Cover-Bild Pause
(62)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 15.05.2026
  • ISBN: 9783423285421
Lena Kupke

Pause

Roman | »Das Buch ist von Lena Kupke! Wer nicht blind alles von ihr kauft, ist verrückt.« Till Reiners

Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.

Nach einem einschneidendem Erlebnis zieht Hanna Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90-cm-Gästebett. Doch wie soll das funktionieren: ein Familienalltag von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären? Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, sich selbst zu heilen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den hilflosesten Momenten findet …

Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über Momente am Boden und den langen Weg zur Verarbeitung von Schicksalsschlägen.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2026

Humorvoller Roman über ernste Themen

0

Ich kenne Lena Kupke als Comedienne und mag ihren Humor sehr, weshalb ich gespannt auf ihren Roman "Pause" war.
Nach einem Zusammenbruch wird Hanna nur durch Begleitung aus dem Krankenhaus entlassen. Also ...

Ich kenne Lena Kupke als Comedienne und mag ihren Humor sehr, weshalb ich gespannt auf ihren Roman "Pause" war.
Nach einem Zusammenbruch wird Hanna nur durch Begleitung aus dem Krankenhaus entlassen. Also lässt sie sich von ihren Eltern abholen und bleibt vorerst bei ihnen in Lüneburg. Ihren Freund, ihre Freund*innen und ihren Job lässt sie in Berlin zurück. Die Nächte im Arbeitszimmer ihres Vaters, alltägliche Dialoge mit ihren Eltern, die so oder so ähnlich bereits in ihrer Jugend geführt wurden, und die Auseinandersetzung mit den Menschen, die Hanna noch von früher kennt, gehören nun zu ihrem Alltag. Konflikte gibt es reichlich, ausgesprochen wird wenig. Doch wie lange können Dinge unter den Teppich gekehrt werden, ohne dass darüber gestolpert wird?

Ich mag den Humor von Lena Kupke sehr und konnte daher auch sehr viel mit ihren Figuren anfangen. Hanna ist mir auf Anhieb sympathisch, ihre Gedanken und ihre Handlungen kann ich als Frau in den 30ern gut nachvollziehen, Auch ihre Eltern, die Familiendynamik und Szenen wie im Ernstings Family fand ich sehr unterhaltsam.
Das Buch ist locker, humorvoll geschrieben, sodass ich es an einem Stück gelesen habe. Doch dabei wirken ernste Themen, die teilweise explizit benannt, teilweise angedeutet werden.

Ich mochte es, Hanna bei ihrer persönlichen Weiterentwicklung zu verfolgen und die Pause bei ihren Eltern und in der Lüneburger Gemeinschaft mitzuerleben.

Veröffentlicht am 27.07.2026

Ein Buch voller Tiefe

0

"Pause" hat ein fantastisches Cover, das mich direkt neugierig machen konnte. Obwohl darauf nicht allzu viel zu erkennen ist, passt es in meinen Augen gut zur Geschichte und holt auch ein eher literarisches ...

"Pause" hat ein fantastisches Cover, das mich direkt neugierig machen konnte. Obwohl darauf nicht allzu viel zu erkennen ist, passt es in meinen Augen gut zur Geschichte und holt auch ein eher literarisches Publikum ab. Die Farbgebung ist sehr intensiv und dadurch ein direkter Blickfang. Ich finde es spannend, das wir hier nur eine einzelne Person auf dem Cover haben, die den Mond anzuschauen scheint, was auch eine gewisse Einsamkeit ausstrahlt.

Hanna war eine Protagonistin von der ich sehr gerne gelesen habe und die ich so oft gerne einfach in den Arm genommen hätte. Viele ihrer Eigenschaften habe ich in mir selbst wiedererkannt. Sie lernt hier viel über sich selbst und entwickelt sich auch weiter was ich sehr spannend fand.

Hannas Familie hat es mir nicht immer leicht gemacht. Ich fand es gerade zu Anfang sehr traurig zu sehen, wie sie untereinander miteinander umgegangen sind. Ich hätte mir hier einfach mehr Empathie gewünscht, aber man merkt auch dass die Autorin hier versucht hat zu zeigen, wie es ist wenn jeder mit sich selbst beschäftigt ist und niemand über seine Emotionen reden will. Trotzdem fand ich das auch hier eine gute Entwicklung stattgefunden hat.

Das Buch hatte zudem sehr viel Tiefe, sei es nun als es um mentale Krankheiten ging, um familiäre Beziehungen, um das Zurückkehren in die Heimat oder einfach um das Füreinander da sein von Menschen von denen man gedacht hat das sie für einen da sind, weil man selbst immer da war. All diese Themen wurden hier sehr gut aufgegriffen und waren gut ausgearbeitet, Es war spannend zu verfolgen welche Entwicklungen es hier gab und wie mit diesen unterschiedlichen Themen umgegangen wurde.

Der Schreibstil von Lena Kupke hat mich sehr beeindruckt, weil ich die Gefühle so intensiv gespürt habe. Es war toll dieses Buch zu lesen und dadurch auch noch einiges über mich zu lernen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2026

Zuhause ist man jemand anderes

0

Als jemand, der selber nach dem Studium wieder bei seinen Eltern eingezogen ist, hat das Buch mich direkt ansprechen können und absolut neugierig gemacht.

Das Cover finde ich schön. Es hat kräftige Farben ...

Als jemand, der selber nach dem Studium wieder bei seinen Eltern eingezogen ist, hat das Buch mich direkt ansprechen können und absolut neugierig gemacht.

Das Cover finde ich schön. Es hat kräftige Farben und stellt für mich in gewisser Weise auch eine Einsamkeit da, die mich sehr berührt hat. Umso neugierig hat es mich dann aber auch auf die Geschichte gemacht.

Hanna ist eine Protagonistin mit der ich mich sehr gut identifizieren konnte. Sie versucht unabhängig zu sein, aber letztendlich sind es doch die Eltern, die sie aufnehmen, als die Menschen in ihrem Leben nicht für sie da sein können. Sie ist niemand der oft nach Hilfe fragte, diese aber oft gibt, umso schmerzvoller ist es dann, wenn man diese Hilfe nie zurückbekommt, was etwas war das ich gut nachvollziehen konnte. Zu Anfang des Buches lässt vieles einfach Geschehen, wodurch man dann im Verlauf des Buches aber auch eine gute Entwicklung feststellen konnte.

Hannas Familie war auch etwas das ich gut nachvollziehen konnte und viele Parallelen gezogen habe. Dennoch hat sich das Buch in der zweiten Hälfte sehr stark gezeigt. Ich habe hier verschiedene Entwicklungen gesehen und fand es auch schön wie hier mentale Gesundheit thematisiert wurde. Auch das Zurückkehren in die Heimat und das Einziehen bei den Eltern fand ich ein sehr spannendes Thema, denn in meinen Augen macht es einem zu einem anderen Menschen, was Lena Kupke auch sehr gut eingefangen hat.

Besonders beeindrucken konnte mich hier wie Lena Kupke die Emotionen dieses Buch transportiert hat. Es war nicht immer einfach der Geschichte zu folgen. Gerade am Anfang empfand ich sie als wahnsinnig schmerzhaft. Es hat Empathie gefehlt, jeder hat sich nur um sich selbst gekümmert und Hanna wurde von vielen Menschen im Stich gelassen, was für mich schon sehr weh tat. So konnte mich der Schreibstil der Autorin auch komplett von sich einnehmen, so dass ich absolut gefangen von der Geschichte war.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2026

Konnte mich überzeugen

0

Hanna braucht dringend eine Pause. Als sie nach einem Ohnmachtsunfall aus dem Krankenhaus entlassen wird, steht auf dem Arztbrief als Diagnose "Panikattacke". Abgeholt wird sie von ihren Eltern, die sie ...

Hanna braucht dringend eine Pause. Als sie nach einem Ohnmachtsunfall aus dem Krankenhaus entlassen wird, steht auf dem Arztbrief als Diagnose "Panikattacke". Abgeholt wird sie von ihren Eltern, die sie direkt mit ins Elternhaus nehmen. Eigentlich möchte Hanna so schnell wie möglich zurück nach Berlin, doch als sie feststellt, dass sie bei ihrer Arbeit aus dem Projekt gekickt wurde und ihr Freund Paul keine Zeit hat, sie abzuholen, beschließt sie widerwillig und gezwungenermaßen ein paar Tage in ihrem Heimatort zu verbringen.

Selbst wenn Hanna es sich selbst nicht eingestehen möchte, erkennt man als Leser sehr schnell, wie es zu Hannas Zusammenbruch kam. Sie selbst ist sehr gut darin, vor den Tatsachen die Augen zu verschließen. Statt sich mit der bedrückenden Vergangenheit auseinanderzusetzen, vergräbt sie sich in ihrer Arbeit und schiebt ihre Gefühle beiseite. Welche Schatten in ihrer Vergangenheit liegen, lassen sich durch leichte Bemerkungen anfangs nur erahnen. Mit ihrer Ankunft im Elternhaus wird jedenfalls klar, dass es in der Familie Gang und Gebe ist, Emotionen nicht anzusprechen. Die Mutter redet zwar viel, nicht jedoch über ihre Gefühle. Die Probleme stehen wie der unsichtbare Elefant im Raum, um den jeder einen großen Bogen macht. Hanna kann man ihr Verhalten also nicht wirklich vorwerfen. Sie ist der Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt, aber unter diesem Verhalten sehr leidet. Schritt für Schritt kämpft sie sich zurück und auch wenn ich mir mit ihren Verhalten nicht immer leicht getan habe, war es interessant ihre Charakterentwicklung zu verfolgen. Die Nebencharaktere wie ihre Schwester Sara, ihre Freundin Blanka sowie die Arbeitskollegin bleiben leider recht blass und hätten gerne mehr Raum einnehmen können. Ansonsten zeichnet sich der Roman durch einen flotten, ansprechende Schreibstil und sympathische Figuren aus. Mich konnte der Roman jedenfalls mitreißen, zum Schmunzeln und zum Mitfühlen bewegen, weshalb ich gerne fünf Sterne vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2026

Vom Schweigen und vom Weitergehen

0

Inhalt: Nach einem einschneidenden Erlebnis kehrt die 36-jährige Hanna aus Berlin zurück in ihr Elternhaus nach Lüneburg. Dort wird sie nicht nur mit ihrer eigenen Krise konfrontiert, sondern auch mit ...

Inhalt: Nach einem einschneidenden Erlebnis kehrt die 36-jährige Hanna aus Berlin zurück in ihr Elternhaus nach Lüneburg. Dort wird sie nicht nur mit ihrer eigenen Krise konfrontiert, sondern auch mit den unausgesprochenen Konflikten und alten Mustern ihrer Familie.

Mein Leseeindruck: Das Buch hat mich vor allem durch seinen zugänglichen und angenehm unaufgeregten Schreibstil überzeugt. Lena Kupke gelingt es, auch schwere Themen mit einer Leichtigkeit zu erzählen, die das Buch trotz seiner emotionalen Tiefe nie belastend wirken lässt.

Besonders beeindruckt hat mich die authentische Darstellung der Figuren. Jede Person bringt ihre ganz eigene Art mit, auf Krisen zu reagieren und Liebe zu zeigen. Besonders berührt hat mich die Figur der Hanna. Sie wirkt von Anfang an sehr nahbar und authentisch in ihrem Versuch, nach einem schweren Einschnitt wieder Halt zu finden. Ihre Gedanken, Zweifel und inneren Konflikte sind so überzeugend beschrieben, dass ich ihre Gefühle gut nachvollziehen konnte.

Ebenso gelungen ist die Auseinandersetzung mit familiärer Kommunikation. Das Buch zeigt eindrücklich, wie viel in Familien unausgesprochen bleibt und wie sehr Missverständnisse oder fehlende Gespräche Beziehungen prägen können. Gleichzeitig macht Lena Kupke deutlich, dass hinter dem Schweigen oft Liebe, Überforderung oder der Wunsch, andere zu schützen, stehen.

Fazit: Ein kluger und emotionaler Roman, der nicht nur vom Umgang mit Krisen erzählt, sondern vor allem von den Menschen, die sie auf ganz unterschiedliche Weise bewältigen. Ich empfehle das Buch gerne weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere