Cover-Bild Home Before Dark
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 07.05.2026
  • ISBN: 9783462012415
Eva Björg Ægisdóttir

Home Before Dark

Psychothriller
Freyja Melsted (Übersetzer)

Ein atemberaubender Thriller vom »Superstar des Nordic Noir« Daily Express

Eine junge Frau versucht, im ländlichen Island das Verschwinden ihrer Schwester vor zehn Jahren aufzuklären. Doch immer wieder hat sie Mühe, Traum und Realität auseinanderzuhalten. Und sie hat Angst, dass sie die Nächste sein könnte.

November 1967: Die vierzehnjährige Marsibil hat einen heimlichen Brieffreund, der sich mit ihr treffen will. Sie verabredet sich mit ihm, ist aber nervös, denn sie hat sich als ihre ältere Schwester Stina ausgegeben, und am verabredeten Abend schafft sie es nicht zu dem Treffen. Dafür verschwindet ihre Schwester spurlos. Nur ihre blutbefleckte Anorakjacke wird an dem Ort gefunden, an dem Marsi sich mit ihrem Brieffreund verabredet hatte.

Zehn Jahre später bleibt Stinas Verschwinden weiterhin ungelöst. Marsi hat bisher aus Scham geschwiegen. Da erhält sie einen Brief – von ihrem ehemaligen Brieffreund. Jetzt muss sie die Wahrheit ans Licht bringen, auch wenn sie sich dabei nicht auf ihre eigenen Erinnerungen verlassen kann. Denn der Mörder ist immer noch auf freiem Fuß.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2026

tolles Buch

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Meinung: Das Cover hat mich sofort angesprochen. Zwei Schwestern, von denen eine spurlos verschwindet, ein geheimnisvoller Brieffreund, den eigentlich niemand wirklich kennt, gepaart mit einer düsteren ...

Meinung: Das Cover hat mich sofort angesprochen. Zwei Schwestern, von denen eine spurlos verschwindet, ein geheimnisvoller Brieffreund, den eigentlich niemand wirklich kennt, gepaart mit einer düsteren isländischen Atmosphäre was will man mehr? Genau diese Mischung hat mich sofort gefesselt.

Besonders spannend fand ich, dass sich eine der Schwestern ihrem geheimnisvollen Brieffreund damals als ihre ältere Schwester ausgegeben hatte. Nach dem Vorfall brach der Kontakt plötzlich ab. Während der Suche nach der Wahrheit kommen nach und nach alte Familiengeheimnisse, Lügen und lange verschwiegene Schuld ans Licht.

Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen, flüssig, atmosphärisch und richtig packend. Die Charaktere sind sorgfältig ausgearbeitet und jede Figur trägt ihren Teil perfekt zur Geschichte bei. Erzählt wird auf verschiedenen Zeitebenen und aus der Sicht beider Schwestern, wodurch die Spannung konstant hoch bleibt. Immer wieder gab es unerwartete Wendungen, mit denen ich absolut nicht gerechnet hätte. Mit jeder Enthüllung wurde alles noch geheimnisvoller und verdächtiger.

Auch die Schauplätze konnte ich mir durch die bildhaften Beschreibungen wunderbar vorstellen. Diese beklemmende, düstere Stimmung hat perfekt zur Geschichte gepasst und dafür gesorgt, dass ich komplett in die Handlung eintauchen konnte.

Besonders interessant fand ich außerdem die Erwähnung der Heime, in die um 1943 isländische Frauen gebracht wurden, die Beziehungen zu amerikanischen Soldaten hatten. Dieser historische Aspekt hat die Geschichte zusätzlich noch intensiver und bedrückender gemacht.

Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und schließlich fügen sich alle Erzählstränge zu einem absolut überraschenden Finale zusammen. Die Auflösung war für mich komplett unvorhersehbar und hat mich emotional wirklich getroffen, weil ich damit niemals gerechnet hätte.

Ein atmosphärischer, spannender und unblutiger Thriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat.

Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Eine Menge Geheimnisse

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Dass dieser Thriller auf Island spielt, hat direkt mein Interesse geweckt, zumal ich schon einige Krimis der Autorin gelesen habe. Die Covergestaltung stellt jedoch leider keinen Bezug zu Island her, was ...

Dass dieser Thriller auf Island spielt, hat direkt mein Interesse geweckt, zumal ich schon einige Krimis der Autorin gelesen habe. Die Covergestaltung stellt jedoch leider keinen Bezug zu Island her, was ich persönlich etwas schade finde, da meine Aufmerksamkeit für das Buch so noch schneller geweckt worden wäre. Zu einem Thriller mit diesem Titel passt das Titelbild aber schon.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, Ende der 60er und Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Im November 1967 verschwindet Stina, die ältere Schwester von Marsibil auf dem Heimweg von einer Freundin und gilt seitdem als verschollen. Zehn Jahre später beginnt Marsibil erneut nachzuforschen, was damals passiert sein könnte und hält sich dazu in ihrem ländlichen Heimatort auf, obwohl sie mittlerweile in Reykjavik lebt. Am Abend des Verschwindens ihrer Schwester wollte Marsibil sich eigentlich zum ersten Mal mit ihrem Brieffreund treffen, daher hat sie Angst, dieser Unbekannte könnte in die Sache verwickelt sein und sie somit mitschuldig am Tod ihrer Schwester. Nun, zehn Jahre später, erhält sie obendrauf plötzlich wieder einen Brief von ihm.

Ich fand den Thriller sehr spannend, es gab bis zum Schluss überraschende Wendungen, sodass lange nicht vorhersehbar war, was damals mit Marsibils Schwester passiert ist. Manche Punkte gegen Ende erschienen mir aber dann doch etwas zu realitätsfern, ich weiß nicht, ob das wirklich so möglich gewesen wäre. Es gibt recht viele verschiedene Charaktere, sodass manche nur Randfiguren und etwas blass bleiben. Etwas tiefer wäre ich auch gerne in die Nebenhandlung mit den Frauen, die zur Zeit des Nationalsozialismus etwas mit Deutschen angefangen haben, eingestiegen. Das fand ich sehr spannend, wurde aber eher nur angerissen.

Der Schreibstil war anschaulich und gut nachvollziehbar und auch der Sprecherin des Hörbuchs konnte man gewohnt gut folgen.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Viele Verdächtige und überraschende Wendungen

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Der Thriller "Home Before Dark" von Eva Björg Ægisdóttir handelt von Marsibil und ihrer älteren Schwester Stina, die im Winter 1967 beinahe spurlos verschwindet - nur ihre blutige Jacke wird am Wegesrand ...

Der Thriller "Home Before Dark" von Eva Björg Ægisdóttir handelt von Marsibil und ihrer älteren Schwester Stina, die im Winter 1967 beinahe spurlos verschwindet - nur ihre blutige Jacke wird am Wegesrand gefunden. Der Fundort der Jacke ist derselbe, an dem sich Marsibil mit ihrem Brieffreund das erste Mal treffen wollte. Zufällig auch genau zum selben Zeitpunkt, an dem Stina verschwindet. Diese Tatsache lässt Marsibil nie los und zehn Jahre später beginnt sie, nach ihrer Schwester zu suchen.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven und Zeitsträngen erzählt: Stina im Jahr 1967 und Marsibil im Jahr 1977. Für beides wurde die Ich-Perspektive gewählt, was mir gut gefallen hat, da ich schnell zu den beiden Schwestern eine Verbindung aufbauen konnte.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen und baut über das ganze Buch hinweg eine Spannung auf. Es macht Spaß, Marsibil zu begleiten und zu erraten, wer etwas mit Stinas Verschwinden zu tun hat und da gibt es einige Verdächtige. Während der Geschichte gab es einige Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte.

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Veröffentlicht am 23.06.2026

Spannender Psychothriller

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Inhalt: Vor zehn Jahren verschwand die junge Kristin auf dem Nachhauseweg spurlos. Seit dieser Nacht liegt ein Schatten über Marsibils Leben, denn sie kann nicht verstehen, dass ihre Schwester einfach ...

Inhalt: Vor zehn Jahren verschwand die junge Kristin auf dem Nachhauseweg spurlos. Seit dieser Nacht liegt ein Schatten über Marsibils Leben, denn sie kann nicht verstehen, dass ihre Schwester einfach verschwunden ist. Der Fall wurde nie aufgeklärt. Zurück in ihrer Heimat bekommt Marsi plötzlich einen Brief von ihrem alten Brieffreund, der alte Wunden wieder aufreißt. Marsi versucht, mit der Vergangenheit abzuschließen, daher sucht sie ein letztes Mal nach ihrer Schwester und stößt dabei auf einige dunkle Geheimnisse. Als es dann zu einem weiteren Vorfall kommt, ist Marsi sich sicher, dass sie dem Täter schon sehr nahe gekommen ist. Vielleicht sogar zu nah.

Meinung: Das Cover in Kombination mit dem Farbschnitt finde ich schon sehr passend. Das Buch hat direkt eine richtige Sogwirkung auf mich gehabt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die Geschichte um die beiden Schwestern hat mich sehr gefesselt. Auch die kurzen Kapitel haben meinen Lesefluss noch gesteigert. Allerdings muss ich sagen, dass Marsi mir nicht sonderlich sympathisch war. Sie wirkte teilweise wirklich kalt und unnahbar. Die Spannung war im ganzen Buch schon ziemlich hoch angesetzt, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Allerdings fand ich das Ende etwas zu viel des Guten. Das hat mich eher nur nochmal verwirrt. Trotzdem war es ein Psychothriller, der seinem Namen alle Ehre macht.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Ein Psychothriller mit langsamen Spannungsaufbau und beklemmender Atmosphäre

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Home Before Dark macht es mir nicht leicht, in die Geschichte reinzukommen. Der Prolog weckt sofort viele Fragen in mir und seine Kürze überrascht mich.
Im ersten Kapitel lerne ich Marsibil kennen. Es ...

Home Before Dark macht es mir nicht leicht, in die Geschichte reinzukommen. Der Prolog weckt sofort viele Fragen in mir und seine Kürze überrascht mich.
Im ersten Kapitel lerne ich Marsibil kennen. Es ist Mitte November 1977, und die Ich-Erzählerin ist am Ende ihrer Kräfte. Schon von Anfang an wirkt sie überspannt und neben der Spur. Sie leidet unter Schlaflosigkeit und ist so erschöpft, dass ich kaum eine Verbindung zu ihr aufbauen kann.
Gleichzeitig bekomme ich viele Details und Personen auf einmal, sodass ich hin- und hergerissen bin zwischen „es passiert unglaublich viel“ und „gleichzeitig passiert nichts“. Der Anfang fühlt sich für mich schwer und erdrückend an, und ich mache mir Sorgen, dass ich mit Home Before Dark vielleicht nicht warm werde.

Mein Lichtblick ist der Handlungsstrang mit Kristín, genannt Stina, Marsibils älterer Schwester. Er beginnt im Herbst 1966 und erdet mich. Vielleicht finde ich ihn auch deshalb so interessant, weil ich bereits weiß, dass Stina 1967 spurlos verschwindet und nicht wieder auftaucht. Dieses Rätsel möchte ich unbedingt ergründen.

Home Before Dark legt seinen Fokus stark auf die Wahrnehmungen der Ich‑Erzählerinnen und verbindet ihre Innenwelt mit ihrer subjektiv gefärbten Realität. Das sorgt für einen dichten Erzählstil mit klar erkennbarem Stimmprofil. Marsibil ist dabei die unzuverlässigste Erzählerin. Sie ist fraglos die komplexeste, aber auch die psychologisch fragilste Figur. Ihre Schuldgefühle rund um Stinas Verschwinden, kombiniert mit Schlafentzug und aufkeimender Paranoia erzeugen eine unheilvolle Grundstimmung. Immer wieder habe ich das Gefühl, dass sich Gefahr anbahnt.

Stinas Handlungsstrang ist dagegen heller und lebensfroher. Das liegt auch an ihr selbst, denn sie wirkt charismatisch. Kein Wunder, dass Marsibil am liebsten so sein möchte wie ihre Schwester.

Die Spannung steigt langsam an. Viele kleine Geheimnisse ziehen sich durch Home Before Dark. Sie wecken meine Neugier und ziehen mich immer weiter hinein. Ganz unmerklich beginnt sich die Geschichte in mir festzusetzen, leise und beständig, bis ich merke, dass sie mich nicht mehr loslässt. Was ist damals wirklich passiert? Hat Marsibils mysteriöser Brieffreund Bergur etwas mit Stinas Verschwinden zu tun? Wer könnte der Täter sein? Und sind nicht irgendwie alle im Dorf ein wenig fragwürdig?
Ich versinke immer tiefer in diesen Strudel aus angedeuteten Halluzinationen, verschwiegenen Wahrheiten und einer Dorfgemeinschaft, die sich nach außen offen und freundlich gibt, bei der aber jeder verdächtig erscheint. Jede Seite führt mich weiter in die psychischen Abgründe und zeigt am Ende eine Tragik, die mich erschüttert.

Die beiden Handlungsstränge entwickeln sich parallel und wechseln sich oft kapitelweise ab. Anfangs wirken sie wie zwei unabhängige Geschichten, doch sobald sich die Fäden verweben, packt mich die Begeisterung. Mein anfängliches Gefühl verfliegt und ich bin gefangen in meinen Spekulationen. Die Spannung zieht an, Wendungen überschlagen sich und meine Theorien lösen sich auf. Das Ende macht mich sprachlos. Ich habe nicht erwartet, was sich hier entwickelt, und bin beeindruckt, wie all die kleinen Details zu einem so fesselnden Psychothriller zusammenkommen. Dabei bleibt Home Before Dark stets ruhig erzählt. Trotzdem ist die Eindringlichkeit stets spürbar und lässt die Spannung bis zum Schluss nicht absinken.

Fazit:
Home Before Dark kann mich trotz des schweren Einstiegs immer tiefer in seine psychologische Spannung ziehen. Die Geschichte entfaltet ihre Wirkung leise, aber nachhaltig und wird für mich zu einem intensiven Psychothriller, der sich absolut lohnt.

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