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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2026

Düster

Deine Zeit wird kommen
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Das düstere Cover passt perfekt zur kalten Grundstimmung dieses skandinavischen Kriminalromans. Der Fund einer brutal zugerichteten Frauenleiche in den Wäldern bei Falkenberg zieht Kommissar Björling und ...

Das düstere Cover passt perfekt zur kalten Grundstimmung dieses skandinavischen Kriminalromans. Der Fund einer brutal zugerichteten Frauenleiche in den Wäldern bei Falkenberg zieht Kommissar Björling und die junge Polizistin Johanna in einen komplexen Fall. Carl-Johan Vallgren konzentriert sich neben den Ermittlungen stark auf die persönlichen Probleme seiner Protagonisten. Die Handlung gewinnt spürbar an Dramatik, als Björlings eigene Tochter entführt wird und die Nachforschungen eine private Wendung nehmen. Das Zusammenspiel aus den Abgründen des Falls und dem familiären Drama ist schlüssig konstruiert. Für die Höchstwertung reicht es für mich jedoch nicht ganz, da das Erzähltempo durch die privaten Nebenstränge etwas ins Stocken gerät. Dennoch bleibt es ein handwerklich solider, psychologisch gut durchdachter Thriller.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Thriller mit Tiefgang

Weil sie lügt
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Nachdem ich zuletzt einige wirklich starke Thriller gelesen habe, war meine Erwartungshaltung bei „Weil sie lügt“ von Caroline Seibt entsprechend hoch. Das Buch überzeugt weitestgehend: Die Ausgangslage ...

Nachdem ich zuletzt einige wirklich starke Thriller gelesen habe, war meine Erwartungshaltung bei „Weil sie lügt“ von Caroline Seibt entsprechend hoch. Das Buch überzeugt weitestgehend: Die Ausgangslage – Julis spurloses Verschwinden und die sofortige Verdächtigung des Vaters – wirkt zwar wie ein klassisches Szenario, doch die familiäre Dynamik verleiht der Geschichte eine beachtliche, psychologische Schwere. Besonders Anna als zentrale Figur überzeugt; ihre Zerrissenheit zwischen der Sorge um ihren Bruder und der lähmenden Ungewissheit macht sie zu einer nahbaren Ankerfigur.
Das Wechselspiel zwischen ihr und der Ermittlerin verleiht der Handlung eine gute Dynamik. Seibt schreibt flüssig und platziert ihre Twists geschickt, wenngleich das Ende für meinen Geschmack etwas too much ist. Trotz dieses kleinen Abstrichs ein sehr solider, mitreißender Thriller, der psychologisch meist überzeugt. Von mir gibt es daher verdiente 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Gelungen

Schlafende Vulkane
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Schlafende Vulkane hat mich vor allem durch seine düstere Atmosphäre gepackt. Schon der Einstieg bleibt hängen: Eine junge Frau wird brutal ermordet in einem Reitstall gefunden, ihr kleiner Sohn ist verschwunden. ...


Schlafende Vulkane hat mich vor allem durch seine düstere Atmosphäre gepackt. Schon der Einstieg bleibt hängen: Eine junge Frau wird brutal ermordet in einem Reitstall gefunden, ihr kleiner Sohn ist verschwunden. Für die junge schwedische Ermittlerin Helga Jónsdóttir ist es der erste Mordfall – und gleichzeitig einer, der sie sofort an ihre Grenzen bringt.

Während Helga vermutet, dass der Junge vor seinem gewalttätigen Vater geflohen ist und irgendwo in den gefährlichen Vulkanlandschaften Islands versteckt lebt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Dabei holt sie sich Hilfe von Bjarki, der die raue Wildnis als Isländer besser kennt als jeder andere. Gerade diese Suche durch die eisige, unwirtliche Landschaft hat bei mir für echte Spannung gesorgt.
Als Fan der Bergmann Reihe war ich sehr neugierig auf das Buch und wurde nicht enttäuscht. Für mich ein starker Reihenauftakt mit viel Spannung .

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Schuld und Ungewissheit

Home Before Dark
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Home Before Dark hat mich vor allem durch seine düstere Ausgangslage gepackt. Vor zehn Jahren verschwindet Marsis Schwester Kristin spurlos – ein Fall, der nie gelöst wurde. Als Marsi plötzlich einen Brief ...

Home Before Dark hat mich vor allem durch seine düstere Ausgangslage gepackt. Vor zehn Jahren verschwindet Marsis Schwester Kristin spurlos – ein Fall, der nie gelöst wurde. Als Marsi plötzlich einen Brief erhält, wird die Vergangenheit wieder aufgerissen, und sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Ich mochte besonders diese Mischung aus Spannung und emotionaler Belastung. Es geht nicht nur um die Frage, was damals passiert ist, sondern auch darum, wie sehr dieses Verschwinden Marsis Leben geprägt hat. Dieses Gefühl von Schuld und Ungewissheit zieht sich durch die ganze Geschichte.

Die Handlung entwickelt sich eher ruhig, aber stetig. Stück für Stück kommen neue Details ans Licht, und man beginnt, alles zu hinterfragen. Gerade dieses langsame Zusammensetzen der Puzzleteile hat mir gut gefallen.

Ein paar Wendungen waren für mich vorhersehbar, und an manchen Stellen hätte es etwas straffer sein dürfen. Trotzdem hat mich die Atmosphäre getragen.

Für mich ein ruhiger, beklemmender Nordic-Noir-Thriller, der mehr über Vergangenheit und Schuld erzählt als über schnelle Schocks – gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Leises Unbehagen

Meeresdunkel
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Meeresdunkel hat bei mir dieses leise Unbehagen ausgelöst, das man nicht sofort greifen kann. Zwei Familien, eine Finca, die sie sich ungeplant teilen müssen – klingt erst mal nach einer dieser typischen ...

Meeresdunkel hat bei mir dieses leise Unbehagen ausgelöst, das man nicht sofort greifen kann. Zwei Familien, eine Finca, die sie sich ungeplant teilen müssen – klingt erst mal nach einer dieser typischen Urlaubsgeschichten. Aber ziemlich schnell merkt man: Hier stimmt etwas nicht.

Die Stimmung kippt nicht plötzlich, sondern ganz langsam. Kleine Bemerkungen, Blicke, dieses Gefühl, dass jeder etwas zurückhält. Als dann eine Leiche auftaucht, ist klar, dass niemand zufällig hier gelandet ist. Ab da habe ich ständig überlegt, wem man überhaupt noch trauen kann.

Besonders mochte ich, dass die Figuren nicht eindeutig sind. Man ist sich nie sicher, wie man sie einschätzen soll – und genau das hält die Spannung hoch.

Manche Passagen hätten für mich etwas kürzer sein dürfen, aber insgesamt hat mich das Buch gepackt. Vor allem dieses beklemmende Gefühl bleibt hängen, auch nach der letzten Seite.

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