Cover-Bild Ein unheimlich guter Mensch
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ecco Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 26.05.2026
  • ISBN: 9783753001340
Kirsten King

Ein unheimlich guter Mensch

Roman | »Messerscharf, urkomisch und doch wird man sich auf schmerzhafte Weise darin wiederfinden.« Monika Kim, Autorin von »Das Beste sind die Augen« | Millenialroman
Lilian Peter (Übersetzer)

Millenial auf Rachefeldzug trifft auf YouTube-Fluch – was kann da schon schiefgehen?

Lillian und Henry haben eine gute Zeit miteinander, besonders im Bett. Nur wünscht sich Lillian sehnlichst, dass Henry sich verliebt und aus ihrer »Situationship« eine richtige Beziehung wird. Als er sie völlig unerwartet sitzen lässt, sinnt Lillian auf Rache. Betrunken stößt sie auf YouTube auf einen vielversprechenden Zauber und startet einen Rückeroberungsversuch. Aber Henry endet nicht in ihren Armen – sondern als Leiche. 
Lillian ist dringend tatverdächtig. Verzweifelt versucht sie, die ungute Geschichte abzustreifen und ganz die trauernde Ex sein zu dürfen. Da folgt der nächste Schock: Henry war seit Jahren in einer festen Beziehung! Ungläubig stürzt sich Lillian in ihre ganz eigene Ermittlung. Doch wo immer sie auftaucht, sät sie Chaos, egal, wie sehr sie sich ums Gegenteil bemüht. Denn Rache ist süß – und kann gefährlich aus dem Ruder laufen.

Eine faszinierende Protagonistin mit Chaos-Garantie – wild, provokant und unfassbar lustig

»Messerscharf, urkomisch und doch wird man sich auf schmerzhafte Weise darin wiederfinden. Kirsten Kings Debüt wird dich ungläubig lachend durch die Seiten treiben.« Monika Kim 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2026

Im Kopf einer Narzisstin

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Ich hab nicht erwartet, dass mir das Buch so gut gefallen wird. Ich finde das Cover deutlich besser, als das original. Ich mag den Gesichtsausdruck der rau auf dem Cover. SO bissl die Stirn runzelnd und ...

Ich hab nicht erwartet, dass mir das Buch so gut gefallen wird. Ich finde das Cover deutlich besser, als das original. Ich mag den Gesichtsausdruck der rau auf dem Cover. SO bissl die Stirn runzelnd und unzufrieden.
Lillian ist so eine selbst zentrierte Person, dass es ehrlich Spaß gemacht hat Zeit in ihrem Kopf zu verbringen. Wie sie es tatsächlich schafft alles und jeden auf sich auszurichten und sich zum Mittelpunkt jedes Geschehnisses zu machen. Für die LeserInnen mag es anstößig klingen, aber Lillian ist überzeugt von ihren Gedanken. Ganz besonders fand ich, hat man das in der Szene mit der Psychologin gesehen, wo sie erst reluktant war, überhaupt eine aufzusuchen, dann aber ihr Herz Ihrem gegenüber ausgeschüttet hat. Nur um die Person dann zu unrecht zu beleidigen, nur weil etwas gesagt wurde, was Lillian nicht passt.
Auch die Storyline von Henry war interessant. Lillian, wie sie damit umgeht die 2. Frau gewesen zu sein. Ein ganzes Leben, dass sie für sich vorgestellt hat, aber nicht bekam.
Ich fand es auch interessant zu sehen, wie sie Jamie so gnadenlos ausgenutzt hat, ohne auch nur ein Krümel an Schuldgefühl.
Es war sehr amüsant mal sich vorzustellen, wie eine solche Person tickt.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Böse Lillian

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"Ein unheimlich guter Mensch" ist eines der Bücher, das ich nach dem Lesen zugeklappt habe (bzw. eigentlich habe ich es als Hörbuch gehört, große Empfehlung auch für die Sprecherin Chantal Busse) und mir ...

"Ein unheimlich guter Mensch" ist eines der Bücher, das ich nach dem Lesen zugeklappt habe (bzw. eigentlich habe ich es als Hörbuch gehört, große Empfehlung auch für die Sprecherin Chantal Busse) und mir dachte, wow, das war genial.
Die 29-jährige Lillian arbeitet (zumindest zu Beginn des Romans recht erfolgreich) im Marketing und wird wie sie denkt auch in der Liebe endlich Erfolg haben, denn Henry wird sich bestimmt endlich bald so richtig auf eine Beziehung mit ihr einlassen. Dann macht er jedoch (für sie) total unerwartet Schluss. Mit einer Freundin beschließt die betrunkene Lillian nun, Henry mit einem Schadenszauber zu belegen. Am nächsten Morgen wacht sie zu der Nachricht auf, dass Henry tot aufgefunden wurde - und sie dummerweise als Verdächtige gilt.
Daraufhin nimmt die Handlung richtig Fahrt auf, Lillian wird immer wahnhafter und verliert komplett den Bezug zur Realität. Beim Lesen wird sie zudem immer unsympathischer, ihr Leben fällt zunehmend auseinander - und das macht das Ganze so spannend, bis die Geschichte am Ende ihren Höhepunkt findet und mit einem Knall endet, der mich fassungslos zurückgelassen hat.
Große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 20.06.2026

Narzisstin durch und durch

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Als Lillian von Henry abserviert wird, kann sie es nicht fassen. Sie waren doch auf dem Weg zu einer richtigen Beziehung. Lillian war doch die perfekte Freundin, sah er das denn nicht? Betrunken frönt ...

Als Lillian von Henry abserviert wird, kann sie es nicht fassen. Sie waren doch auf dem Weg zu einer richtigen Beziehung. Lillian war doch die perfekte Freundin, sah er das denn nicht? Betrunken frönt sie ihren Rachegelüsten und vollführt einen Zauber. Nur leider endet Henry nicht an ihrer Seite, sondern als Leiche. Und zu allem Überfluss stellt sich heraus, dass sie nicht die einzige Frau in Henrys Leben war.
„Ein unheimlich guter Mensch“ von Kirsten King ist so amüsant wie verstörend. Lillians Selbstgefälligkeit und die Selbstverständlichkeit, mit der sie alles einfordert, was sie sich vorstellen kann, treibt sie zu haarsträubenden Aktionen, die mich oft auflachen ließen (amüsant) und ein kleiner dunkler Teil in mir feierte das sehr(verstörend). Kirsten King zeichnet mit ihrer Protagonisten das Paradebeispiel einer Narzisstin, schlüpft in ihre Gedankenwelt und die Leserschaft kommt in den Genuss der verworrensten Ideen. Und nebenbei lässt sie feministische und popkulturelle Bezüge einfließen, was mich ebenfalls abgeholt hat.
Nur sprachlich holperte es hier und da ein wenig, was auch an der Übersetzung liegen kann. Metaphern und Bilder findet man fast auf jeder Seite, was mir schon ein bisschen zu viel war, manchmal ist weniger da mehr, allerdings passt das auch zu Lillian, die überbrodelnd in ihrer Selbstbezogenheit ist.
Die Auflösung war zwar wenig überraschend, aber den Schluss finde ich dennoch absolut gelungen, denn Kirsten King schafft es, ein offenes Ende zu kreieren und trotzdem alle Fragen zu beantworten.
Jedoch sollte gewarnt sein: Wer die Protagonistin mögen muss und nicht mit Lügen klar kommt, sollte die Finger davon lassen, denn Lillian ist weder sympathisch, noch kann man ihr über den Weg trauen. Doch mag man beides, ist es ein wunderbar unterhaltsame Rageroman mit feministischen Zügen.

Veröffentlicht am 16.06.2026

Ein Debüt, das süchtig macht

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Mit „Ein unheimlich guter Mensch“ legt Kirsten King einen Debütroman vor, der ein erstaunliches Suchtpotenzial entwickelt. Obwohl, oder vielleicht gerade weil, die Protagonistin Lillian alles ...

Mit „Ein unheimlich guter Mensch“ legt Kirsten King einen Debütroman vor, der ein erstaunliches Suchtpotenzial entwickelt. Obwohl, oder vielleicht gerade weil, die Protagonistin Lillian alles andere als eine klassische Sympathieträgerin ist, zieht die Geschichte von der ersten Seite an in ihren Bann.

Lillian ist stark alkoholsüchtig, manipulativ und weist immer wieder narzisstische Züge auf. Ihre toxische Persönlichkeit macht sie zu einer Figur, die man nicht unbedingt mögen muss, die man aber mit großem Interesse begleitet. King gelingt das Kunststück, eine Hauptfigur zu erschaffen, die gleichermaßen abstößt und fasziniert. Gerade diese Widersprüchlichkeit verleiht dem Roman seine besondere Spannung.

Dabei überzeugt die Autorin nicht nur durch die Handlung, sondern auch durch ihren pointierten, oft schwarzen Humor. Immer wieder finden sich Sätze, die die innere Zerrissenheit der Protagonistin treffend auf den Punkt bringen. So heißt es auf Seite 237:

„Ich nahm einen weiteren großen Schluck aus meinem Glas und wartete darauf, dass der Mut in mir hochkam wie Sodbrennen.“

Dieser Vergleich beschreibt Lillians Abhängigkeit ebenso treffend wie ihre verzweifelte Suche nach Halt.

Besonders gelungen sind die Momente, in denen hinter der harten, egozentrischen Fassade etwas Menschliches aufblitzt. Mein persönliches Lieblingszitat findet sich auf Seite 292:

„Tief in mir drin wusste ich, dass ich keine Mörderin war. Vielleicht setzte ich Spinnen nicht nach draußen, wenn ich welche sah, sondern zertrat sie, aber ich war nicht imstande, irgendeinem Lebewesen etwas anzutun, das größer war als ein Käfer.“

In wenigen Zeilen vereint dieser Satz Humor, Selbstironie und die komplexe Moral der Figur. Er zeigt eindrucksvoll, warum Lillian trotz all ihrer Fehler eine so interessante Romanheldin ist.

Kirsten King beweist mit ihrem Debüt ein gutes Gespür für ambivalente Charaktere und eine packende Erzählweise. „Ein unheimlich guter Mensch“ ist kein Wohlfühlroman, sondern die Geschichte einer zutiefst fehlerhaften Frau, die man oft schütteln möchte und deren Weg man dennoch unbedingt weiterverfolgen will. Ein bemerkenswertes Debüt mit Suchtfaktor.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

„Rache ist süß!“

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Was als lockere Affäre beginnt, entwickelt sich in diesem bitterbösen Debüt zu einem turbulenten Strudel aus Sehnsucht, Rache und Chaos. Lillian wünscht sich nichts mehr, als von Henry wirklich geliebt ...

Was als lockere Affäre beginnt, entwickelt sich in diesem bitterbösen Debüt zu einem turbulenten Strudel aus Sehnsucht, Rache und Chaos. Lillian wünscht sich nichts mehr, als von Henry wirklich geliebt zu werden – bis ein betrunkener YouTube-Fluch alles ins Dunkel kippen lässt und Henry plötzlich tot ist. Zwischen Mordverdacht, verletztem Herzen und schmerzhaften Wahrheiten stolpert Lillian durch eine Geschichte voller schwarzem Humor, scharfer Gesellschaftskritik und herrlich skurriler Wendungen. Die Protagonistin ist zugleich faszinierend, anstrengend und erschreckend menschlich. Mit schnellem, pointiertem Schreibstil und einer fast düsteren Atmosphäre entsteht ein Roman, der Comedy, Thriller und Charakterstudie auf ungewöhnliche Weise vereint. Makaber, witzig und überraschend tiefgründig – ein Roman mit absolutem Suchtpotenzial.
😍😘😡😱⚰️ | 5

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