Cover-Bild Loveless (deutsche Ausgabe)
(61)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
16,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Loewe
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 09.02.2022
  • ISBN: 9783743212190
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Alice Oseman

Loveless (deutsche Ausgabe)

Das Must-read der Heartstopper-Autorin über die Vielfalt der Liebe - ausgezeichnet mit dem YA Book Prize 2021
Vanessa Walder (Übersetzer)

Warten auf die große Liebe
Georgia ist 18 und noch immer ungeküsst.
Sie war noch nie verliebt, noch nicht einmal ein bisschen verknallt. Dabei schwärmt sie für alles, was so richtig schön romantisch ist: Hochzeiten, Liebesgeschichten und Happily-Ever-Afters.
Der Richtige wird schon noch kommen, oder?
Oder die Richtige? Irgendwann …
Aber was, wenn nicht? 

Lies diesen einzigartigen Roman jetzt in der grandiosen und einfühlsamen deutschen Übersetzung von Vanessa Walder .

Das sagt die Presse in Großbritannien:
"Ein fröhliches, entwaffnend ehrliches Buch, das direkt aus dem Kopf eines jungen Mädchens zu entspringen scheint" - Independent
"Loveless ist eine Ode an Freundschaft und platonische Seelenverwandte; dieser herzerwärmende Roman gewann verständlicherweise den YA Book Prize 2021' - Irish Times
"Eine wundervolle Geschichte über Selbstfindung" - The Bookseller

Nominiert für den Buxtehuder Bullen 2022

Ausgezeichnet mit dem Bookseller‘s YA Bookprice – Von der Autorin von Heartstopper
Loveless
wird dich direkt im Herzen treffen: emotional, einfühlsam und ehrlich. Dieser Roman für Jugendliche ab 14 Jahren erzählt von der Magie von Freundschaften, Beziehungen und der Suche nach der Liebe. Alice Oseman zeigt in ihrer ergreifenden Geschichte, dass es mehr gibt als nur die eine Art, zu lieben und glücklich zu werden.

Eine Geschichte trifft das Lebensgefühl einer jungen Generation
Mit ihrem feinen Gespür für die Gefühle junger Menschen auf ihrer Suche nach Identität und Selbstakzeptanz begeistert Alice Oseman eine ganze Generation, für die LGBTQIA+ und eine diverse Zukunft selbstverständlich ist.

Graphic Novels aus dem Heartstopper -Universum:
Heartstopper Volume 1
Heartstopper Volume 2
Heartstopper Volume 3
Heartstopper Volume 4
Heartstopper Volume 5
Heartstopper Volume 6 - folgt

Romane aus dem Heartstopper -Universum:
Nick & Charlie
This Winter

Weitere Jugendbuchromane von Alice Oseman bei Loewe:
Loveless

Nothing Left for Us (die deutsche Übersetzung von Radio Silence )
Solitaire
I was Born for This

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2022

Eine Geschichte über die Liebe

0

Nachdem ich die erste Volume der "Heartstopper"-Graphic Novel echt gern gelesen habe, wollte ich unbedingt mehr von Alice Oseman lesen. "Loveless" kam mir als Erstes zwischen die Finger.

Georgia liebt ...

Nachdem ich die erste Volume der "Heartstopper"-Graphic Novel echt gern gelesen habe, wollte ich unbedingt mehr von Alice Oseman lesen. "Loveless" kam mir als Erstes zwischen die Finger.

Georgia liebt die Liebe und Romantik, sie schwärmt für romantische Geschichten, Hochzeiten, usw. Mit ihren 18 Jahren war sie aber noch nie wirklich verliebt, nie verknallt, hat nie für jemanden geschwärmt oder jemanden geküsst. Für ihre Zeit am College hat sie sich fest vorgenommen, den oder die Richtige für sich zu finden, die Zeit zu genießen, zu feiern, richtig Spaß zu haben - so wie es eben jeder macht. Doch was ist, wenn sich alles einfach nur falsch anfühlt?

Ich war so unfassbar gespannt auf die Geschichte und habe so schnell wie möglich mit dem Buch begonnen. Alice Oseman erzählt im Ich-Erzähler aus der Perspektive von Georgia. Immer wieder gab es Auszüge aus Textnachrichten, was ich richtig gern mochte und sehr passend fand. Ihr Schreibstil las sich echt gut und sehr flüssig.

In Georgia konnte ich mich ganz wunderbar einfühlen und ich mochte sie total gern. Sie liebt die Liebe, war aber selbst nie wirklich verliebt. Alles fühlt sich irgendwie merkwürdig und falsch für sie an. Langsam entdeckt sie ihre Identität und was sie wirklich will. Ihre Gedanken und Gefühle waren total nachvollziehbar für mich und sie konnte mich berühren.
Die anderen Charaktere wie beispielsweise ihre Freunde Pip, Jason und Rooney, mochte ich sehr, allerdings fand ich sie ein bisschen schwächer dargestellt.

Es ist eine Story über die Suche nach seinem wahren Ich, über Freundschaft, über verschiedene Arten von Liebe. Ich fand es toll zu lesen, wie Georgia langsam zu sich selbst findet und wie sie die erste Zeit am College erlebt. Dabei gibt es auch ein kleines bisschen Drama, was das Ganze spannend machte.
Der Handlungsverlauf ist insgesamt zwar sehr vorhersehbar und ich wusste schnell, was Sache ist, aber das hat mir überhaupt nichts ausgemacht, da einfach alles passte, es tiefgründig war. Ich hatte echt manchmal ein kleines bisschen Tränen in den Augen oder Gänsehaut.

Leider konnte mich das Buch trotz allem nicht so richtig fesseln. Wie gesagt, ich mochte die Geschichte, mochte die Charaktere, mochte den Schreibstil, aber es packte mich einfach nicht 100% und ich habe total lange gebraucht, um es zu beenden. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht einfach den falschen Zeitpunkt für das Buch erwischt habe.

Das Ganze spielt in einem College-Setting, man liest vom Studium und von den verschiedenen Gruppen, die es dort gibt. Ein großes Thema ist das Theater und Shakespeare. Gefiel mir echt gut!

Insgesamt konnte mich Alice Oseman mit "Loveless" sehr überzeugen. Mir fehlte zwar irgendwie etwas, um mich richtig zu fesseln und zu begeistern, aber ich habe das Buch richtig gern gelesen.

Veröffentlicht am 23.08.2022

Wichtige Thematik mit komplizierter Protagonistin

0

Worum geht’s?
Eigentlich läuft in Georgias Leben ziemlich viel gut. Sie hat gerade die Schule abgeschlossen, ihr Studium begonnen und kann sich immer auf ihre Freunde verlassen – bloß ihren ersten Kuss ...

Worum geht’s?
Eigentlich läuft in Georgias Leben ziemlich viel gut. Sie hat gerade die Schule abgeschlossen, ihr Studium begonnen und kann sich immer auf ihre Freunde verlassen – bloß ihren ersten Kuss hat sie mit achtzehn Jahren noch immer nicht bekommen. An der Universität will Georgia das eigentlich ändern – und lernt dabei Überraschendes über sich selbst und ihre Wünsche.


Meine Meinung
Die Thematik dieser Geschichte war auf jeden Fall spannend und auch durchaus interessant umgesetzt, was es für mich dann aber schlussendlich ein wenig schwer gemacht hat, durchgehend begeistert zu sein, war tatsächlich der Fokus der Handlung.

Dass Georgia es für ein unglaublich großes Problem hält, mit achtzehn noch immer keinen ersten Kuss gehabt zu haben, erscheint mir vor dem Hintergrund von Gruppenzwang und der heutigen Gesellschaft gar nicht mal so unglaubwürdig für eine junge Erwachsene. Grundsätzlich fand ich sie als Figur auch sehr sympathisch und habe ihre Gedanken und Gefühle gerne verfolgt, wobei ich vermutlich nicht ganz der Zielgruppe der Geschichte entspreche und bei dem größten Problem in ihrem Leben dementsprechend nicht wirklich mitfühlen konnte.

Auch die Freundesgruppe um Georgia mochte ich gerne, was in meinen Augen insgesamt zu einer richtigen Wohlfühlatmosphäre beigetragen hat. Ein bisschen mehr Abwechslung in der Handlung hätte es für mich zwar gerne geben dürfen, der Verzicht auf unnötige Dramen und Intrigen hat es mir aber sehr leicht gemacht, beim Lesen absolut abzuschalten und sehr mit Georgia mitzufühlen.

Was ich mit der Zeit dann jedoch ein kleines bisschen anstrengend fand, war der Mangel an Handlung abseits von Selbstfindung und innerer Zerrissenheit. Natürlich kann und soll so ein wichtiger Entwicklungsprozess nicht innerhalb weniger Seiten abgehandelt werden, aber insgesamt hatte ich doch häufiger mal das Gefühl, dass die Handlung eher ein großer Kreislauf sich immer wieder wiederholender Gedanken und Abläufe war, was man meiner Meinung nach einfach noch ein bisschen interessanter hätte umsetzen können.


Fazit
Als wichtige Geschichte über Akzeptanz, Selbstfindung und Pluralität ist dieses Buch auf jeden Fall gut gelungen und nicht nur für Jugendliche eine bereichernde Lektüre. Ein bisschen weniger offensichtliche Konstruktion hätte es in Hinblick auf die Handlung zwar durchaus geben dürfen, gerne gelesen habe ich dieses Buch aber definitiv trotzdem.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2022

Informativ und emotional berührend

0

In diesem Buch begleiten wird Georgia, die gerade ans College wechselt und hofft, dort neue Kontakte zu knüpfen und sich nun endlich zu verlieben. Dieser Plan gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht ...

In diesem Buch begleiten wird Georgia, die gerade ans College wechselt und hofft, dort neue Kontakte zu knüpfen und sich nun endlich zu verlieben. Dieser Plan gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht - nicht nur, weil Georgia introvertiert ist und es ihr schwer fällt, auf Andere zuzugehen, sondern auch, weil sie einfach niemanden findet, den sie sexuell attraktiv findet und küssen möchte. Während sie die verschiedensten Dinge ausprobiert und dabei immer verzweifelter wird, lernt sie viel über Liebe und Sexualität in all ihren Facetten und zerstört beinahe das, was ihr im Leben am wichtigsten ist.

Dieses Buch hat mich sehr berührt und ich finde es sehr schwer, meine Gedanken dazu in Worte zu fassen. Da man die Geschichte aus Georgias Perspektive erlebt, kann man ihre Verwirrung und Verzweiflung spüren und ist ähnlich ratlos wie sie. Ich mochte sehr, wie ihre Gefühle beschrieben wurden und fand ihr Verhalten durchgehend sehr nachvollziehbar - auch, wenn sie vielleicht nicht immer die richtige Entscheidung treffen konnte. Georgia hat nur wenige Freunde, ist dafür aber umso enger mit ihnen verbunden und ich mochte es, auch die Geschichten von Pip, Jason und Rooney als Nebenhandlungen mitzuverfolgen.
Mit den Themen Asexualität und Aromantik hatte ich mich zuvor kaum auseinandergesetzt und daher - das muss ich leider zugeben - nur ein sehr eingeschränktes Verständnis. Ich war überrascht, wie breit gefächert diese Zuordnungen sind und wie unterschiedlich die dazugehörigen Personen empfinden können. Es hat mich sehr berührt, wie belastend es für die betroffenen Personen sein muss, wenn sehnlichster Wunsch und echtes Empfinden nicht überein stimmen.
Dieses Buch hat nicht nur mein Verständnis für Asexualität und Aromantik erheblich verbessert; es ist zugleich eine Danksagung an echte Freunde und verdeutlicht, wie wichtig Freundschaften für uns sind. Es zeigt auf, dass man sich selbst nicht einfach verändert, nur weil man in einer anderen Umgebung ist; dass man sich aber auch gar nicht ändern muss, weil man gut ist so, wie man ist, und es immer jemanden geben wird, der einen so akzeptiert, wie man ist.
Als Kritikpunkte an dieser Geschichte habe ich lediglich, dass sich die erste Hälfte des Buches stellenweise etwas zu lang anfühlte und mir das Auftauchen einer bestimmten Person in Georgias Familie ein wenig zu "offensichtlich" erschien.

Fazit:
Ein wundervolles, informatives und emotional berührendes Jugendbuch über Asexualität, Aromantik und die Bedeutung von Freundschaften. Ich vergebe sehr empfehlenswerte 4,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2022

Rezension zu Loveless

0

Ich habe lange nicht mehr so ein gutes Buch gelesen, wirklich! Ich konnte mich schon von Anfang an gut in Georgia hineinversetzen und konnte sie sehr gut verstehen. Ihre Gefühle oder besser gesagt, ihre ...

Ich habe lange nicht mehr so ein gutes Buch gelesen, wirklich! Ich konnte mich schon von Anfang an gut in Georgia hineinversetzen und konnte sie sehr gut verstehen. Ihre Gefühle oder besser gesagt, ihre nicht vorhandenen Gefühle, werden sehr gut beschreiben und auch ihre Zweifel kommen gut zum Vorschein.
Mir hat außerdem gut gefallen, dass erklärt wurde, dass Asexualität und Aromantik sich bei jedem unterschiedlich zeigen und dass man nicht alleine damit ist.
Sexualitäten sind manchmal einfach kompliziert und verwirrend, nicht jeder kann alles sofort nachvollziehen.
Auch das zeigt das Buch sehr gut.
Das Buch war sehr angenehm geschrieben und es ist nicht zu viel passiert. Der Fokus liegt auf Asexualität, doch auch andere Sexualitäten werden genannt .

Ich finde jeder sollte das Buch mindestens einmal gelesen haben, vor allem Asexualität wird oft nicht verstanden und Menschen werden schnell als prüde oder schüchtern abgestempelt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2022

Auf der Suche nach Liebe

1

Inhalt:

Als Georgia an der Universität in Durham angenommen wird, soll dies eine Zäsur in ihrem Leben sein. Mit ihren 18 Jahren hat sie noch nie einen Jungen geküsst. Sie hat bislang auch noch keinen ...

Inhalt:

Als Georgia an der Universität in Durham angenommen wird, soll dies eine Zäsur in ihrem Leben sein. Mit ihren 18 Jahren hat sie noch nie einen Jungen geküsst. Sie hat bislang auch noch keinen festen Freund gehabt.

Da trifft es sich gut, dass Georgias neue Mitbewohnerin Rooney so gut vernetzt ist. Ständig geht sie auf Dates. Ihr gelingt es mit Leichtigkeit, neue Freunde zu finden und Verbindungen zu knüpfen. Rooney ist sofort bereit, ihrer Freundin „erste Hilfe“ zu leisten.

Doch bald stellt sich heraus, dass Georgia nicht einfach nur schüchtern ist. Ihr gelingt es, ihrem Jugendschwarm Tommy näher zu kommen. Doch als dieser sie küssen möchte, verspürt sie Ekel. Rooney ist, als sie davon erfährt, der festen Überzeugung, dass Georgia einfach nur noch nicht den Richtigen gefunden hat.

Doch schon bald müssen sowohl Georgia als auch ihre Mitbewohnerin feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, einen geeigneten Partner für den ersten Kuss zu finden. Bei keinem Jungen scheint es so richtig zu funken. Vielleicht, so mutmaßen die beiden, liegt es ja am anderen Geschlecht. Georgia möchte dazugehören. Sie möchte, wie alle anderen auch, dieses Kribbeln im Bauch erleben.

Georgia versucht alles: Sie besucht College Partys, meldet sich bei Tinder an. Vielleicht sollte sie eine Beziehung zu einer vertrauten Person aufbauen? Sie trifft sich auf ein Date mit ihrem besten Freund.

Doch auch die weiteren Versuche zeigen Georgia, dass ihre amourösen Ambitionen sich nicht so schnell verwirklichen lassen werden. Als sie sich für Kurse an der Uni entscheidet, trifft sie auf Sunil, den Präsidenten der Pride Society, der ihr eine Broschüre in die Hand drückt und sie zu einem Treffen einlädt. Lebensentwürfe und deren Alternativen werden dort offenbart.

Georgia ist skeptisch. Doch nach und nach stellt sie fest, dass sie vielleicht anders empfindet, als ihre Freunde und dass Perspektiven auf Diversität und Heterogenität ein Thema für sie sind.



Meinung:

Loveless wurde meines Erachtens zu Recht mit dem Bookseller YA Book Prize 2021 ausgezeichnet. Es gibt unzählige romantische Geschichten. Mittlerweile auch viele, die über gleichgeschlechtliche Liebe berichten. Doch wie oft liest man in Büchern über Charaktere, denen es unmöglich ist, romantische Gefühle oder sexuelle Leidenschaft zu empfinden?

Als Georgia an die neue Universität in Durham kommt, ist sie einem großen Gefühlschaos ausgesetzt. Ihre beiden besten Freunde sind in einer Nachbaruniversität angenommen worden. Zwar kann man sich treffen, doch nicht mehr so häufig wie zuvor.

Hinzukommt, dass jeder versucht, die Adoleszenz auszukosten. Studentenpartys, Spaß, einander kennenlernen. Eine Liaison für kurze Zeit. All das möchte Georgia auch erleben.

Alice Oseman stellt neben einer Protagonistin, die mit einem Haufen Gefühlen zu kämpfen hat und sich mitten in der der Suche nach ihrer sexuellen Identität befindet, weitere Nebencharaktere vor, die mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben. So gibt es hier z.B. Georgias beste Freunde Jason und Pip.

Jason ist eher der ruhige Typ. Kein Problem scheint er nicht mit Geduld lösen zu können. Er ist jemand, an dessen Schulter man sich gerne anlehnt. Der Junge mit dem großen Herzen, der nie urteilt, sondern sein Gegenüber annimmt, wie es ist. Was niemand weiß ist, dass Jason schon seit Jahren in eine Person verliebt ist. Doch bislang hat er sich noch nicht getraut, diesem Mädchen seine Gefühle zu gestehen.

Pip hingegen ist impulsiv. Sie trägt gerne Hosen und Krawatten, sie lebt intensiv und leidenschaftlich. Sie fühlt sich zu Mädchen hingezogen.

Als Pip Georgias neue Mitbewohnerin kennenlernt, sprühen sofort die Funken. Denn genau wie Pip ist Rooney jemand, der sich nicht gerne etwas sagen lässt. Beide geraten sofort aneinander. Sie streiten sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Keine der beiden möchte sich eingestehen, dass sie vielleicht Gefühle für die jeweils andere empfindet.

Rooney gelingt es mit Leichtigkeit, Beziehungen zu knüpfen. Sie ist ständig auf Partys unterwegs, lernt sofort neue Menschen kennen. Ihr Telefonbuch ist voller Kontakte. Doch die Sprache ist dem Menschen bekanntlich gegeben, um seine Gedanken, in Rooneys Fall ihre Einsamkeit, zu verbergen.

Und dann gibt es hier noch Sunil, den Präsidenten der Pride Society. Er versucht aufzuklären und anderen dabei zu helfen, mit ihren Gefühlen im Reinen zu sein. Doch immer wieder stößt er bei diesen Versuchen auf Widerstände. Eine Aufgabe, die eben auch einer Sisyphusarbeit gleichkommt.



Fazit:

Alice Oseman schickt ihre Protagonistin in "Loveless" auf eine Odyssee nach der Liebe.

Die Details und Schilderungen zu verschiedensten sexuellen Präferenzen werden dabei unglaublich pointiert zusammengetragen und ausgebreitet.

Loveless ist ein Buch, das über sexuelle Identität aufklärt. Hier fallen Begriffe wie pansexuell, bisexuell, aromantisch und non-binär. Alice Osemann erklärt anhand Georgias Geschichte, dass sexuelle Orientierung nicht nur eine Richtung kennt, sondern dass es ein Spektrum an sexuellen Identitäten gibt.

Es ist okay, wenn man sich mit achtzehn Jahren nicht verliebt hat. Es ist okay, wenn man keine Rücksicht auf gesellschaftliche Erwartungen nimmt. Es ist möglich, auch ohne einen festen Partner oder eine eigenen Familie glücklich zu werden.

Dieses Buch feiert alternative, auf andere vielleicht unheimlich wirkende, Lebensentwürfe und ist deswegen wertvoll.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere