Mulerika. Das Meer tobte in seinem Rücken, als er sich zu ihr hinunterbeugte. Sie hatte die Arme um ihre angewinkelten Beine geschlungen und war eiskalt.

Damals hatte sie ihm diesen Felsen gezeigt und als ihren bezeichnet, den Ort, an dem sie ihr Herz lüften konnte. Jeder sollte einen solchen Ort haben, sagte sie. Und dann hatte er sie einmal beobachtet, wie sie aus dem Meer schritt, halb nackt und sich zum Trocknen auf den Felsen legte, gerade wie ein Lineal. So etwas hatte er noch nie gesehen. Er wusste, dass sie schön war, hochgewachsen und schmal. Die Rennen mit ihm am Strand, das Rudern, Segeln und Einholen der Netze, hatte sie geformt. Lange hatten sie sich getroffen, bis seine Mutter ihm klar machte, er solle wissen, wo sein Platz sei. Wenn ihr Vater sterben würde, überließe er ihr den Lotsenschein und dann bräuchte sie einen, der das übernehmen könne und das konnte Lars nicht schaffen.

Er hob sie hoch und wuchtete sie den Hang hinauf, ließ sie ab, um Kraft zu sammeln, nahm sie wieder auf, stolperte mit ihr in das erstbeste Haus und ließ sie zu Boden gleiten. Olav und Jensine starrten ihn an. Jensine legte ein Schaffell aufs Bett, zog Kristiane die nassen Kleider aus und legte sie mit Lars auf die warme Tierhaut. Sie zog sich aus, legte sich neben Kristiane Brust an Rücken Knie in Kniekehlen und strich ihr über die kalte Haut. Jensine sah Lars an und sagte, das nicht sie das machen sollte, Kristiane habe ihr nie einen Grund gegeben, sie zu mögen.

Fazit: Trude Teige, Bestsellerautorin (als Großmutter im Regen tanzte) hat in ihrem ersten Buch eine Frau im rauen norwegischen Klima, in der Männerdomäne der Fischerei erzählt. Ich wollte wissen, was den Hype über Trude Teige ausmacht. Ihre Protagonistin verliert ihren Mann an die gewaltige See und bleibt mit seinem kleinen Sohn zurück. Da sie die Lotsennummer und damit das Einkommen, die sie von ihrem Vater geerbt hat, behalten will, muss sie wieder heiraten, denn der Beruf des Lotsen ist Männern vorbehalten. Kristiane ist ein gut gezeichneter, starker Charakter und sie beißt sich durch. Trude Teige hat in ihrem Erstling eine solide Geschichte geschrieben, die wegen der Konflikte einen hohen Unterhaltungswert hat. Ich mag historische Erzählungen sehr, habe also schon einige gelesen und hätte mir ein bisschen mehr der versprochenen Atmosphäre, ein bisschen mehr Naturgewalt, Landschaft, Meer, Wellen, Wind, Sturm und Felsen gewünscht. Für mich war nicht zu erkennen, wo die Geschichte spielt. Das hat William Heinesen in „Noatun“ besser gelöst. Doch nichts destotrotz habe ich diese Geschichte gerne gelesen. Für alle, die „Die Tage des Wals“ von Elizabeth O´Connor oder „Ein klarer Tag“ von Carys Davis mögen.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Auftakt neuer Reihe über die Ururgroßmutter

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Gestaltung:
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Das Cover ist sehr atmosphärisch: Ein Bild einer jungen Frau im altmodischen Kleid. Sie schaut auf das weite, offene Meer und lauscht dem Wellenklang. Es passt optisch gut zum ...

Gestaltung:
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Das Cover ist sehr atmosphärisch: Ein Bild einer jungen Frau im altmodischen Kleid. Sie schaut auf das weite, offene Meer und lauscht dem Wellenklang. Es passt optisch gut zum Titel und ist ähnlich zu denen der Großmutter-Trilogie der Autorin.

Inhalt:
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»Es ist nun mal so, dass Frauen und Männer ungleich geschaffen wurden. Männer haben zum Beispiel bessere Voraussetzungen, um sich um die Geschäfte zu kümmern, während Frauen den Männern weit überlegen sind, was Kindererziehung und Haushalt angeht«, begann Wiig. (S. 192)

Kristiane wächst auf einer norwegischen Fischerinsel auf. Der Vater ist Lotse. Als er stirbt, verspricht Kristiane ihm, dafür zu sorgen, dass das Lotsenmandat in der Familie bleibt. Die Frauen haben damals sehr eingeschränkte Rechte. Doch mit Selbstbewusstsein und Klugheit setzt sich Kristiane durch. Dabei gerät sie nicht nur zwischen die Fronten des Dorftratsches, sondern auch zwischen zwei Männer, die sie liebt.

Mein Eindruck:
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"Vorsichtig strich sie ihm die Locken aus dem Gesicht und war plötzlich so von Wärme und Zuneigung erfüllt, dass sie sich dicht an ihn schmiegte. Trotzdem blieb sie lange wach liegen, verwirrt über ihre eigenen Gefühle. Was empfand sie für Lars, nachdem sie doch bereits einem anderen gehört hatte - und davor eine so tiefe Liebe zu Anders empfunden hatte, dass sie ohne ihn kaum weiterleben hatte können? Konnte sie mehrere Männer lieben? Nur auf unterschiedliche Weise?" (S. 94f)

Ich hatte zuvor die Großmutter-Trilogie verschlungen und freute mich auf ein weiteres Buch der Autorin. Leider war der Roman dann anders als erwartet. Die Handlung ist sehr ruhig erzählt, es gibt viele Beschreibungen der Landschaft, der Gedanken von Kristiane und es passiert zunächst wenig. Es ist ein atmosphärisches Buch: Beim Lesen spürt man den Hauch des Windes, hört das Rauschen der Wellen und kann sich die Landschaft bildhaft vorstellen.
Etwas verwirrend empfand ich die nicht gekennzeichneten Zeitsprünge und dass man sich manchmal in den Träumen und Gedanken von Kristiane befindet, dann wieder im Geschehen der Gegenwart. Ich musste manche Passagen erneut lesen, bis ich sie in den Kontext einordnen konnte. Vor allem zu Beginn, in dem viele Personen eingeführt wurden, war es manchmal schwierig, sich zurechtzufinden.
Etwa ab dem ersten Drittel wurden die Ereignisse klarer und ich konnte mich besser auf den Roman einlassen. Der Autorin gelingt es gut, die damalige Zeit und die Probleme, die man als selbstbewusste Frau damals hatte, einzufangen. Zwischendurch gab es auch ein paar Szenen zum Schmunzeln, wie z. B. die Tatsache, dass das Cello für eine Frau als ein unanständiges Instrument galt, weil es zwischen den Beinen gespielt wurde. Aus heutiger Sicht kaum nachvollziehbar.
Das harte Fischerleben wird ebenfalls glaubhaft dargestellt. Mit Kristiane als Protagonistin hatte ich meine Probleme. Auf der einen Seite bewunderte ich ihren Mut, aber der anderen Seite konnte ich ihre Handlungen, vor allem ihr Liebesleben betreffend, nicht immer nachvollziehen. Sie blieb für mich teilweise zu kalt und distanziert. Der Schluss kam plötzlich und war abrupt. Doch die Erläuterung am Ende, dass es eine Fortsetzung geben wird, hat mich dann beruhigt das Buch zuklappen lassen. Dennoch hätte ich es besser gefunden, wenn man gleich erkennbar gemacht hätte, dass es sich hier um einen ersten Band einer neuen Reihe handelt. Ich warte ungern auf Fortsetzungen. Interessant ist, dass sich Frau Teige diesmal ihrer Ururgroßmutter Gertrud gewidmet hat, die im 19. Jahrhundert gelebt hat. Sie war viermal verheiratet und drei ihrer Ehemänner kamen ums Leben.
Insgesamt war die Erzählung ganz ok, aber die Spannung aus der Trilogie, die ich erwartet hatte, fehlte mir. Wer ruhige historische Romane über starke Frauen mag, ist hier jedoch gut bedient.

Fazit:
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Ruhiger Roman über eine selbstbewusste Frau im 19. Jahrhundert mit fehlender Spannung, der sich ohne Fortsetzung unvollständig anfühlt.

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