Keine Liebesgeschichte – Der bewegende Debütroman von Heartstopper-Autorin Alice Oseman
Anja Galic (Übersetzer)
Erlebe das aufwühlende Schuljahr mit Victoria Spring!
Victoria Spring hat alles, um glücklich zu sein: Nette Freunde, tolle Geschwister, Eltern … Nur möchte sie am liebsten ihre Ruhe haben und einfach gar nichts tun. Bis sie auf Michael Holden trifft. Der seltsame Junge ist immer fröhlich und fest entschlossen, ihr Freund zu sein. Dann versetzen auch noch Nachrichten einer anonymen Gruppe namens Solitaire die ganze Schule in Schockstarre. Und plötzlich ist die Vorstellung, nichts zu tun, schlimmer als zu handeln …
Ein Muss für alle Heartstopper-Fans
Der bewegende Debütroman von
Alice Oseman
über
Einsamkeit
,
wahre Freundschaft
und die
Suche nach sich selbst
.
Eine Geschichte über Tori Spring und mit vielen beliebten Charakteren aus
Alice Osemans
gefeierter Graphic-Novel-Serie
Heartstopper
– jetzt auch als Realverfilmung bei Netflix.
In ihrem Coming of Age-Roman
Solitaire
beschreibt
Alice Oseman
eindrücklich den Zwang, sich inmitten von
Weltschmerz
,
Depression
und
Erfolgsdruck
zurechtfinden zu müssen. Dabei zeigt sie, dass eine einzige
Freundschaft
ausreicht, um alles zu verändern.
Romane aus dem
Heartstopper
-Universum:
Nick & Charlie
This Winter
Weitere Jugendbuchromane von
Alice Oseman
bei Loewe:
Loveless
Nothing Left for Us (die deutsche Übersetzung von
Radio Silence
)
Solitaire
I was Born for This
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Da mir Heartstopper so gefallen hat, wollte ich unbedingt auch das Buch über Tori lesen. Der Schreibstil war auch echt gut und ich kam unglaublich schnell voran. Ich war am Ende wirklich überrascht, als ...
Da mir Heartstopper so gefallen hat, wollte ich unbedingt auch das Buch über Tori lesen. Der Schreibstil war auch echt gut und ich kam unglaublich schnell voran. Ich war am Ende wirklich überrascht, als herauskam wer hinter Solitaire steckt, da ich immer sehr überzeugt davon war, dass es ein anderer Charakter war.
Anmerkung: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen.
„I don’t ever remember not being serious. As far as I’m concerned, I came out of the womb spouting cynicism and wishing for rain.“ (S. 73)
Hierbei handelt ...
Anmerkung: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen.
„I don’t ever remember not being serious. As far as I’m concerned, I came out of the womb spouting cynicism and wishing for rain.“ (S. 73)
Hierbei handelt es sich um das Erstlingswerk von Alice Oseman. Die Erstauflage wurde mittlerweile bearbeitet und eine Content Note hinzugefügt, denn diese Geschichte ist deutlich düsterer, als die anderen Bücher von Oseman. Dennoch ist auch diese hier gelungen.
Das Cover: Vermutlich mein liebstes Cover von allen Romanen von Oseman. Das helle Rosa sticht direkt ins Auge und die Fußspuren von Tori haben eine tiefere Bedeutung, zu der ich mehrere Interpretationsideen habe.
Die Handlung: In diesem Roman wird die Geschichte von Charlies Schwester, Tori, erzählt. Diese spielt zeitgleich zu Volume 4 der Heartstopper Graphic Novel. Tori muss die schwierigen Seiten des Alltags und Lebens mit voller Wucht erleben. Zu ihren Freund:innen spürt sie keinen Draht mehr und die Zukunftsangst wird immer lauter in ihr. Eines Tages lernt sie Michael Holden kennen, der mit seiner zugänglichen und freundlichen Art das genaue Gegenteil von ihr darstellt. Gemeinsam stoßen sie auf eine anonyme Gruppe in der Schule mit dem Namen „Solitaire“ die immer populärer wird und mit kryptischen Nachrichten und Aktionen für Aufruhr sorgt…
Meine Meinung: Für mich erscheint es beinahe unmöglich, dass Alice Oseman eine schlechte Geschichte schreiben kann. Die Romane sind voller Feingefühl, man findet sich in ihnen wieder und sie lassen sich stets flüssig lesen. Auf Toris Buch war ich besonders gespannt, da sie schon immer mein liebster Charakter aus dem Heartstopper-Universum ist und mich mit ihrer trockenen, aber dennoch fürsorglichen Art von sich überzeugen konnte. Auch in diesem Buch mochte ich sie wieder sehr gerne, auch wenn man sie hier aus verschiedenen Blickwinkeln erlebt. Zudem muss ich sagen, dass man merkt, dass es sich hierbei um Alices ersten Roman handelt. Die Steigerung der anderen Romane ist leicht spürbar, da diese noch stimmiger und noch flüssiger geschrieben sind. Auch ist diese Geschichte ernster, als die anderen. Ich würde auch empfehlen die Content Notes zu lesen, da sie berechtigt sind. Doch trotz meiner Kritikpunkte, kann ich diese Geschichte weiterempfehlen.
Die Charaktere: Mehr Liebe für Tori! Sie war schon vorher meine Lieblingsperson aus dem Heartstopper-Universum – das hat sich hiermit nicht geändert. Man fühlt so sehr mit ihr mit, besonders ihre Rastlosigkeit bezüglich ihrer Zukunft ist so nachvollziehbar. Doch auch Michael konnte hier glänzen. Zwar war ich am Anfang (ebenso wie Tori) von ihm etwas überrumpelt und konnte sein Verhalten nicht ganz einordnen, jedoch legte sich das nach der Zeit. Er ist für mich (zusammen mit Nick Nelson) der Inbegriff eines menschlichen Golden Retrievers.
Fazit: Eine ernste Geschichte, die jedoch trotzdem das Unterhaltsame aus den anderen Geschichten beinhaltet. Ich vergebe hier 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung.
Worum geht’s?
Eigentlich könnte Victoria Springs Leben perfekt sein – wenn sie das bloß auch so sehen würde. Abgesehen von ihrem Blog interessieren sie nur sehr wenige Dinge im Leben wirklich, egal wie ...
Worum geht’s?
Eigentlich könnte Victoria Springs Leben perfekt sein – wenn sie das bloß auch so sehen würde. Abgesehen von ihrem Blog interessieren sie nur sehr wenige Dinge im Leben wirklich, egal wie sehr Freunde und Familie sich auch bemühen, sie aus ihrem Schneckenhaus hervor zu locken. Als dann jedoch Michael an Toris Schule wechselt, wendet sich das Blatt – denn er ist fest entschlossen, Tori nicht einfach ihrer düsteren Stimmung zu überlassen, sondern ihr Freund zu werden.
Meine Meinung
Seit der Heartstopper-Reihe gehört Alice Oseman fest auf meine Leseliste, auch wenn ich noch längst nicht alle ihre Werke gelesen habe. Bei diesem Buch bin ich auch ehrlicherweise ein wenig froh, es nicht als ersten Berührungspunkt mit ihr gelesen zu haben, denn auch wenn ich die Geschichte grundsätzlich gelungen finde, war sie auch recht bedrückend zu lesen und daher kein wirkliches Wohlfühlbuch für mich.
Tori war mir als Protagonistin ehrlicherweise nicht greifbar genug, auch wenn ihre depressiven Tendenzen eigentlich eine Menge Mitleid bei mir hätten auslösen sollen. In gewisser Weise war sie der Prototyp eines Teenagers, der von seinen Emotionen und Wahrnehmungen erdrückt wird, gleichzeitig wirkte genau das aber auch zu aufgesetzt auf mich, was es mir dann wiederum schwer gemacht hat, wirkliche Sympathie für Tori zu entwickeln.
Im Verlauf der Handlung hat mich diese eher düstere Stimmung leider auch ein wenig runter gezogen, was mir persönlich selten bei Büchern passiert und in der Theorie eigentlich ein Zeichen dafür sein sollte, dass mich eine Geschichte besonders abholen kann. Das war hier leider nicht so ganz der Fall, auch wenn mich der Handlungsstrang um die Solitaire Gruppierung tatsächlich interessiert hat. Ganz überraschend wurde jedoch auch dieser Teil der Handlung nicht umgesetzt, was ich wirklich ein bisschen schade fand, zumal die Idee wirklich Potenzial hatte.
Insgesamt habe ich daher schon Geschichten der Autorin gelesen, die mich deutlich mehr begeistert haben, was für mich allerdings nicht bedeutet, dass ich ihre restlichen Bücher nicht mehr lesen wollen würde. Vor ein paar Jahren wäre mein Urteil vermutlich noch anders ausgefallen, von daher lasse ich mich einfach überraschen, wie mir die nächste Geschichte gefallen wird.
Fazit
Grundidee und Erzählstil der Geschichte fand ich persönlich gar nicht schlecht, beim Lesen wollte der Funke aber leider dann doch nicht so ganz überspringen. Nichtsdestotrotz finde ich das Buch an sich gelungen, denn ich kann mir sehr gut vorstellen, dass mich diese Art zu Erzählen vor ein paar Jahren noch deutlich mehr überzeugt hätte und ich somit einfach ein wenig aus der Zielgruppe herausgewachsen bin.
Ich liebe Alice Oseman, ihre Welt und die Charaktere, die sie erschafft. Für mich war klar, dass ich jedes Buch von ihr lesen möchte.
In diesem Buch begleiten wir Tori. Wer die Heartstopper-Reihe verfolgt ...
Ich liebe Alice Oseman, ihre Welt und die Charaktere, die sie erschafft. Für mich war klar, dass ich jedes Buch von ihr lesen möchte.
In diesem Buch begleiten wir Tori. Wer die Heartstopper-Reihe verfolgt oder die Serie gesehen hat, kennt sie bereits ein wenig. Auf den ersten Blick ist Tori eher zurückgezogen, grumpy und ein Einzelgänger, genau das hat mein Interesse geweckt. Ich wollte unbedingt sehen, wie sie sich entwickelt und welche Herausforderungen sie meistert.
Ich mochte Tori sehr. Es geht viel um ihre Ängste, Zweifel und Sorgen, und das war oft wirklich schön zu lesen, weil ich mich darin teilweise selbst wiederfinden konnte. Gleichzeitig wirkte das Buch dadurch aber emotional schwer und manchmal schwer zugänglich. Ich konnte Tori nicht immer vollständig nachvollziehen, und manche Szenen haben mich etwas verloren zurückgelassen.
Die Liebesgeschichte ist nur nebenbei präsent und schwer greifbar. Gleichzeitig wirkt die Handlung auf dieser Seitenanzahl eher flach, sodass das Buch stellenweise langatmig wirkte. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich bisher nur die Graphic Novels von Alice Oseman kannte und dies mein erstes „richtiges Buch“ von ihr war. Für mich persönlich konnte mich die Geschichte daher emotional nicht so mitreißen, wie ich es von Alice Oseman gewohnt bin. Oft wusste ich nicht genau, wohin die Geschichte führen wollte, und konnte mich nur schwer darauf einlassen.
Fazit
Ich finde Tori und die angesprochenen Themen sehr spannend, aber das Buch konnte mich emotional nicht richtig packen.
Tori lebt ein gutes Leben, mit fürsorglicher Familie und Freunden. Doch manchmal fällt es ihr schwer, an irgendetwas davon Interesse zu zeigen. Am liebsten würde sie ihre Zeit mit Nichtstun verbringen. ...
Tori lebt ein gutes Leben, mit fürsorglicher Familie und Freunden. Doch manchmal fällt es ihr schwer, an irgendetwas davon Interesse zu zeigen. Am liebsten würde sie ihre Zeit mit Nichtstun verbringen. Bis Michael Holden, ein neuer Mitschüler, ihr Leben kräftig durcheinanderwirbelt. Aber nicht nur er ist es, der Tori mit ungewohnten Dingen konfrontiert: An der Schule hat sich eine anonyme Gruppe namens Solitaire gebildet, die den Schulalltag manipuliert.
(auf English gelesen)
Ich war super neugierig darauf, was anderes aus dem Universum zu lesen, in dem Heartstopper spielt. Und Charlies Schwester Tori war dort nur eine Randfigur, die aber mein Interesse geweckt hat. Und ich muss sagen, ich fand das Buch wirklich interessant. Tori scheint ein normaler Teenager zu sein, etwas sarkastisch, oft gelangweilt, sie geht zur Schule, hat dort einen Freundeskreis. Doch je tiefer man in ihre Gedanken eindringt, je mehr Einblicke man in ihr Leben bekommt, desto mehr spürt man, dass es bei ihr noch weitergeht. Sie ist antriebslos, desinteressiert. Dabei nie unsympathisch, aber sie verstrickt sich sehr in düstere Gedanken. Man merkt schnell, dass es ihr mental gesundheitlich nicht allzu gut geht. Wie sie damit umgegangen ist, wie das auch schwanken kann, und vor allem, wie sich das teilweise gewandelt hat, wenn sie mit Michael zusammen war, das fand ich total gut gemacht und es war ein gelungener Prozess des Begreifens. Allerdings muss ich sagen, dass es mir teilweise dann etwas zu düster wurde bzw. dazu dann die Einordnung fehlte. Ich möchte nicht kleinreden, wenn Menschen Depressionen haben, so nach dem Motto "denk nicht so viel negatives". Ich fands schon realistisch, wie es hier dargestellt wurde. Allerdings zog es irgendwann unfassbar runter und es ereignete sich oft lange Zeit nichts anderes, als der düstere Strudel ihrer Gedanken. Und dahingehend hätte ich mir gewünscht, dass das ganze mehr reflektiert werden würde. Von irgendwem. Es kam bei mir ein wenig das Gefühl auf, als würde das Buch mir sagen, dass das nichts besonderes und ganz normal ist. Aber es geht Tori eben NICHT gut, und das ist nicht normal, aber das wurde nirgendwo thematisiert. Ich muss mir auch zu Ende des Buches noch Sorgen machen, dass sie keine Hilfe bekommt. Nichtsdestotrotz fand ich es einen lehrreichen Einblick in ihre Gedankenwelt und fand es gut, zu lernen, wie ihr Innerstes funktioniert.
Der Handlungsstrang um Solitair schien mir dabei eher etwas nebensächlich, aber er war durchaus interessant, ich wollte wissen, wer hinter den Aktionen steckt und warum. Und es hat den roten Faden gegeben (neben Michael), der dafür gesorgt hat, dass Tori sich in dieser Geschichte weiterbewegt. Von daher fand ich die Sache schon ziemlich gelungen.
Für mich ist Solitaire ein gutes, wertvolles Buch, das mich aber etwas zu sehr runtergezogen hat und von dem ich mir gewünscht hätte, dass Toris Zustand etwas mehr thematisiert/eingeordnet worden wäre. Trotzdem bin ich froh, es gelesen zu haben. 3 bis 3,5 Sterne.