Cover-Bild Schlafende Vulkane
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Wunderlich
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 15.05.2026
  • ISBN: 9783805201315
Michael Hjorth, Bjarni Thorsson

Schlafende Vulkane

Island-Thriller
Wibke Kuhn (Übersetzer)

Der Auftakt einer neuen Island-Thrillerreihe – von einem schwedischen Bestsellerautor und einem renommierten isländischen Dramatiker.
Eine Frau wurde brutal ermordet, von ihrem 10-jährigen Sohn fehlt jede Spur. Polizistin Helga von der isländischen Einheit für Gewaltverbrechen vermutet, dass sich der Junge in die Vulkanlandschaften mit ihren Höhlen zu retten versucht hat. Doch dort lauern andere Gefahren, eine lange Überlebenschance hat er nicht. Um ihn zu finden, bittet sie Bjarki um Hilfe, denn niemand kennt die Wildnis besser als das Mitglied der Elite-Rettungsmannschaft. Während Helga und Bjarki verzweifelt den Jungen suchen, ereignen sich neue Mordfälle. Und Helga wird klar, dass sie es mit einem Serientäter zu tun hat. Mit einem, der es auf alleinstehende Mütter abgesehen hat.

Helga & Bjarki sind ein großartiges Ermittlerteam: Eine toughe, kluge Frau, die alles tut, um ihre Fehler in der Vergangenheit wettzumachen. Und ein Hüne, der äußerlich stark ist und seine verletzlichen Seiten zu verbergen sucht.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2026

Richtig spannend, aber am Ende ein bisschen drüber

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Ich fand Schlafende Vulkane insgesamt echt gut und vor allem super spannend. Man ist ziemlich schnell drin in der Geschichte, und dieses düstere Island-Setting hat bei mir direkt funktioniert, das passt ...

Ich fand Schlafende Vulkane insgesamt echt gut und vor allem super spannend. Man ist ziemlich schnell drin in der Geschichte, und dieses düstere Island-Setting hat bei mir direkt funktioniert, das passt einfach perfekt zu so einem Thriller.
Die Story mit dem verschwundenen Jungen und dem ganzen Serienmörder-Thema hat mich durchgehend bei der Stange gehalten. Gerade die wechselnden Perspektiven fand ich stark, weil man immer wieder neue Infos bekommt und nie genau weiß, wohin das Ganze läuft. Ich wollte auf jeden Fall ständig weiterlesen.
Die Ermittler mochte ich auch, die wirken nicht übertrieben, sondern ziemlich realistisch. Jetzt keine mega krassen Charakterstudien, aber solide und glaubwürdig.
Was mich ein bisschen gestört hat: Gegen Ende wird es meiner Meinung nach etwas zu viel. Manche Entwicklungen wirken ein bisschen konstruiert oder zu dramatisch, gerade im Vergleich zum eher realistischen Aufbau davor. Das hat für mich nicht ganz so gut zusammengepasst.
Trotzdem: richtig guter Thriller, vor allem wenn man auf Nordic Noir steht. Ich hab’s gerne gelesen und würde auch den nächsten Band auf jeden Fall wieder mitnehmen 👍

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Mord im Stall

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Helga Jónsdóttir ist eine junge Polizistin, die ihre erste Mordermittlung führt. An ihrer Seite taucht Bjarki Gudmundsson auf, der ihr tatkräftig unter die Arme greift. Sie hat es mit einem Täter zu tun, ...

Helga Jónsdóttir ist eine junge Polizistin, die ihre erste Mordermittlung führt. An ihrer Seite taucht Bjarki Gudmundsson auf, der ihr tatkräftig unter die Arme greift. Sie hat es mit einem Täter zu tun, der es auf Frauen abgesehen hat und seine Taten live filmt. Fieberhaft versuchen die beiden, dem Täter das Handwerk zu legen.

Mir hat das neue Ermittlerteam sehr gut gefallen. Das Autorenduo beschreibt die Handlung sehr spannend und kann auch die atmosphärische Stimmung der isländischen Wildnis gut einfangen. Ich fand es auch gut, dass sich die Geschichte hauptsächlich auf die Ermittlungen konzentriert. Die Spannung steigert sich, je weiter die Handlung voran schreitet und endet in einem großen Finale. Sowohl Helga, als auch Bjarki sind beides interessante Charaktere, die noch Entwicklungspotenzial haben. Aber auch das ganze Ermittlerteam rund um die beiden ist sehr sympathisch beschrieben, was ein gutes Arbeitsklima ergab. Der Fall ist in sich abgeschlossen, ich bin jedoch schon sehr neugierig, wie es mit dem Team weitergehen wird!

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Veröffentlicht am 26.07.2026

Die Schwedin

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Helga Jonsdottirs Wurzeln liegen zwar in Island, sie selbst ist jedoch in Schweden aufgewachsen. Deshalb hat es die Ermittlerin auch nicht einfach im Dezernat für Gewaltverbrechen, von jedem dort anerkannt ...

Helga Jonsdottirs Wurzeln liegen zwar in Island, sie selbst ist jedoch in Schweden aufgewachsen. Deshalb hat es die Ermittlerin auch nicht einfach im Dezernat für Gewaltverbrechen, von jedem dort anerkannt zu werden. Ausgerechnet bei einem schrecklichen Mord muss sie ihre erste Ermittlung leiten: Eine junge Frau wird nackt und geschändet in einem Reitstall gefunden, ihr zehnjähriger Sohn ist verschwunden. Hat er den Täter gesehen? Helfen kann hier nur Bjarki, ein zwei Meter großer Naturbursche, der bei der Verkehrspolizei arbeitet und sich aus Spaß in reißende Flüsse wirft, um Menschen zu retten. Er kennt die isländischen Vulkanebenen wie seine Westentasche, und tatsächlich gelingt es ihnen, den Jungen zu finden. Doch mit dem einen Mord ist es nicht getan, denn der Täter macht weiter und es kommt, wie es immer kommen muss: Helga gerät in seinen Fokus ...

Es ist jetzt nicht so, als hätte ich keinen Spaß beim Lesen gehabt. Der Schreibstil ist flüssig, Island ist düster und voller Vulkangestein und der Fall ist nicht uninteressant. Der Serienkiller macht sein Hobby dank Darknet auch noch zum beruf, der ihm ordentlich Kohle durch kranke Typen einbringt, das ist immerhin eine Art Alleinstellungsmerkmal. Was mir wirklich gegen den Strich ging, ist die Konstellation. Ohne den starken, schweigsamen, heldenhaften Mann ist Helga natürlich aufgeschmissen. Natürlich, weil sie einen Fehler begeht. Der heldenhafte Isländer ist so heldenhaft, dass er sich sogar zum Schluss für sie eine Kugel einfängt, und das auch noch ganz bewusst, so nach dem Motto: Hach, ein herrlicher Montag, so kann der Tag beginnen! So ein bisschen Schussverletzung stört mich doch nicht! Allgemein war der Schluss eher ziemlich hohl konzipiert und beruhte auf Zufällen und Handlungsweisen, die nicht nachvollziehbar waren. Ich mochte eigentlich den Cast ganz gern, aber von mir aus darf der Held gern ein bisschen weniger heldenhaft sein und das schwache Frauchen ein bisschen weniger von dem heldenhaften Helden und seinem heldenhaften Benehmen abhängig sein. Einem weiteren Band würde ich gern noch eine Chance geben, wenn sich alle ein bisschen aus dem Homo Sapiens Höhlenmenschus herausentwickelt haben - einschließlich der beiden Autoren.

Veröffentlicht am 27.06.2026

Leseempfehlung mit Einschränkungen

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Michael Hjorth ist ein Autor, der gerne und erfolgreich im Tandem schreibt, man denke an die mehrbändige Sebastian Bergman Reihe mit Hans Rosenfeldt. Nun also ist Bjarni Thorsson, ein isländischer Regisseur ...

Michael Hjorth ist ein Autor, der gerne und erfolgreich im Tandem schreibt, man denke an die mehrbändige Sebastian Bergman Reihe mit Hans Rosenfeldt. Nun also ist Bjarni Thorsson, ein isländischer Regisseur und Autor, sein „Partner in Crime writing“, was durchaus Sinn macht, ist ihre Co-Produktion „Schlafende Vulkane“ doch in Island verortet. Obwohl…typisch für Island ist vor allem das Cover des Buches, die Landschaft könnte, mit Ausnahme der Vulkane, überall im Norden Europas sein.

Und auch das Thema des Thrillers wurde bereits von anderen Autoren weitaus einfühlsamer, gelungener bearbeitet, obwohl ich mich dennoch frage, warum immer wieder Frauen die Opfer sind und man mit den Beschreibungen der Misshandlungen so ins Detail gehen muss. Andeutungen würden durchaus genügen, aber offenbar verlangen die Leser*innen danach.

Überzeugen konnte mich lediglich die Dreierkonstellation der Ermittler, deren Dynamik der Zusammenarbeit besonderen Schwung verleit: Helga, die „Schwedin“, eher unerfahren bei ihrem ersten Fall, Yvette, die clevere Kriminaltechnikerin mit ihrer bisher noch unbekannten Backstory und Bjarki aka „Grettir, der Naturbursche, auf den – wie könnte es anders sein - beide Frauen ein Auge geworfen haben.

Der Handlungsverlauf ist, insbesondere durch die Zwischenkapitel aus Sicht des Täters, vorhersehbar und demzufolge recht unspektakulär, was leider auch auf Kosten der Spannung geht und vor allem in der Schlusssequenz unnötig in die Länge gezogen wird. Wir wissen doch alle, dass in den üblichen Krimis/Thriller das Gute siegen und der Mann im Team die Kollegin aus den Fängen des Täters befreien wird.

Leseempfehlung mit Einschränkungen. Mal schauen, was der nächste Band bringt.

Veröffentlicht am 01.06.2026

Guter Einstieg, schwaches Ende

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Eine junge Frau wird nackt und ermordet in einem Reitstall aufgefunden, von ihrem 10-jährigen Sohn fehlt jede Spur. War es eine Rachetat des Vaters? Helga nimmt die Ermittlungen bzw. die Suche auf, sie ...

Eine junge Frau wird nackt und ermordet in einem Reitstall aufgefunden, von ihrem 10-jährigen Sohn fehlt jede Spur. War es eine Rachetat des Vaters? Helga nimmt die Ermittlungen bzw. die Suche auf, sie ist noch recht neu in der Gegend, bekommt aber mit Bjaki eine große Hilfe zur Seite gestellt. Die Zeit drängt, denn die Überlebenschancen des Jungen schwinden und bald taucht eine neue Frauenleiche auf.

Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die sich abwechseln, mitunter aus der Tätersicht, dies gefällt mir immer besonders. Der Schreibstil ließ mich doch recht zügig durch die fast 500 Seiten kommen, wobei ich unsicher bin, ob es nicht auch mit weniger Seiten spannender gewesen wäre. Vor allem wenn es eine Reihe wird, schreckt mich die Seitenmenge etwas ab.

Der Thriller bietet ein spannendes Grundsetting mit Jagtcharakter und mir gefällt der Nervenkitzel, wie knapp sich Täter und Polizei auf den Fersen sind. Die Inhaltsbeschreibung hat mich jedoch etwas in die Irre geführt. Ich dachte, der Junge spielt noch eine größere Rolle im Verlauf und war dann überrascht, dass sich alles in eine andere Richtung entwickelt. Es fällt mir diesmal besonders schwer das Buch zu bewerten, ohne vom Inhalt zu spoilern. Aber ich habe mich z.B. beim Lesen gefragt, warum sind eigentlich in solchen Thrillern immer nur Mütter die Hassobjekte und nicht die Väter, die ihre Kinder zurück lassen?

Die letzte Verfolgung, nachdem der Täter bekannt wird, hat mir die Realität etwas zu sehr verzerrt und ich dachte, hier ist ein Übermensch am Werk, der mit dem Fahrrad so schnell unterwegs ist und danach noch fit genug um in den Kampf zu ziehen, ich hoffe es war wenigstens ein E-bike. Zudem sind mir die Ermittler mit ihrem kopflosen handeln nicht sehr sympathisch.

Die großen Erwartungen aus dem Anfang, konnte der mittlere Teil und der Schluss nicht erfüllen. Atmosphäre 4 Sterne, Spannung 4 Sterne, aber Handlung und Charaktere je nur 3 Sterne und insgesamt auch nicht mehr als 3 Sterne für mich, wenig innovativ und zum Schluss zu unglaubwürdig.

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